Brainfood for Leaders Archiv
135 Episoden
27 Minuten
Mindfulness hilft, kreativere Lösungen zu entwickeln. Es ist mehr als eine Praxis, es ist eine innere Haltung. Auf Dauer verändert sie Dein Gehirn. Was Dein Gehirn braucht und wo Du es herbekommst? Hör rein. Rufe hier aktuelles Wissen aus den Neurowissenschaften ab: Energiehaushalt des Gehirns ... Neurochemikalien und Hormone wie Serotonin, Dopamin, Cortisol, Adrenalin ... Kortikale Säulen ... Gammawellen ... kognitives und somatisches System in Vwerbindung ... Open Awareness / offenes Gewahrsein ... Journaling ... meditatives Zirkeltraining ...
23 Minuten
Die heutige Episodenfolge ist ein Interview mit Barbara Schlagenhauf. Barbara hat 2014 das Unternehmen Reboarding gegründet. Sie ist Expertin für die Re-Integration von Mitarbeitern und Führungskräften nach schwerer Krankheit und Krise und Sie arbeitet als Atemtherapeutin. Barbara hatte ich von einigen Monaten - noch vor Covid 19 - kontaktiert, da ich das Thema Reboarding sehr spannend und interessant finde und Sie auch gerne als Podcasterin für Brainfood for Leaders gewinnen wollte. Nun nachdem die Lockdown-Maßnahmen gelockert wurde, können wir endlich das Intervewiew führen. Und darüber spreche ich mit Barbara: Was bedeutet Reboarding und weshalb gewinnt Reboarding in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung? Warum ist es wichtig, dass Menschen Unterstützung erhalten, wenn sie nach Krankheit und Krise in ihren Job zurückkehren? Was beschäftigt Rückkehrer und Rückkehrerinnen und wovor haben sie am meisten Angst? Wie können Unternehmen, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen den Reboardingprozess unterstützen? Und weshalb es ohne ihre persönliche Krise kein Reboardingangebot geben würde ...
14 Minuten
Mindfulness hilft gegen Stress. Aber es ist kein Knopf, den Du drückst, es bedarf eines langen Atems. Bodyscan ist hilfreich – wenn Du ihn schon vor dem akuten Stressereignis eingeübt hast. Auch sehr wirksam: 0,2-Sekunden-Veto. Labelling. Kognitives Umbewerten der Situation einschließlich Wahrnehmung Deiner Wahlmöglichkeit. Hier berichte ich auch privat, wie mir diese Methoden in meiner persönlichen Corona Geschichte geholfen haben, wieder in Balance zu kommen.
34 Minuten
In dieser Folge stellt Karo Schuler an Andrea Schlotzer tiefergehende und praxisbezogene Fragen zum Modell der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) als Werkzeug und als innere Haltung mit Bezug zu den ersten beiden Podcastfolgen „Einblick in die GfK“ und „Beobachtung - der erste Baustein“. Durch die Dialogform wird der eine oder andere Punkt sowie der Gewinn der GfK noch deutlicher hervorgehoben.
22 Minuten
Mindfulness hilft gegen Stress oft noch besser als Entspannungstechniken. Menschen, die Achtsamkeitsmeditation üben, sind resilienter gegen Entzündungen und zeigen veränderte Gehirnstrukturen. Das Gehirn ist besser in der Lage, Stressoren gelassen wahrzunehmen, besonnen zu reagieren und sich nach dem Stress-Ereignis schneller wieder zu erholen. Auch die Langlebigkeit der Nervenzellen steigt. Im Podcast werden einige der spannendsten und wissenschaftlich korrektesten Studien zu diesem Thema erklärt.
14 Minuten
Bei Veränderungen geht es also darum, das Gehirn "umzuschalten". Aus diesem Grund sollte das Vermeidungsziel „weg von ...“ in ein Annäherungsziel „ran an ...“ umgewandelt werden. So will ich mich in der Regel einem gesunden Wohlbefinden zuwenden und Unwohlsein vermeiden. Ich will mich auch Menschen zuwenden, die mir sympathisch sind und solche meiden, die mir nicht gut tun. Wenn ich weiß, wohin ich will, fließt meine Energie auch in diese Richtung und ich werden die Herausforderungen und die Probleme angehen. Wenn mir etwas gefällt, wird in meinem Gehirn das Annäherungssystem aktiviert. Dopamin wird ausgeschüttet, das mich zu mehr Aktivität anregt. Jeder Schritt auf dem Weg zur Annäherung macht mir Lust und Vergnügen. Die Freude wird umso stärker, je mehr Aktivität ich in Richtung des attraktiven Ziels unternehme. Hirnforscher haben herausgefunden, dass das Annäherungssystem am stärksten angeregt ist, wenn wir Unstimmigkeit in Stimmigkeit verwandeln. Wenn ich mich dauerhaft in meinem Autopilotenmodus befinde, ist es mir kaum möglich in meine Balance, in meine Mitte anzukommen. Deshalb ist es wichtig, die Energie der Vermeidung zu nutzen und in die Annäherung zu verwandeln.
14 Minuten
Wenn wir das WARUM in den Mittelpunkt stellen, dann stellt sich zunächst einmal die Frage: „Was ist Sinn?“. Sinn zu empfinden ist das Resultat aus komplizierten psychologischen Abläufen. Wir bewerten - bewusst und unbewusst, rational und emotional - ständig Ereignisse und Erlebnisse, eigenes und fremdes Tun vor dem Hintergrund unserer Werte. Sinn realisieren wir also durch die Verwirklichung unserer wichtigsten Werte. Wer versteht, was ihm in seinem Leben wichtig ist, sich für diese Werte entscheidet und dann in Einklang mit diesen handelt, der empfindet Sinn. Sinn ist demnach also etwas sehr persönliches und individuelles, wie das Wertemuster, das jemand hat. Sinn ist vielschichtig und vor allem selbst erzeugt. Kein Mensch kann einem anderen Sinn geben. Also auch eine Führungskraft kann ihren Mitarbeitern im engeren Wortsinn „keinen Sinn stiften“. Was sie tun kann? Sie kann den Mitarbeitern Frei-Räume eröffnen, in denen sich Sinn entfalten kann. Indem sie zum Beispiel mit den Mitarbeitern über den Sinn, den sie im Unternehmen, in ihrer Arbeit erleben, redet ... und das erfordert schon ein hohes Maß an Mut und Vertrauen!
1 Minute
Berührung und Körperkontakt ist eines, wenn nicht das ureigenste Bedürfnis des Menschen. Streicheln, Halten, Umarmen ist ein inniger Akt der Liebe, der Zuneigung und der Verbundenheit. Berührung muss nicht erlernt werden und ist unabhängig von Kultur und Alter. Nähe zu anderen und die gegenseitige Erlaubnis zur Berührung sind uns angeboren und durch Kultur und Sozialisierung weiterentwickelt. Dass Berührungen mehr bewirken als nur ein angenehmes Gefühl auf der Haut, ist schon lange bekannt. Frühgeborene, die oft gestreichelt werden, gedeihen besser als Frühchen, die nur im Brutkasten bleiben. Wenn wir also nicht schon sehr früh Bindung, Geborgenheit und Vertrauen erleben, wird unser Immunsystem geschwächt, Krankheiten haben so größere Chancen auszubrechen. Das schöne ist ja, man kann keine Umarmung geben ohne auch eine zu erhalten. Also mit jeder Umarmung, bekomme ich eine Umarmung zurück ... so was nennt man "win-win" im wahrsten Sinne des Wortes. Berührung tut gut!
9 Minuten
In meinen Plänen schaue ich nach vorne in die Zukunft. Bis vor einigen Wochen hatte ich richtig gute Pläne – berufliche und private. Diese Pläne haben sich wie wunderschöne Seifenblasen in der Luft bewegt. Ja, es hat sogar sehr viel Spaß gemacht, die Seifenblasen mit meinem Atem zum Schweben zu bringen. Ich habe ihnen mit großen Kinder-Augen nachgeschaut, wie sie sich so leicht, ständig ihre Form ändernd in der Luft bewegt haben. Wenn das Licht durch eine Seifenblase scheint, kann ich das ganze Farbenspektrum sehen. Wunderschön! Dann sind sie zerplatzt, einfach so – ohne Vorankündigung. Obwohl bei Seifenblasen weiß ich ja, dass sie zerplatzen ... aber meine Pläne. Meine gut durchdachten Pläne. Und da ist mir dieser Satz des Projektleiters eingefallen. Er hat ihn damals mit einer Mischung aus Ärger, Zynismus, Spontaneität und einer Prise Selbsterkenntnis geäußert. Wir haben uns im Training dann mit den Teilnehmern gefragt, wozu denn Planung gut ist?
12 Minuten
In dieser Episode erfährst Du, was Gurken und Trauben mit Kooperation und Fairness zu tun haben, welche Schlussfolgerungen wir für unser Kooperationsverhalten aus dem spieltheoretischen Konzept des Gefangenendilemmas ziehen können, warum TIT FOR TAT (Wie Du mir, so ich Dir) eine erfolgversprechende Kooperationsstrategie ist und welchen Einfluss Bärenmakaken auf Rhesusaffen haben.
9 Minuten
In dieser Folge erfährst Du, weshalb es in der Kommunikation so wichtig ist, die uns wichtigen Klärungspunkte aus Sicht einer Videokamera mit Zusatzfunktionen zu beschreiben: Was kann ich sehen?, Was kann ich hören?, Was kann ich schmecken und riechen? ... Also Zahlen, Daten, Fakten! Und weshalb die bewusste Unterscheidung zwischen der wertfreien Beobachtung und unserer eigenen Meinung so wichtig ist.
11 Minuten
Voraussetzung für eine Konflikt-Moderation ist die Grundhaltung sich kooperativ zu verhalten und dass beide Konfliktparteien bereit dazu sind. Grundsätzlich nehmen ein ausgebildeter professioneller Mediator und die Konfliktparteien, welche sich freiwillig zu einer Mediation entschlossen haben, an der Mediation teil. Zunehmend sind jedoch auch Führungskräfte gefordert, eine Mediatoren-Rolle einzunehmen und hier Kompetenzen zu entwickeln. Einige Leitsätze für eine Konfliktmoderation, die helfen können: Das Gespräch auf zukunftsorientierte Ziele ausrichten, statt alte Geschichten aufzuwärmen. | Vertrauensvorschuss hervorheben, statt Misstrauen zu fördern. | Auf Beweglichkeit der Konfliktparteien positiv eingehen, statt gegen Sturheit anzukämpfen. | Übergeordnetes Interesse benennen, statt auf Partialinteressen einzugehen. | Den Gewinn für beide Seiten betonen, statt relative Vorteile für die eine oder andere Seite hervorzuheben. | Die Gesichter der Parteien wahren helfen, statt Demaskierungen zuzulassen. Wie kann nun eine Konflikt-Moderation ablaufen? 1. Zuerst wird Sie die Rahmenbedingungen mit den beiden Mitarbeiter klären und vereinbaren | 2. Verdeutlichung der unterschiedlichen Standpunkte | 3. Moderierte Vermittlung und schaffen einer gegenseitigen Verständigungs- und Gesichtswahrungsbasis | 4. Ist der Konflikt identifizieren und definieren | 5. Mögliche Lösungen suchen und entwickeln | 6. Lösungsmöglichkeiten kritisch bewerten | 7. Sich für die beste annehmbare Lösung entscheiden | 8. Späterer Rückblick: Untersuchen, ob und wie die Lösung funktioniert |
13 Minuten
Jeder kann es tagtäglich in seiner Privatbeziehung und in seiner Familie beobachten und erfahren: Kommunikation funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen in gewünschter Weise. Beileibe nicht immer klappt die Verständigung mit der Partnerin, dem Partner oder den Kindern darüber, was zu tun ist, um ein gutes Miteinander oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen und wer welchen Beitrag dazu leisten soll. Und wir wissen alle, dass Kommunikation nur funktioniert, wenn die Beziehung in unseren beruflichen oder privaten Partnerschaften „stimmt“, wenn sie also von gegenseitiger Wertschätzung, Respekt, Vertrauen und Akzeptanz geprägt ist. Ist dies nicht der Fall, führt Kommunikation regelmäßig zu Missverständnissen und mündet in unproduktivem, frustrierendem und ungesundem Dauer-Streit und Stress. Wie kann zwischenmenschliche Kommunikation noch etwas besser gelingen? Wir wollen uns hier zwei „Grundbotschaften der Kommunikation“ etwas genauer anschauen: • Die Bedeutung einer Botschaft bestimmt letztlich immer ihr Empfänger, nicht der Sender. • Die Qualität der Beziehung ist deshalb entscheidend für die kommunikative Wirkung des Senders.
12 Minuten
Einmal angenommen mein Alltag verschluckt nicht meine guten Vorsätze und ich möchte ein Ziel erreichen und mich auf den Weg machen. Wie kann ich mich stärken und selbst wirksam werden und sicher Schritt für Schritt vorangehen? Ein hilfreicher Ansatz zur Ziele-Realisierung bietet das Züricher Ressourcen Modell (ZRM). Das Arbeiten nach ZRM ermöglicht, Ziele zu formulieren, die stimmig sind. Mit Hilfe unserer persönlichen Ressourcen können wir uns so selbst organisieren, dass die Zielerreichung wahrscheinlicher wird. Mit Hilfe verschiedener Techniken machen wir uns dabei das Unbewusste als unterstützende Kraft zunutze. Die Ziele werden - wie Maja Storch es nennt - in uns über "Denken, Fühlen und den Körper multicodiert" und dort verankert. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der sogenannte „Rubikon-Prozess“ ein.
12 Minuten
Es gibt eine große Zahl von Persönlichkeitsmodellen, mit denen die Unterschiede zwischen Menschen erfasst werden können. Die meisten dieser Modelle lassen sich mehr oder weniger vollständig einem relativ einfachen sozialen Grundmodell zuordnen. Dieses Orientierungsmodell hat der Psychoanalytikers Fritz Riemann in seinem Buch „Grundformen der Angst“ umfassend beschrieben. Dieses Modell besteht aus zwei Dimensionen: 1. Soziale Raum-Dimension mit den Polen Nähe und Distanz | 2.Soziale Zeit-Dimension mit den Polen Dauer und Wechsel | Riemann beschreibt hier vier Grundstrebungen des Menschen. Das Streben des Menschen nach Nähe als Bedürfnis nach sozialen Kontakten mit anderen Menschen, nach Harmonie und liebevollen Beziehungen. Das Streben nach Distanz als Bedürfnis nach Unabhängigkeit, Freiheit und Individualität. Das Streben nach Dauer als Bedürfnis nach Sicherheit, Beständigkeit, Ordnung und das Streben nach Wechsel als Bedürfnis nach Veränderung, Abenteuer und Spontaneität.