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Episoden

29 Minuten
Mit 28 Jahren entschied sich die Bernerin Maya Fürst für ein Leben als Ordensfrau. Heute lebt sie als Schwester Helena bei den Elisabethinen in Linz in Oberösterreich. Sie studiert Theologie, macht Podcasts und ist auf Instagram aktiv. Die 35-Jährige räumt auf mit Klischees rund ums Klosterleben. Mitten in der Linzer Innenstadt lebt Schwester Helena in einem barocken Kloster aus dem 18. Jahrhundert. Die 35-Jährige aus Bern hätte sich ihr Leben früher wohl selbst nicht so vorgestellt. Statt als Pflegefachfrau in der Schweiz, arbeitet und studiert sie heute als katholische Ordensfrau bei den Elisabethinen in Oberösterreich. Vor sieben Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein und fand dort, wie sie sagt, nicht etwa einen Rückzug aus der Welt, sondern ihren persönlichen Lebensweg. «Ich bin nicht ins Kloster gegangen, weil ich in der Welt nicht klargekommen bin.» Das Leben hinter den Klostermauern hat mit vielen Vorstellungen wenig gemeinsam. Schwester Helena studiert im siebten Semester Theologie, trifft Freundinnen, geht schwimmen oder ins Fitnesscenter und sucht den Austausch mit anderen jungen Ordensleuten. Zwischen Tradition und Social Media Wer Schwester Helena auf Instagram folgt, erhält Einblicke in eine Welt, die viele nur aus Filmen kennen. Mit Beiträgen, Podcasts und persönlichen Geschichten zeigt sie, wie modernes Ordensleben heute aussehen kann. Dabei geht es ihr nicht um Selbstdarstellung, sondern darum, Vorurteile abzubauen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Für Schwester Helena gehören Glaube und moderne Kommunikationsformen ganz selbstverständlich zusammen: «Es ist wichtig, dass wir dort präsent sind, wo die Menschen heute unterwegs sind.»
42 Minuten
Schon als Kind wollte Andrea Rubin benachteiligten Menschen helfen. Heute lebt die 47-Jährige aus Dinhard (ZH) in Indien und Nepal, wo sie Schulen aufbaut, Familien begleitet und Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft bietet. Aus einem Kindheitstraum wurde eine Lebensaufgabe. Als Kind träumte Andrea Rubin davon, armen Kindern zu helfen. Heute hat die 47-Jährige aus Dinhard im Zürcher Weinland diesen Traum zur Lebensaufgabe gemacht. Seit 2015 lebt sie hauptsächlich in Indien und Nepal, wo sie mit ihrem Hilfswerk «Hope Is Life» Familien, Frauen und Kinder unterstützt. Der Weg dorthin war so nicht geplant. Nach vielen Jahren als Psychiatrieschwester und später Leiterin einer Institution für Menschen mit psychischen Problemen im Raum Winterthur führte sie eine Reise nach Indien in den Bundesstaat Odisha. Dort, in den abgelegenen Dörfern begegnete sie Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben: «Für mich war schnell klar, ich wollte nicht nur kurzfristig helfen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort langfristig etwas aufbauen.» Heute betreibt ihre Organisation Schulen in Indien und Nepal, ermöglicht Kindern Bildung, medizinische Betreuung und regelmässige Mahlzeiten. Dabei lebt sie bewusst mitten in den Gemeinschaften, in denen sie arbeitet: «Gemeinsam mit den Menschen vor Ort können wir vielmehr Perspektiven schaffen und es ist nachhaltiger als bloss Geld zu spenden.» «Unsere Home Base am Rande des Himalayas» Zwischen ihren Projekten in beiden Ländern haben Andrea Rubin und ihr indischer Mann Sayan ihr Zuhause gefunden. Ein Haus auf Stelzen in einem Dschungeldorf nahe Bhutan am östlichen Rand des Himalayas. Dort hat Andrea mit ihrem Team ebenfalls eine Schule aufgebaut. Sayan ist Schauspieler und Filmproduzent. Obwohl die beiden oft getrennt unterwegs sind, ist dieser Ort ihr gemeinsamer Rückzugsort, wo sie zur Ruhe kommen und Zeit miteinander verbringen können.
34 Minuten
Vor über 50 Jahren wanderte Hans Burri aus Liestal (BL) nach Südafrika aus. Heute lebt der 77-Jährige in der Nähe von Johannesburg und erfüllt sich zusammen mit seiner Familie einen Traum. Auf seiner privaten Wildtierfarm hilft er mit, bedrohte Lebensräume und seltene Antilopen zu erhalten. Als Hans Burri als gelernter Elektromechaniker in den 1970er-Jahren in Genf arbeitete und die grossen Jumbos am Himmel beobachtete, war für ihn klar: «Die Welt ist grösser als mein Heimatort das Baselbiet.» Zusammen mit seiner Frau Doris zog er nach Südafrika. Geplant waren nur drei Jahre. Während dieser Zeit bereisten sie das Land intensiv und verliebten sich in seine Vielfalt: «Uns fasziniert bis heute die Biodiversität. Wir haben das Meer, die Wüste, Berge, den Dschungel und eine unglaubliche Tierwelt.» Das Paar erlebte die Zeit der Apartheid hautnah, kehrte zwischenzeitlich in die Schweiz zurück. Doch die Faszination für Südafrika liess sie nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause. Vor 51 Jahren liessen sie sich endgültig in der Region Johannesburg nieder. Hans Burri arbeitete zunächst für eine Schweizer Firma und gründete später sein eigenes Unternehmen für Antriebstechnik. Heute lebt das Ehepaar in Kyalami zwischen Johannesburg und Pretoria. Hans arbeitet noch Teilzeit, seine grosse Leidenschaft gehört inzwischen aber der Natur. Wildtiere statt Monokultur Rund 300 Kilometer von Johannesburg entfernt betreibt Hans gemeinsam mit seiner Tochter Nicole eine Wildtierfarm. Wo früher vor allem Monokulturen die Landschaft prägten, sollen heute wieder einheimische Tiere und Pflanzen Lebensraum finden. Auf dem weitläufigen Gelände leben Giraffen, Zebras und Springböcke. Besonders stolz ist die Familie auf die Zucht der seltenen Eland-Antilope. «In den letzten 20 Jahren haben sich Flora und Fauna erstaunlich gut erholt», sagt Hans Burri.
38 Minuten
Der Liebe wegen zog Florence Wibring vor fünf Jahren von Derendingen (SO) nach Schweden. Heute lebt sie mit ihrem Mann Niklas abgeschieden in Småland, umgeben von Wäldern, Seen und zwölf Hunden aus dem Tierschutz. Doch das Heimweh nach der Schweiz ist geblieben. Eigentlich begann alles mit einer Trekkingtour auf Korsika. Dort lernte Florence Wibring ihren heutigen Mann Niklas kennen. Nach zwei Jahren Fernbeziehung wagte sie den Schritt nach Schweden. Heute lebt die 53-Jährige in der historischen Provinz Småland, unweit der Stadt Jönköping am bekannten Vätternsee. Das Paar hat sich mitten in der Natur ein Zuhause aufgebaut. Der nächste Nachbar wohnt einen Kilometer entfernt, ein kleiner See ist zu Fuss erreichbar, und rund um das typisch rote Schwedenhaus erstrecken sich Wälder und Wiesen. Niklas führt eine erfolgreiche Glaserei, während Florence sich mit Herzblut dem Tierschutz widmet: «Für mich war immer klar, dass Hunde zu meinem Leben gehören.» Doch trotz dieses kleinen Paradieses in Schweden, begleitet Florence das Heimweh nach ihrer Familie, ihren Freunden und der Schweiz bis heute. Der Wunsch, vielleicht eines Tages wieder in die Heimat zurückzukehren, ist geblieben. Ein Herz für Hunde, die niemand mehr wollte Florence Wibring engagiert sich seit Jahren mit grosser Leidenschaft für den Tierschutz. Aktuell leben zwölf Hunde bei ihr und ihrem Mann Niklas. Viele von ihnen hätten kaum eine Chance auf ein neues Zuhause: «Sie sind blind oder betagt!» Auf dem rund 2000 Quadratmeter grossen Grundstück finden die Hunde viel Platz, Ruhe und Geborgenheit für ihren Lebensabend. Die gelernte Tierpflegerin arbeitet eng mit Tierschutzorganisationen zusammen und gründet derzeit sogar einen eigenen Verein in der Schweiz: «Jeder Hund verdient Liebe, Fürsorge und ein würdiges Leben.»
40 Minuten
Seit 23 Jahren lebt der Schwyzer Sandy Auf der Maur in Villa General Belgrano in Argentinien. In der alpinen Touristenstadt pflegt er mit seinen Söhnen den Schweizer Brauchtum, zieht als Trychler durchs Dorf und erlebt einen Alltag zwischen Gauchos, Oktoberfest und exotischen Tieren. Die Kleinstadt Villa General Belgrano in der Provinz Córdoba wirkt wie eine Mischung aus Zermatt, Europapark und Disneyland, nur echt. Die rund 14'000 Einwohner stammen aus 26 Nationen, viele mit europäischen Wurzeln. Mitten in dieser alpinen Enklave lebt der 54-jährige Schwyzer Sandy Auf der Maur: «Für uns ist es nach wie vor ein kleines, gemütliches Dorf mit Charme.» Der Auswanderer betreibt mit seiner Lebenspartnerin Paula einen kleinen Dorfladen und engagiert sich seit Jahren für die Schweizer Traditionen vor Ort. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Gabriel und Salvador zieht er als Trychler an Festen und Umzügen durchs Dorf. Der Schweizer Brauchtum begeistert jeweils Tausende Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Skorpione statt Murmeltiere Auch der Alltag unterscheidet sich deutlich von jenem in der Schweiz. Rund um sein Haus auf einem 9'500 Quadratmeter grossen Grundstück begegnet Sandy immer wieder Skorpionen: «Schuhe muss man vor dem Anziehen ausschütteln und barfuss durchs Gestrüpp zu laufen kommt nicht infrage.» Neben Schlangen leben in der Region auch Pumas und Silberfüchse, auch wenn diese nur selten zu sehen sind. An die exotische Umgebung hat sich Sandy in Argentinien längst gewöhnt: «Hier fühle ich mich zu Hause. Besonders fasziniert mich die Vielfalt der Kulturen, die hier aufeinandertreffen.»
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Über diesen Podcast

Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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„Die fünfte Schweiz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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