Podcaster
Episoden
28.12.2025
1 Stunde 55 Minuten
“Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal
Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig
zerstört und mit tieffliegenden Augenringen (bei uns Papageyen
ohnehin Dauerzustand) vom feiern heim kam, und sie schon wie immer
über-pünktlich im Radio-Z-Redaktionsraum saß. Ein bisschen
vergackeiert kam ich mir ja schon, aber irgendwie auch gut und
verwegen. Und da schließt unsere diesmalige Ausgabe quasi nahtlos
an: Komplimente. Was sind sie, wer darf sie geben und wo hört der
Spaß aber auch wirklich auf? Unsere beiden Radioknigges Eisi und
Meisi nehmen sich dieser und vielen anderen Fragen an. Dazugeladen
haben sie sich mal wieder die allseits beliebte und geschätzte
Kollegin Fanny Weisenrat aus Wien, die uns von den Bergen herunter
ihre ganz eigene Sicht in die Sendung hineinjodelt. Wir fragen uns,
ob Goethe eigentlich ein Incel war, schauen uns mal wieder ein
wenig in der griechischen Mythologie um und komplimentieren auf
mehrfachen Wunsch hin Damenbärte, dass es eine Art hat. Dazu
gesellen sich die Texte unseres Autor:innenpools, die aber auf die
positiven Zuschreibungsklötze hauen, dass die Erde bebt. Dazu wird
Chopin gereicht und zack, ist sie fertig: eine vollumfängliche
Ausgabe von Eisenbart & Meisendraht. einen interessanten
Körpergeruch wünscht ihnen ihr Pappy, der Redaktionspapgey *** Die
Autor:innen - Christian Knieps - David Telgin - Bastian Kienitz -
Andreas Prucker Die Sprecher:innen - Hannes
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03.12.2025
1 Stunde 59 Minuten
"BÄMBÄMBÄM!" Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner
Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: "WIR HAM JESCHLOSSN
VERDAMMTE SCHEISE!" und exte meinen zweiten Bourbon. Die Käfigtür
öffnete sich und dann stand sie im Raum. Diesen Anblick werde ich
nie vergessen: das üppige Federkleid, der Schnabel scharf und doch
sinnlich wie ein italienischer Rapier und Beinchen, ja, Beinchen
bis zum Boden. Himmelherrgott, wahrscheinlich wird die Erinnerung
an sie das Letzte sein, woran ich denken werde, bevor sie mich
irgendwann mit den Krallen voraus hier raustragen. Sie krähte mir
etwas entgegen und ich verstand sofort: Sie wollte Hilfe mit
irgendeiner Sache. Hab für sie eine Redaktion gefunden, wo sie
Texte veröffentlichen kann. Hab' seitdem nie wieder was von ihr
gehört. Jedenfalls Eisenbart und Meisendraht haben die Sendung auch
so wieder vollgekriegt. Unsere beiden Radiospurensucher:innen
wühlen sich durch Vidocqt, über Whodunits, Poe, Max Frisch und
wollen nichts mehr hören vom True-Crime-Hype. Und die große Frage
der deutschen Literatur bleibt selbstverständlich nicht ungefragt:
War Goethe ein Krimineller? So durchleuchten sie das Genre des
Krimi bis in die tiefsten Poren, mit so ner Lampe, die direkt ins
Gesicht des Genres, das kennen sie bestimmt, ist eine ausgebuffte
Verhörmethode, sag ich ihnen. naja. Unser original
EBMD-Autor*innenpool hat wieder mal so viel durch die Farbbänder
getackert, dass sich die Haare am Körper in die Senkrechte bewegen,
nicht der Temperatur wegen, sondern eher so auf Suspense-Basis,
glaub. Flankiert werden diese neuen Exklusivbeiträge von immer noch
genießbaren Texten aus dem stetig sich erweiterndem EBMD-Archiv,
denn auch schon früher wussten Menschen, wie man über Verbrechen
respektive deren Aufklärung schreibt. Halten Sie Augen und Ohren
offen! Ihr Pappy, der Redaktionspapgey *** Die Autor:innen -
Christian Knieps - Andreas Prucker - David Telgin - Bastian Kienitz
- Anna Housa - Mina Reischer Sprecher:innen: - Hannes - Ella Gülden
Mina Reischer: I have sometimes been a puma in the night Musik:
Felix Foerster, Mina Reischer Stimmen: Svenja Pilhofer, Christian
Patzelt, Lali Börner, Ina Ritter, Karlson und Justus, Mina Reischer
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16.10.2025
1 Minute
Atemberaubend! Überall Striche, jedes Barthaar ist erkennbar! Ganz,
ganz wunderbar mein Herr. So oder so ähnlich klang es wohl des
Öfteren in Albrecht Dürers Atelier am Albrecht-Dürer-Platz, wenn
wieder rot besamtete Patrizier aufliefen, um dem jungen Altmeister
eines seiner Werke unterm Hintern wegzukaufen. Kunst halt! Und in
genau diese Stiefel ziehen sich unsere beiden Radiokurator:innen
Eisi (remote) und Meisi (on-site) an und stapfen los in die wirren
der Kunstgeschichte, die ja bekanntlich so alt ist, wie der Traum
vom fliegen, der ja seinerseits auch schon einige Lenze zählt. Da
Herr Eisenbart mal wieder unpässlich ist, hat er uns ein Lexikon
der Kumfstbegriffe erstellt, in das wir auch gerne mal hineinhören.
Frau Meisendraht indes hat sich im Schnelldurchlauf die gesamte
westliche Kunstgeschichte in den Schlund gestopft und göbelt sie
uns, einer Vogelmutter gleich, ganz frisch-fröhlich in die
Schnäbel. Das tut sie aber nicht alleine, denn zu zweit ist einfach
besser: Herr Chillbert Knödel vom “Uhu-Ball-institut für
zeitvergessene Knust” hat sich bereit erklärt, uns seine Expertise
in Form von hinein geworfenen Kommentaren zur Verfügung zu stellen,
was wir natürlich mit Handkuss annehmen, gefälligst. Es soll also
von der Steinzeit über die Antike bis hin in die Jetztzeit um alles
gehen, was die Kunstgeschichte so hervorgebracht hat: Wehrkirchen,
Individuen und Genies, Ohren und Brunnen spielen Rollen in dieser
ziselierten Revue des Ausdrucks. Und am Ende definieren wir sogar
den Kunstbegriff. Natürlich wieder dabei: Die schillernden Texte
unseres original EBMD-Autor:innenpools, die um uns in einem
schwindelerregenden Reigen herumtanzen und unsere Herzen erfreuen.
Prösterchen Ihr Pappy, der Redaktionspapgey ============ Die
Autor:innen - Lisa Neher - Katrin Rauch - David Telgin - Christian
Knieps - Bastian Kienitz - Maria Fischer - Ella:r Gülden Die
Sprecher:innen - Maria Fischer
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07.09.2025
1 Stunde 58 Minuten
Hey Fam!!! ! Euer gefiederter Stamm-und-Ast-Halter hier mit einer
neuen Folge Eisenbart & Meisendraht. Unser Thema diesmal ist
“Familie” – da ist natürlich für Klein und Alt alles dabei: Unsere
beiden Radiopartriach:innen Eisi und Meisi greifen ganz tief hinein
in die Familienfotokiste, erzählen die ein oder andere Pikantheit
aus Omas Nähkästchen und fördern Erstaunliches und auch
Langweiliges zutage: Wir reden über die Genese des Familienbegriffs
und -konzepts “Familie”, über griechische Oiken, Grass darf im
Krebsgang zum xten mal Familiengeschichte in Romanform aufrollen
und Goethe ist freilich auch mit seinen Wahlverwandschaften, diesem
spicy Jahrhundertroman mit der unverwechselbar komplizierten
Polykülsituation. Aber natürlich geht es auch um das 19.
Jahrhundert und die Romantik, denn ohne Romantik gäbe es die
Familie wie wir sie heute kennen ja gar nicht. Kulturkampf,
Wohngemeinschaften und Gesinde gibt es dann auch noch sowie ein
Ständchen für Hulk Hogan, Ozzy und diesen einen Typen, der immer so
gern von weit oben runterhüpfte, erstaunlich oft, ohne sich zu
verletzen. Gelungen abgerundet wird diese kleine Sendung wie immer
durch die EBMD-Autor:innen-Family, die uns mit Ketchup tolle Texte
an die Raufasertapete (Modell Erfurt – AVANTGARDE) pinselt,
eingesprochen von unseren klasse Sprecher:innen. Ein Spaß für die
gesamte Sippe also. Dickes Blut und kochendes Wasser wünscht Ihnen
Ihr Pappy, der Redaktionspapagey === Die Autor:innen: - Bastian
Kienitz - David Telgin - Ella Carina Werner - Katrin Rauch -
Christian Knieps - Andreas Prucker - CLASSIC: Carolin Wabra Die
Sprecher:innen: - Verena Schmidt - Hannes
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02.08.2025
1 Stunde 44 Minuten
Boooom-Tschack, da ist mir doch glatt der Fluxkompensator um den
Schnabel geflogen. Doch sei's drum: Wir kommen auch so zurück in
die Dings, die Vergangenheit. Darum soll es nämlich gehen in dieser
kleinen Literaturplauschsendung “Eisenbart & Meisendraht”.
Eigentlich klingt es ja voll baby: Rückwärtsgucken in der Zeit
erscheint erst einmal ja einfacher als vorwärts: So stapeln sich ja
literarisch die Bücher zur wissenschaftlichen, fiktiven und
halb-fiktiven Vergangenheit in den Bibliotheken dieses wunderbaren
Erdballs. Doch Obacht: Bei genauerem Hinsehen zerbröselt das
Konzept “Vergangenheit” wie der jahrzehntealte Hirseriegel, den ich
erst letzthin unterm Sofa fand. Unsere Beiden Radioritter Eisi und
Meise steigen also hinein in die Zeitmaschine und wollen sich das
alles genauer ansehen: Was ist der Unterschied zwischen Historik
und Vergangenheit? Wieso ist das Futur zwei eigentlich nicht für
die Zukunft bestimmt? Ist die Geschichtsschreibung ein Holzweg und
wer zum Henker hat sich eigentlich das Wort “Geschichtsklitterung”
ausgedacht (Tipp: Es hat ‘was mit Kiemen zu tun). Soviel Spaß kann
man haben beim Verlassen des Raum-Zeit-Kontinuums und so geht auch
unsere epische Trilogie zur “Zeit” zu Ende: mit einem großen Knall.
Und ein Lied wird auch noch gesungen für Brian Wilson, dieser
unglückliche Beachboy, der so schöne Melodien in unsere Herzen
hinein gezaubert hat. Dazu, wie jeher, die Texte unseres originalen
EBMD-Autor*innenpools, die sich so vorsichtig und aber auch
unverblümt an die Vergangenheit herantasten, dass man sich fast
wünscht, man wäre selbst dabei gewesen. Aber Podcast ist ja auch
ganz schön. Sie lebten wohl Ihr Pappy, der Redaktionspapgey Die
Autor:innen - Christian Knieps - Bastian Kienitz - Andreas Prucker
- David Telgin - blumenleere - Jörg Hilse - Carsten Stephan Die
Sprecher:innen - FD - Ella Gülden - Katrin Rauch - Kathrin Braun -
Der Neffe von Hr.Eisenbart
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Über diesen Podcast
Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für
geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem
Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z)
transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet
kybernetisch in den space gepresst. Jeden vierten Sonntag im Monat
von 16:00 Uhr bis 18:00 auf Radio Z oder eben hier jeden Monat auf
den Pod! Alle Texte zum Nachlesen und Nachhören finden sich auf
www.eisenbartmeisendraht.com
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