unbehagen – Zwischen Identität und Ideologie
Der Podcast über Rechtsextremismus in Deutschland
Podcaster
Episoden
01.04.2026
1 Stunde 9 Minuten
„Man sei der erste antizionistische Landesverband“, verkünden junge Linken-Politiker aus Niedersachsen stolz auf Instagram. In einem umstrittenen Antrag hatten sich die israelfeindlichen Kräfte auf dem Landesparteitag durchgesetzt. Seitdem heißt es offiziell: „Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab.“ Warum selbst diese entschärfte Formulierung antisemitische Tendenzen hat, Die Linke auch bundesweit mehr und mehr von antizionistischen Kräften übernommen wird und warum das für die Partei am Ende zu einem großen Problem werden könnte – darum geht es in Folge 69 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet). Außerdem: Gerrit entwirft seine eigene Theorie zur Dialektik der Antisemitismusbegriffsentwertung, und Sven erklärt noch einmal die Basics, warum Antizionismus oft in Antisemitismus umschlägt.
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18.03.2026
1 Stunde 8 Minuten
Pro-palästinensische Aktivisten wollen mit dem Palituch nach Buchenwald, aber die Gedenkstätte hat etwas dagegen – zu Recht. Dass sich dieser Streit ausgerechnet an einem Ort der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Herrschaft entzündet, ist natürlich kein Zufall. Linke Gruppen sind schon lange der Meinung, solche Orte würden für die Solidarität mit Israel instrumentalisiert und instrumentalisieren sie damit natürlich selbst. Warum der Instrumentalisierungsvorwurf immer ein Eigentor ist, was die Aktivisten mit den Kufiyas in Buchenwald tatsächlich wollen und warum sie damit die deutsche Erinnerungskultur an die Shoah von links bedrohen – darum geht es in Folge 68 von Unbehagen (ehemals Rechtsgerichtet), dem Podcast zwischen Identität und Ideologie in Deutschland. Außerdem: Wir haben uns umbenannt – erzählt es allen weiter.
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04.03.2026
1 Stunde 1 Minute
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat klargemacht: Linke Solidarität mit dem iranischen Volk gibt es erst, wenn der Westen sich einmischt. Einschlägige Akteure, die jetzt laut sind, waren bemerkenswert leise, als die Mullahs zehntausende Regimekritiker auf den Straßen und in Gefängnissen gefoltert und ermordet haben. Warum das so ist, wo die linke Faszination für das iranische Terrorregime herkommt und warum man sich da mit den Rechten plötzlich ziemlich einig ist, darum geht es in Folge 67 von Rechtsgerichtet. Außerdem: Gerrit zitiert King of Queens und Sven macht eine aufregende Ankündigung.
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11.02.2026
1 Stunde 18 Minuten
Die Neue Rechte will nicht nur Wahlen gewinnen, sondern auch die Köpfe der Deutschen. Stichwort: Kulturelle Hegemonie. In ihren Strategien berufen sich die Akteure ausgerechnet auf den kommunistischen Denker Antonio Gramsci. Das vielbesprochene Buch vom neurechten Aktivisten Benedikt Kaiser „Der Hegemonie entgegen: Gramsci, Metapolitik und Neue Rechte“ hat in diesem Zusammenhang kürzlich für Aufsehen gesorgt. Können die Rechten Debatten wirklich besser beeinflussen als Linke, wie neu ist das, was Kaiser schreibt, innerhalb der Neuen Rechten wirklich, und worin unterscheiden sich seine Theorien zum Aktionismus von Ex-IB-Chef Martin Sellner, darum geht es in Folge 66 von Rechtsgerichtet. Außerdem: Gerrit spricht plötzlich italienisch und Sven ist beeindruckt.
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28.01.2026
1 Stunde 9 Minuten
Am 17.01. sollte es in Leipzig zum Showdown kommen: „Antideutsche“ gegen „Antiimps“. Linke gegen Linke – und alles wegen Israel. Deutschlandweit befürchteten Medien und Behörden gewaltsame Ausschreitungen, und Rechte haben sich hämisch gefreut. Passiert ist am Ende wenig, und wirklich verstanden, warum Linke gegen Linke demonstrieren, hatten die wenigsten. Zum Glück gibt es ja uns. Was genau in Leipzig passiert ist, warum die israelsolidarische Linke vor allem im Osten besonders stark ist und warum auch Antideutsche die Antideutschen in Connewitz kritisieren – darum geht es in Folge 65 von Rechtsgerichtet. Außerdem: Gerrit findet es albern, wenn Linke die „wahren Linken“ sein wollen, und Sven macht seinem Job alle Ehre und gibt uns den historischen Rundumschlag.
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Über diesen Podcast
Die Menschen fühlen ein Unbehagen mit der verwalteten Welt. Und wir
verspüren ein Unbehagen, was die Menschen aus diesem Unbehagen
machen: den Rückzug in Identität, Ideologie und Extremismus. Das
berechtigte Gefühl, dass etwas nicht stimmt, führt zu
unberechtigten Schlussfolgerungen. Ideologien werden zur sakralen
Welterklärung, weil nichts mehr heilig ist. Und wir wollen all das
entzaubern: unbehagen – ein Podcast zwischen Identität und
Ideologie
Kommentare (1)
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Ich verfolge den Aufstieg der neuen Rechten sehr aufmerksam und ihr Podcast ist mir dabei eine große Hilfe, er liefert mir vor allem Argumente um verwirrte AfD- und CDU-Wähler kritisch zu befragen. Könnten sie auch einmal eine Folge zur weitverbreiteten Hufeisentherorie machen? Ich bitte herzlichst darum, ansonsten bitte bleiben sie ihren Werten treu, ihr Format ist eine Bereicherung. Viele Grüße aus München (wartet auf Freigabe)