Podcaster
Episoden
19.05.2026
52 Minuten
Klimaschutz findet in der Bevölkerung weiterhin breite Zustimmung, rutscht in den persönlichen Prioritäten jedoch nach hinten während sich der Ton der Debatte zugleich verschärft hat. Wie unter diesen veränderten Bedingungen über Klimaschutz gesprochen werden kann, diskutieren in dieser Folge Carla Reemtsma, Sprecherin von Fridays for Future, und Dr. Vita Zimmermann, Senior Researcherin im Forschungsbereich Produkt und Konsumsysteme am Wuppertal Institut. Sie sprechen darüber, wann es sinnvoll ist, Klimaschutz mit konkreten Vorteilen wie geringeren Kosten, mehr Lebensqualität oder Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu verknüpfen – und wann das Klimaargument trotzdem nicht fehlen darf. Reemtsma und Zimmermann erörtern zudem den Vorwurf der Moralisierung, den Unterschied zwischen individueller und struktureller Verantwortung sowie die Frage, wie politische Entscheidungen das gesellschaftliche Selbstverständnis verschieben können. Einig sind sich beide, dass ökologische Optionen strukturell zur einfacheren Wahl werden müssen, statt jede Alltagsentscheidung zur moralischen Grundsatzfrage zu machen.
*** Moderation: Jonas Zerweck Fragen, Anregungen, Kritik? Ihr erreicht uns unter: zukunftswissen_fm@wupperinst.org und bei LinkedIn, Bluesky sowie Instagram @wupperinst Mehr Infos zum Podcast: Zukunftswissen
Produktion: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH Impressum: https://wupperinst.org/impressum Musikrechte: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
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05.05.2026
52 Minuten
Ob Wärmepumpen, Fernwärme oder Gasheizungen – Debatten über die Energiewende finden längst nicht mehr nur in Parlamenten oder in journalistischen Meinungsbeiträgen statt, sondern auch in den sozialen Medien. Dort treffen sachliche Argumente auf emotionale Reaktionen, Informationsbeiträge auf Polemik. In dieser Folge diskutieren Louisa Pröschel, Kommunikationswissenschaftlerin an der Universität Hamburg, und Annika Shiri, Researcherin im Forschungsbereich Strukturwandel und Innovation am Wuppertal Institut, darüber, wie diese Debatten ablaufen und welche Konfliktlinien sich zeigen. Sie erläutern, warum der Klimadiskurs eine Kulturkampfdynamik besitzt, welche Rolle klassische Medien weiterhin als Impulsgeber spielen und warum Fragen der Gerechtigkeit und Macht die Diskussion über die Wärmewende prägen – etwa beim Verhältnis zwischen Mieterinnen und Vermieterinnen. Zudem erklären Pröschel und Shiri, warum differenzierte Kommunikation in den sozialen Medien nicht aufgegeben werden sollte und welche Formate den Themen gerecht werden können.
Video mit dem Vortrag von Louisa Pröschel bei der Veranstaltung "Demokratie unter Druck Vol. 2: Rechte Narrative – die Rolle der Medien im Klimadiskurs" des Wuppertal Instituts: "Transformation oder Kulturkampf? Debatten über Klimaprotest & Klimapolitik in den (sozialen) Medien": https://youtu.be/6LzW3Eu9Ong
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Video mit dem Vortrag von Louisa Pröschel bei der Veranstaltung "Demokratie unter Druck Vol. 2: Rechte Narrative – die Rolle der Medien im Klimadiskurs" des Wuppertal Instituts: "Transformation oder Kulturkampf? Debatten über Klimaprotest & Klimapolitik in den (sozialen) Medien": https://youtu.be/6LzW3Eu9Ong
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14.04.2026
50 Minuten
Angesichts multipler Krisen fällt es vielen Menschen schwer, beim Thema Klimaschutz hoffnungsvoll zu bleiben. Dabei können zahlreiche Entwicklungen Mut machen – von rasant fallenden Preisen bei den erneuerbaren Energien über technologische Fortschritte bei Speichern und Wärmepumpen bis hin zu einem weltweit wachsenden Bewusstsein für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. In dieser Folge spricht Dr. Michael Jakob, Forscher und Politikberater mit Schwerpunkt auf Klimaschutz in Entwicklungsländern und politischer Ökonomie der Klimapolitik, gemeinsam mit Jacqueline Klingen, Researcherin im Forschungsbereich Energiewende International am Wuppertal Institut, über die Bedeutung von Hoffnung in der Klimakrise. Klingen stellt drei wissenschaftliche Perspektiven auf Hoffnung vor, während Jakob für einen pragmatischen Optimismus plädiert, der die eigene Handlungsfähigkeit herausstellt. Gemeinsam diskutieren die beiden, wie sich ein realistischer Blick auf Kipppunkte und verfehlte Klimaziele mit einer zuversichtlichen Haltung verbinden lässt, warum jede eingesparte Tonne CO2 zählt und welche Rolle persönliche Entscheidungen, berufliches Engagement und gesellschaftliche Skalierungseffekte dabei spielen können.
Mehr Informationen zum Buch "Gute Gründe für Klimaoptimismus" (de) von Michael Jakob: https://link.springer.com/book/9783658506889
Mehr Informationen zum Buch "Earth for All Deutschland" vom Wuppertal Institut: https://www.oekom.de/buch/earth-for-all-deutschland-9783987261114
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20.01.2026
51 Minuten
Moore bedecken nur einen kleinen Teil der Landfläche, spielen für den Klimaschutz aber eine überproportional große Rolle. In dieser Podcast-Folge spricht Dr. John Couwenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald sowie Mitarbeiter beim Greifswald Moor Centrum, gemeinsam mit Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin für strategische Themenfeldentwicklung Klimaanpassung am Wuppertal Institut, über die Klimawirkung von Mooren: Sie erläutern, warum entwässerte Moorflächen große Mengen an Treibhausgasen freisetzen, welche Potenziale die Wiedervernässung bietet und welche Bedeutung Moore für Klimaanpassung, Wasserhaushalt und Biodiversität haben. Zudem diskutieren Couwenberg und Schmidt, wie Nutzungskonflikte mit der Landwirtschaft gelöst werden können, welche Rolle Paludikultur spielt – die nasse Bewirtschaftung von Mooren – und warum erfolgreicher Moorschutz eine umfassende gesellschaftliche Transformation erfordert.
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16.12.2025
1 Minute
Das Jahr 2025 war geprägt von Unsicherheiten und politischen Umbrüchen: In dieser Folge spricht Jonas Zerweck, Referent Digitale Kommunikation am Wuppertal Institut, mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, über die Entwicklungen in 2025 und den Ausblick auf nächstes Jahr: Fischedick beschreibt unter anderem die disruptiven Auswirkungen der US-Politik auf den internationalen Klimaschutz und die Folgen des deutschen Regierungswechsels für die Transformation. Er würdigt mutige Schritte wie das Sondervermögen, warnt aber auch vor kontraproduktiven Signalen, etwa durch eine Verwässerung des Verbrenner-Aus auf EU-Ebene. Fischedick und Zerweck diskutieren auch über pragmatischen Bürokratieabbau und die wirtschaftlichen Chancen, die in jedem Umbruch stecken. Mit Blick auf Deutschland nennt Fischedick das kommende Klimaschutzprogramm als einen der wichtigen Meilensteine des kommenden Jahres. Trotz aller Herausforderungen bleibt er optimistisch: Die technologische Entwicklung schreite weltweit voran, gerade bei grünen Zukunftstechnologien – und Deutschland verfüge nicht nur über ausreichend Kompetenzen um die Transformation zu stemmen, sondern auch um sich in einigen Bereichen an die Spitze des globalen Wettbewerbs zu setzen.
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Über diesen Podcast
Vor welchen Hürden steht der Klima- und Umweltschutz? An welchen
Punkten besteht besonders dringender Handlungsbedarf? Und gibt es
Ansätze, mit denen sich mehrere Probleme gleichzeitig lösen lassen?
Im Podcast Zukunftswissen diskutieren Forschende des Wuppertal
Instituts mit Expert*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
und Zivilgesellschaft über Herausforderungen und Lösungen auf dem
Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft. In etwa 45 Minuten pro
Folge nimmt der Podcast unterschiedliche Aspekte aktueller
Forschung, Veränderungsprozesse und nachhaltige Innovationen unter
die Lupe. Zu Wort kommen Gäste aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft. Das Ziel ist, neue Denkansätze zu eröffnen und den
gesellschaftlichen Diskurs zu stärken – im Bewusstsein, dass
tragfähige Zukunftswege nur im gemeinsamen Austausch entstehen.
Warum heißt der Podcast Zukunftswissen? Um Veränderungsprozesse hin
zu einer klimagerechten und ressourcenleichten Welt anzustoßen,
braucht es drei unterschiedliche Formen von Wissen: Systemwissen,
Zielwissen und Transformationswissen. Die Integration und das
Zusammenspiel dieser drei unterschiedlichen Wissensformen
bezeichnet das Wuppertal Institut als "Zukunftswissen".
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