Podcaster
Episoden
13.04.2026
27 Minuten
Die Hanse Sail hat Tradition in Rostock und gilt als das größte maritime Volksfest in Norddeutschland. Als großes, öffentliches Ereignis bietet sie die Chance, nachhaltigen Konsum zu fördern, da hier viele Menschen zusammenkommen und so ein bewusster Umgang mit Ressourcen, regionalen Produkten und umweltfreundlichen Alternativen sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. In dieser Folge berichtet Janika im Gespräch mit Kaike vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V. von ihrer Arbeit bei der Initiative Plastikfreie Stadt, ein Projekt von KuBus e. V. in Rostock. Sie spricht über die Gestaltung des Achterdecks auf der Hanse Sail und das Nachhaltigkeitskonzept für dieses Großevent, an dem sie mitgearbeitet hat. Gerade kostenlose Bildungsangebote wie auf dem Achterdeck erweitern nicht nur das Umweltwissen der jungen Besucher:innen, sondern stärken auch die Selbstwirksamkeit durch kleine und große Erfolgsmomente bei Quizfragen, Plastikangeln und anderen Mitmachaktionen. Janika berichtet außerdem über das EU-Projekt STRIVE, das Austausch und Vernetzung zwischen Festival-Akteur:innen in Deutschland, Polen, Dänemark und Schweden ermöglicht. Auch hier zeigt sich, wie wichtig Partnerschaften zwischen Ländern sind. Erfahrt in dieser Folge, was alles schon im Bereich Klima- und Umweltschutz auf der Hanse Sail passiert, warum gerade spielerische Bildungsangebote einen kleinen Teil zu sozialer Gerechtigkeit beitragen und welche Herausforderungen es noch zu bewältigen gilt. Nachdem wir viele Berichte von Menschen aus anderen Ländern gehört haben, die über die Auswirkungen der Klimakrise in ihren Herkunftsländern gesprochen haben, werfen wir in den nächsten Folgen den Blick auf das, was bei uns vor Ort passiert. Was tun wir in Mecklenburg-Vorpommern, um einen Teil zu mehr zu Klimagerechtigkeit beizutragen? Wie können wir hier in MV Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden, damit bei Umwelt-, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen alle mitgenommen werden? Welche Hebel haben wir selbst in der Hand und was können wir allein oder auch mit anderen Menschen zusammen schaffen? Habt ihr Ideen, welche Projekte und Initiativen wir bei GlobalLokal zum Thema Klimagerechtigkeit vorstellen können? Schreibt uns gerne bei Instagram: @eineweltmv Diese Folge ist Teil des Projektes „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV e. V. Das Gespräch wurde im März 2026 aufgenommen. Unser Lesetipp: "Klimaungerechtigkeit“ von Friederike Otto Werdet selbst aktiv bei der Kampagne Zusammen bewegen! Schaut bei Instagram vorbei auf @zusammenbewegen und mehr Infos findet ihr auf zusammenbewegen.org
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09.03.2026
41 Minuten
Wer trägt Verantwortung für die Schäden, die durch den Klimawandel verursacht wurden? In dieser Folge tauchen wir tief in das Thema Klimareparationen ein – ein immer wichtiger werdendes Konzept im globalen Kampf gegen die Klimakrise. Was genau bedeutet Klimareparation? Wer trägt Verantwortung für die Schäden, die durch den Klimawandel verursacht wurden? Und wie können gerechte Lösungen aussehen, die sowohl Umwelt als auch betroffene Gemeinschaften stärken? Diesen Fragen geht Divij Kapur in seiner Arbeit beim Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V. in Leipzig nach. Der Klimawandel trifft Menschen weltweit, doch die Lasten und Schäden sind ungleich verteilt: Länder und Gemeinschaften des Globalen Südens leiden besonders stark unter den Folgen - obwohl sie historisch am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Vulnerabel wurden diese vor allem dadurch, dass sie historisch und gegenwärtig noch immer Formen von Unterdrückung, Diskriminierung und/oder Ausbeutung ausgesetzt sind und sich aufgrund hierdurch entstandener Ungleichheiten mit weniger Finanzkraft gegen den Klimawandel schützen oder enstandene Schäden kompensieren können. Deshalb spricht Divij auch darüber, warum Klimareparationen mehr sind als finanzielle Entschädigungen. Es geht um ein tiefgreifendes Umdenken, um die Anerkennung von Verantwortung, den Abbau von Ungleichheiten und um den Aufbau von Resilienz in den am stärksten betroffenen Regionen. Aber er betont auch, dass nicht Schuld, sondern Solidarität im Vordergrund steht und das Versprechen, dass sich dieses Unrecht nicht wiederholt. An dieser Stelle Danke an Divij Kapur und dem Konzeptwerk für Neue Ökonomie e. V. Diese Folge ist Teil des Projektes „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV e. V. Was bedeutet für euch Klimagerechtigkeit? Schreibt uns gerne bei unserem Instagram-Kanal @eineweltmv Das Gespräch wurde im September 2025 auf Englisch aufgenommen. Hört gerne in unsere Folge "Koloniale Kontinuitäten" mit Serge Palasie rein! Unsere Lesetipps: "Klimaschulden und Reparationen - Was Deutschland dem globalen Süden schuldet" https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/projekt/klimareperationen/ "From Climate Justice to Climate Reparations - About the discourse of climate depts and reparations" https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/2024/07/14/from-climate-justice-to-climate-reparations/ "Internationaler Gerichtshof betont Verbindlichkeit und ermöglicht Klimareparationen" https://www.boell.de/de/2025/07/30/internationaler-gerichtshof-betont-verbindlichkeit-und-ermoeglicht-klimareparationen "Klimaungerechtigkeit“ von Friederike Otto "Klima der Ungleichheit - Wie extremer Reichtum weltweit die Klimakrise, Armut und Ungleichheit verschärft" https://www.oxfam.de/system/files/documents/20231120-oxfam-klima-ungleichheit.pdf Klimaanpassungsindex von Brot für die Welt https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/anpassungsindex/ „Kolonialismus und Klimakrise – Über 500 Jahre Widerstand“ https://www.bundjugend.de/produkt/kolonialismus-und-klimakrise-ueber-500-jahre-widerstand/ Autorinnentipp: Maxine Burkett
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09.02.2026
33 Minuten
In dieser Folge spricht Stanley Pierre Pizzar, Klimaschutzbotschafter im Projekt KlimaGesichter, mit Kaike vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V. über die Auswirkungen des Klimawandels in seiner Heimat Haiti. Haiti ist eines der Länder, die sehr wenig zum Klimawandel beigetragen haben, selbst aber stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. Auch gibt es keine ausreichende internationale Finanzierung, um Klimaanpassungsmaßnahmen durchzuführen. Stanley berichtet von der Kolonialgeschichte Haitis und wie koloniale Kontinuitäten mit Klimaungerechtigkeiten zusammenhängen. Haiti hat eine komplexe und bewegte Geschichte, die von Kolonialismus, Revolution und politischen Turbulenzen geprägt ist. Für Stanley ist Klimagerechtigkeit ein Menschenrecht. Er betont, dass (Klima)Ungerechtigkeit von Menschen gemacht ist und wir dementsprechend unsere Verantwortung wahrnehmen müssen. An dieser Stelle Danke an Stanley Pierre Pizzar, das Projekt KlimaGesichter und an Yara Behrens, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KlimaGesichter. Das Projekt wird von zwei Partnern geführt, der Deutschen Klimastiftung mit Sitz in Bremen und dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen mit Sitz in Berlin. KlimaGesichter wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Mehr Infos findet ihr hier: https://klimagesichter.de/ Diese Folge ist Teil des Projektes „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV e. V. Was bedeutet für euch Klimagerechtigkeit? Schreibt uns gerne bei unserem Instagram-Kanal @eineweltmv Das Gespräch wurde im August 2025 aufgenommen. Hört gerne in unsere Folge "Koloniale Kontinuitäten" mit Serge Palasie rein! Unsere Lesetipps: "Klimaungerechtigkeit“ von Friederike Otto "Klima der Ungleichheit - Wie extremer Reichtum weltweit die Klimakrise, Armut und Ungleichheit verschärft" https://www.oxfam.de/system/files/documents/20231120-oxfam-klima-ungleichheit.pdf Klimaanpassungsindex von Brot für die Welt https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/anpassungsindex/
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08.12.2025
31 Minuten
In dieser Folge spricht Amena Rahemy, Klimaschutzbotschafterin im Projekt KlimaGesichter, mit Kaike vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e. V. über die Auswirkungen des Klimawandels in ihrer Heimat Afghanistan. Amena wuchs mit einem grünen Garten auf, der mit der Zeit jedoch immer kahler wurde. Während ihrer Kindheit war ihr die Bedeutung von Klima- und Umweltschutz nicht bewusst, doch mit der Zeit erkannte sie die weitreichenden Auswirkungen auf die Welt und die Menschen in ihrer Heimat. Amena hat sich in verschiedenen Berufen für Bildung, Frauenrechte und Umweltschutz engagiert, wobei ihr besonderes Augenmerk auf der Geschlechtergerechtigkeit in Afghanistan liegt. Seit der Machtübernahme der Taliban hat sich die Situation von Frauen dramatisch verschlechtert, insbesondere im Agrarsektor, wo Frauen nur sehr eingeschränkt und stark unterbezahlt arbeiten. Der Klimawandel verschärft diese Herausforderungen zusätzlich. In dieser Folge appelliert Amena an die Politik, die Situation in Afghanistan nicht aus den Augen zu verlieren. Ihr Engagement zeigt, dass jede Hilfe zählt und eine Kettenreaktion auslösen kann, die viele Menschen erreicht. Amena betont auch die Bedeutung des Pflanzens von Bäumen – sowohl im übertragenen als auch im praktischen Sinne – als Teil des Weges zu mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. An dieser Stelle Danke an Amena Rahemy, das Projekt KlimaGesichter und an Yara Behrens, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KlimaGesichter. Das Projekt wird von zwei Partnern geführt, der Deutschen Klimastiftung mit Sitz in Bremen und dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen mit Sitz in Berlin. KlimaGesichter wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Mehr Infos findet ihr hier: https://klimagesichter.de/ Diese Folge ist Teil des Projektes „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV e. V. Was bedeutet für euch Klimagerechtigkeit? Schreibt uns gerne bei unserem Instagram-Kanal @eineweltmv Das Gespräch wurde im Juli 2025 aufgenommen. Unsere Lesetipps: "Klimaungerechtigkeit“ von Friederike Otto "Klima der Ungleichheit - Wie extremer Reichtum weltweit die Klimakrise, Armut und Ungleichheit verschärft" https://www.oxfam.de/system/files/documents/20231120-oxfam-klima-ungleichheit.pdf Klimaanpassungsindex von Brot für die Welt https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/anpassungsindex/
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10.11.2025
27 Minuten
In dieser Episode spricht Kokouvi Amegnran, Klimaschutzbotschafter und Lehrer, mit Kaike vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V über die Auswirkungen des Klimawandels in Togo. Kokouvi teilt seine Erfahrungen und sein Engagement für Demokratie und Klimagerechtigkeit sowohl in Togo als auch in Deutschland. Er beleuchtet die koloniale Geschichte Togos und deren Einfluss auf das heutige politische System, das soziale und klimatische Ungerechtigkeiten verstärkt. Trotz der gravierenden Folgen der Klimakrise erhält Togo nur eine unzureichende internationale Klimafinanzierung, um sich an den Klimawandel anzupassen. Kokouvi thematisiert auch Korruption und gibt Tipps zur Unterstützung sinnvoller Projekte. Zudem spricht er über die Wichtigkeit lokaler Sprachen in der Bildung und sein Engagement als Mitbegründer einer Schule in Togo, die neue Wege geht. Sein Zitat, "Ich hatte lange die Hoffnung aufgegeben, aber das führt dazu, dass sich nichts ändert. Man muss sich engagieren.", unterstreicht die Notwendigkeit aktiven Engagements für Veränderungen überall auf der Welt. An dieser Stelle Danke Kokouvi, das Projekt KlimaGesichter und an Yara Behrens, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KlimaGesichter. Das Projekt wird von zwei Partnern geführt, der Deutschen Klimastiftung mit Sitz in Bremen und dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen mit Sitz in Berlin. KlimaGesichter wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Mehr Infos findet ihr hier: https://klimagesichter.de/ Diese Folge ist Teil des Projektes „Klimagerechtigkeit – global gedacht und lokal verankert in MV“ des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV e. V. Was bedeutet für euch Klimagerechtigkeit? Schreibt uns gerne bei unserem Instagram-Kanal @eineweltmv Das Gespräch wurde im Juli 2025 aufgenommen. Unsere Lesetipps: "Klimaungerechtigkeit“ von Friederike Otto "Klima der Ungleichheit - Wie extremer Reichtum weltweit die Klimakrise, Armut und Ungleichheit verschärft" https://www.oxfam.de/system/files/documents/20231120-oxfam-klima-ungleichheit.pdf Klimaanpassungsindex von Brot für die Welt https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/anpassungsindex/
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Über diesen Podcast
Globale Gerechtigkeit – darum geht es in dieser Sendung. Was
verstehen wir darunter und wie können wir gemeinsam aus dieser Welt
eine Bessere machen? Schon heute und in unserem Alltag. Dazu
stellen wir euch Menschen, Ideen, Projekte und Vereine aus unserem
Bundesland vor, die sich bereits für Globale Gerechtigkeit und
einen fairen Nord-Süd-Austausch engagieren. Darüber hinaus möchte
das Eine-Welt-Landesnetzwerk in Mecklenburg-Vorpommern mit dieser
Sendung Diskussions- und Denkanstöße geben. Engagiert, kontrovers,
klug und mit viel Hoffnung.
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