Teil 2: Heike Burch erzählt, warum sie keine Abenteurerin ist,
wie das Leben im Camper funktioniert und warum Mut für sie nur im
Rückblick existiert. Dazu: was ein gutes Leben im Alter ausmacht,
ihr 40-Prozent-Spartrick und wie sie sichtbar bleibt.
Zu Gast: Heike Burch – InDesign-Templates &
Publishing, MOLIRI
Heike ist in Ostdeutschland aufgewachsen, lernte in der DDR
Damenmassschneiderin und wechselte nach dem Mauerfall in die
Mediengestaltung. Seit über 30 Jahren ist sie selbstständig,
layoutet Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates für
Verlage und Agenturen und gibt Seminare. Seit Sommer 2020 ist sie
mit ihrem Mann als ortsunabhängig Arbeitende im Camper in Europa
unterwegs.
Mehr über Heike Burch findest du hier:
moliri.ch
LinkedIn
Links zur Folge:
Buch «The Good Life»
Harvard-Studie
ZEIT-Artikel zur Studie
Reisetagebuch (Anmeldung nötig)
Die wichtigsten Erkenntnisse:
1. Frag Kundschaft und Arbeitgeber, ob dein Job auch mobil
möglich ist, bevor du grosse Pläne machst: Oft geht mehr, als man
denkt.
2. Leg von jeder Rechnung rund 40 Prozent direkt aufs Sparkonto,
damit Steuern, Umsatzsteuer und AHV bezahlt sind.
3. Erlaub dir Fehler und ändere ruhig deine Meinung: Mut sieht
man oft erst im Rückblick.
Worum es in dieser Folge geht:
Heike und ihr Mann merkten schnell, dass Zelten und Wildcampen
nicht zu ihnen passen: Sie übernachteten erst in Hotels und
Airbnbs, heute leben sie im Camper, der Büro, Küche und
Schlafplatz auf wenigen Quadratmetern vereint. Eine Wohnung zu
kündigen ist für sie weniger folgenschwer als die Verantwortung
für ein Kind, und Mut gibt es für sie vor allem im Rückblick.
Heike beschäftigt sich damit, was ein zufriedenes Leben im Alter
ausmacht, und stiess dabei immer wieder auf Beziehungen als
wichtigsten Faktor (siehe Links). Beim Aufschreiben der Menschen,
die sie gern hat, landeten 80 Prozent in der Schweiz, deshalb
haben sie eine barrierefreie Wohnung gekauft. Trotzdem geht es im
Januar oder Februar wieder mit dem Camper in den Süden.
Aus sechs Jahren Reisen zieht sie ein Fazit: Die herzlichsten
Menschen traf sie im Iran. Ihre Tipps für alle, die
ortsunabhängig arbeiten wollen: mit Kundschaft und Arbeitgebern
klären, ob der Job mobil geht, Kosten tief halten, Routinen
aufbauen und zwei bis drei Monate Reserve haben. Ihr
Erfolgsfaktor: Von jeder Rechnung gehen rund 40 Prozent aufs
Sparkonto, für Steuern, Umsatzsteuer und AHV.
Beim Thema Sichtbarkeit setzt Heike auf Beziehungen und darauf,
erst zu geben und dann zu nehmen: mit einem Podcast in der
Publishing-Branche, Vorträgen in einer eigenen User Group und
Gratis-Wissen. Der 16-jährigen Heike würde sie raten, weniger auf
die Meinung anderer zu geben, und zum Schluss nimmt sie «Mach's
eifach» gleich als Lebensmotto mit.
Mehr über uns:
Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei
digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln
Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein,
wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft.
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