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Episoden

42 Minuten
Die 26-jährige Michelle Frei aus Flühli-Sörenberg (LU) hat ihr gewohntes Leben hinter sich gelassen, um in New York Schauspielerin zu werden. Nun steht die Entlebucherin vor dem bisher grössten Meilenstein ihrer Karriere. Im Oktober feiert ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück Premiere. Vor zwei Jahren wagte Michelle Frei den Sprung über den Atlantik. Die gelernte Wirtschaftspsychologin aus Flühli-Sörenberg (LU) zog nach New York, um ihren Traum von der Schauspielerei zu verfolgen. Am renommierten William Esper Studio absolvierte sie ihre Ausbildung und arbeitet aktuell daran, ein Künstlervisum zu erhalten, um langfristig in den USA bleiben und arbeiten zu können. Ein wichtiger Schritt folgt im Oktober. Dann bringt die 26-Jährige ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück auf die Bühne und übernimmt gleich selbst die Hauptrolle: «Das Stück erzählt die Geschichte von drei Schauspielerinnen und Schauspielern auf dem Weg zu einem Casting. Es zeigt den enormen Druck der Branche und stellt die Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, um eine Rolle zu bekommen, und wo zieht man die eigenen Grenzen.» Regie führt Christian Sordelet, einer der renommiertesten Stage-Combat-Spezialisten der USA. Der Broadway-Veteran war an über 80 Produktionen beteiligt und arbeitete bereits mit Stars wie Bruce Willis, Sabrina Carpenter und Scarlett Johansson zusammen. Leben auf wenigen Quadratmetern So glamourös die New Yorker Theaterwelt von aussen wirkt, so bescheiden lebt Michelle im Alltag. Gemeinsam mit einer polnischen Schauspielkollegin wohnt sie in einer kleinen WG an der Upper West Side in Manhattan. Der Blick aus dem Fenster auf den Central Park ist spektakulär, die Wohnung dagegen winzig: «Für einen Küchentisch fehlt der Platz, gegessen wird am Boden!» In ihr eigenes Zimmer passt gerade einmal eine Matratze. Trotzdem möchte die Entlebucherin nirgendwo anders sein. «Wir sind glücklich hier und fühlen uns zuhause.»
41 Minuten
Monika Radics pendelt zwischen der Schweiz, Südafrika und den Polarregionen. Die Zürcherin mit ungarischen Wurzeln lebte dreissig Jahr in Südafrika. Heute arbeitet sie als Managerin auf einer luxuriösen Expeditionsyacht für Touristen. Oft mit einem Büro mitten in der Antarktis. Der Lebensweg von Monika Radics ist so bunt wie ein Blumenstrauss. In Lugano und Zürich aufgewachsen, zog sie mit zwanzig über ein Austauschprojekt nach Südafrika und blieb dreissig Jahre. Sie arbeitete als Brandmanagerin für internationale Marken, im Reisebüro und als Make-up Artist. «Ich war schon immer eine Allrounderin und neugierig», sagt sie. Später verlagerte sich ihr Leben aufs Meer. Mit ihrer Erfahrung, ihrer offenen Art und sechs Sprachen fand sie auf Expeditionsschiffen genau den Ort, an dem alles zusammenpasst. Heute arbeitet Monika oft wochenlang auf hoher See, berät Gäste und gestaltet das Bordprogramm. Die Antarktis ist für sie nicht nur ein Reiseziel, sondern ein Arbeitsplatz: «Die Crew ist wie eine grosse Familie.» Ihre Geschichte verbindet Schweizer Wurzeln, ein ungewöhnliches Leben im Ausland und die Frage, was Heimat bedeutet, wenn das eigene Leben über mehrere Kontinente verteilt ist. Zu Hause die Seele baumeln lassen Nach langen Einsätzen zieht sie sich in Einsiedeln zurück, um aufzutanken. Heimat, sagt Monika Radics, sei für sie kein Ort, sondern ein Gefühl, das sich über Kontinente verteilt. Und wenn die Ruhe genug Kraft gegeben hat, zieht es sie wieder hinaus aufs Meer.
40 Minuten
Eine Reise auf die Färöer-Inseln veränderte ihr Leben. Dort traf Monika Stauss-Joensen ihre grosse Liebe und blieb. Seit über 40 Jahren lebt die Musikerin aus Zürich zwischen steilen Klippen, rauem Atlantikwind und einer Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt. Eine Studienfreundin brachte Monika Stauss-Joensen erstmals auf die Färöer-Inseln. Was als Besuch begann, wurde zur Lebensgeschichte: «Ich verliebte mich in ihren Bruder Ingvar und fand meine neue Heimat.» Heute lebt die gebürtige Seuzacherin mit ihrer Familie seit über 40 Jahren im kleinen Ort Leirvik. Ihr Mann Ingvar betreibt eine Fischfabrik. Die Färöer-Inseln wirken wie aus einer anderen Welt, sagt Monika Stauss-Joensen: «Grüne Bergspitzen ragen aus dem Meer, Nebelschwaden ziehen über die Hänge, und der Atlantik bestimmt das Leben der Menschen.» Als Geigerin hat sie das Musikleben der Inseln mitgeprägt, Generationen von Kindern unterrichtet und spielt bis heute im Kammerensemble des königlichen Sinfonieorchesters. In ihrem Buch «Von den Bergen ans Meer», erzählt sie von Heimweh und Heimatgefühl, vom Familienleben und der Inselwelt, die ihr Herz einst erobert hat. Zwischen Fjorden und Dorfklatsch Die Färöer sind stolz auf ihre Eigenständigkeit und ihre Kultur. Die Ortschaft Leirvik ist klein, familiär und überschaubar. Man kennt sich und Neuigkeiten sprechen sich schnell herum, sagt Monika Stauss-Joensen: «Manche Bewohner erinnern sich sogar noch daran, dass ich bei meiner Ankunft vor über 40 Jahren einen blauen Jupe getragen habe.» Ein Dorfleben, in dem jeder jeden kennt und Erinnerungen erstaunlich lange halten. Die kleinen Eigenheiten der Färöer nimmt Monika Stauss-Joensen längst mit Humor.
38 Minuten
Vor sieben Jahren tauschten Daniela und Georg die Schweiz gegen den Südwesten Frankreichs. Auf ihrer 30 Hektar grossen Ferme «Brasseyrou» bieten sie pensionierten Pferden ein naturnahes Zuhause, führen ein charmantes B&B und haben sich mit viel Herzblut in ihrer neuen Heimat einen Namen gemacht. Eigentlich träumten Daniela und Georg Zimmermann von einem Leben in den USA. Doch als ihre Green-Card-Pläne 2018 in letzter Minute scheiterten, nahm das Schicksal eine andere Wendung. Statt nach Amerika zog es das Paar nach Frankreich. In Dévillac im Südwesten Frankreichs fanden sie den passenden Hof für ihren lang gehegten Traum von Selbstständigkeit, Natur und einem Leben im Grünen. «Hier in Frankreich haben wir viel Platz und sind sehr happy», sagt Georg. Die Liebe zu Pferden brachten sie aus der Schweiz mit. Bereits während 18 Jahren führten sie eine Pferdepension in Gunzwil bei Beromünster im Kanton Luzern. Heute teilen sie ihre Ferme «Brasseyrou» mit 15 Pferden, zwei Hunden, zwei Katzen, fünf Schafen, 24 Hühnern und Hahn «Antoine». Gastfreundschaft mitten in der Natur Neben der Pferdepension betreiben Daniela und Georg Zimmermann ein kleines Bed & Breakfast mit drei Gästezimmern und einem Pool. Die Region Lot-et-Garonne lockt jeden Sommer Touristen an und ist ein beliebtes Ferienziel, sagt Daniela: «In der Umgebung gibt es viele historische Schlösser, Grotten und Höhlen. In den umliegenden Städtchen findet man die typischen französischen Wochenmärkte.» Mehrmals im Jahr organisiert das Paar Grill Abende, sogenannte Repas. Mit hausgemachten Bratwürsten oder Risotto über dem Feuer gekocht. «Diese Anlässe werden von unseren Nachbarn sehr geschätzt und hat uns geholfen, sich einzuleben und gute Leute kennenzulernen.»
37 Minuten
Vor vier Jahren tauschte die Journalistin Michelle de Oliveira mit ihrer Familie die Schweiz gegen die portugiesische Silberküste. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach Meer, Natur und einem entschleunigten Leben fand die Familie in Santa Cruz ihr neues Zuhause. Schon lange fühlte sich Michelle de Oliveira von Portugal angezogen. Die Chance auf ein eigenes Haus am Meer gab den entscheidenden Anstoss, den Traum vom Leben in Portugal zu verwirklichen. Heute lebt die Zugerin mit ihrem Mann Renato und den beiden Kindern in Santa Cruz, einem idyllischen Küstenort an der portugiesischen Silberküste. Das Leben dort ist geprägt von der Nähe zum Meer, einem milden Klima und einer beeindruckenden Naturkulisse: «Ich bin ein Naturmensch, wir verbringen viel Zeit draussen. Die weiten Strände und Dünenlandschaften sind atemberaubend.» Renato stammt ursprünglich aus Lissabon, der Hauptstadt von Portugal. Viele Jahre arbeitete er als Art Director in einer Schweizer Werbeagentur. Heute ist er Gründer seines eigenen Kleiderlabels und betreibt mitten in Santa Cruz ein kleines Geschäft mit seinen Kreationen. Wenn zwei Heimaten im Herzen wohnen Michelle de Oliveira liebt ihr Leben in Portugal, die Nähe zum Meer und die portugiesische Lebensart. Gleichzeitig vermisst sie oft ihre Familie und Freunde in der Schweiz: «Das Thema Heimweh und Abschiedsschmerz inspirierte mich, ein Buch darüber zu schreiben.» Der Roman «Bis die Vögel nicht mehr sterben», erzählt von Verbundenheit und Freundschaft über Entfernungen hinweg.
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Über diesen Podcast

Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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„Die fünfte Schweiz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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