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27 Minuten
Wer seit 2011 brutto 120.000 Euro im Jahr verdient, kann sich davon heute nur noch kaufen, was damals rund 85.000 Euro kostete — eine Gehaltskürzung, die auf keiner Abrechnung steht. In Folge 29 erklären Tobias Gabriel und Joshua Pauls, woher das Zwei-Prozent-Ziel stammt, was die Teuerung antreibt und warum 2002 bei amtlich 1,4 Prozent Inflation ganz Deutschland vom „Teuro" sprach. Zum Schluss: wie sich Anleihen, Aktien und Rohstoffe in acht Inflationsphasen seit 1926 verhalten haben.

Mit dabei: ein Fernsehinterview aus Neuseeland, die Tafel Schokolade, die schrumpft, während der Preis bleibt, und der Vorschlag, den eigenen Warenkorb zu beobachten. Vorab drei Meldungen: Frankreichs Zinsaufschlag, die Refinanzierungswelle der DAX-Konzerne und die KI-Korrektur, die jetzt die Geldgeber trifft.

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24 Minuten
Die Telekom war 1996 die „Volksaktie" — rund 1,9 Millionen Privatanleger zeichneten sie zu 28,50 Mark. Am 9. Oktober 2026 verlor sie an einem Tag rund acht Prozent, weil SpaceX in den USA Frequenzen kauft und zum Mobilfunk-Konkurrenten werden könnte. In Folge 28 zeigen Michael Arpe und Joshua Pauls, warum das kein Zufall ist: Von rund 119 Milliarden Euro Umsatz kamen 2025 nur rund 26 Milliarden aus Deutschland, rund zwei Drittel des Gewinns entstehen in Amerika.

Mit dabei: Michael Arpes Erinnerungen an die Jahre von 1996 bis 2002, das Bild vom Burggraben, der schon an Wert verliert, wenn ein Boot in Sicht kommt, und eine einfache Übung — die Umsatzaufteilung der eigenen Unternehmen nachzuschlagen. Dazu: KI-Aktien und das „Casino", die Bundesanleihe und die US-Inflation.

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29 Minuten
Deutschland ist ein Land der Grundbücher, kein Land der Depots: Mehr als die Hälfte des Vermögens steckt in Immobilien, nur knapp die Hälfte der Menschen besitzt die eigene Wohnung — der niedrigste Wert in Europa. In Folge 27 verbinden Tobias Gabriel und Joshua Pauls das mit den Anleihemärkten: Bund bei 3,6 Prozent (höchster Stand seit 2009), Frankreich bei 4,9 Prozent, Griechenland inzwischen günstiger als Frankreich. Der Risikoaufschlag misst Vertrauen, nicht Schulden. Und rund 400 Milliarden Euro werden jedes Jahr vererbt — meist als Haus, das der Zins gerade schwerer verkäuflich macht.

Mit dabei: warum der Euro fällt, obwohl die Zinsen steigen, der Unterschied zwischen Median- und Durchschnittsvermögen (100.000 gegen 325.000 Euro) und was von einer Bundesanleihe nach 3,3 Prozent Inflation real bleibt — rund 0,3 Prozent.

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32 Minuten
Die zehnjährige US-Anleihe rentiert über fünf Prozent, so hoch wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht, die dreißigjährige bei 5,57 Prozent. Trotzdem hält der Konsum: Der reale Konsum legte zuletzt um 3,2 Prozent zu. Tobias Gabriel und Joshua Pauls erklären, warum und wer gerade wirklich die Macht am Anleihemarkt hat.

Der Schlüssel ist eine Generation: Die Babyboomer besitzen 97,4 Billionen Dollar, mehr als die Hälfte des US-Haushaltsvermögens. Sie leben aus dem Vermögen statt aus dem Gehalt, und für sie sind hohe Zinsen eher Einkommen als Bremse. Was das für Streuung, Entnahme und den Vermögensübergang bedeutet — ruhig und ohne Fachchinesisch eingeordnet, mit einem Blick nach Japan als Vorlauf.

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19 Minuten
Warum fällt eine Währung, wenn die Notenbank die Zinsen erhöht? Und was hat das mit Anleihen in Deutschland zu tun?

Japans Notenbank hat am 19. September auf 1,25 Prozent erhöht, so hoch wie zuletzt 1995, und der Yen gab nach. Tobias Gabriel und Joshua Pauls erklären den Yen-Carry-Trade in vier Schritten: Geld in Japan zum Nulltarif leihen, in Dollar tauschen, US-Staatsanleihen kaufen, die Spanne kassieren. Seit 2012 lief dieses Geschäft, jetzt löst es sich auf. Die Rendite japanischer Zehnjähriger ist seit Jahresbeginn um 93 Basispunkte gestiegen, der größte Sprung weltweit; ausländische Anleger kauften in zwölf Monaten US-Aktien für 942 Milliarden Dollar, US-Staatsanleihen nur für 263 Milliarden.

Mit dabei: der 5. August 2024, als der Nikkei an einem Tag 12,4 Prozent verlor und Tage später alles wieder stand. Das Bild vom geliehenen Geld, das nach Hause will. Und der Gedanke, warum ein Anleger ohne Kredit an solchen Tagen nichts tun muss, während ein Hedgefonds verkaufen muss.

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Über diesen Podcast

Wie blickt ein professioneller Vermögensverwalter auf die aktuelle Weltlage? Welche Nachrichten sind entscheidende Signale für die langfristige Strategie und was ist lediglich teures „Marktrauschen“? In diesem Podcast laden wir Sie zu einem direkten Schulterblick in unsere tägliche Arbeit ein. Wir nehmen Sie mit hinter die Kulissen der HAC Vermögensverwaltung und zeigen Ihnen, wie wir den Markt durch die Linse des HAC Navigators bewerten. Unsere Mission: Klarheit durch FilterungTäglich prasseln tausende Informationen auf Anleger ein. Unser Ziel ist es, diese Informationsflut radikal zu sieben. Wir analysieren das aktuelle Marktgeschehen entlang dreier klarer Pfeiler: Das Narrativ: Welche Geschichten (KI, Inflation, Geopolitik) treiben die Kurse – und wo entsteht gerade eine gefährliche Herdenmentalität? Die Daten (MMFC): Wir gleichen die Schlagzeilen mit den harten Fakten ab. Was sagen Makroökonomie, Markttechnik und Fundamentaldaten wirklich aus? Die Psychologie: Wir identifizieren die typischen Denkfallen, die Anleger in Stressphasen zu Fehlern verleiten. Was Sie erwartet:Ein Dialogformat, das Kompetenz mit Verständlichkeit paart. Wir bieten Ihnen regelmäßige Markteinschätzungen, die nicht bei der Schlagzeile stehen bleiben, sondern die tieferen Zusammenhänge erklären. Wir sind ehrlich, wenn die Lage unklar ist, und konsequent, wenn unsere Daten ein klares Signal geben. Dieser Podcast ist für Menschen, die ihr Vermögen nicht dem Zufall oder kurzfristigen Trends überlassen wollen, sondern einen systematischen, hanseatischen Prozess schätzen. Finden Sie die Ruhe, die durch ein klares System entsteht. Investieren Sie nicht nach Bauchgefühl – investieren Sie mit Plan. Abonnieren Sie den Navigator und lernen Sie, die wichtigen Signale von den unrelevanten Geräuschen zu unterscheiden.
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