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Episoden

28 Minuten
In dieser Podcastepisode geht es um den Gebrauch des Genderns in der Praxis und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die zwischen dem Deutschen und anderen Sprachen hinsichtlich der damit einhergehenden Strategien und Praktiken bestehen. Mit dem Begriff 'Gendern' beschreiben wir dabei den Gebrauch sprachlicher Formen, die zum Ziel haben, Personen unterschiedlicher Geschlechter in der Sprache sichtbar zu machen. Genauso wie im deutschen Sprachraum existieren diesbezüglich auch in anderen Sprachräumen auf ähnliche Art und Weise geführte Diskussionen bezüglich der Möglichkeiten, auf ein solches Ziel hinzuarbeiten. Es handelt sich demensprechend keineswegs um ein rein deutsches Phänomen. Konkret haben wir uns dabei – neben dem Deutschen – mit dem Italienischen, Spanischen und Französischen beschäftigt und konnten bezüglich des Genderns im Französischen der Sprachwissenschaftlerin Dr. Aline Siegenthaler, die sich im Rahmen ihrer Forschung unter anderem mit gendersensibler Sprache und dem Französischen als Fremdsprache beschäftigt, in dieser Episode einige Fragen stellen.
38 Minuten
Wir fragen uns in dieser Folge: Kann Sprache gleichzeitig korrekt, barrierefrei und gendergerecht sein? Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns zunächst kurz an, welche Formen des Genderns es gibt, und sprechen dann über den Rat der deutschen Rechtschreibung. Gesprächsgast in der Episode ist Henning Lobin, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim und selbst Mitglied im Rechtschreibrat. Wir konzentrieren uns auf die Frage, ob Gendern mit Sonderzeichen überhaupt orthographisch korrekt ist und für wen ein Verbot, wie es teilweise diskutiert wird und in einigen Bundesländern schon umgesetzt wurde, gelten würde. Außerdem beschäftigen wir uns damit, wie gut gegenderte Texte für verschiedene Menschen verständlich sind, indem wir eine Studie von der Universität Graz und capito zusammenfassen.

Spoiler: Wir beantworten die Frage mit einem JA, gendergerechte Sprache ist vereinbar mit der deutschen Rechtschreibung und auch mit dem Ziel der Barrierefreiheit. Wenn ihr wissen wollt warum, hört gerne rein!
16 Minuten
Warum gibt es so viele vermeintlich humoristische Äußerungen über Frauen? Wie funktioniert diese Art von Humor eigentlich? In dieser Episode setzen wir uns mit antifeministischem Humor auseinander. Zunächst erklären wir, was Humor ist und wie humoristische Effekte entstehen. Anschließend betrachten wir Witze über Frauen, die häufig auf vermeintliche Stereotype zurückgreifen.

Mittels antifeministischen Humors können politische und ideologische Einstellungen quasi als „Witz“ präsentiert werden. Häufig geht es dabei um Statusverlust und die Verschiebung klassischer Rollenbilder. Wird die Kritik daran als „Witz“ präsentiert, dann war „alles ja nur ein Spaß“.
1 Stunde 9 Minuten
In Deutschland ist geschlechtergerechte Sprache ein politisches Thema geworden, mit dem sich nicht nur politische Parteien, sondern auch sogenannte Sprachvereine auseinandersetzen. Das Ziel dieser Vereine besteht unter anderem in der Pflege und Förderung der deutschen Sprache. Einige Sprachvereine – beispielsweise der ‚Verein Deutsche Sprache‘– setzen sich gegen einen vermeintlichen Verfall des Deutschen ein. Eine Zeit lang betraf dies vor allem Anglizismen, inzwischen geht es vor allem um die angeblich negativen Auswirkungen der „Gendersprache“.

Im Interview spricht Dr. Falco Pfalzgraf über die Geschichte und Hintergründe der wichtigsten Sprachvereine und erläutert, weshalb der Widerstand gegen das Gendern mit dem Kampf gegen Anglizismen einhergeht. Damit beleuchtet diese Episode einen wichtigen Akteur im öffentlichen Antigender-Diskurs.
31 Minuten
In dieser Folge geht es um die Frage, wie gegenderte Sprachformen mentale Repräsentationen beeinflussen. Nach einer Einführung in verschiedene Formen des Genderns und deren Unterschiede in gesprochener und geschriebener Sprache werden zentrale Studien zur Wirkung gendersensibler Sprache vorgestellt. Im Fokus steht dabei insbesondere die Studie „Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden“, die untersucht, wie unterschiedliche Genderformen verarbeitet werden und welche Vorstellungen sie bei Erwachsenen und Heranwachsenden auslösen. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache unterschiedliche Personengruppen stärker in die mentale Repräsentation einbezieht, ohne die Verständlichkeit wesentlich zu beeinträchtigen.
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Über diesen Podcast

Was haben Sprache und Gender miteinander zu tun? Worum geht es beim Gendern? In unserem Podcast greifen wir diese Fragen aus wissenschaftlicher Sicht auf. Der Podcast ist im Wintersemester 2025/2026 im Rahmen eines interdisziplinären Lehrprojekts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden und wurde von der Bürgeruniversität der HHU unterstützt. https://spracheundgendern.phil.hhu.de/
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„Sprache & Gender(n)“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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