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20 Minuten
Dein Hund schaut dich an – aber erkennt er in deinem Gesicht wirklich deine Stimmung?

Hunde und Menschen können Gefühle anhand von Gesichtsausdrücken unterscheiden, doch sie achten dabei auf unterschiedliche Merkmale. Zwei wissenschaftliche Studien aus den Jahren 2016 und 2026 zeigen, dass Hunde besonders auf Augen und Nase achten, während Menschen den Mund stärker betrachten.

Besonders spannend: Hunde betrachten bedrohliche Gesichter anderer Hunde besonders aufmerksam, während sie wütende Menschengesichter eher meiden.

In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, warum dein Hund manchmal wegschaut, welche Rolle Augen und Mund bei der Wahrnehmung von Emotionen spielen und weshalb wir Hundemimik häufig falsch interpretieren.

Außerdem bekommst du wieder fünf konkrete Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag besser verstehen, Missverständnisse vermeiden und eure Kommunikation verbessern kannst.

Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen:

Somppi, S., et al. (2016). Dogs Evaluate Threatening Facial Expressions by Their Biological Validity – Evidence from Gazing Patterns. https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0143047

Törnqvist, H., et al. (2026). Species-dependent Gazing Behavior of Emotional Facial Expressions in Dogs (Canis familiaris) and Adult Humans (Homo sapiens). Journal of Comparative Psychology, 140(3), 223–235. https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fcom0000433

 Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne

Musik: Ian-Marius Ibiss
18 Minuten
Deine Katze pinkelt plötzlich außerhalb ihrer Toilette, geht ständig aufs Katzenklo oder hat immer wieder Probleme mit der Blase? Dahinter kann eine feline idiopathische Cystitis (FIC) stecken – eine schmerzhafte Erkrankung, bei der Stress eine wichtige Rolle spielt.

In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, warum Katzen Stress häufig unauffällig zeigen und wie ihr Nervensystem die Gesundheit der Harnblase beeinflussen kann.

Du lernst, weshalb Konflikte zwischen Katzen, ungünstig platzierte Katzentoiletten, fehlende Rückzugsorte und unvorhersehbare Veränderungen zu einer Belastung werden können.

Außerdem erkläre ich dir, warum Katzen besonders auf sichere Ressourcen, vertraute Abläufe und selbstbestimmte Entscheidungen angewiesen sind.

Du bekommst fünf konkrete Tipps, mit denen du Stressfaktoren im Alltag erkennen und die Lebensbedingungen deiner Katze verbessern kannst.

Wichtig: Veränderungen beim Urinabsatz müssen immer tierärztlich abgeklärt werden.

Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen:

Buffington et al. (2006): Clinical evaluation of multimodal environmental modification (MEMO) in the management of cats with idiopathic cystitis

Ellis et al. (2013): AAFP and ISFM feline environmental needs guidelines

He et al. (2022): Prevalence, Risk Factors, Pathophysiology, Potential Biomarkers and Management of Feline Idiopathic Cystitis: An Update Review

Taylor et al. (2025): 2025 iCatCare consensus guidlines on the diagnosis and management of lower urinary tract diseases in cats

Hinweis zur wissenschaftlichen Einordnung: Die Folge behandelt die FIC bewusst als multifaktorielle Erkrankung. Die beschriebenen Umweltmaßnahmen können die Behandlung unterstützen, ersetzen aber weder Diagnostik noch Schmerztherapie. Die konkreten Empfehlungen zum Toilettenmanagement und zur Beschäftigung unterstützen ie Behandlung.

Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne

Musik: Ian-Marius Ibiss
14 Minuten
In dieser Folge von Fell & Fakten geht es um die Frage, ob Hunde einen Sinn für Fairness besitzen – oder wissenschaftlich genauer: ob sie auf Ungleichbehandlung reagieren. Studien zeigen, dass Hunde eine Aufgabe früher verweigern und mehr Stresssignale zeigen können, wenn ein anderer Hund für dieselbe Leistung belohnt wird, während sie selbst leer ausgehen. Besonders spannend: Auch Wölfe reagieren auf ungleiche Belohnungen, was dafür spricht, dass diese Fähigkeit nicht erst durch die Domestikation des Hundes entstanden ist. In der Folge erfährst du, was Inequity Aversion bedeutet, warum sozialer Vergleich für Hunde relevant sein kann und welche Rolle Kooperation dabei möglicherweise spielt. Außerdem erkläre ich, warum „fair“ im Alltag nicht automatisch bedeutet, zwei Hunde immer exakt gleich zu behandeln. Du bekommst fünf konkrete Empfehlungen für Training, Belohnungen und das Zusammenleben mit mehreren Hunden. Wenn du jemanden kennst, der mit mehreren Hunden lebt oder trainiert, teile diese Folge gerne mit ihm – vielleicht verändert sie deren Blick auf die nächste gemeinsame Trainingssituation.

Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen:

Range et al., 2009: The absence of reward induces inequity aversion in dogs

Essler et al., 2017: Domestication does not explain the presence of inequity aversion in dogs

Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne

Musik: Ian-Marius Ibiss
22 Minuten
Kann deine Katze am Geruch erkennen, welche andere Katze vor ihr an einem Ort gewesen ist – und sich sogar Monate später noch daran erinnern? Eine neue Studie zeigt, dass Katzen Informationen im Uringeruch unterscheiden können und dass die Vertrautheit mit einem bereits wahrgenommenen Uringeruch über Monate erhalten bleiben kann. Die Studie zeigt, dass verzweigtkettige Fettsäuren im Urin stabile, individuell unterschiedliche Profile bilden und Katzen Unterschiede zwischen diesen Profilen wahrnehmen können. Die enstscheidende Rolle spielen dabei verzweigtkettige Fettsäuren, sogenannte Branched-Chain Fatty Acids (BFA), deren Zusammensetzung sich zwischen Katzen unterscheidet, innerhalb eines Individuums aber vergleichsweise stabil bleibt. Selbst nach 24 Stunden bei 25 °C bleiben diese individuellen BFA-Profile stabil. Überraschend ist auch ihr Ursprung: die verzweigtkettige Fettsäuren befinden sich in Lipidtröpfchen der Nierenrinde und könnten wie ein Speicher dazu beitragen, eine stabile chemische Signatur aufrechtzuerhalten. In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, was diese besondere geruchliche Wahrnehmung für Mehrkatzenhaushalte, Tierarztbesuche, Vergesellschaftungen und den Umgang mit Urinmarkieren bedeutet. Und du bekommst fünf konkrete Tipps, wie du die geruchliche Welt deiner Katze im Alltag stärker berücksichtigen kannst. Wenn du jemanden kennst, der Katzen hält, teile diese Folge gerne – denn für unsere Katzen steckt in einem Geruch möglicherweise viel mehr Information, als wir Menschen ahnen.

Diese Folge basiert auf dieser Veröffentlichung:

Ichizawa et al. (2026): Signatures of branched-chain fatty acids derived from a kidney reservoir confer stable chemical individuality on domestic cats

Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne

Musik: Ian-Marius Ibiss
28 Minuten
Verhält sich dein Hund anders, sobald jemand zuschaut? In dieser Folge von Fell & Fakten geht es um den sogenannten Audience Effect (Zuschauer-Effekt) und darum, wie stark die Anwesenheit eines Menschen oder eines anderen Hundes das Ausdrucksverhalten beeinflussen kann. Die Studie von Pedretti et al. (2022) zeigte, dass Hunde bei Frustration unter anderem häufiger Naselecken, Blinzeln, bestimmte Ohrenstellungen, Schwanzwedeln und Fiepen zeigten, wenn ein aufmerksamer Mensch anwesend war. Die Studie von 2024 erweiterte diese Frage und zeigte, dass Hunde gegenüber einem anderen Hund noch einmal anders reagierten als gegenüber einem Menschen – unter anderem mit mehr Lippenlecken, Hecheln, Fiepen und stärkerem Distanzhalten. Besonders spannend: Nicht jedes vermeintliche „Stresssignal“ lässt sich ausschließlich durch Stress erklären, denn einige Verhaltensweisen wurden vor allem dann gezeigt, wenn überhaupt ein sozialer Partner anwesend war. Für den Alltag bedeutet das: Einzelne Signale wie Wedeln, Naselecken oder Wegschauen sollten nie isoliert interpretiert werden. Entscheidend sind immer Situation, Körpersprache und die Frage, wer gerade anwesend ist und wohin dessen Aufmerksamkeit gerichtet ist. Diese Folge hilft dir dabei, die feinen Signale deines Hundes differenzierter zu lesen und vorschnelle Deutungen zu vermeiden.

Wenn du jemanden kennst, der Hundeverhalten gern besser verstehen möchte, teile diese Folge gerne und schick sie an andere Hundehalterinnen und Hundehalter, für die diese Erkenntnisse hilfreich sein könnten.

Die Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen:

1)    Pedretti et al., 2022: Audience effect on domestic dogs’ behavioural displays and facial expressions

2)    Pedretti et al., 2024: Intra and interspecific audience effect on domestic dogs' behavioural displays and facial expressions

Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne

Musik: Ian-Marius Ibiss
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Über diesen Podcast

Herzlich Willkommen zum Podcast „Fell & Fakten“ – dort, wo Wissenschaft auf Schnurren und Schwanzwedeln trifft. Ich bin Franziska Kuhne und möchte mit euch in diesem Podcast eintauchen in die spannendsten Erkenntnisse rund um Hunde und Katzen. Ob es um Fragen zur Kommunikation zwischen Mensch und Tier geht, um Emotionen, faszinierende Verhaltensweisen, Gesundheit oder Ernährung – hier bekommst du fundierte Informationen verständlich erklärt. Mach es dir gemütlich, schnapp dir deine Fellnase, und lass uns gemeinsam entdecken, was die Wissenschaft über Hunde und Katzen wirklich weiß.
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„Fell & Fakten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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