Sonntag auf die Ohren - Predigten von Pfarrer Michael Mohr
Regelmäßig neue Predigten, die Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch bringen
Regelmäßig neue Predigten, die Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch bringen
Podcaster
Episoden
06.07.2026
1 Minute
„Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“
Auf den ersten Blick klingt dieser Satz wie ein Widerspruch. Denn jedes Joch drückt doch, oder?
Diese Predigt zeigt, warum Jesus genau das Gegenteil meint: Sein Joch belastet nicht, sondern befreit. Es wird nur für das schwer, was uns von Gott fernhalten möchte.
Ausgehend vom Römerbrief eröffnet sich ein neuer Blick auf die Worte des Apostels Paulus. Fleisch und Geist erscheinen nicht als abstrakte Gegensätze, sondern als zwei Weisen zu leben: die Bindung an alles Vergängliche und die Freiheit, die Gott schenkt.
Dabei geht es nicht nur um große Süchte, sondern um alles, was unser Leben beherrscht und unfrei macht. Dem stellt Christus den Heiligen Geist entgegen – die Kraft, die Menschen aufrichtet, heilt und zu echter Freiheit führt.
Auf den ersten Blick klingt dieser Satz wie ein Widerspruch. Denn jedes Joch drückt doch, oder?
Diese Predigt zeigt, warum Jesus genau das Gegenteil meint: Sein Joch belastet nicht, sondern befreit. Es wird nur für das schwer, was uns von Gott fernhalten möchte.
Ausgehend vom Römerbrief eröffnet sich ein neuer Blick auf die Worte des Apostels Paulus. Fleisch und Geist erscheinen nicht als abstrakte Gegensätze, sondern als zwei Weisen zu leben: die Bindung an alles Vergängliche und die Freiheit, die Gott schenkt.
Dabei geht es nicht nur um große Süchte, sondern um alles, was unser Leben beherrscht und unfrei macht. Dem stellt Christus den Heiligen Geist entgegen – die Kraft, die Menschen aufrichtet, heilt und zu echter Freiheit führt.
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29.06.2026
1 Minute
„Jeder hat sein Kreuz zu tragen.“
Diesen Satz kennen wir alle. Doch ist er wirklich christlich?
In dieser Predigt wird deutlich: Jesus spricht ganz anders über das Kreuz. Er sagt nicht, dass jedem sein Leid einfach auferlegt wird. Er spricht vielmehr von einer Entscheidung: „Wer sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt …“
Das Kreuz ist nicht bloß Schicksal. Es entsteht dort, wo Menschen beginnen, den Weg Jesu zu gehen – den Weg der Wahrheit, der Barmherzigkeit und der Liebe.
Wer den Blick auf die Schwachen richtet, wird nicht immer Zustimmung erfahren. Wer ehrlich mit sich selbst wird, entdeckt, dass die eigentliche Grenze zwischen Gut und Böse nicht zuerst durch die Welt verläuft, sondern mitten durch das eigene Herz.
Diesen Satz kennen wir alle. Doch ist er wirklich christlich?
In dieser Predigt wird deutlich: Jesus spricht ganz anders über das Kreuz. Er sagt nicht, dass jedem sein Leid einfach auferlegt wird. Er spricht vielmehr von einer Entscheidung: „Wer sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt …“
Das Kreuz ist nicht bloß Schicksal. Es entsteht dort, wo Menschen beginnen, den Weg Jesu zu gehen – den Weg der Wahrheit, der Barmherzigkeit und der Liebe.
Wer den Blick auf die Schwachen richtet, wird nicht immer Zustimmung erfahren. Wer ehrlich mit sich selbst wird, entdeckt, dass die eigentliche Grenze zwischen Gut und Böse nicht zuerst durch die Welt verläuft, sondern mitten durch das eigene Herz.
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22.06.2026
1 Minute
Weiß Gott eigentlich schon, wer Weltmeister wird?
Die Frage klingt zunächst humorvoll. Doch dahinter verbirgt sich eine der ältesten und schwierigsten Fragen des Glaubens: Wenn Gott allwissend und allmächtig ist, wie frei sind wir Menschen dann eigentlich?
Das Evangelium spricht davon, dass kein Spatz vom Himmel fällt, ohne dass Gott darum weiß. Sogar die Haare auf unserem Kopf seien gezählt.
Doch bedeutet das, dass Gott jede Einzelheit steuert? Ist die Welt nur ein großes Schauspiel, dessen Ausgang längst feststeht?
Die Predigt geht der Frage nach, was die Bibel wirklich über Gottes Allmacht und Vorsehung sagt. Dabei zeigt sich ein überraschendes Gottesbild: Gott ist nicht der distanzierte Zuschauer auf der Tribüne der Weltgeschichte und auch kein Puppenspieler, der alle Fäden zieht.
Gott ist der, der sich seiner Schöpfung hingibt, der Menschen Freiheit schenkt und der gerade dort gegenwärtig bleibt, wo Leid, Scheitern und Unsicherheit unser Leben prägen.
Die Frage klingt zunächst humorvoll. Doch dahinter verbirgt sich eine der ältesten und schwierigsten Fragen des Glaubens: Wenn Gott allwissend und allmächtig ist, wie frei sind wir Menschen dann eigentlich?
Das Evangelium spricht davon, dass kein Spatz vom Himmel fällt, ohne dass Gott darum weiß. Sogar die Haare auf unserem Kopf seien gezählt.
Doch bedeutet das, dass Gott jede Einzelheit steuert? Ist die Welt nur ein großes Schauspiel, dessen Ausgang längst feststeht?
Die Predigt geht der Frage nach, was die Bibel wirklich über Gottes Allmacht und Vorsehung sagt. Dabei zeigt sich ein überraschendes Gottesbild: Gott ist nicht der distanzierte Zuschauer auf der Tribüne der Weltgeschichte und auch kein Puppenspieler, der alle Fäden zieht.
Gott ist der, der sich seiner Schöpfung hingibt, der Menschen Freiheit schenkt und der gerade dort gegenwärtig bleibt, wo Leid, Scheitern und Unsicherheit unser Leben prägen.
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15.06.2026
1 Minute
Bin ich eigentlich gemeint?
Jeden Sonntag hören wir Lesungen aus der Bibel, einen Psalm und das Evangelium. Oft hören wir sie als Texte über andere Menschen, über vergangene Zeiten oder über allgemeine religiöse Wahrheiten.
Doch was passiert, wenn Gottes Wort plötzlich nicht mehr nur an „die anderen“ gerichtet ist, sondern an mich?
Die Predigt nimmt die Lesungen dieses Sonntags als Einladung wahr, sich genau dieser Frage zu stellen. Gehören wir wirklich zu dem Volk, von dem Gott sagt: „Ihr werdet mein besonderes Eigentum sein“? Sind wir nur Zuschauer oder tatsächlich Teil der Geschichte Gottes?
Dabei geht es nicht um Überheblichkeit oder darum, etwas Besseres zu sein. Im Gegenteil: Die Zugehörigkeit zum Volk Gottes gründet nicht auf Leistung, sondern auf Gottes Liebe und Berufung.
Jesus sieht die Menschen wie Schafe ohne Hirten. Er sieht ihre Orientierungslosigkeit – und zugleich das Gute, das in ihnen wachsen und Frucht bringen kann.
Jeden Sonntag hören wir Lesungen aus der Bibel, einen Psalm und das Evangelium. Oft hören wir sie als Texte über andere Menschen, über vergangene Zeiten oder über allgemeine religiöse Wahrheiten.
Doch was passiert, wenn Gottes Wort plötzlich nicht mehr nur an „die anderen“ gerichtet ist, sondern an mich?
Die Predigt nimmt die Lesungen dieses Sonntags als Einladung wahr, sich genau dieser Frage zu stellen. Gehören wir wirklich zu dem Volk, von dem Gott sagt: „Ihr werdet mein besonderes Eigentum sein“? Sind wir nur Zuschauer oder tatsächlich Teil der Geschichte Gottes?
Dabei geht es nicht um Überheblichkeit oder darum, etwas Besseres zu sein. Im Gegenteil: Die Zugehörigkeit zum Volk Gottes gründet nicht auf Leistung, sondern auf Gottes Liebe und Berufung.
Jesus sieht die Menschen wie Schafe ohne Hirten. Er sieht ihre Orientierungslosigkeit – und zugleich das Gute, das in ihnen wachsen und Frucht bringen kann.
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08.06.2026
1 Minute
Was würde Jesus tun?
Die Frage ist vielen bekannt. Manche tragen sie auf Armbändern, andere halten sie für eine fromme Floskel. Doch was steckt wirklich dahinter?
Die Predigt zeigt, warum das Evangelium keine Gebrauchsanweisung mit fertigen Antworten für jede Lebenslage ist. Jesus hat kein Buch geschrieben und keine Liste mit Regeln hinterlassen. Stattdessen hat er Menschen berufen, ihm nachzufolgen.
Am Beispiel der Berufung des Zöllners Matthäus wird deutlich: Jesus sieht Menschen anders. Er sieht nicht zuerst den Sünder, den Ausgestoßenen oder den Gescheiterten, sondern den Menschen als Kind Gottes.
Die eigentliche Frage lautet deshalb vielleicht nicht zuerst: „Was würde Jesus tun?“ Sondern: „Was tut Jesus?“
Denn Christen leben nicht daraus, Jesus zu ersetzen, sondern daraus, sich von ihm heilen, vergeben und sammeln zu lassen – um genau das weiterzugeben.
Die Frage ist vielen bekannt. Manche tragen sie auf Armbändern, andere halten sie für eine fromme Floskel. Doch was steckt wirklich dahinter?
Die Predigt zeigt, warum das Evangelium keine Gebrauchsanweisung mit fertigen Antworten für jede Lebenslage ist. Jesus hat kein Buch geschrieben und keine Liste mit Regeln hinterlassen. Stattdessen hat er Menschen berufen, ihm nachzufolgen.
Am Beispiel der Berufung des Zöllners Matthäus wird deutlich: Jesus sieht Menschen anders. Er sieht nicht zuerst den Sünder, den Ausgestoßenen oder den Gescheiterten, sondern den Menschen als Kind Gottes.
Die eigentliche Frage lautet deshalb vielleicht nicht zuerst: „Was würde Jesus tun?“ Sondern: „Was tut Jesus?“
Denn Christen leben nicht daraus, Jesus zu ersetzen, sondern daraus, sich von ihm heilen, vergeben und sammeln zu lassen – um genau das weiterzugeben.
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Über diesen Podcast
Pfarrer Michael Mohr, Pfarrer in Erkrath, Hilden und Haan, bringt
in seinen Predigten Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch.
Authentisch, lebensnah und theologisch fundiert spricht er über
Gott, Zweifel und Hoffnung – über das, was Menschen bewegt. Geboren
1975 im Bergischen Land, war Michael Mohr zunächst
Diplom-Finanzwirt, bevor ihn der Ruf zum Priester führte. Nach
Studienjahren in Bonn, Salamanca und Köln wurde er 2008 zum
Priester geweiht. Heute leitet er die Pastorale Einheit
Erkrath/Haan/Hilden „im neanderland“. In diesem Podcast teilt er
seine Predigten – Worte, die tragen, herausfordern und zum
Nachdenken anregen.
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