Podcaster
Episoden
06.05.2026
35 Minuten
KI kann Texte schreiben, Bilder erstellen, News aggregieren – aber kann sie eine Perspektive einnehmen? Und was passiert, wenn Milliarden Menschen ihre Antworten von derselben Instanz bekommen?
Mit Gregor Schmalzried (KI-Podcast, ARD) spreche ich über die größte Verschiebung in der Mediengeschichte seit Social Media: Was KI mit Wissensarbeit, Journalismus und Vertrauen macht – und warum ausgerechnet Persönlichkeit zum wichtigsten Wettbewerbsvorteil wird.
THEMEN UNSERES GESPRÄCHS:
– KI als Bedrohung oder Chance für Wissensarbeiter? – Content-Flut 2.0: Konkurrenz mit allem, was existieren kann – Echo-Kammern vs. KI-Einheitsantwort: Was ist gefährlicher? – Warum Chatbots eine moderierende Wirkung haben könnten – Vom passiven Scrollen zum aktiven Prompting – Was alle jetzt direkt ausprobieren sollten
KAPITEL:
00:00 Intro 01:27 Warum ich meinen Newsletter umgebaut habe – und ob ich zu spät dran bin 02:21 KI als langsame Welle: Wir haben mehr Zeit, als manche versprochen haben 04:20 Persönlichkeit als Strategie: Aufmerksamkeit oder Beziehung? 05:58 Unendliche Inhalte: Wir konkurrieren mit allem, was existieren könnte 08:24 Media Literacy im KI-Zeitalter: Was wir aus Social Media lernen können 12:10 Filterblasen war gestern: Das eigentliche Problem ist epistemische Uniformität 13:13 Moderierende KI: Warum Chatbots weniger radikalisieren als Feeds 14:50 Vom Aktiven ins Passive: Was Social Media uns abtrainiert hat 17:27 Claude als Sparringspartner – und was Werbung damit machen wird 20:20 Designentscheidungen: Warum Claude und ChatGPT so unterschiedlich antworten 21:05 Es wird nicht mehr schlechter: Wie KI unser Denken verändert 21:54 KI für Privates 23:10 KI im Berufsalltag: Wenn der Agent Dateien verliert 25:43 Notebook LM und zehn Jahre SMWB-Archiv 26:29 Prompten zwingt uns, präziser zu denken 29:02 KI-Arbeit ist Management: Delegieren, kommunizieren, führen 30:26 Enthusiasten vs. Verweigerer – und ein konkreter Tipp für die nächste Woche 34:13 Outro
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QUELLEN & LINKS
GREGOR SCHMALZRIED:
- Buch "Wir, aber besser" - LinkedIn: linkedin.com/in/gregorschmalzried - Newsletter: gregorschmalzried.blog
ARTIKEL ZUM THEMA
– Diese Texte helfen, zu verstehen, was KI bedeutet – Lass die Finger von KI, wenn... – Das erste Opfer der KI ist die Wahrheit – Claude Code ist ein Werkzeug, kein Wunderding
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SUPPORT
Hi, ich bin Martin Fehrensen. Ich schreibe seit 2013 das Social Media Watchblog – einen unabhängigen Newsletter über Plattformen, KI, Macht und digitale Gesellschaft. Mehr als 5000 Mitglieder unterstützen die Arbeit, darunter Teams aus Redaktionen, Behörden und Plattformen.
Newsletter: www.socialmediawatchblog.de Mitgliedschaft: steady.page/de/socialmediawatchblog/about Kontakt: kontakt (at) martinfehrensen.de
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#KI #AI #claude #gemini #chatgpt #journalismus
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– KI als Bedrohung oder Chance für Wissensarbeiter? – Content-Flut 2.0: Konkurrenz mit allem, was existieren kann – Echo-Kammern vs. KI-Einheitsantwort: Was ist gefährlicher? – Warum Chatbots eine moderierende Wirkung haben könnten – Vom passiven Scrollen zum aktiven Prompting – Was alle jetzt direkt ausprobieren sollten
KAPITEL:
00:00 Intro 01:27 Warum ich meinen Newsletter umgebaut habe – und ob ich zu spät dran bin 02:21 KI als langsame Welle: Wir haben mehr Zeit, als manche versprochen haben 04:20 Persönlichkeit als Strategie: Aufmerksamkeit oder Beziehung? 05:58 Unendliche Inhalte: Wir konkurrieren mit allem, was existieren könnte 08:24 Media Literacy im KI-Zeitalter: Was wir aus Social Media lernen können 12:10 Filterblasen war gestern: Das eigentliche Problem ist epistemische Uniformität 13:13 Moderierende KI: Warum Chatbots weniger radikalisieren als Feeds 14:50 Vom Aktiven ins Passive: Was Social Media uns abtrainiert hat 17:27 Claude als Sparringspartner – und was Werbung damit machen wird 20:20 Designentscheidungen: Warum Claude und ChatGPT so unterschiedlich antworten 21:05 Es wird nicht mehr schlechter: Wie KI unser Denken verändert 21:54 KI für Privates 23:10 KI im Berufsalltag: Wenn der Agent Dateien verliert 25:43 Notebook LM und zehn Jahre SMWB-Archiv 26:29 Prompten zwingt uns, präziser zu denken 29:02 KI-Arbeit ist Management: Delegieren, kommunizieren, führen 30:26 Enthusiasten vs. Verweigerer – und ein konkreter Tipp für die nächste Woche 34:13 Outro
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29.04.2026
33 Minuten
Verschwörungstheorien funktionieren – und genau das macht sie gefährlich.
Sie geben Menschen Halt, Identität und das Gefühl, die Wahrheit durchschaut zu haben. Und sie nutzen autoritären Akteuren, weil sie genau die Institutionen schwächen, die im Ernstfall unbequem werden: Wissenschaft, Justiz, Medien. Katharina Nocun erklärt, wie beides zusammenhängt.
Katharina Nocun ist Autorin und Politikwissenschaftlerin. Gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty hat sie mit „Fake Facts", „True Facts" und „Gefährlicher Glaube" drei der einflussreichsten Bücher zum Thema im deutschsprachigen Raum geschrieben. Was sie von anderen unterscheidet: Sie moralisiert nicht – sie analysiert.
THEMEN UNSERES GESPRÄCHS:
- Warum Verschwörungserzählungen kein Internet-Phänomen sind - Die „Remix-Kultur": Wie alte Narrative immer wieder neu verpackt werden - Was Kontrollverlust mit Anfälligkeit zu tun hat - Warum Plattformen ihre eigenen Radikalisierungsstudien ignorieren - Russische Desinformationskampagnen und das Ziel der Vertrauenserosion - Wie autoritäre Akteure Justiz, Wissenschaft und Medien strategisch angreifen - Was im privaten Umfeld hilft – und was nicht
KAPITEL:
00:00 Intro & Vorstellung 01:01 Verschwörungserzählungen ohne Social Media – wie geht das? 01:37 Älter als das Internet: Verlage, Antisemitismus, NS-Propaganda 03:47 Wer wird anfällig? Kontrollverlust als Einfallstor 06:06 Das Gefühl, die Matrix durchschaut zu haben 06:31 Jugendliche und Verschwörungserzählungen 08:18 Remix-Kultur: QAnon, Germanische Neue Medizin & Co. 11:35 Macht das Internet uns schlauer oder blöder? 13:00 Verstärken oder verändern? Plattformen und Radikalisierung 16:41 Zweifel säen reicht: Desinformation ohne Überzeugung 17:32 Vertrauen unterminieren als politische Strategie 20:13 Warum Verschwörungserzählungen in rechten Kreisen so verfangen 24:07 Was hilft – und was nicht? 24:38 Epstein, Eyes Wide Shut und das Gespräch im privaten Umfeld 28:17 Wenn es nicht mehr um Fakten geht, sondern um Identität 28:29 Wie gut ist die Gesellschaft bei diesem Thema aufgestellt? 32:02 Outro
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KATHARINA NOCUN:
- Buch „Fake Facts" - Weitere Bücher - Website: kattascha.de - Podcast: denkangebot.org - Bluesky - LinkedIn
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#Verschwörungstheorien #Desinformation #Plattformregulierung #KatharinaNocun #SocialMediaWatchblog
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Katharina Nocun ist Autorin und Politikwissenschaftlerin. Gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty hat sie mit „Fake Facts", „True Facts" und „Gefährlicher Glaube" drei der einflussreichsten Bücher zum Thema im deutschsprachigen Raum geschrieben. Was sie von anderen unterscheidet: Sie moralisiert nicht – sie analysiert.
THEMEN UNSERES GESPRÄCHS:
- Warum Verschwörungserzählungen kein Internet-Phänomen sind - Die „Remix-Kultur": Wie alte Narrative immer wieder neu verpackt werden - Was Kontrollverlust mit Anfälligkeit zu tun hat - Warum Plattformen ihre eigenen Radikalisierungsstudien ignorieren - Russische Desinformationskampagnen und das Ziel der Vertrauenserosion - Wie autoritäre Akteure Justiz, Wissenschaft und Medien strategisch angreifen - Was im privaten Umfeld hilft – und was nicht
KAPITEL:
00:00 Intro & Vorstellung 01:01 Verschwörungserzählungen ohne Social Media – wie geht das? 01:37 Älter als das Internet: Verlage, Antisemitismus, NS-Propaganda 03:47 Wer wird anfällig? Kontrollverlust als Einfallstor 06:06 Das Gefühl, die Matrix durchschaut zu haben 06:31 Jugendliche und Verschwörungserzählungen 08:18 Remix-Kultur: QAnon, Germanische Neue Medizin & Co. 11:35 Macht das Internet uns schlauer oder blöder? 13:00 Verstärken oder verändern? Plattformen und Radikalisierung 16:41 Zweifel säen reicht: Desinformation ohne Überzeugung 17:32 Vertrauen unterminieren als politische Strategie 20:13 Warum Verschwörungserzählungen in rechten Kreisen so verfangen 24:07 Was hilft – und was nicht? 24:38 Epstein, Eyes Wide Shut und das Gespräch im privaten Umfeld 28:17 Wenn es nicht mehr um Fakten geht, sondern um Identität 28:29 Wie gut ist die Gesellschaft bei diesem Thema aufgestellt? 32:02 Outro
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22.04.2026
33 Minuten
„Warum gibt es eigentlich kein Social Media aus Europa, das eine ernsthafte Rolle spielt? Nicht, weil uns Talent oder Geld fehlen, sondern weil wir seit 15 Jahren versuchen, das zu bauen, was es schon gibt, statt das, was fehlt."
In dieser Folge spreche ich mit Sebastian Vogelsang über Eurosky — ein Non-Profit-Projekt, das nicht das nächste X oder Instagram aus Europa werden will, sondern die Infrastruktur, auf der hunderte europäische Apps entstehen können.
Vogelsang entwickelt seit fast 20 Jahren Software, hat sich auf Accessibility spezialisiert und mit Flashes bereits eine Instagram-Alternative auf dem AT-Protocol gebaut.
Er erklärt, warum geschlossene Plattformen wie Meta oder TikTok vergleichbar sind mit einer Welt, in der man von Gmail aus keine E-Mail an Apple Mail schicken könnte — und was das offene AT-Protocol daran ändert. Und er bringt einen Begriff ins Spiel: Parasocial Media. Was wir heute als Social Media bezeichnen, hat mit echten sozialen Beziehungen kaum noch etwas zu tun. Es geht ums Berieseltsein, ums Folgen von Accounts mit vielen Followern. Der eigene Social Graph ist längst irrelevant.
Wir sprechen über Account-Portabilität, über den Unterschied zu Single-Sign-On, über die 44 Millionen Nutzer:innen im Bluesky-Ökosystem, die bereits erreichbar sind, über erste Gespräche mit ZDF und Funk — und über die Frage, warum Eurosky nach zwei Tagen Spendenkampagne 10.000 von 100.000 Euro eingesammelt hat, während Bluesky über Stiftungen und Geldgeber dreistellige Millionenbeträge mobilisieren konnte.
Sebastians Ziel für die nächsten drei Jahre: 200 bis 300 europäische Apps auf dem System, ein gemeinsames europäisches Moderationssystem — und 50 Millionen Nutzer:innen in Europa.
Am Ende bleibt eine Frage offen: Wenn Eurosky scheitert — woran liegt es dann? An der Technik vermutlich nicht. Am Bedarf auch nicht. Sondern an der Bereitschaft, öffentliche Gelder, strategische Aufmerksamkeit und redaktionelle Energie in Infrastruktur zu investieren, die sich nicht sofort in Reichweite auszahlt.
Wenn dich dieses Gespräch überzeugt hat: Eurosky braucht Unterstützung. Die Spendenkampagne läuft: https://eurosky.tech
—
Themen in diesem Gespräch: Geschlossene Plattformen vs. offene Protokolle · Der Monolith Meta · Was überhaupt ist ein Protokoll? · AT-Proto und die „Atmosphere" · 500 Apps auf einem Social Graph · Account-Portabilität · Non-Profit-Struktur als Schutz vor Capture · Die Finanzierungslücke für Public-Interest-Infrastruktur · ÖRR, ZDF/Funk und offene Protokolle · Netzwerkeffekte im dezentralen Ökosystem · Parasocial Media · Gen Z und die Rückkehr zu „echtem" Social Media · Europas verlorene Jahre
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KAPITEL: 00:00 – Intro 00:58 – Begrüßung 01:09 – Die Email-Analogie 02:54 – Warum ist Plattformabhängigkeit überhaupt ein Problem? 04:50 – 2018: Als Facebook den chronologischen Feed beerdigte 06:05 – Eurosky: Den Monolithen aufbrechen 07:06 – Was ist ein Protokoll? Verkehrsregeln und Telefonleitungen 09:26 – Was macht Eurosky anders als Bluesky? 14:41 – Account-Portabilität vs. Single-Sign-On 16:32 – 10.000 von 100.000 Euro: Woher kommt das Geld? 20:45 – Digitale Souveränität: Ziel oder Buzzword? 23:50 – Netzwerkeffekte im dezentralen Ökosystem 28:33 – Gen Z und die Rückkehr zu „echtem" Social Media 30:25 – Was wäre in drei Jahren ein Erfolg? 31:43 – Outro: Woran Eurosky scheitern könnte
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SEBASTIAN VOGELSANG & EUROSKY: Eurosky Eurosky-Portal Flashes Bluesky: sebastian.eurosky.social LinkedIn: linkedin.com/in/svogelsang
ARTIKEL VOM SOCIAL MEDIA WATCHBLOG: Billionaire-proof Tech DSA vs. X
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In dieser Folge spreche ich mit Sebastian Vogelsang über Eurosky — ein Non-Profit-Projekt, das nicht das nächste X oder Instagram aus Europa werden will, sondern die Infrastruktur, auf der hunderte europäische Apps entstehen können.
Vogelsang entwickelt seit fast 20 Jahren Software, hat sich auf Accessibility spezialisiert und mit Flashes bereits eine Instagram-Alternative auf dem AT-Protocol gebaut.
Er erklärt, warum geschlossene Plattformen wie Meta oder TikTok vergleichbar sind mit einer Welt, in der man von Gmail aus keine E-Mail an Apple Mail schicken könnte — und was das offene AT-Protocol daran ändert. Und er bringt einen Begriff ins Spiel: Parasocial Media. Was wir heute als Social Media bezeichnen, hat mit echten sozialen Beziehungen kaum noch etwas zu tun. Es geht ums Berieseltsein, ums Folgen von Accounts mit vielen Followern. Der eigene Social Graph ist längst irrelevant.
Wir sprechen über Account-Portabilität, über den Unterschied zu Single-Sign-On, über die 44 Millionen Nutzer:innen im Bluesky-Ökosystem, die bereits erreichbar sind, über erste Gespräche mit ZDF und Funk — und über die Frage, warum Eurosky nach zwei Tagen Spendenkampagne 10.000 von 100.000 Euro eingesammelt hat, während Bluesky über Stiftungen und Geldgeber dreistellige Millionenbeträge mobilisieren konnte.
Sebastians Ziel für die nächsten drei Jahre: 200 bis 300 europäische Apps auf dem System, ein gemeinsames europäisches Moderationssystem — und 50 Millionen Nutzer:innen in Europa.
Am Ende bleibt eine Frage offen: Wenn Eurosky scheitert — woran liegt es dann? An der Technik vermutlich nicht. Am Bedarf auch nicht. Sondern an der Bereitschaft, öffentliche Gelder, strategische Aufmerksamkeit und redaktionelle Energie in Infrastruktur zu investieren, die sich nicht sofort in Reichweite auszahlt.
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15.04.2026
34 Minuten
Elon Musk, Peter Thiel, Trump: Wie die Allianz zwischen Silicon Valley und der MAGA-Bewegung unsere Demokratie herausfordert — und was Europa tun kann.
„Disruption" war einmal ein Begriff aus der Wirtschaft. Heute ist es eine politische Ideologie. In dieser Folge spreche ich mit Journalist und Autor Jannis Brühl über sein neues Buch „Disruption": Warum haben die mächtigsten Tech-Unternehmer des Silicon Valley eine Allianz mit der rechten MAGA-Bewegung geschlossen? Was verbindet Peter Thiel, Marc Andreessen, Elon Musk und die Wähler von Donald Trump — trotz massiver wirtschaftlicher Widersprüche?
Brühl erklärt, wie „kreative Zerstörung" zur Staatsideologie wird, warum diese Männer den Staat radikal nach dem Vorbild eines Unternehmens umbauen wollen — und wie Europa seine digitale Souveränität zurückgewinnen kann.
Themen in diesem Gespräch: Disruption als politische Ideologie · Peter Thiel und sein radikales Ingenieursdenken · Elon Musk, SpaceX und die FAA · Abhängigkeit von Big Tech · Palantir und Überwachung · Digitale Souveränität · Digital Services Act · Europa vs. Silicon Valley · ÖRR als Alternative · Wokeness als Kulturkampf
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JANNIS BRÜHL:
- Buch "Disruption" - Autorenseite bei der Süddeutschen Zeitung - Profil bei LinkedIn
ARTIKEL VOM SOCIAL MEDIA WATCHBLOG:
- ICE + Palantir = Überwachungsdystopie - DSA vs. X: Die EU muss Musk die Stirn bieten - Billionaire-proof Tech: Diese Alternativen sind wirklich gut - Musk, Trump und der Rechtsruck: Das Digitale ist politischer denn je - Metas MAGA-Move: 6 Thesen zu Zuckerbergs Rechtsruck
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Wenn dir meine Arbeit gefällt, freue ich mich über deine Unterstützung:
- Steady: steady.page/de/socialmediawatchblog - Kaffeekasse: paypal.me/martinfehrensen
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- Newsletter: socialmediawatchblog.de - Bluesky - Instagram - LinkedIn - Mastodon - Podcast: fehrensen.transistor.fm - YouTube: youtube.com/@martinfehrensen
„Disruption" war einmal ein Begriff aus der Wirtschaft. Heute ist es eine politische Ideologie. In dieser Folge spreche ich mit Journalist und Autor Jannis Brühl über sein neues Buch „Disruption": Warum haben die mächtigsten Tech-Unternehmer des Silicon Valley eine Allianz mit der rechten MAGA-Bewegung geschlossen? Was verbindet Peter Thiel, Marc Andreessen, Elon Musk und die Wähler von Donald Trump — trotz massiver wirtschaftlicher Widersprüche?
Brühl erklärt, wie „kreative Zerstörung" zur Staatsideologie wird, warum diese Männer den Staat radikal nach dem Vorbild eines Unternehmens umbauen wollen — und wie Europa seine digitale Souveränität zurückgewinnen kann.
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07.04.2026
37 Minuten
Digitale Gewalt ist kein Nebenprodukt sozialer Medien, sondern wird oft systematisch als politisches Instrument eingesetzt. Besonders Frauen in der Öffentlichkeit erleben eine spezifische Form von Aggression: sexualisierte Drohungen, Herabwürdigungen und das systematische Absprechen von Kompetenz.
In dieser ersten Folge von FEHRENSEN spricht Martin Fehrensen mit der Autorin und Expertin Ingrid Brodnig über ihr aktuelles Buch „Feindbild Frau“. Gemeinsam analysieren sie die Mechanismen hinter dem Hass:
Die Strategie der 1.000 Nadelstiche: Warum nicht nur der eine große Shitstorm, sondern die ständige Flut an Beleidigungen zermürbt. Gezielte Kampagnen: Wie rechte Netzwerke und Akteure Frauen gezielt ihrem Publikum "zum Fraß vorwerfen". Psychologische Folgen: Was sexualisierte Gewaltandrohungen bei Betroffenen auslösen und warum sie oft zum Rückzug aus dem öffentlichen Diskurs führen. Die Rolle der Plattformen: Warum Algorithmen von "Krawall" profitieren und wie Mark Zuckerberg und Elon Musk die Regeln für den Umgangston verändern. Was wir tun können: Strategien für Nutzerinnen und Nutzer, um digitale Räume konstruktiver zu gestalten und Betroffene zu unterstützen.
Ein wichtiges Gespräch über den Zustand unserer digitalen Debattenkultur und die Gefahr für unsere Demokratie, wenn Frauen in der Politik verstummen.
Kapitelmarken zur Orientierung:
00:00 Begrüßung & Intro 05:10 Wer sind die Aggressoren im Netz? 12:30 Das System "Hass": Wie Plattformen von Krawall profitieren 22:15 Silencing: Wenn Frauen sich aus dem Diskurs zurückziehen 28:50 Was wir tun können: Tipps für digitale Zivilcourage 35:00 Ausblick & Verabschiedung
Weiterführende Links & Quellen:
Social Media Watchblog: Hier für den Newsletter anmelden Support: Unterstütze meinen Arbeit und diesen Podcast auf Steady YouTube: Dieses Gespräch gibt es auch als Video auf meinem Kanal YouTube/@martinfehrensen
Bewertung: Wenn dir diese Folge geholfen hat, den digitalen Wandel besser zu verstehen, abonniere den Podcast und hinterlasse eine Bewertung in deiner App!
In dieser ersten Folge von FEHRENSEN spricht Martin Fehrensen mit der Autorin und Expertin Ingrid Brodnig über ihr aktuelles Buch „Feindbild Frau“. Gemeinsam analysieren sie die Mechanismen hinter dem Hass:
Die Strategie der 1.000 Nadelstiche: Warum nicht nur der eine große Shitstorm, sondern die ständige Flut an Beleidigungen zermürbt. Gezielte Kampagnen: Wie rechte Netzwerke und Akteure Frauen gezielt ihrem Publikum "zum Fraß vorwerfen". Psychologische Folgen: Was sexualisierte Gewaltandrohungen bei Betroffenen auslösen und warum sie oft zum Rückzug aus dem öffentlichen Diskurs führen. Die Rolle der Plattformen: Warum Algorithmen von "Krawall" profitieren und wie Mark Zuckerberg und Elon Musk die Regeln für den Umgangston verändern. Was wir tun können: Strategien für Nutzerinnen und Nutzer, um digitale Räume konstruktiver zu gestalten und Betroffene zu unterstützen.
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Über diesen Podcast
FEHRENSEN ist mein Podcast über die Systeme, die bestimmen, was wir
sehen, glauben und denken – soziale Medien, Algorithmen, KI und die
Plattformen dahinter. Ich spreche mit Leuten, die diese Systeme
kennen: Forscher:innen, Politiker:innen, Medienmacher:innen.
Gespräche, die über die Nachrichtenlage hinausgehen. Wer mehr will:
Im Social Media Watchblog – meinem wöchentlichen Newsletter –
erscheinen Analysen und News zu den Gesprächen, exklusiv für
Mitglieder. 📩 MEIN NEWSLETTER Das Social Media Watchblog - kurz
SMWB - beobachtet seit 2013, was Plattformen mit unserer
Öffentlichkeit machen. Der Newsletter erscheint wöchentlich und
ordnet ein, was die Entscheidungen von Meta, Google, TikTok und
OpenAI für Gesellschaft, Medien und Politik bedeuten. Über
fünftausend Menschen lesen den Newsletter, darunter
Social-Media-Redakteure von ARD und ZDF, Policy-Teams von Google
und TikTok, Referent:innen im Auswärtigen Amt, Journalist:innen,
Forschende, Marketing-Profis und NGOs. Der Newsletter wurde für den
Grimme Online Award nominiert und hat den Vocer Netzwende-Award
gewonnen. Er ist werbefrei, leserfinanziert und keinem Verlag
verpflichtet. 30 Tage kostenlos lesen – danach monatlich kündbar:
https://steady.page/de/socialmediawatchblog/about Website:
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