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17 Episoden
59 Minuten
Teil 2: Heike Burch erzählt, warum sie keine Abenteurerin ist, wie das Leben im Camper funktioniert und warum Mut für sie nur im Rückblick existiert. Dazu: was ein gutes Leben im Alter ausmacht, ihr 40-Prozent-Spartrick und wie sie sichtbar bleibt.

Zu Gast: Heike Burch – InDesign-Templates & Publishing, MOLIRI

Heike ist in Ostdeutschland aufgewachsen, lernte in der DDR Damenmassschneiderin und wechselte nach dem Mauerfall in die Mediengestaltung. Seit über 30 Jahren ist sie selbstständig, layoutet Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates für Verlage und Agenturen und gibt Seminare. Seit Sommer 2020 ist sie mit ihrem Mann als ortsunabhängig Arbeitende im Camper in Europa unterwegs.

Mehr über Heike Burch findest du hier:

moliri.ch

LinkedIn

Links zur Folge:

Buch «The Good Life»

Harvard-Studie

ZEIT-Artikel zur Studie

Reisetagebuch (Anmeldung nötig)

Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Frag Kundschaft und Arbeitgeber, ob dein Job auch mobil möglich ist, bevor du grosse Pläne machst: Oft geht mehr, als man denkt.

2. Leg von jeder Rechnung rund 40 Prozent direkt aufs Sparkonto, damit Steuern, Umsatzsteuer und AHV bezahlt sind.

3. Erlaub dir Fehler und ändere ruhig deine Meinung: Mut sieht man oft erst im Rückblick.

Worum es in dieser Folge geht:

Heike und ihr Mann merkten schnell, dass Zelten und Wildcampen nicht zu ihnen passen: Sie übernachteten erst in Hotels und Airbnbs, heute leben sie im Camper, der Büro, Küche und Schlafplatz auf wenigen Quadratmetern vereint. Eine Wohnung zu kündigen ist für sie weniger folgenschwer als die Verantwortung für ein Kind, und Mut gibt es für sie vor allem im Rückblick.

Heike beschäftigt sich damit, was ein zufriedenes Leben im Alter ausmacht, und stiess dabei immer wieder auf Beziehungen als wichtigsten Faktor (siehe Links). Beim Aufschreiben der Menschen, die sie gern hat, landeten 80 Prozent in der Schweiz, deshalb haben sie eine barrierefreie Wohnung gekauft. Trotzdem geht es im Januar oder Februar wieder mit dem Camper in den Süden.

Aus sechs Jahren Reisen zieht sie ein Fazit: Die herzlichsten Menschen traf sie im Iran. Ihre Tipps für alle, die ortsunabhängig arbeiten wollen: mit Kundschaft und Arbeitgebern klären, ob der Job mobil geht, Kosten tief halten, Routinen aufbauen und zwei bis drei Monate Reserve haben. Ihr Erfolgsfaktor: Von jeder Rechnung gehen rund 40 Prozent aufs Sparkonto, für Steuern, Umsatzsteuer und AHV.

Beim Thema Sichtbarkeit setzt Heike auf Beziehungen und darauf, erst zu geben und dann zu nehmen: mit einem Podcast in der Publishing-Branche, Vorträgen in einer eigenen User Group und Gratis-Wissen. Der 16-jährigen Heike würde sie raten, weniger auf die Meinung anderer zu geben, und zum Schluss nimmt sie «Mach's eifach» gleich als Lebensmotto mit.

Mehr über uns:

Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft.

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55 Minuten
Heike Burch ist seit über 30 Jahren selbstständig und seit 2020 mit ihrem Mann im Camper unterwegs. Über ihren Weg von der Damenmassschneiderin in der DDR in die Mediengestaltung, warum Lebensqualität ihr Mass für Erfolg ist und wie der Tod eines Kollegen kurz vor der Pensionierung den Anstoss zur grossen Reise gab.

Zu Gast: Heike Burch – InDesign-Templates & Publishing, MOLIRI

Heike ist in Ostdeutschland aufgewachsen, lernte in der DDR Damenmassschneiderin und wechselte nach dem Mauerfall in die Mediengestaltung. Seit über 30 Jahren ist sie selbstständig, layoutet Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates für Verlage und Agenturen und gibt Seminare. Seit Sommer 2020 ist sie mit ihrem Mann als ortsunabhängig Arbeitende im Camper in Europa unterwegs.

Mehr über Heike Burch findest du hier:

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Richte berufliche Entscheidungen an deiner Lebensqualität aus: Wer nur noch Projekte annimmt, die Freude machen, bekommt oft bessere Projekte und bessere Honorare.

2. Beziehungen sind das Wichtigste im Business: Hinterlass keine verbrannte Erde, bleib im Kontakt und trenne Geschäftliches nicht strikt von Privatem.

3. Schieb deine grossen Pläne nicht ewig auf: Der Kollege, der kurz vor der Pensionierung starb, war für Heike der Weckruf, ihre Reise endlich umzusetzen.

Worum es in dieser Folge geht:

Heike wuchs in Ostdeutschland auf und lernte in der DDR Damenmassschneiderin. Nach dem Mauerfall konnte sie noch einmal neu starten und wurde Mediengestalterin. Selbstständig machte sie sich früh: Ihr erster Kunde wollte eine Rechnung, also liess sie sich das vom Steuerberater des Kunden erklären. Eine Anstellung in der Schweiz nach 2011 passte nicht zu ihr. Heute layoutet sie Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates und begleitet Kundschaft bei Softwareumstellungen.

Ihr Lebensmotto heisst Lebensqualität, und jede berufliche Entscheidung muss dazu passen: Heike arbeitet nur noch drei Tage pro Woche und nimmt Projekte an, die ihr Freude machen. Die Projekte sind dadurch besser und pünktlicher bezahlt geworden. Beziehungen sind für sie im Business das Allerwichtigste, ohne Trennung von Privatem und ohne verbrannte Erde. Erfolg bedeutet für sie weniger Geld als gute Entscheidungen und einen Monat, der Lebensqualität gebracht hat.

Geld ist ihr wichtig, weil es Ruhe gibt, und der grösste Luxus ist für sie, keine Termine zu haben. Sie gibt gern Geld für Qualität aus, etwa für Camper, Rechner und ihre Stricknadeln, aber nicht für Status. Im Lotto-Fall würde sie wohl weiterarbeiten und vielleicht eine Stiftung gründen.

Den Anstoss zur grossen Reise gab ein älterer Kollege, der drei Wochen vor der Pensionierung starb, obwohl er von seiner Weltreise geträumt hatte. Heike und ihr Mann planten lange, legten eine Mindestsumme zur Seite, warteten, bis der Sohn die Lehre beendet hatte, und kündigten die Wohnung. Dann kam Corona, und plötzlich war Homeoffice für ihre Kundschaft kein Problem mehr. Sie starteten mit zwei Motorrädern, nach einem Jahr kauften sie den Camper. Ihr Sohn hätte sich mehr Nähe gewünscht, heute würde Heike ihn fragen, ob er mitkommt.

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27 Minuten
Unser Update zur 15. Folge: Die letzten Tage als Housesitter in Biel, Patricks erster Monat als voll Selbstständiger, zwei Treffen von Gleichgesinnten und was uns ab dem 20. Oktober in Thailand erwartet.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Wer immer am gleichen Ort lebt, sieht oft nur das, was ihn ständig umgibt: Wechselnde Orte zeigen, wie schön es auch in anderen Regionen ist.

2. Such dir Gleichgesinnte: Unter Selbstständigen musst du deinen Weg nicht erklären oder rechtfertigen, und aus den Gesprächen nimmst du viele Inputs mit.

3. Selbstständig heisst nicht, immer sofort zu antworten: Gute Arbeit mit Qualität ist mehr wert als eine Antwort innert zwei Minuten, und mit klarer Kommunikation klappt es auch über Zeitzonen hinweg.

Worum es in dieser Folge geht:

Eigentlich war das nächste Update erst für Folge 20 angekündigt, jetzt sind wir schon bei Folge 15, weil bei uns so viel läuft. Neu ist der Plan, alle vier bis fünf Folgen ein Update zu machen. Das hat nichts mit fehlenden Gästen zu tun: Aufnahmen und Interessenten haben wir genug. Aktuell sind wir noch in Biel und blicken auf unser Housesitting zurück: eine ruhige Lage am Stadtrand mit Wald, Vita-Parcours und See, fast immer über 20 Grad und eine pflegeleichte Katze namens Pitschi. Beide würden wieder Housesitting machen, am besten mit Katzen oder kleinen Hunden, bei exotischen Tieren eher nicht.

Für Patrick war es der erste Monat als voll Selbstständiger. Sein Arbeitsrhythmus ist ähnlich geblieben, aber mit deutlich weniger Meetings und mehr Arbeit ohne Unterbruch, dazu fühlt er sich motivierter, weil er für eigene Kundschaft arbeitet. Er fragt sich, warum er das nicht früher gemacht hat. Die Firma bleibt in der Schweiz angemeldet, Steuern und Abgaben ebenfalls, dafür konnten wir die Fixkosten senken und spüren weniger Druck. Wichtig ist uns, lieber gute Arbeit mit Qualität zu liefern, als jede Anfrage innert zwei Minuten zu beantworten, auch über Zeitzonen hinweg.

Ein Highlight war der spontane Ausflug zum Treffen der Digital Nomads Schweiz. Wir kamen mit zwei Rucksäcken, erzählten von unserem Weg und wurden von Anfang an herzlich aufgenommen, ohne uns erklären oder rechtfertigen zu müssen. Spannend waren die Gespräche mit Leuten, die seit 20 oder 30 Jahren ihr eigenes Ding machen, dazu gab es gemeinsames Essen, Lagerfeuer, Grillieren, Musik und Gitarre am Strand. Beim Padel-Business-Treff war die Stimmung dagegen kühler und strukturierter, trotz netter Leute fühlten wir uns eher als Exoten. Trotzdem sind kleine Netzwerk-Events rund um einen Sport ein guter Weg, um Gleichgesinnte zu treffen.

Als Nächstes geht es am 20. Oktober nach Bangkok und weiter nach Phuket, wo wir für einen Monat ein Apartment mit Fitness und Pool in Strandnähe haben. Mirjam hat noch eine Woche, bis ihr letzter Arbeitstag aus der Schweiz ansteht, danach folgen ein paar freie Tage. Wir freuen uns auf Wärme, Meer und gutes Essen, sind aber gespannt, wie das Arbeiten und der Podcast mit dem Internet dort klappen. Das nächste Update kommt voraussichtlich aus Thailand.

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39 Minuten
Teil 2: Nicolas Hämmerli erzählt, warum ein eigenes Softwareprodukt alles andere als passives Einkommen ist, wie er trotz 900 Franken Monatsumsatz drangeblieben ist und warum er die Preise von MILKEE im Dezember bewusst erhöht hat.

Zu Gast: Nicolas Hämmerli – Gründer, MILKEE

Nicolas ist gelernter Informatiker und hat Multimedia Production studiert. Schon während der Ausbildung entwickelte er nebenbei Websites für Kundinnen und Kunden, bis er aus einem eigenen Bedürfnis heraus die Buchhaltungssoftware MILKEE baute. Seit Oktober 2022 führt er MILKEE als GmbH, unterstützt von rund fünf Freelancern.

Mehr über Nicolas Hämmerli und Milkee findest du hier:

milkee.ch

Instagram (MILKEE)

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Verlang faire Preise: Wer sich zu günstig verkauft, kann sein Angebot langfristig nicht tragen. Externe Hilfe beim Pricing kann helfen, weil man selbst oft zu tief drinsteckt.

2. Dranbleiben lohnt sich, wenn das Feedback stimmt: Nicolas machte 2022 wenig Umsatz, machte aber weiter, weil die ersten Nutzerinnen und Nutzer begeistert waren.

3. Komm ins Machen: Starte wenn möglich neben dem Job, sammle erste Erfahrungen und finde so schnell heraus, ob es funktioniert.

Worum es in dieser Folge geht:

Nicolas war nie Vollzeit-Freelancer, sieht aber klare Unterschiede zum Softwareprodukt: Beim Freelancen läuft vieles über Netzwerk und Branding, beim Produkt spricht er eine grössere Zielgruppe an, mit ganz anderem Pricing. Anfangs hielt er ein eigenes Produkt für passives Einkommen, heute nennt er es «sehr aktives Einkommen». Ohne Support und neue Features würden die meisten Kundinnen und Kunden wohl noch ein bis drei Jahre bleiben, danach überholen einen die Funktionen der Konkurrenz.

Die erste Version programmierte er in etwa einer Woche, einen Monat später zahlte die erste Person 9 Franken. 2022 lag der Monatsumsatz noch bei wenigen hundert Franken, trotzdem blieb er dran, weil er positives Feedback bekam und die Distribution für ein lösbares Problem hielt. Ein Vorteil beim Wechsel der Buchhaltungssoftware: Wer einmal zufrieden ist, wechselt selten, ähnlich wie bei World of Warcraft, wo man nach einer Pause den Progress verliert.

Die Zielgruppe wuchs von Selbstständigen auf GmbHs, seit MILKEE auch doppelte Buchhaltung und Lohnbuchhaltung kann. Einen Avatar oder Businessplan hat Nicolas nie erstellt, das Produkt grenzte die Nische mit rund 346'000 potenziellen Kundinnen und Kunden von selbst ein. Beim Marketing setzt er weiter auf Google Ads (etwa Break-even) und viele Empfehlungen, Social Media läuft langsam an, während die Google-Suche wegen KI-Übersichten an Bedeutung verliert.

Im Dezember erhöhte er die Preise auf ein Niveau, das er langfristig tragen kann, statt mit der Konkurrenz in einen Preiskampf zu gehen. Bestehende Kundschaft behält ihren Preis, die Conversion-Rate wurde eher besser. Das mittlere von drei Paketen bringt den meisten Umsatz, Jahresabos sind 15 bis 16 Prozent günstiger. Sein Rat zum Schluss: einfach ins Machen kommen und wenn möglich neben dem Job starten.

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45 Minuten
Nicolas Hämmerli baute sich während des Studiums eine eigene Buchhaltungssoftware, weil er selbst keine passende fand, heute nutzen sie hunderte Selbstständige und kleine Firmen. Über seine Kindheit mit Minecraft-Servern, warum ihm die Angst vor Ideenklau fremd ist und wie aus einem persönlichen Bedürfnis das Buchhaltungstool MILKEE wurde.

Zu Gast: Nicolas Hämmerli – Gründer, MILKEE

Nicolas ist gelernter Informatiker und hat Multimedia Production studiert. Schon während der Ausbildung entwickelte er nebenbei Websites für Kundinnen und Kunden, bis er aus einem eigenen Bedürfnis heraus die Buchhaltungssoftware MILKEE baute. Seit Oktober 2022 führt er MILKEE als GmbH, unterstützt von rund fünf Freelancern.

Mehr über Nicolas Hämmerli und MILKEE findest du hier:

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Software ist selten der schwierige Teil: Die eigentliche Challenge bei einem eigenen Produkt liegt in der Distribution und im Vertrieb, nicht in der Technik.

2. Ein gutes Produkt entsteht oft aus dem eigenen Bedürfnis heraus: Bau dir zuerst, was du selbst brauchst, dann findest du meist auch andere, die dasselbe Problem haben.

3. Die Angst, dass jemand deine Idee klaut, ist meistens übertrieben: Die meisten Geschäftsideen gibt es in irgendeiner Form schon, entscheidend ist, wer sie wirklich umsetzt.

Worum es in dieser Folge geht:

Nicolas interessierte sich schon als Kind fürs Programmieren: Mit elf Jahren baute er eigene Minecraft-Server auf und stellte erste Webseiten ins Netz, was ihn in bezahlte Website-Aufträge rutschen liess, zuerst für seine Lehrerin, dann für weitere Kundinnen und Kunden während Lehre und Studium. Vorgelebt hat ihm die Selbstständigkeit sein Vater, der schon lange eine eigene Firma führt.

Aus diesen Nebenjobs entstand das Bedürfnis hinter MILKEE: Seine eigene Buchhaltung führte er in Excel und Word, bis er daraus herauswuchs. Weil er am Markt nichts Einfaches fand, programmierte er Ende 2021 ein eigenes Tool, stellte es als Landingpage online und schaltete Google Ads, um das Interesse zu testen. Im Februar 2022 zahlte die erste Person 9 Franken pro Monat, im Oktober 2022 gründete er die MILKEE GmbH. Der Name stammt von der Milchbüchlein-Rechnung, der einfachen Einnahmen-Ausgaben-Buchhaltung, mit der das Tool startete.

Software war für ihn nie der schwierige Teil, die eigentliche Herausforderung liegt in Distribution und Vertrieb. Neue Funktionen entwickelt er mit Unterstützung von Claude Code, testet aber weiterhin jede Änderung manuell, weil ihm Qualitätssicherung zu wichtig ist, um sie vollständig an KI abzugeben. Die Infrastruktur hält er simpel: MILKEE läuft auf einem einzigen Server bei einem Schweizer Hoster, die Kerndaten bleiben in der Schweiz.

Die Hauptfunktionen sind Buchhaltung, Rechnungsstellung und Zeiterfassung, ergänzt um Offerten- und Kontaktverwaltung. Entwickelt wird grösstenteils von Nicolas selbst, unterstützt von rund fünf Freelancern für Support, Design und die sicherheitskritische Bankenanbindung.

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Mirjam und Patrick bauen mit Tech Ninjas Weblösungen und KI-gestützte Automatisierungen für Schweizer KMU, z.B. automatische Erstantworten oder intelligente Lead-Vorqualifizierung.

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53 Minuten
Isabel Kohler startete als virtuelle Assistentin und hat sich zur Branding- und Social-Media-Spezialistin für Selbstständige und KMU entwickelt. Über ihren Umweg via Flugbegleiterin, den Absprung aus einem belastenden Job dank einer Online-Challenge und warum bei ihr immer die Strategie vor der Kreativität kommt.

Zu Gast: Isabel Kohler – Gründerin, VAISA

Isabel ist gelernte Kauffrau, war ein Jahr lang Flugbegleiterin und bildete sich zur Direktionsassistentin weiter, bevor sie über eine virtuelle-Assistenz-Challenge den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Heute führt sie mit VAISA in Thun ein Branding- und Social-Media-Business für Selbstständige und KMU.

Isabel und vaisa findest du hier:

vaisa.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Bau dir ein Netzwerk aus anderen Selbstständigen auf, nicht nur zur Kundengewinnung, sondern als Support: Austausch mit Leuten in einer ähnlichen Situation ist Gold wert.

2. Starte unperfekt: Du brauchst am Anfang keine perfekte Webseite, keinen fertigen Businessplan und keinen Newsletter, sondern nur das, was gerade wirklich wichtig ist.

3. Strategie kommt vor Kreativität: Ohne ein klares Bild von Zielgruppe und Positionierung sieht am Ende alles gleich aus, egal wie viel KI oder wie viele Tools du einsetzt.

Worum es in dieser Folge geht:

Isabel machte zunächst eine KV-Lehre und arbeitete im Reisebüro, bevor sie sich kurz vor Corona ein Jahr lang als Flugbegleiterin versuchte. Das Reisen begeisterte sie, doch Zeitverschiebung, Schlafmangel und der Lifestyle passten langfristig nicht zu ihr. Über eine Weiterbildung zur Direktionsassistentin stiess sie im Moneypenny-Magazin auf den Begriff virtuelle Assistenz, mitten in einem belastenden Job mit viel Überstunden und internen Konflikten in der Geschäftsleitung. Den letzten Anstoss gab eine kostenlose fünftägige Online-Challenge einer bekannten VA-Influencerin.

Ihre ersten Kundinnen fand sie über ihr Netzwerk, den Verein Virtuelle Assistenz Schweiz und eine ehemalige Arbeitskollegin, die ihr einen Kontakt am Inselspital Bern vermittelte. Anfangs machte sie vor allem Backoffice- und Social-Media-Arbeit, rein remote, inklusive fünf Wochen als digitale Nomadin in Griechenland. Mit der Zeit merkte sie aber, dass ihr die persönliche, lokale Zusammenarbeit mit Kundinnen mehr liegt als reine Remote-Arbeit von überall.

Vor rund zwei Jahren machte sie eine halbjährige Online-Ausbildung in Grafikdesign mit Vertiefung Branding und Layout und verlagerte ihren Fokus komplett von Backoffice zu Branding und Social Media. Ihr Prozess beginnt immer mit Strategie: Fragebogen, Strategiegespräch, Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, dann Moodboards, erst danach das eigentliche Design. Für professionelle Markenarbeit nutzt sie Illustrator, für die Zusammenarbeit mit Kundinnen Canva. KI setzt sie für Inspiration und Bildgenerierung ein, ist aber überzeugt, dass der persönliche Strategieprozess dadurch nicht ersetzt wird, ohne den sehen am Ende alle Marken gleich aus.

Ihr wichtigster Rat: sich mit anderen Selbstständigen vernetzen, nicht nur für die Kundengewinnung, sondern als Support. Und: unperfekt starten, keine perfekte Webseite oder fertiger Businessplan nötig, sondern Schritt für Schritt das angehen, was gerade wirklich wichtig ist. Nach ihren Erfahrungen mit Überlastung im Angestelltenverhältnis ist ihr eine gute Work-Life-Balance heute besonders wichtig, mit klarer Struktur im Alltag, aber auch der Freiheit, spontan mal einen Vormittag freizunehmen.

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32 Minuten
Teil 2: Nadia Leuenberger räumt mit Ernährungsmythen wie dem Protein-Hype und nüchternem Training auf, gibt ihren wichtigsten praktischen Ernährungstipp und teilt, was angehenden Selbstständigen wirklich weiterhilft, von Netzwerken bis zu kostenlosen Beratungsangeboten.

Zu Gast: Nadia Leuenberger – Ernährungsberaterin & Geschäftsführerin, Peak Nutrition

Nadia ist Ernährungsberaterin und Ernährungswissenschaftlerin (MSc BFH), unterrichtet nebenbei an der Berner Fachhochschule und ist Geschäftsführerin von Peak Nutrition, einer auf Sporternährung spezialisierten Praxis im Medical Center Wankdorf in Bern. Sie war selbst lange Turnier-Tennis- und Beach-Tennis-Spielerin.

Mehr über Nadia und Peak Nutrition:

peaknutrition.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Grössere Netzwerke bringen mehr Know-how: Sprich mit anderen über deine Pläne, such dir Mentorinnen und Mentoren und nutze kostenlose Angebote wie die Gründerberatung von be-advanced in Bern.

2. Gib deinem Team so viel Flexibilität wie möglich, solange die Absprachen stimmen: Nadias Team arbeitet remote und vor Ort, ganz danach, was für Kundschaft und Team am besten funktioniert.

3. Trau nicht jedem Ernährungstrend: Viele Hypes wie High-Protein-Produkte sind vor allem gutes Marketing, mit drei ausgewogenen Mahlzeiten pro Tag deckst du die Basis schon ab.

Worum es in dieser Folge geht:

Peak Nutrition arbeitet aus zwei fixen Büros im Medical Center Wankdorf, kombiniert mit viel Remote-Arbeit: Viele Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz und dem Ausland werden online betreut. Dem Team lässt Nadia bewusst Freiheit, wie und wo sie arbeiten, solange die nötigen Absprachen funktionieren.

Beim Protein-Hype ordnet Nadia ein: Die meisten High-Protein-Produkte sind vor allem gutes Marketing der Lebensmittelindustrie, viele Menschen decken ihren Proteinbedarf längst über normale Lebensmittel wie Quark, Magerquark oder Käse. Auch beim Trend zum nüchternen Training rät sie zur Vorsicht, kurzfristig mag es funktionieren, langfristig sieht sie in ihrer Beratungspraxis eher Nachteile.

Ihr wichtigster praktischer Tipp bleibt bewusst einfach: drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag mit den Komponenten Protein, Gemüse und Kohlenhydrate, dazu rund 25 Gramm Eiweiss pro Mahlzeit. Das deckt schon einen grossen Teil ab, auch ein Shake mit Quark, Banane und Haferflocken zählt dabei mit.

Zum Schluss gibt sie ihre wichtigsten Tipps für alle, die den Schritt in die Selbstständigkeit erwägen: sich unbedingt mit anderen austauschen, sich Mentorinnen und Mentoren suchen und kostenlose kantonale Angebote wie die Gründerberatung von be-advanced in Bern nutzen. Je grösser das eigene Netzwerk, desto mehr Know-how lässt sich mitnehmen.

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32 Minuten
Zur zehnten Folge geben wir ein persönliches Update: Wohnungsauflösung, Patricks Kündigung, Housesitting in Biel und was wir aus den ersten zehn Podcast-Folgen gelernt haben.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Fang bei grossen Veränderungen früh genug an: Bei unserer Wohnungsauflösung kam viel mehr zusammen, als wir gedacht hätten.

2. Wenn du bei etwas ein schlechtes Bauchgefühl hast, es nicht zu tun, ist das oft das Zeichen, es trotzdem anzugehen, auch ohne 100 % Sicherheit.

3. Learning by doing: Es muss nicht von Anfang an perfekt sein, einfach starten und unterwegs besser werden.

Worum es in dieser Folge geht:

Die letzten Wochen waren intensiv: Wir mussten unsere Wohnung aufgeben, veranstalteten einen Wohnungsflohmarkt (mit durchzogenem Erfolg, es kamen nur zwei Käufer trotz Flyern), wurden den Rest über Strassenverkauf, Ricardo und das Brockenhaus los und verbrachten danach eine Woche im Airbnb.

Beruflich ist Patrick seit dem 1. September offiziell arbeitslos, ganz bewusst, um sich zu 100 % unserem Business zu widmen. Mirjam ist weiterhin 100 % angestellt, hat aber ausgehandelt, ab November und Dezember zu 50 % remote aus dem Ausland zu arbeiten. Unsere Firma läuft aktuell als Einzelfirma auf Patrick, weil Mirjam noch angestellt ist, dazu kommen neue Themen wie Mehrwertsteuer, AHV, Versicherungen und die Frage nach einer Adresse ohne festen Schweizer Wohnsitz.

Auf der Business-Seite hatten wir ein professionelles Foto- und Videoshooting fürs Web und Social Media, dazu erste bezahlte Werbung zur Kundengewinnung. Ziemlich symbolisch: Unser bisher grösster Auftrag kam ausgerechnet am ersten Tag ohne Festanstellung herein.

Beim Rückblick auf die ersten zehn Folgen ziehen wir ein positives Fazit: mehrheitlich begeistertes Feedback, von Folge zu Folge steigende Hörerzahlen und viele spannende Begegnungen mit Gästen. Als Learnings nennen wir den Wert von unvorbereiteten, authentischen Fragen statt Skript, Anfängerfehler beim Schnitt (die Software schnitt anfangs versehentlich Pausen und Betonungen weg) und den Wunsch, künftig mehr weibliche Gäste einzuladen.

Aktuell sind wir für fünf Wochen Housesitter in Biel und hüten eine Katze namens Pitschi. Danach geht unsere Reise ohne festen Plan weiter, vermutlich Richtung Asien. Die nächste Jubiläumsfolge ist für Folge 20 angekündigt.

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40 Minuten
Teil 1: Nadia Leuenberger ist Ernährungsberaterin und Mitgründerin von Peak Nutrition, einer Sporternährungsfirma im Wankdorf Bern. Über ihre Tenniskarriere, einen schweren Unfall mit 16, den Weg in die Ernährungsberatung und die Achterbahn der ersten Unternehmensjahre.

Zu Gast: Nadia Leuenberger – Ernährungsberaterin & Geschäftsführerin, Peak Nutrition

Nadia ist Ernährungsberaterin und Ernährungswissenschaftlerin (MSc BFH), unterrichtet nebenbei an der Berner Fachhochschule und ist Geschäftsführerin von Peak Nutrition, einer auf Sporternährung spezialisierten Praxis im Medical Center Wankdorf in Bern. Sie war selbst lange Turnier-Tennis- und Beach-Tennis-Spielerin.

Mehr über Nadia und Peak Nutrition:

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Eine Selbstständigkeit ist eine Achterbahn mit Looping, nicht nur ein stetiger Aufstieg: Rechne von Anfang an mit Zweifeln und Ängsten, nicht nur mit Erfolgsmomenten.

2. Ein finanzielles Sicherheitsnetz macht den Sprung leichter: Nadia behielt bewusst ihre Festanstellung, während sie die Firma nebenbei aufbaute.

3. Bei einer 50/50-Partnerschaft ist tägliche, ehrliche Kommunikation entscheidend, ihr müsst euch praktisch jeden Tag einigen können.

Worum es in dieser Folge geht:

Nadia spielte ihr Leben lang Tennis und ärgerte sich an Turnieren im Ausland jeweils über einseitige Verpflegung vor den Matches. Ein Referat einer Ernährungsberaterin am Zukunftstag in der Schule überzeugte sie schliesslich, selbst diesen Weg einzuschlagen. Parallel dazu spielte sie mit ihrer Schwester jahrelang sehr erfolgreich Beach-Tennis, bis in Schweizer-Meisterschafts-Finals.

Mit 16 erlitt sie einen schweren Unfall und war zeitweise auf den Rollstuhl angewiesen, die Ärzte konnten ihr nicht sagen, ob und wann sich das wieder ändern würde. Die Reha-Zeit, kurz vor einem geplanten Umzug in die USA fürs Tennis, prägte sie enorm: Sie erkannte, dass sie anderen Menschen helfen wollte, und sie beschreibt sich seither als „hoffnungslose Optimistin”.

Nach dem Bachelor und einer Masterarbeit zu personalisierter Ernährung im Spitzensport, die sie mit rund 50 Athletinnen und Athleten durchführte, gründete sie neben ihrer Festanstellung zunächst eine Einzelfirma für Beratungen. 2023 gründete sie zusammen mit einer guten Freundin und ehemaligen Arbeitskollegin die Peak Nutrition GmbH, mit Standort im neuen Medical Center Wankdorf.

Die ersten Jahre beschreibt sie als „Achterbahn mit Looping”: Sie behielt bewusst ihre Festanstellung als Sicherheitsnetz, während die Firma nebenbei wuchs. Bei einer 50/50-Beteiligung mussten sie und ihre Partnerin sich täglich abstimmen, eine intensive, aber wichtige Zusammenarbeit. Im April 2026 stieg ihre Geschäftspartnerin aus, um sich auf ihre Familie zu konzentrieren, ein grosser, aber nachvollziehbarer Verlust, seither trifft Nadia die strategischen Entscheidungen allein.

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40 Minuten
Abiran Kanagalingam verwandelt mit seinem Startup GRIIT Strava-, Garmin- und Komoot-Routen in 3D-Wandreliefs, physische Erinnerungsstücke für Marathon-Finishes, Trailruns und Velotouren. Über die Idee aus einer Marathon-Vorbereitung trotz Verletzung, den Aufbau einer eigenen 3D-Software neben dem Studium und warum Ideen wertlos sind, wenn man sie nicht umsetzt.

Zu Gast: Abiran Kanagalingam – Gründer, GRIIT

Abiran gründete schon während des Gymnasiums eine eigene Nachhilfe-Firma. Nach einer Marathon-Vorbereitung trotz ärztlichem Rat kam ihm die Idee zu GRIIT: physische 3D-Wandreliefs aus echten Strava-, Garmin- oder Komoot-Routendaten. Zusammen mit einem befreundeten Informatik-Studenten entwickelte er dafür eine eigene 3D-Modellierungssoftware und baut GRIIT heute neben seinem Studium in Bern auf.

Abiran und Griit findest du hier:

griit.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Ideen sind wertlos, solange du sie nicht umsetzt: Fast jede Idee hatte schon irgendjemand anders, entscheidend ist nur, wer sie wirklich angeht.

2. Teste günstig statt perfekt zu planen: Ein einfacher Test mit ein paar hundert Franken Werbebudget zeigt schneller, ob echtes Interesse besteht, als monatelanges Ausarbeiten im Kopf.

3. Hab keine Angst, dass dir jemand deine Idee klaut: Die meisten Leute haben weder die Zeit noch den Antrieb, sie umzusetzen, sprich offen mit den richtigen Personen und hol dir ehrliches Feedback.

Worum es in dieser Folge geht:

Abiran bereitete sich trotz einer Verletzung und ärztlichem Rat auf einen Marathon vor. Der entscheidende Gedanke kam ihm dabei: Eine solche Leistung verschwindet am Ende einfach in einer Trainings-App auf dem Handy, statt sichtbar zu bleiben. Daraus entstand die Idee zu GRIIT: die eigene Route als greifbares 3D-Relief für die Wand statt als Screenshot im Feed.

Unternehmerisch war er kein Neuling: Schon während des Gymnasiums baute er eine eigene Nachhilfe-Firma auf, später folgte ein früher, gescheiterter Versuch mit einer Nachhilfe-Vermittlungsplattform. Diese Rückschläge prägen bis heute seine Überzeugung, dass eine Idee für sich allein nichts wert ist, sie zählt erst, wenn man sie tatsächlich umsetzt.

Technisch basiert GRIIT auf dem GPX-Export aus Strava, Garmin oder Komoot. Zusammen mit einem befreundeten Informatik-Studenten als Co-Founder baute Abiran dafür eine eigene 3D-Modellierungssoftware, mit der Terrain, Strassen und Gebäude entlang der Route gestaltet und anschliessend als Relief gedruckt werden, ein Druckvorgang von rund drei bis vier Stunden, nach anfänglichen Fehldrucken wegen ungenauer Kalibrierung.

Nach rund fünf Wochen intensivem internem Aufbau, von der Software bis zur Buchhaltung, verlagert sich der Fokus nun auf Marketing: organisch über Instagram und LinkedIn, bewusst ohne TikTok. Reliefs an Schweizer Sportpersönlichkeiten wie Peter Bolliger brachten erste Reichweite, langfristig denkt Abiran auch an andere Sportarten wie Triathlon oder eine Zusammenarbeit mit grossen Eventmarken wie Ironman.

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1 Stunde 8 Minuten
Teil 2: Nach dem Verkauf seiner Firma machte Reto Wallimann seine grösste Leidenschaft zum Beruf, als Bike-Guide und Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung. Über den Sprung vom Hobby zum Business, warum 70 bis 90 % im Spitzensport mental entschieden wird und sein Lebensmotto: im schlimmsten Fall wird's eine Erfahrung.

Zu Gast: Reto Wallimann – Bike- & Mental-Coach, mental-bike-trainer.ch

Reto lebt mit seiner Frau Luzia in Sachseln, mitten im geografischen Zentrum der Schweiz. Er baute eine Reinigungsfirma auf über 100 Angestellte auf und verkaufte sie 2022, bevor er seine Leidenschaft fürs Biken zum Beruf machte: heute ist er Swiss-Cycling-Guide und diplomierter Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung.

mental-bike-trainer.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Dein Marketing ist deine Arbeit: Reto hat kaum Werbung geschaltet, seine Kundschaft kam fast ausschliesslich über Mundpropaganda und Empfehlungen.

2. Sei nicht der Chef, der alles besser kann: fördere Leute, die etwas gut können, statt alles selbst kontrollieren zu wollen.

3. Lebe im Hier und Jetzt: 95 % dessen, wovor wir uns fürchten, tritt nie ein. Investier deine Energie lieber in den nächsten kleinen Schritt als in Sorgen über die Zukunft.

Worum es in dieser Folge geht:

Während eines zweimonatigen Sabbaticals mit seiner Frau in den Niederlanden 2023 wurde Reto klar: Was wäre, wenn er seine grösste Leidenschaft, das Biken, zum Beruf machen würde? Kaum zurück in der Schweiz, meldete er sich für die erste Ausbildung zum Swiss Cycling Guide an.

Heute gibt er Fahrtechnik-Kurse für Mountainbike, Gravel und Rennvelo, von Kindern bis zu 75-Jährigen, und führt jedes Jahr Gruppenreisen nach Südafrika. Parallel dazu bildete er sich über mehrere Jahre zum Mentaltrainer, diplomierten Sportmentaltrainer und schliesslich Hypnose-Therapeuten weiter.

Aktuell macht er die eidgenössische Berufsprüfung zum Mountainbike-Lehrer und eine weitere Ausbildung zum diplomierten Mental-Coach. Seine Kundschaft: rund 50 % Sport, 30 % privat, 20 % Business, meist über Mundpropaganda statt über Werbung.

Neustes Projekt: Zusammen mit zwei Kollegen hat er kürzlich einen Bike-Shop in Sarnen übernommen und sitzt dort im Verwaltungsrat. Sein Erfolgsrezept bleibt dasselbe: im schlimmsten Fall wird es eine Erfahrung.

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44 Minuten
Teil 1: Reto Wallimann übernahm mit 27 eine kleine Reinigungsfirma neben seinem Job, baute sie zu einem 100-Personen-Betrieb aus und verkaufte sie 2022 an einen Mitarbeiter. Über den Weg dahin, eine persönliche Krise, eine dreiwöchige Solo-Wanderung durch die Schweizer Alpen und warum er nie ein ängstlicher Mensch war.

Zu Gast: Reto Wallimann – Bike- & Mental-Coach, mental-bike-trainer.ch

Reto lebt mit seiner Frau Luzia in Sachseln, mitten im geografischen Zentrum der Schweiz. Er baute eine Reinigungsfirma auf über 100 Angestellte auf und verkaufte sie 2022, bevor er seine Leidenschaft fürs Biken zum Beruf machte: heute ist er Swiss-Cycling-Guide und diplomierter Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung.

Mehr über Reto:

mental-bike-trainer.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Wenn dir die Verantwortung über den Kopf wächst, nimm dir bewusst Zeit für dich, auch wenn das eine radikale Auszeit wie eine dreiwöchige Solo-Wanderung bedeutet.

2. Gib Menschen, denen du vertraust, echte Verantwortung: Reto hat sein Wachstum vor allem dadurch geschafft, dass er gute Leute gefördert statt kontrolliert hat.

3. Eine gute Übergabe braucht Vorbereitung, nicht Perfektion: Reto und sein Nachfolger waren sich in den ersten Minuten einig, weil die Übergabe langfristig vorbereitet war.

Worum es in dieser Folge geht:

Reto machte 1990 eine Lehre als Bauspengler und später eine Handelsschule, weil er merkte, dass er nicht sein Leben lang aufs Dach wollte. 2009 wechselte er als Projektleiter ins Büro, bei der Kooperation Altnau für ein Holzheizwerk.

2011 übernahm er die Reinigungsfirma Gschaffig AG, ursprünglich als 50-Prozent-Nebenjob gedacht, nach wenigen Monaten stieg er zu 100 % ein. Die Firma wuchs auf rund 100 Angestellte, mit Gebäudereinigung und -unterhalt für Architekten und Liegenschaften.

2019 geriet er durch die Verantwortung für so viele Mitarbeitende in eine persönliche Krise. Nach vier Hypnosesitzungen entschied er sich für die Via Alpina, eine dreiwöchige Solo-Wanderung quer durch die Schweizer Alpen im Juli 2020, ganz ohne Musik oder Podcasts, nur um sich selbst zuzuhören.

Am 1. März 2022 verkaufte er die Firma an einen langjährigen Mitarbeiter und arbeitete bis Ende 2022 noch zu 80 % für die Übergabe. Persönlich erzählt er offen von einem Schicksalsschlag aus seiner Kindheit: Als Baby verlor er durch einen Tumor sein linkes Auge, was ihn zu dem extrem positiven Menschen gemacht hat, der er heute ist.

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1 Stunde 28 Minuten
Michael Rohrer war jahrelang Schreiner, Chauffeur und Fitnesstrainer, bevor er sich als Athletiktrainer für Schwinger, Ringer und Judokas selbstständig machte. Über den Schwingsport, den schrittweisen Sprung in die Vollzeit-Selbstständigkeit und warum man nie auf die perfekte Sicherheit warten sollte.

Zu Gast: Michael Rohrer – Athletiktrainer, Limitless Athletes

Michael ist in einem Bergdorf in Obwalden aufgewachsen und schwingt seit seinem zehnten Lebensjahr. Nach Lehren als Schreiner und einer Zeit als Chauffeur liess er sich zum Fitnesstrainer ausbilden und machte sich schrittweise selbstständig. Heute betreut er als Athletiktrainer Schwinger, Ringer und Judokas.

Mehr über Michael:

limitless-athletes.ch

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Warte nicht auf 100 % Sicherheit, sie wird nie kommen. Irgendwann musst du den Schritt einfach wagen.

2. Nutze dein direktes Netzwerk: Michaels erste Kundschaften kamen über Instagram und persönliche Kontakte, nicht über bezahlte Werbung.

3. Hol dir Unterstützung, wo sie Sinn ergibt: Michael liess seine Videos von einem befreundeten Werbefachmann produzieren, statt alles allein zu stemmen.

Worum es in dieser Folge geht:

Michael ist in einem kleinen Bergdorf in Obwalden aufgewachsen und schwingt seit seinem zehnten Lebensjahr, nachdem er den Eidgenössischen Schwingertag im Fernsehen gesehen hatte. Als Jungschwinger war er lange erfolglos, bis ihn der neue Partner seiner Mutter fürs Training begeisterte und er mit 16 seinen ersten Kranz gewann.

Beruflich absolvierte er zunächst eine Schreinerlehre, arbeitete danach als Chauffeur und liess sich parallel zum Fitnesstrainer ausbilden. Im April 2025 wagte er den Sprung zu 20 % Selbstständigkeit neben einer 80-Prozent-Anstellung im Fitnessstudio.

Über Instagram-Videos, die er zusammen mit einem befreundeten Werbefachmann produzierte, kamen die ersten Kundschaften, darunter Schwinger aus seinem eigenen Klub. Seit Juni 2025 ist er zu 100 % selbstständig als Athletiktrainer für Schwinger, Ringer und Judokas tätig.

Sein Ziel: ein eigener Standort mit mehreren angestellten Trainern in der Zentralschweiz, und sportlich ein Kranz am Eidgenössischen Schwingfest 2028. Sein wichtigster Rat an alle, die mit der Selbstständigkeit liebäugeln: nicht auf 100 % Sicherheit warten, die kommt sowieso nie.

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1 Stunde 17 Minuten
Stefan hat mit 19 seine erste Firma gegründet und über zehn Jahre lang Webseiten und digitale Projekte umgesetzt. Aus einer Digitalagentur mit über 60 Mitarbeitenden heraus hat er sein Interesse an Führung und Menschen entdeckt und sich mit einem CAS in Leadership an der Hochschule Luzern weitergebildet. Heute begleitet er als Coach Menschen und Führungskräfte dabei, ihre eigene Energie und Klarheit zu finden.

Mehr über Stefan:

Website: https://stefanamport.ch

Instagram: https://www.instagram.com/stefanamport/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefan-amport/

Die wichtigsten Erkenntnisse von Stefan Amport

Folge deiner eigenen Energie und Freude statt zu fragen, was der Markt gerade will, und probier es einfach aus.Weniger ist mehr: Je stärker Stefan sich spezialisiert und Angebote weggelassen hat, desto mehr Umsatz hat er gemacht.Gib dir bewusst Raum und Pausen im Alltag, ohne freie Zeit entsteht nichts Neues.

Worum es in dieser Folge geht

Stefan wollte eigentlich Informatiker werden, schaffte aber die Aufnahmeprüfung nicht und landete stattdessen in einer KV-Lehre. Dort entdeckte ein Ausbildner sein technisches Flair und liess ihn schon während der Lehre an der Website des Betriebs mitbauen, der Startpunkt für alles, was folgte.

Mit 19 gründete er seine erste eigene Firma, zuerst mit Webseiten in Joomla und HTML, ohne grosses Studium, einfach ausprobiert. Zehn Jahre lang baute er sein Business auf eigene Faust auf, bis ihn das ständige Alleinarbeiten gesundheitlich einholte: Erschöpfung, Angstzustände, der Punkt, an dem er merkte, dass ihm der menschliche Austausch fehlte.

Aus dieser Erfahrung heraus schloss er sich mit einer Werbeagentur zusammen und baute eine Digitalagentur auf, die von 5 auf über 60 Mitarbeitende wuchs. Dort entdeckte er, dass ihn Führung und Menschen mehr interessierten als Technik, ein CAS in Leadership an der Hochschule Luzern brachte ihn schliesslich zum Coaching.

Heute ist Coaching sein Hauptfokus, ergänzt durch technische Projekte, Fitness-Kurse und, ganz nebenbei, eine Leidenschaft fürs Kaffeerösten. Sein Rat für alle, die mit der Selbstständigkeit liebäugeln: nicht fragen, was der Markt will, sondern der eigenen Energie und Freude folgen und es einfach ausprobieren.
57 Minuten
Vom Koch über die Gastronomie und Sicherheitsbranche bis zum eigenen Unternehmen: Christian Rüegg hat in seinem Berufsleben schon viele verschiedene Wege eingeschlagen.

In dieser Folge erzählt Chrigu der Gründer von StaySafe, weshalb er seit 2019 vollständig auf die Selbstständigkeit setzt, wie er seine ersten Kunden gewonnen hat und warum persönliche Empfehlungen für ihn bis heute wichtiger sind als Likes und Kommentare.

Wir sprechen darüber, weshalb man sich gerade am Anfang nicht unter Wert verkaufen sollte, warum Authentizität wichtiger ist, als jedem Trend zu folgen, und weshalb Selbstständige rausgehen, Fragen stellen und mit Menschen sprechen müssen.

Ausserdem erzählt Christian, warum gute Führung an der Basis beginnt, weshalb Praxis oft mehr wert ist als reine Theorie und wieso zu jeder guten Geschäftsidee auch ein Plan B gehört.

Eine ehrliche Folge über Mut, Unternehmertum, Verantwortung und den Wert echter Beziehungen.

Mehr über Christian und StaySafe:

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