„Bei mir stellt sie sich absichtlich so an. Aber wenn Besuch kommt, geht es plötzlich!“
Kommt dir das bekannt vor? Du erinnerst ans Essen, legst die Kleidung bereit und versuchst zum dritten Mal, zum Duschen zu motivieren. Trotzdem passiert nichts. Doch kaum klingelt die Nachbarin, wird gelacht und geplaudert. Und du stehst daneben und denkst: Warum klappt es bei anderen – und bei mir nicht?
Solche Momente können wehtun. Sie machen wütend, hilflos und manchmal auch misstrauisch: Ist das wirklich die Demenz? Ist es Sturheit? Oder macht sie das, um mich zu provozieren?
Über diese Gedanken sprechen viele Angehörige nur ungern. Dabei kennen sie so viele.
In dieser Folge schauen Christine, klinische Psychologin und Gerontopsychologin, und Bettina genauer hin: Warum kann jemand einen Löffel halten und trotzdem nicht selbstständig essen? Weshalb gelingt ein lebhaftes Gespräch, während Anziehen, Duschen oder Medikamente zum täglichen Kampf werden? Und wie kann es sein, dass ein Mensch überzeugt ist, allein zurechtzukommen, obwohl du jeden Tag erlebst, wie viel Unterstützung er braucht?
Wir erklären verständlich, was hinter diesen scheinbaren Widersprüchen steckt. Du erfährst, warum „Du musst doch nur …“ häufig nicht weiterhilft, weshalb Druck Widerstand verstärken kann und wie du Unterstützung so gestalten kannst, dass sie leichter angenommen wird.
Mit Fallbeispielen aus der Praxis, einer Zuschrift aus unserer Community und einer gemeinsam durchgespielten Morgenroutine machen wir das Thema greifbar. Du bekommst konkrete Sätze und Anregungen für deinen Alltag – auch für Momente, in denen Körperpflege abgelehnt wird, das Essen stehen bleibt oder immer wieder der Wunsch kommt: „Ich muss nach Hause.“
Und wir sprechen darüber, warum nicht jede Veränderung automatisch zur Demenz gehört.
Wenn du schon einmal gedacht hast: „Er könnte doch, wenn er nur wollte“, ist diese Folge für dich. Vielleicht erkennst du deinen Alltag wieder. Vielleicht wird ein Verhalten verständlicher, das dich bisher verletzt hat. Und vielleicht entsteht dadurch wieder mehr Verbindung.
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Du bist mit deinen Fragen und Gefühlen nicht allein.
Vergiss dich nicht.
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