Podcaster
Episoden
28.02.2026
7 Minuten
In dieser Folge von „Lieder zwischen Himmel und Erde“ nimmt Monika
Drasch das scheinbar harmlose Kinderlied „Summ, summ, summ,
Bienchen, summ herum“ unter die Lupe – und entdeckt darin
erstaunliche Tiefenschichten: Die Melodie kommt wohl aus Böhmen und
wurde vor über 200 Jahren erstmals veröffentlicht. Vergessene
Strophen führen plötzlich zu Weihnachten, während die Biene in der
christlichen Symbolik ohnehin präsent ist (Bienenwachs, Osterkerze,
Heilige, Patron Ambrosius). Das erwartet euch: • Warum wir meist
nur drei Strophen singen – und was danach kommt • „Milch und
Honig“: Bienenbilder in Bibel und Tradition • Hoffmann von
Fallersleben: Nationalhymne, Kinderlieder, politischer Streit •
Bittere Aktualität: Wildbienensterben, Pestizide, Monokulturen •
Fundstück aus dem „Lorscher Bienensegen“ (Orff-Schulwerk): Bitte um
Schutz, wenn der Mensch versagt • Blick in die Bayerische
Verfassung: Schutzauftrag für Natur und Landschaft – 2026 wird sie
80
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31.01.2026
7 Minuten
In dieser Folge singen wir am 1. Februar gemeinsam den
traditionellen Zwiefachen „Ei Tauba ruggu“ – ein Lied aus der
Vogelwelt mit tiefer symbolischer Bedeutung. Wir starten mit dem
klassischen Liedtext und kommentieren die Strophen (0:36–2:16), in
denen der Tauba ruggu, die Taube und Bilder wie Reifenholz und
Schneeball vorkommen. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf
die kulturelle und historische Bedeutung des Waldtauberers: Warum
wurde die Taube im Bayerischen Wald zum Sinnbild der Emigranten und
Hoffnung auf Rückkehr? Was hat das mit dem Orientierungssinn der
Taube zu tun? Welche Rolle spielen Vogellieder und ihre Symbolik
(z. B. Kuckuck, Nachtigall, Frühling)? (5:24–6:16) Zum Abschluss
geben wir einen kulturellen Tipp: Die Kapelle aus Licht im
Diözesanmuseum Freising lädt seit drei Jahren Besucher zum
Verweilen ein – gerade jetzt zur Lichtmess-Zeit. (6:20–6:40) Eine
faszinierende Folge über Volkslied, Symbolik & bayerische
Traditionen – ideal für alle, die sich für Musikgeschichte, Kultur
und Saisonbräuche interessieren. Abonniere den Podcast für mehr
Episoden zu Volksliedern, Traditionen und kulturellen
Hintergründen. Teile diese Folge mit Freunden, die sich für
Musikgeschichte und bayerische Kultur begeistern!
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07.01.2026
10 Minuten
Weihnachten endet nicht an Silvester: In dieser Folge steht ein
besonderes Hirtenlied im Mittelpunkt, vertont von Josef Brustmann.
Die Aufnahme stammt aus der Zeit des "bayerisch-diatonischen
Jodelwahnsinn“ und wurde sogar im Lustspielhaus in München im
Kabarettprogramm gesungen. Warum das Weihnachtsgedicht bis heute
unter die Haut geht? Weil es keine Kripperl-Idylle liefert, sondern
die Wut der Hirten und ihre verzweifelte Hoffnung auf mehr
Gerechtigkeit für die „Kloaner“ zeigt. Dazu: eine Deutung aus dem
Weihnachtswort 2009 vom damaligen Braunschweiger Landesbischof
Friedrich Weber vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2007–2009 – und
ein Ausblick auf ein Wiedersehen mit Otto Göttler und Martin Danes.
Ein Impuls zwischen Heilige Drei Könige und Lichtmess: Hoffnung
ohne Erwartung. Jetzt reinhören und entdecken, wie Volksmusik
Vertrauen schenkt – Strophe für Strophe.
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06.12.2025
9 Minuten
Im Dezember entdeckt Monika Drasch das Adventslied „Nun sende,
Herr, uns deinen Sohn“ neu: ein schlichtes, zugleich kraftvolles
Juwel aus der Tradition der O-Antiphonen. Die Musikerin erzählt
seine Geschichte und warum es auch heute noch in Klöstern vom 17.
bis 23. Dezember erklingt. Dazu gibt es eine neue Strophe aus einer
Chiemsee-Auszeit von Monika Drasch – mit viel Achtsamkeit,
Selbstfürsorge. Die Sängerin lädt dazu ein, den Advent bewusst zu
leben und geduldig auf Weihnachten zuzugehen. Statt sich vom frühen
Lebkuchenduft, Konsumdruck und Terminstress treiben zu lassen, die
sieben Tage vor Weihnachten musikalisch als besondere Wegstrecke zu
entdecken. Ein Podcast für alle, die alte Kirchenmusik lieben, nach
stillen Momenten im Advent suchen und Lust haben, ein fast
vergessenes Weihnachtslied neu zu singen.
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01.11.2025
8 Minuten
In dieser herbstlichen Podcast-Folge von Lieder zwischen Himmel und
Erde stellt Monika Drasch ein besonderes Abendlied vor –
ursprünglich als Swing in den 1960er-Jahren komponiert, berührt es
heute als ruhiges Gebet. Inspiriert von einem Besuch im
Europakloster Gut Aich am Wolfgangsee reflektiert sie über die
Kraft spiritueller Musik, persönliche Erinnerungen und die
Bedeutung musikalischer Erneuerung in der Kirche. Das Lied „Diesen
Tag Herr lege ich zurück in deine Hände“ von Martin Gotthard
Schneider wird so zu einem tröstlichen Klang zum Tagesabschluss –
zwischen Himmel, Erde und innerer Einkehr.
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Über diesen Podcast
Alpenrock-Fans kennen sie als die Frau mit der Grünen Geige. Aber
Monika Drasch kann auch anders: Jeden Monat stellt sie ein Lied
vor, das sich um das Kirchenjahr dreht - mal augenzwinkernd, mal
frech aber immer zum Seufzen schön.
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