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Episoden

37 Minuten
Jasskarten mit Firmenlogo, ein zerfleddertes Uno und irgendwo ganz hinten im Schrank Monopoly: Gesellschaftsspiele wirken wie Überlebende aus einer Zeit vor Smartphone, Playstation und Netflix. Doch tot sind sie ganz und gar nicht. Hunderte neue Spiele erscheinen jedes Jahr, Catan wurde mehr als 45 Millionen Mal verkauft und auf Kickstarter werden mit explodierenden Kätzchen Millionen verdient. Kevin mag Gesellschaftsspiele trotzdem nicht. Dummerweise hat er nun selbst eines erfunden. Grund genug, mit Matthias zu klären, wie viel Glück ein gutes Spiel braucht, wo der Jass zwischen «Mensch ärgere dich nicht» und Schach einzuordnen ist, wie lange ein Spieleabend dauern darf und warum ausgerechnet die Digitalisierung den analogen Spielen neues Leben eingehaucht hat.
37 Minuten
War das klug? Ungefähr das halbe Internet – grob geschätzt – basiert auf Werbung und ist somit auf Sand gebaut. Was, wenn alles ins Rutschen kommt? Man könnte den Eindruck erhalten, dass genau das derzeit passiert. Die Werbeausgaben steigen zwar auch 2026 weiter, doch immer mehr Geld landet bei Google, Meta, Amazon und den grossen Plattformen, statt bei den lokalen, regionalen und nationalen Medien, den Blogs und unabhängigen Inhaltsanbietern. Wir diskutieren, was es heisst, wenn dadurch inhaltliche Vielfalt verloren geht und – womöglich – Click- und Ragebait die Oberhand gewinnen. Wir fragen, wohin die Hyperpersonalisierung in der Werbung führen wird. Mutmasslich nämlich zu einem Verlust an Kontrolle und zu massgeschneiderten «Empfehlungen», die kaum mehr als kommerziell erkennbar sind. Und: Was könnten wir tun, um gegenzusteuern? Sollen wir zähneknirschend unseren Werbeblocker abschalten oder hie und da einen bezahlten Newsletter abonnieren?
31 Minuten
Der Auftrag nach unserer 800. Sendung ist klar: Wir brauchen neuen Optimismus und frischen Zukunftsglaube. Darum stellen wir uns die Frage: Welche Technologien stehen in den Startlöchern, die den Lauf der Menschheit in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten in eine neue – nämlich bessere – Richtung lenken könnten? Wir unternehmen diesen Blick in die Zukunft nicht blauäugig. Die KI lehrt uns derzeit, dass selbst eine Technologie mit riesigem Potenzial nicht automatisch zum Nutzen aller eingesetzt wird. Nein, natürlich handeln manche Unternehmen ohne Rücksicht und Verantwortung, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Es gibt Oligarchen, die dank der neuen Möglichkeiten auch ihre politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen durchdrücken wollen. Neue Erfindungen können leicht zu einer Waffe im Kampf der Systeme werden. Und schliesslich müssen Gesellschaften, Arbeitsmärkte und wir alle die Veränderungen verkraften, die der Wandel mit sich bringt. Diesen berechtigten Einwänden zum Trotz bringen wir heute einen Toast auf den Fortschritt aus: auf die Genschere, die KI in der Medizin, die CO₂-Abscheidung als Mittel gegen den Klimawandel, die Fusionsenergie, neue Batterien und Nanobots, die uns von innen reparieren. Und hat jemand Quantencomputer gesagt? Und ja, natürlich ist es völlig unmöglich, all diesen wissenschaftlichen Feldern in einer Sendung gerecht zu werden. Weil uns das völlig bewusst ist, setzen wir noch einen drauf und liefern in den Shownotes nebst vielen Links zu den Themenfeldern auch knapp zwei Dutzend Kurztipps für Bücher, in denen der Fortschritt nicht unkritisch, aber dennoch positiv besprochen wird. PS: Der Titel der heutigen Sendung ist natürlich eine Anspielung an «The Future’s So Bright, I Gotta Wear Shades» von Timbuk 3 von 1986. Und ja, wir wissen um die Ironie in diesem Song.
34 Minuten
Es ist, als würden wir in einem ungekühlten Rechenzentrum vor uns hin schmachten. Die Hitzewelle lässt auch uns Nerds nicht kalt (und ja, Matthias wollte diese Formulierung schon immer mal in diesem Kontext verwenden). Wir sprechen daher über das Wetter und/oder das Klima und darüber, was die digitale Sphäre und die KI damit zu tun haben. Wir geben Hilfestellung, wie man dafür sorgt, dass Handy und Smartphone nicht durchglühen respektive dahinschmelzen, und wir nehmen die Gelegenheit wahr, darzulegen, wie man die technischen Mittel verantwortungsbewusst, d.h. nicht verschwenderisch anwendet.
34 Minuten
Die deutsche Medienbranche streitet derzeit heftig über den KI-Einsatz: Schuld sind Ministerpräsidenten (wie Mario Voigt), die ganze Gastbeiträge mittels KI verfassen lassen, inklusive erfundener Zitate. Auch Journalisten selbst (wie Stephan-Andreas Casdorff vom Berliner «Tagesspiegel») schätzen die Hilfe der KI – zumindest, bis die Sache auffliegt und eine Beurlaubung die Folge ist. Jetzt stehen auf der einen Seite Leute wie Springer-Chef Mathias Döpfner. Er lässt sich von Gemini eine KI-Verteidigungsrede verfassen, in der er meint, wir hätten es hier mit Ghostwriting mit anderen Mitteln zu tun – und man solle sich gefälligst nicht so haben. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die den «Verlust von Seele und Haltung» beklagen und einen Angriff auf die Meinungsbildung vermuten. Diese Debatte ist längst auch in die sozialen Medien geschwappt, wo die kühlen Pragmatiker und KI-Befürworterinnen die Oberhand zu haben scheinen – so zumindest der Eindruck, den die auf Effizienz bedachten Business-Menschen auf Linkedin erwecken. In der Schweiz ist die Medienbranche für einmal weiter: Der Schweizer Presserat hat bereits einen Leitfaden erlassen und die Verleger haben sich zusammen mit der SRG und der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf einen Kodex geeinigt. Ein guter Moment, die aktuelle Debatte zusammenzufassen und selbst Position zu beziehen: Wann finden wir KI-Texte okay – und wo ziehen wir eine rote Linie?
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Radio Stadtfilter spricht Tech – von A wie Apple bis Z wie Zuse

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