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Episoden
06.05.2026
25 Minuten
In 1. Mose 1,26 spricht Gott im Plural: "Lasst uns Menschen machen..." Für die traditionelle Kirche galt dieser Satz als einer der biblischen Pfeiler der Dreifaltigkeitslehre. Fausto Sozzini und die sozinianische Bewegung lasen ihn anders. Diese Episode beleuchtet die lange Geschichte der Auslegung von Genesis 1,26 — von rabbinischen Deutungen und den Kirchenvätern bis zu Reformatoren und Scholastikern — und zeigt, warum genau an diesem einfachen Vers so lange theologisch gerungen wurde.
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04.05.2026
25 Minuten
Der Apostelbrief an die Kolosser enthält einen Satz, der seit Jahrhunderten theologischen Streit entzündet: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol 2,9). Traditionelle Theologen lesen hier den klaren Beweis für Christi ontologische Gottheit; Fausto Sozzini aber deutete die Wendung ganz anders. Diese Episode nimmt die historischen Deutungen in den Blick und zeigt, wie dieser Vers in der orthodoxen Theologie funktionierte — als Waffe gegen Arianer, als Stütze des Konzilsdenkens und als Grundlage für das Verständnis der Menschwerdung.
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03.05.2026
27 Minuten
Lukas 24,39 — "Seht meine Hände und meine Füße..." — galt lange als klarer Beweis dafür, dass der auferstandene Christus einen leiblichen Körper besaß. Fausto Sozzini las diesen Vers anders: Er nutzte ihn, um Vorstellungen eines präexistenten, geistlichen Christus schroff zurückzuweisen. Diese Folge führt in die historische Debatte ein: Was haben Kirche und Reformatoren aus Lukas 24,39 gemacht, und wie gelangte Sozzini von der Schrift zu seiner radikal anderen Christologie?
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02.05.2026
26 Minuten
Der kurze, schlichte Bericht in Lukas 2,52 wurde für Fausto Sozzini zum Dreh- und Angelpunkt: Wenn Jesus „an Weisheit zunahm“, so argumentierte er, kann er nicht gleichzeitig als ewiger, vollständiger Gott vorausgesetzt werden. Diese Episode zeichnet den historischen Streit nach: Wie las die Tradition den Vers, warum galt er als unproblematisch für die Präexistenzlehre — und wie verschob Sozzini mit rationaler Schärfe die Fragen über Wesen, Person und Anfang des Christusbildes?
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01.05.2026
28 Minuten
Die Verse 1 Joh 4,2–3 gelten als klassischer Test für die Rechtgläubigkeit: Wer bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, sei aus Gott. Fausto Sozzini las diesen Satz radikal anders als seine trinitarischen Gegner und benutzte ihn als Kernbeleg gegen die göttliche Präexistenz Christi. Diese Folge öffnet die historische Debatte, zeigt die traditionelle Auslegung und bereitet den Boden für Sozzinis genaue exegetische Gegenlesung.
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Über diesen Podcast
Ein Podcast über den Sozinianismus – eine
theologisch-philosophische Denkrichtung aus dem 16. Jahrhundert,
gegründet von Fausto Sozzini, die grundlegende Glaubenslehren wie
die Trinität, Erbsünde und Prädestination kritisch hinterfragt.
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