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36 Minuten
Am Sonntag wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Laut der jüngsten Umfrage vom ZDF steht die völkische und antidemokratische AfD dort bei 40 Prozent. Ihre Gesinnung zeigt die Partei offen: auf ihren Wahlveranstaltungen umgibt sie sich mit rechten YouTubern, die unabhängige Journalist*Innen einschüchtern und angreifen. Einige der Landtagskandidaten der AfD waren in mittlerweile verbotenen völkischen Organisationen wie der Artgemeinschaft oder der Heimattreuen Deutschen Jugend aktiv – oder sind es möglicherweise bis heute. Bei zweien fanden deshalb erst vor wenigen Tagen Hausdurchsuchungen statt. Antifaschistische Treffpunkte und Kulturorte hat die AfD zum Feind erklärt. Bei einem Wahlsieg der Blauen wären diese akut bedroht.

Robert Fietzke leitet einen dieser bedrohten Orte: die Zora in Halberstadt. Mit ihm habe ich über die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt und seinen Blick auf die Landtagsahlen gesprochen. Außerdem habe ich ihn gefragt, wie er auf die Debatte um Danger Dans neuen Song „Keine Angst“ blickt und was all das über die Grenzen des Sagbaren aussagt.
43 Minuten
Während Union, AfD und das rechte Vorfeld antifaschistische Künstler*Innen und Kulturorte angreifen, entscheidet sich das ZDF ganz ohne Druck von außen einen Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der Anstalt abzusagen. Die offizielle Begründung: der Song "Keine Angst" könne "als Aufruf zu Gewalt" verstanden werden.

In dieser Folge spreche ich mit dem Musikwissenschaftler Dr. Torsten Hindrichs, dem Leiter des soziokulturellen Zentrums Zora in Halberstadt, Robert Fietzke und der linken Medientrainerin Emily Laquer über vorauseilenden Gehorsam beim ZDF und anderswo, die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr und die Strategien, die Danger Dan in "Keine Angst" besingt.
1 Stunde 25 Minuten
Fast 30 Jahre lang war das Café Taktlos ein antifaschistischer Kulturort in Glauchau. Doch damit ist jetzt Schluss, zumindest vorerst. Denn in Glauchau sind rechtsterroristische Sticker aufgetaucht, die das Taktlos bedrohen. Die Diakonie Westsachsen hat dem Taktlos-Team daraufhin die Raumnutzung untersagt.

Im Podcast sprechen die Aktivist*Innen hinter dem Taktlos über ihre Lage und die Geschichte ihres Treffpunkts.
1 Stunde 10 Minuten
Über vier Stunden spricht Benjamin Berndt in seinem Podcast ungeskriptet ohne kritische Nachfragen mit dem Faschisten Björn Höcke. Der Podcast geht viral - Geschichtsrevisionismus, völkische Ideologie und Demokratiefeindlichkeit erreichen ohne jede Einordnung ein Millionenpublikum.

In dieser Episode analysieren Silvio Duwe und Andrea Röpke, wie Björn Höckes Propaganda im Podcast von Benjamin Berndt funktioniert. Außerdem geht es um die Frage, wie anschlussfähig die Ideologie von Höcke und Co in weite Teile der Gesellschaft ist und was der ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin, der Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann und die Band Frei.Wild damit zu tun haben. Zudem geht es um Frauenfeindlichkeit in Benjamin Berndts Podcast und die Frage, warum Antifeminismus und die völkische Rechte so gut zusammen passen. Zum Schluss blicken beide auf den Umgang der Medien mit dem Höcke-Podcast und die Funke-Chefredakteurin Melanie Amann, die sich zum Start ihres eigenen Podcasts damit brüstet, nun auch etwas mit Faschisten und Verschwörungstheoretikern gemein zu haben.
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Über diesen Podcast

Hallo und herzlich willkommen bei der Grenze des Sagbaren. Jeden Tag können wir in großen Medien und auf Social Media-Plattformen Menschen dabei zusehen und zuhören, wie sie darüber jammern, dass sie eigentlich nichts mehr sagen dürfen. Und selbstverständlich sprechen sie das, was angeblich nicht gesagt werden kann, munter und ohne Angst vor ernsthaften Konsequenzen immer wieder aus. Nicht wenige derer, die von sich behaupten nichts mehr sagen dürfen, haben eigene Podcasts, Kolumnen oder Fernsehsendungen oder sind regelmäßig in solchen zu Gast. Und fast immer verbirgt sich hinter den angeblich tabuisierten Aussagen Rassismus, Antisemitismus, Frauen- oder Queerfeindlichkeit. Und das angebliche Sprechverbot ist tatsächlich Widerspruch und zivilgesellschaftlicher Protest gegen derartige Menschenfeindlichkeit. Gleichzeitig werden Menschen, die versuchen, dem immer offener auftretenden rechten Zeitgeist entgegenzutreten eingeschüchtert und bedroht. Zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Bildungsträger, aber auch Künstler*Innen, Schriftsteller*Innen und sogar Buchhandlungen geraten, ganz im Sinne rechter Demokratiefeinde, unter Generalverdacht, verlieren ihre Finanzierung, werden öffentlich an den Pranger gestellt und müssen um Räume für ihre Arbeit oder für Auftritte fürchten. In diesem Podcast möchte ich mich kritisch mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigen, in der Unsägliches immer sagbarer wird, während ein konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Faschismus in all seinen Erscheinungsformen immer mehr unter Generalverdacht gerät. Grenze des Sagbaren wird produziert von Playout Media UG. Redaktion: Silvio Duwe Grafik: Jacob Queißner Die Grenze des Sagbaren finanziell unterstützen: ko-fi.com/grenzedessagbaren
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„Grenze des Sagbaren“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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