Podcaster
Episoden
24.05.2026
37 Minuten
Andrea Schwyzer wollte eigentlich Sportlehrerin werden, doch dann führte sie ihre Stimme zum Radio und die Liebe nach Hannover. Heute arbeitet sie als freie Hörfunkjournalistin, Autorin und Moderatorin vor allem für NDR Kultur: «Ich verstehe mich als moderne Geschichtenerzählerin.» Andrea Schwyzer aus Wollerau (SZ) hat ursprünglich Sport an der ETH Zürich studiert. Doch ihr Weg nahm eine überraschende Wendung. Ihre Radiostimme wurde entdeckt und sie moderierte viele Jahre bei einem lokalen Sender am Zürichsee. Ihr journalistischer Weg führte sie weiter ins Ausland mit Praktika bei der Deutschen Presse-Agentur DPA in Washington sowie bei der ARD in New York und London. Über die Musik kam auch die Liebe ins Spiel, sagt die 46-Jährige: «Bei einem A-Cappella Festival in der Schweiz, lernte ich meinen heutigen Partner kennen und zog zu ihm nach Hannover.» Johannes arbeitet als Musik- und Deutschlehrer an einem Gymnasium. Gemeinsam lebt das Paar mit ihrer Tochter und ihrem Sohn mitten im Zentrum «Vahrenwald-List» von der niedersächsischen Landeshauptstadt: «Hier ist man hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs.» Mehr als nur Durchgangsstadt Hannover wird oft als blosse Durchgangsstadt belächelt. Doch hinter diesem Image verbirgt sich eine überraschend lebendige Metropole mit einer pulsierenden Kulturszene, sagt Andrea Schwyzer: «Es ist nicht nur die grünste Grossstadt Deutschlands, hier wurden schon früh die ersten Langspielplatten produziert.»
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17.05.2026
37 Minuten
Alles begann 2016 mit einer Motorradtour in den hohen Norden. Karin und Stefan Bolliger entdeckten Litauen und verliebten sich Hals über Kopf. Heute leben sie in der Nähe der Stadt Anykščių im Osten des baltischen Landes. Sie führen ein Hotel und engagieren sich mit Herzblut für die Gemeinde. Litauen ist das grösste der drei baltischen Länder und ist bekannt für seine traumhaften Küsten, Seenlandschaften und barocken Städte. Es war eher Zufall als Planung, als Karin und Stefan Bolliger 2016 auf einer Motorradtour Richtung Skandinavien durch Litauen fuhren. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dieses Land liess sie nicht mehr los, erinnert sich Karin Bolliger: «Die Weite, der Himmel, die Ruhe, all das fühlte sich für uns intensiver an als alles, was wir aus der Schweiz kannten.» Zurück in Hüntwangen (ZH) liess sie Litauen nicht mehr los. Sie kehrten zurück und kauften ein Stück Land. Heute leben Karin und Stefan Bolliger in der kleinen Ortschaft Mačionių, mitten in der Natur. Das Paar betreibt ein kleines Hotel und Restaurant direkt an einem See. Inzwischen führen sie auch eine lokale Manufaktur, die sich auf hochwertige Leinenbettwäsche spezialisiert hat. Soziales Engagement Was als persönliche Liebesgeschichte zu einem Land begann, ist längst auch ein gemeinschaftliches Projekt geworden. Karin und Stefan Bolliger sind tief in der Gemeinde verwurzelt und setzen sich gezielt für sozial benachteiligte Menschen ein, sagt Stefan: «Wir schaffen Arbeitsplätze in unserem Hotel und Restaurant und geben den Leuten so neue Perspektiven.» Karin wurde gar in den Gemeinderat gewählt: «Uns ist es wichtig, Teil der Gemeinde zu sein und uns zu engagieren!»
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10.05.2026
39 Minuten
Simone Blaser ist mit ihrem Partner 2008 nach West-Australien ausgewandert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamilton Hill, in der Nähe von Fremantle. Dort hat sie ihre grosse Leidenschaft, das «Frei-Schwimmen» entdeckt. Mittlerweile hat die 47-Jährige etliche Ultramarathon bestritten. Sonne, Freiheit, endlose Weiten und vor allem aber das Meer zogen Simone Blaser aus Pfaffhausen (ZH) vor 18 Jahren nach Australien. Dort fand sie ihre Leidenschaft fürs «Open Water Schwimmen»: «Im offenen Wasser fühle ich mich frei und sorgenlos, aufgehoben und zu Hause.» Inzwischen hat Simone Blaser mehrere Marathon Schwimmen absolviert. Als weltweit erste Person schwamm sie rund 55 Kilometer am Stück durch den Upper Ord River. Der Fluss ist kein typischer Badeort. Er ist wild, rau und in einer der abgelegensten Landschaften Australiens. Für ihre bahnbrechende Leistung wurde Simone Blaser mit den «Yudovin Award» ausgezeichnet. Trotz der Ehre, bleibt die 47-Jährige bescheiden: «Ich bin eine ganz normale Frau mit einem ausgefüllten Familien- und Berufsleben.» «Im Wasser schwimmen ist Meditation» Aus ihrer Leidenschaft fürs Schwimmen entstand ein eigenes Business. Simone Blaser bringt Gleichgesinnte an besondere Orte: «Wir schwimmen zusammen in Flüssen, Seen oder dem offenen Meer, tauschen Tipps aus, machen Yoga und geniessen die gemeinsame Zeit.» Unter dem Motto: «Dare to swim wild», wage es wild zu schwimmen!
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03.05.2026
43 Minuten
Esther Gröble lebt am Golf von Neapel. Mit viel Herzblut und grossem historischem Wissen arbeitet die Thurgauerin als Reiseleiterin und zeigt ihren Gästen Sehenswürdigkeiten rund um Neapel – von Pompeji über Sorrent und entlang der Amalfi Küste. Ihr Zuhause liegt direkt am Fusse des Vesuv. Esther Gröble aus Amriswil (TG) kam der Liebe wegen nach Italien: «Bei einem Sprachaufenthalt in Lugano lernte ich meinen Mann Luigi aus Pompeji kennen.» Seit über 50 Jahren lebt die Thurgauerin nun schon am Golf von Neapel und arbeitet mit Leidenschaft als selbständige Reiseleiterin. Ob in Pompeji, Sorrent, an der Amalfiküste oder auf Capri, ihr Wissen hat sie sich über Jahrzehnte angeeignet: «Es ist wie ein Mosaikbild, man legt Steinchen um Steinchen, bis man sich das Wissen aneignet.» Mit ihrem Erfahrungsschatz, Humor und tiefer Verbundenheit zu Land und Leuten, begeistert die 73-Jährige bis heute tausende von Touristen. Leben in der «Zona Rossa» Esther Gröble wohnt in Boscotrecase, einer kleinen Stadt nahe Pompeji, am Fusse des Vesuvs. Ihr Haus liegt an der einzigen Strasse, die zum Vulkan führt, in der sogenannten «Zona Rossa», der roten Zone: «Der Vesuv ist aktiv, im Ernstfall müssten rund 700’000 Menschen aus der ganzen Umgebung evakuiert werden.» In ihrem Keller spürt man die Geschichte buchstäblich. Er besteht aus Lavaresten des Ausbruchs von 1906. Trotz aller Risiken fühlt sich Esther hier zuhause.
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26.04.2026
40 Minuten
Monika Heusser lebt seit 43 Jahren auf der kanarischen Insel Teneriffa. Die Übersetzerin und Dolmetscherin wohnt mit ihrem Lebenspartner in Radazul, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Santa Cruz im Nordosten der Insel. Monika Heusser aus Wangen b. Olten ging einst als junge Aupair nach Teneriffa, um spanisch zu lernen. Heute hat sie drei erwachsene Kinder und lebt seit 43 Jahren auf der beliebten Touristeninsel. Die 66-Jährige wohnt mit ihrem Partner in der beschaulichen Ortschaft Radazul im Osten der Insel: «Von der Terrasse aus blickt man aufs Meer und rüber nach Gran Canaria.» «Teneriffa ist ein gefragtes Reiseziel» Die grösste Kanaren Insel Spaniens ist faszinierend, sagt Monika Heusser: «Wir haben Berge, das Meer und wunderschöne Strände.» Im Süden ist es warm im Norden ist es kühl. Teneriffa bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie den Teide-Vulkan, oder die weltgrösste Sternwarte. Teneriffa ist aber auch die mit Abstand meistbesuchte Kanareninsel und zieht jedes Jahr Millionen von Urlaubern an. Das sei zunehmend ein Problem, sagt Monika: «Viele Einheimische können sich wegen der hohen Mieten kaum noch eine Wohnung leisten. Der Tourismus ist mittlerweile Fluch und Segen zugleich.»
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Über diesen Podcast
Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren
festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser
Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus
Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von
Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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