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Episoden
19.04.2026
1 Stunde 31 Minuten
Diesmal sprechen wir über das aktuelle autofiktionale Werk "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" von Judith Herrmann und über Tove Ditlevsens autofiktionalen Klassiker "Kindheit" aus dem Jahr 1967. Wir sprechen über Leerstellen in familiären Erzählungen, die Frage, wer sich heute noch für den Holocaust interessiert, und über unser eigenes Interesse an den Biografien unserer Eltern und Großeltern. Außerdem beschäftigen wir uns mit Kindheit im Allgemeinen und der von Tove Ditlevsen im Besonderen und gehen der Frage nach, ob das Lesen und Schreiben von Literatur alleingelassene Menschen eher rettet oder beschädigt. Eine lange und teils persönliche Folge, die auch um die Frage kreist, wieviel Verdrängung nötig ist, um lebensfähig zu bleiben.
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15.03.2026
1 Stunde 23 Minuten
Diesmal sprechen wir über den gerade erschienenen, episodisch gestalteten Roman "Liefern" von Tomer Gardi und Marlen Haushofers Klassiker "Die Wand" aus dem Jahr 1963. Im Gespräch über die beiden Romane kommen wir auf Themen wie "Lieferdienste", "Liebe zu Tieren" und "Differenzfeminismus". Wir sprechen über Individualismus als Privileg, Fürsorge, Resilienz, Freiheit in der Zivilisation und in der Natur und außerdem über Nefelis Vorsatz, freundlich zu sein,
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28.02.2026
52 Minuten
Diesmal haben wir den Autor Daniel Mellem zu Gast, dessen neuer Roman "Einstein im Bade" gerade bei Kein & Aber erschienen ist. Er hat den Zweitling des US-amerikanischen Autors James Baldwin mitgebracht, den 1956 erschienenen Roman "Giovannis Zimmer". Wir sprechen über homosexuellen Selbsthass, "American Innocence" und True-Crime-Stories der 1950er, in denen Schwule Opfer und Täter sind. Außerdem geht es um die Körperfeindlichkeit des "weißen" Amerika, um Hassliebe, Frauen- und Männerrollen und die Zusammenhänge zwischen individuellem Begehren und gesellschaftlichen Leitbildern. Und natürlich geht es auch um die Frage, wie wir uns den Ich-Erzähler des Romans vorstellen und was uns an ihm fasziniert.
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25.01.2026
58 Minuten
Unsere 60. Folge ist etwas anders, denn diesmal ist Nefeli nicht dabei. Während sie an der Amalfiküste neue Ideen sammelt und den Vesuv besteigt, spricht Anselm mit Piero Masztalerz, der sonst hinter den Kulissen für die Technik verantwortlich ist. Piero, der als Cartoonist und Comedian durch den deutschsprachigen Raum reist, hat einmal keinen literarischen Text sondern ein Sachbuch mitgebracht: In "Unverdiente Ungleichheit. Wege aus der Erbengesellschaft" erläutert die Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas eindrücklich, warum die große Verrmögensungleichheit in Deutschland und weltweit nicht nur ungerecht ist, sondern auch sozial und ökonomisch schädlich und eine große Bedrohung für Demokratie und Klima. Sie skizziert aber nicht nur den bedenklichen Ist-Zustand, sondern bietet auch einen überraschenden und lehrreichen historischen Blick auf die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer in Deutschland, aktuelle Perspektiven aus der deutschen Wirtschaftselite und schließlich auch konstruktive Lösungsvorschläge. Piero und Anselm reden über sogenannte Superreiche, ökonomisches Desinteresse heutiger Linker und die immer gleichen Mythen beim Thema (Erbschafts-)Steuern.
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21.12.2025
59 Minuten
Diesmal haben wir die Autorin und Übersetzerin Isabel Bogdan zu Gast und sprechen mit ihr über "Gym", den dritten Roman von Verena Keßler. Unser Gespräch dreht sich um Ehrgeiz, Karriere und Körperkult, um unser Interesse an der Ich-Erzählerin, und um die Sprache, in der Keßler ihren schlanken Roman geschrieben hat. Auch reden wir über "Fitnessstudios" als literarische Orte und unsere eigenen Erfahrungen mit Gyms.
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Über diesen Podcast
Nefeli Kavouras und Anselm Neft sprechen über das, was sie bewegt.
Von Edgar Allan Poe bis Sally Rooney. Mal schlägt Nefeli ein Buch
vor, mal Anselm. Und manchmal laden sie Gäste ein, die Bücher
mitbringen, über die sie unbedingt sprechen wollen. Am Ende geht es
immer um Themen, die uns alle betreffen: Was uns verbindet, was uns
trennt, was uns lieben lässt, was uns daran hindert, was uns
glauben und was uns zweifeln lässt. Und was das sein könnte:
Gerechtigkeit.
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