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Episoden

35 Minuten
„Bei mir stellt sie sich absichtlich so an. Aber wenn Besuch kommt, geht es plötzlich!“

Kommt dir das bekannt vor? Du erinnerst ans Essen, legst die Kleidung bereit und versuchst zum dritten Mal, zum Duschen zu motivieren. Trotzdem passiert nichts. Doch kaum klingelt die Nachbarin, wird gelacht und geplaudert. Und du stehst daneben und denkst: Warum klappt es bei anderen – und bei mir nicht?

Solche Momente können wehtun. Sie machen wütend, hilflos und manchmal auch misstrauisch: Ist das wirklich die Demenz? Ist es Sturheit? Oder macht sie das, um mich zu provozieren?

Über diese Gedanken sprechen viele Angehörige nur ungern. Dabei kennen sie so viele.

In dieser Folge schauen Christine, klinische Psychologin und Gerontopsychologin, und Bettina genauer hin: Warum kann jemand einen Löffel halten und trotzdem nicht selbstständig essen? Weshalb gelingt ein lebhaftes Gespräch, während Anziehen, Duschen oder Medikamente zum täglichen Kampf werden? Und wie kann es sein, dass ein Mensch überzeugt ist, allein zurechtzukommen, obwohl du jeden Tag erlebst, wie viel Unterstützung er braucht?

Wir erklären verständlich, was hinter diesen scheinbaren Widersprüchen steckt. Du erfährst, warum „Du musst doch nur …“ häufig nicht weiterhilft, weshalb Druck Widerstand verstärken kann und wie du Unterstützung so gestalten kannst, dass sie leichter angenommen wird.

Mit Fallbeispielen aus der Praxis, einer Zuschrift aus unserer Community und einer gemeinsam durchgespielten Morgenroutine machen wir das Thema greifbar. Du bekommst konkrete Sätze und Anregungen für deinen Alltag – auch für Momente, in denen Körperpflege abgelehnt wird, das Essen stehen bleibt oder immer wieder der Wunsch kommt: „Ich muss nach Hause.“

Und wir sprechen darüber, warum nicht jede Veränderung automatisch zur Demenz gehört.

Wenn du schon einmal gedacht hast: „Er könnte doch, wenn er nur wollte“, ist diese Folge für dich. Vielleicht erkennst du deinen Alltag wieder. Vielleicht wird ein Verhalten verständlicher, das dich bisher verletzt hat. Und vielleicht entsteht dadurch wieder mehr Verbindung.

Hör dir die Folge an und folge „Damals wie heute“ auf Spotify, damit du keine neue Episode verpasst.

Welche Situation kennst du selbst? Schreib uns deine Fragen und Erfahrungen. Sie helfen uns, die Themen aufzugreifen, die Angehörige wirklich beschäftigen.

Wenn dir die Folge hilft, freuen wir uns über deine Bewertung auf Spotify. Teile sie auch mit deiner Familie, mit Freunden oder mit jemandem, der gerade einen Menschen mit Demenz begleitet. Manchmal kann eine Folge helfen, einander besser zu verstehen.

Mehr Beiträge und Anregungen findest du auf unserem Blog unter damalswieheute.com. Entdecke auch Auguste und bleib mit uns auf Instagram und Facebook in Verbindung. Folge uns dort, diskutiere mit und teile Beiträge, die auch anderen helfen könnten.

Du bist mit deinen Fragen und Gefühlen nicht allein.

Vergiss dich nicht.
25 Minuten
„Ich kann keinen Schritt mehr alleine machen.“

„Kaum stehe ich auf, steht er auch auf.“

„Selbst ins Bad kommt sie mir hinterher.“

Viele Angehörige kennen genau dieses Gefühl. Und irgendwann wird aus Nähe Enge. Aus Fürsorge Erschöpfung. Vielleicht entsteht sogar der Gedanke: „Warum verfolgt er mich ständig?“

Doch was für Angehörige wie permanentes Hinterhergehen erlebt wird, hat bei einer Demenzerkrankung häufig eine ganz andere Bedeutung.

Der betroffene Mensch verliert zunehmend Orientierung und innere Sicherheit. Räume werden fremder, Abläufe unverständlich, Zeit lässt sich schwer einordnen. Und dann bleibt manchmal vor allem eines: der vertraute Mensch.

Du wirst zum Orientierungspunkt.

Zur Sicherheit.

Zum vertrauten Gesicht in einer Welt, die immer weniger vorhersehbar wird.

Das bedeutet nicht, dass Angehörige diese Nähe immer aushalten müssen. Im Gegenteil: Dauernde Präsenz kann enorm belastend sein. Deshalb sprechen wir in dieser Folge auch darüber, warum dieses Verhalten entsteht, wie Angehörige Grenzen setzen können und wie kleine Momente von Abstand wieder möglich werden können – ohne Schuldgefühle.

In der neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über ein Verhalten, das sehr viele Familien kennen und über das trotzdem viel zu selten gesprochen wird.

Denn manchmal bedeutet:

„Geh nicht weg.“

eigentlich:

„Ich weiß gerade nicht, wie ich ohne dich sicher sein soll.“

Mehr Wissen, Hintergrund und praktische Impulse findest du auch in unserem Blog unter www.damalswieheute.com, sowie auf Facebook und Instagram unter: Vergiss Dich nicht.

Denn auch Angehörige brauchen Raum, Sicherheit und Momente nur für sich.
38 Minuten
„Ich will doch nur helfen.“

Und trotzdem wird die Hand weggeschoben. Die Tür wird zugeschlagen. Ein sonst vertrauter Mensch wird laut, wehrt sich oder beginnt zu weinen.

Körperpflege gehört zu den intimsten Bereichen unseres Lebens. Wenn ein Mensch mit Demenz beim Waschen, Duschen, Zähneputzen, Anziehen oder beim Toilettengang Unterstützung benötigt, kann das für alle Beteiligten sehr emotional werden. Was für Angehörige oder Pflegepersonen notwendige Hilfe ist, kann sich für den betroffenen Menschen wie ein Übergriff, eine Beschämung oder sogar wie eine Bedrohung anfühlen.

Für Angehörige bleiben danach oft Hilflosigkeit, Erschöpfung und Schuldgefühle zurück:

Warum lässt sie sich von mir nicht helfen?

Warum reagiert er gerade bei mir so heftig?

Was mache ich falsch?

Und wie soll ich das jeden Tag aufs Neue schaffen?

Auch professionell Pflegende geraten unter Druck: wenig Zeit, notwendige Abläufe und gleichzeitig der Wunsch, die Würde und Selbstbestimmung des Menschen zu bewahren. Wenn Körperpflege zum Kampf wird, verlieren am Ende oft beide Seiten – obwohl eigentlich beide nur Sicherheit brauchen.

In dieser sehr persönlichen und praxisnahen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber,

warum Körperpflege bei Demenz Angst, Scham und Widerstand auslösen kann,

weshalb Berührungen und gut gemeinte Aufforderungen plötzlich bedrohlich wirken,

was hinter Abwehr, Beschimpfungen oder aggressivem Verhalten stecken kann,

warum Druck und Überreden die Situation häufig verschärfen,

und wie Körperpflege mit mehr Ruhe, Respekt und Verbindung gelingen kann.

Es geht nicht darum, jede Situation perfekt zu lösen. Es geht darum, den Menschen hinter seinem Verhalten zu sehen – und zugleich auch auf die eigenen Grenzen zu achten.

Vielleicht ist Widerstand kein „Nicht-Wollen“.

Vielleicht ist er ein „Ich verstehe nicht, was gerade mit mir geschieht.“

Vielleicht ist er ein „Ich habe Angst.“

Oder ein „Bitte lass mir meine Würde.“

Diese Folge richtet sich an Angehörige, Pflegekräfte und alle Menschen, die Demenzkranke begleiten. Sie möchte entlasten, Verständnis schaffen und Mut machen, neue Wege auszuprobieren – damit aus einem täglichen Kampf wieder ein Moment von Vertrauen werden kann.

Jetzt auf Spotify anhören.

Weitere Gedanken, praktische Impulse und Beiträge rund um Demenz findet ihr auf unserem Blog www.damalswieheute.com und auf der Homepage www.christineleyroutz.at sowie auf Facebook und Instagram.
41 Minuten
Am Montag sitzt Herbert am Küchentisch und erzählt seiner Tochter Anna ausführlich, wie er den alten Traktor repariert hat. Er erinnert sich an jede Schraube, jedes Ersatzteil und jedes technische Detail. Anna ist erleichtert und denkt: Heute ist Papa wieder ganz der Alte.

Doch nur einen Tag später weiß Herbert nichts mehr davon. Er fragt: „Welcher Traktor?“ Kein Wiedererkennen, keine Erinnerung an das Gespräch. Anna fährt nach Hause und fragt sich: Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich ihn unter Druck gesetzt? Oder ist diese plötzliche Veränderung ein Warnsignal?

Viele Angehörige kennen diese scheinbar unerklärlichen Wechsel: An einem Tag gelingt das Anziehen, ein vertrautes Gespräch oder sogar eine komplizierte Tätigkeit. Am nächsten Tag scheint dieselbe Fähigkeit verschwunden zu sein.

Warum schwanken Fähigkeiten bei Demenz so stark? Welche Rolle spielen Schlaf, Schmerzen, Infekte, Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Reizüberflutung und die emotionale Verfassung? Und woran erkennt man, ob es sich um eine typische Fluktuation oder möglicherweise um ein akutes Delir handelt?

In dieser Folge sprechen wir darüber,

warum gute und schlechte Tage bei Demenz nebeneinander bestehen können,

weshalb die Lewy-Körper-Demenz besonders starke Schwankungen verursachen kann,

welche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden sollten,

wie ein einfaches Beobachtungsprotokoll helfen kann,

und wie Angehörige mit ihrer eigenen Unsicherheit und ihren Schuldgefühlen umgehen können.

Die wichtigste Botschaft: Ein schlechter Tag ist keine persönliche Ablehnung, kein Sturkopf und kein fehlender Wille. Und ein guter Tag bedeutet nicht, dass morgen wieder alles genauso funktionieren muss.

Die Schwankung liegt im Gehirn – nicht in der Beziehung.

Hört jetzt die neue Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ mit Christine Leyroutz und Bettina.

Weitere Informationen und vertiefende Beiträge findet ihr auf unserer Homepage und in unserem Blog. Folgt uns auch auf Facebook und Instagram – dort teilen wir regelmäßig Wissen, Alltagstipps und kurze Impulse rund um Demenz unter Vergiss Dich nicht.

Schreibt uns gerne, welche guten und schwierigen Tage ihr erlebt und was euch im Alltag hilft. Eure Fragen und Erfahrungen dürfen auch Thema einer unserer nächsten Folgen werden.

Vergesst die Menschen mit Demenz nicht – und vergesst euch selbst nicht.
30 Minuten
Wie verläuft eine Demenz – und woran können Angehörige erkennen, in welchem Stadium sich ein betroffener Mensch befindet?

In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über die verschiedenen Stadien der Demenz: von ersten, oft kaum bemerkbaren Veränderungen bis hin zum umfassenden Unterstützungsbedarf. Wir erklären, warum ein einzelner Testwert nicht ausreicht, weshalb der Alltag oft mehr über den Verlauf verrät und welche Begleitung in den jeweiligen Phasen hilfreich sein kann.

Dabei ist uns besonders wichtig: Menschen mit Demenz lassen sich nicht in starre Stufen einordnen. Jeder Verlauf ist individuell. Die Stadien können aber helfen, Veränderungen besser zu verstehen, Erwartungen anzupassen und rechtzeitig Unterstützung zu organisieren.

Eine Folge für Angehörige, Betroffene und alle, die Menschen mit Demenz begleiten.

Wenn diese Folge hilfreich für Sie war, folgen Sie unserem Podcast und teilen Sie sie mit einem Menschen, der gerade Orientierung braucht.

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Blog „damals wie heute“ und auf unserer Homepage.
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Über diesen Podcast

Ein Podcast rund ums Thema Demenz… mit Herz, Hirn und Humor begleiten wir Betroffene, Angehörige und professionelle Betreuer:innen.
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„Vergiss Dich nicht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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