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Episoden
07.06.2026
1 Stunde 10 Minuten
Über vier Stunden spricht Benjamin Berndt in seinem Podcast ungeskriptet ohne kritische Nachfragen mit dem Faschisten Björn Höcke. Der Podcast geht viral - Geschichtsrevisionismus, völkische Ideologie und Demokratiefeindlichkeit erreichen ohne jede Einordnung ein Millionenpublikum. In dieser Episode analysieren Silvio Duwe und Andrea Röpke, wie Björn Höckes Propaganda im Podcast von Benjamin Berndt funktioniert. Außerdem geht es um die Frage, wie anschlussfähig die Ideologie von Höcke und Co in weite Teile der Gesellschaft ist und was der ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin, der Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann und die Band Frei.Wild damit zu tun haben. Zudem geht es um Frauenfeindlichkeit in Benjamin Berndts Podcast und die Frage, warum Antifeminismus und die völkische Rechte so gut zusammen passen. Zum Schluss blicken beide auf den Umgang der Medien mit dem Höcke-Podcast und die Funke-Chefredakteurin Melanie Amann, die sich zum Start ihres eigenen Podcasts damit brüstet, nun auch etwas mit Faschisten und Verschwörungstheoretikern gemein zu haben.
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Über diesen Podcast
Hallo und herzlich willkommen bei der Grenze des Sagbaren. Jeden
Tag können wir in großen Medien und auf Social Media-Plattformen
Menschen dabei zusehen und zuhören, wie sie darüber jammern, dass
sie eigentlich nichts mehr sagen dürfen. Und selbstverständlich
sprechen sie das, was angeblich nicht gesagt werden kann, munter
und ohne Angst vor ernsthaften Konsequenzen immer wieder aus. Nicht
wenige derer, die von sich behaupten nichts mehr sagen dürfen,
haben eigene Podcasts, Kolumnen oder Fernsehsendungen oder sind
regelmäßig in solchen zu Gast. Und fast immer verbirgt sich hinter
den angeblich tabuisierten Aussagen Rassismus, Antisemitismus,
Frauen- oder Queerfeindlichkeit. Und das angebliche Sprechverbot
ist tatsächlich Widerspruch und zivilgesellschaftlicher Protest
gegen derartige Menschenfeindlichkeit. Gleichzeitig werden
Menschen, die versuchen, dem immer offener auftretenden rechten
Zeitgeist entgegenzutreten eingeschüchtert und bedroht.
Zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Bildungsträger,
aber auch Künstler*Innen, Schriftsteller*Innen und sogar
Buchhandlungen geraten, ganz im Sinne rechter Demokratiefeinde,
unter Generalverdacht, verlieren ihre Finanzierung, werden
öffentlich an den Pranger gestellt und müssen um Räume für ihre
Arbeit oder für Auftritte fürchten. In diesem Podcast möchte ich
mich kritisch mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung
beschäftigen, in der Unsägliches immer sagbarer wird, während ein
konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte sowie
gegen Faschismus in all seinen Erscheinungsformen immer mehr unter
Generalverdacht gerät. Grenze des Sagbaren wird produziert von
Playout Media UG. Redaktion: Silvio Duwe Grafik: Jacob Queißner Die
Grenze des Sagbaren finanziell unterstützen:
ko-fi.com/grenzedessagbaren
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