laxbrunch. der literaturschnack

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"Giovannis Zimmer" von James Baldwin. Zeitlos tragisch?
28.02.2026
52 Minuten
Diesmal haben wir den Autor Daniel Mellem zu Gast, dessen neuer Roman "Einstein im Bade" gerade bei Kein & Aber erschienen ist. Er hat den Zweitling des US-amerikanischen Autors James Baldwin mitgebracht, den 1956 erschienenen Roman "Giovannis Zimmer". Wir sprechen über homosexuellen Selbsthass, "American Innocence" und True-Crime-Stories der 1950er, in denen Schwule Opfer und Täter sind. Außerdem geht es um die Körperfeindlichkeit des "weißen" Amerika, um Hassliebe, Frauen- und Männerrollen und die Zusammenhänge zwischen individuellem Begehren und gesellschaftlichen Leitbildern. Und natürlich geht es auch um die Frage, wie wir uns den Ich-Erzähler des Romans vorstellen und was uns an ihm fasziniert.
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"Unverdiente Ungleichheit" von Martyna Linartas. Das Sachbuch der Stunde?
25.01.2026
58 Minuten
Unsere 60. Folge ist etwas anders, denn diesmal ist Nefeli nicht dabei. Während sie an der Amalfiküste neue Ideen sammelt und den Vesuv besteigt, spricht Anselm mit Piero Masztalerz, der sonst hinter den Kulissen für die Technik verantwortlich ist. Piero, der als Cartoonist und Comedian durch den deutschsprachigen Raum reist, hat einmal keinen literarischen Text sondern ein Sachbuch mitgebracht: In "Unverdiente Ungleichheit. Wege aus der Erbengesellschaft" erläutert die Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas eindrücklich, warum die große Verrmögensungleichheit in Deutschland und weltweit nicht nur ungerecht ist, sondern auch sozial und ökonomisch schädlich und eine große Bedrohung für Demokratie und Klima. Sie skizziert aber nicht nur den bedenklichen Ist-Zustand, sondern bietet auch einen überraschenden und lehrreichen historischen Blick auf die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer in Deutschland, aktuelle Perspektiven aus der deutschen Wirtschaftselite und schließlich auch konstruktive Lösungsvorschläge. Piero und Anselm reden über sogenannte Superreiche, ökonomisches Desinteresse heutiger Linker und die immer gleichen Mythen beim Thema (Erbschafts-)Steuern.
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"Gym" von Verena Kessler. Bärenstark?
21.12.2025
59 Minuten
Diesmal haben wir die Autorin und Übersetzerin Isabel Bogdan zu Gast und sprechen mit ihr über "Gym", den dritten Roman von Verena Keßler. Unser Gespräch dreht sich um Ehrgeiz, Karriere und Körperkult, um unser Interesse an der Ich-Erzählerin, und um die Sprache, in der Keßler ihren schlanken Roman geschrieben hat. Auch reden wir über "Fitnessstudios" als literarische Orte und unsere eigenen Erfahrungen mit Gyms.
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"Adlergestell" und "Bär". Starke Frauen?
26.11.2025
1 Stunde 19 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über den recht aktuellen Roman "Adlergestell" von Laura Laabs, in dem wir vor allem drei Grundschülerinnen in einem Ost-Berliner Vorort kurz nach dem Fall der Mauer erleben. Und wir sprechen über "Bär", einen Roman, den die kanadische Schriftstellerin Marian Engel 1976 veröffentlicht hat. In "Bär" sichtet eine Bibliothekarin auf einer kleinen, einsamen Insel den Buchbestand eines Siedlers und beginnt ein intimes Verhältnis mit einem auf der Insel lebenden Bären. Wir sprechen über frühreife Kinder in der DDR, starke Frauenfiguren, über Fairy Ultra, Machtverhältnisse und radikale Gesellschaftskritik mit sanfter Haltung. Außerdem diskutieren wir die Frage, ob Kinder gute Protagonisten für literarische Werke sind und erörtern, warum Sex mit Tieren eklig sein könnte und wie man so darüber schreibt, dass es nicht peinlich ist.
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"Haus zur Sonne" und "Das automatische Reich". Nichts wie weg?
21.10.2025
1 Stunde 16 Minuten
Diesmal reden wir über "Haus zur Sonne" von Thomas Melle. Das autofiktionale Werk, dass an die "Die Welt im Rücken" anschließt, aber die depressive Phase der Bipolar 1 Störung im Zentrum hat, stand gerade auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Icherzähler beschließt darin, seinem Leben ein Ende zu setzen. Dazu sucht er eine fiktive Einrichtung auf. Im "Haus zur Sonne" kann man sich ein paar Wochen per Simulation alle Wünsche erfüllen lassen, bevor man auf eigenen Wunsch getötet wird. Nur, was soll man sich wünschen, wenn man wunschlos unglücklich ist? Außerdem reden wir über den SF-Roman "Das automatische Reich". Ralph Hammerthaler zeichnet darin einen zukünftigen totalitären Staat auf den Trümmern der EU. Trotz ausgeklügelter Überwachung und eines Spitzelsystems gibt es Menschen, die in Kommunen ein andere, nachhaltige Lebensweise praktizieren. Wir sprechen über Depression und Sexismus, über Humor und Lebensüberdruss, über Science Fiction und eine gut gekühlte Cola Zero.
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Über diesen Podcast

Nefeli Kavouras und Anselm Neft sprechen über das, was sie bewegt. Von Edgar Allan Poe bis Sally Rooney. Mal schlägt Nefeli ein Buch vor, mal Anselm. Und manchmal laden sie Gäste ein, die Bücher mitbringen, über die sie unbedingt sprechen wollen. Am Ende geht es immer um Themen, die uns alle betreffen: Was uns verbindet, was uns trennt, was uns lieben lässt, was uns daran hindert, was uns glauben und was uns zweifeln lässt. Und was das sein könnte: Gerechtigkeit.

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