Sonntag auf die Ohren - Predigten von Pfarrer Michael Mohr
Regelmäßig neue Predigten, die Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch bringen
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10.08.2026
9 Minuten
Wo begegnet uns Gott – im Sturm, im Erdbeben, im Feuer? Der Prophet Elija macht eine andere Erfahrung: Gott zeigt sich nicht in den gewaltigen und unübersehbaren Ereignissen, sondern in einer „Stimme verschwebenden Schweigens“.
Doch bevor Elija diese Stille erfahren kann, muss er seine Höhle verlassen. Er muss sich seinen Ängsten, Zweifeln, Verletzungen und auch dem eigenen Versagen stellen. Genau darin liegt eine zentrale Erfahrung des Glaubens: Vertrauen bedeutet nicht, vor den Stürmen des Lebens bewahrt zu werden. Es bedeutet, sich von Gott herausrufen zu lassen und ihnen nicht auszuweichen.
Auch die Kirche schützt nicht vor Erschütterungen und Zweifeln. Sie kann selbst zum Ort werden, an dem Sicherheiten ins Wanken geraten. Entscheidend ist, ob wir trotzdem den Schritt nach draußen wagen – und jene stillen Zwischenräume zulassen, in denen Gottes Gegenwart erfahrbar werden kann.
Eine Predigt über Elija am Horeb, die Stürme des Lebens, Zweifel, Stille und den Mut, sich von Gott herausrufen zu lassen.
Doch bevor Elija diese Stille erfahren kann, muss er seine Höhle verlassen. Er muss sich seinen Ängsten, Zweifeln, Verletzungen und auch dem eigenen Versagen stellen. Genau darin liegt eine zentrale Erfahrung des Glaubens: Vertrauen bedeutet nicht, vor den Stürmen des Lebens bewahrt zu werden. Es bedeutet, sich von Gott herausrufen zu lassen und ihnen nicht auszuweichen.
Auch die Kirche schützt nicht vor Erschütterungen und Zweifeln. Sie kann selbst zum Ort werden, an dem Sicherheiten ins Wanken geraten. Entscheidend ist, ob wir trotzdem den Schritt nach draußen wagen – und jene stillen Zwischenräume zulassen, in denen Gottes Gegenwart erfahrbar werden kann.
Eine Predigt über Elija am Horeb, die Stürme des Lebens, Zweifel, Stille und den Mut, sich von Gott herausrufen zu lassen.
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03.08.2026
10 Minuten
Kann Glaube vor Leid schützen? Manchmal wünschen wir uns genau das. Ein Gebet, ein Kreuz um den Hals oder ein Segen und schon wäre alles Schwere von uns fern. Doch der christliche Glaube verspricht etwas anderes.
Paulus schreibt im Römerbrief nicht, dass Christen keine Not, keine Krankheit oder keinen Tod erleben werden. Er sagt vielmehr: Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen.
Gerade darin liegt der Unterschied zwischen Magie und Glaube. Magie versucht, Kräfte zu kontrollieren. Der Glaube vertraut sich Gott an. Er macht die Welt nicht beherrschbar, sondern schenkt Hoffnung mitten in einer Welt voller Unsicherheit.
Diese Predigt lädt dazu ein, Gottes Segen nicht als Zauberformel zu verstehen, sondern als Zeichen seiner bleibenden Nähe. Einer Liebe, die stärker ist als Angst, Leid und sogar der Tod.
Paulus schreibt im Römerbrief nicht, dass Christen keine Not, keine Krankheit oder keinen Tod erleben werden. Er sagt vielmehr: Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen.
Gerade darin liegt der Unterschied zwischen Magie und Glaube. Magie versucht, Kräfte zu kontrollieren. Der Glaube vertraut sich Gott an. Er macht die Welt nicht beherrschbar, sondern schenkt Hoffnung mitten in einer Welt voller Unsicherheit.
Diese Predigt lädt dazu ein, Gottes Segen nicht als Zauberformel zu verstehen, sondern als Zeichen seiner bleibenden Nähe. Einer Liebe, die stärker ist als Angst, Leid und sogar der Tod.
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27.07.2026
9 Minuten
Happy End – und dann? Viele Geschichten enden genau dort, wo alles gut wird. Doch das Evangelium erzählt eine andere Geschichte.
Jesus spricht vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle. Zwei Menschen entdecken etwas, das so wertvoll ist, dass sie alles andere dafür loslassen. Doch genau hier endet die Geschichte nicht, hier beginnt sie erst.
Der Glaube ist kein einmaliges Erlebnis, nach dem plötzlich alles leicht wird. Er ist ein Weg. Ein Aufbruch. Eine Einladung, Gott mehr zu vertrauen als den eigenen Sicherheiten.
Diese Predigt zeigt, dass das Himmelreich nicht erst am Ende unseres Lebens beginnt. Es wächst dort, wo Menschen den Mut finden, loszulassen, neu aufzubrechen und ihr Vertrauen auf Gott zu setzen.
Jesus spricht vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle. Zwei Menschen entdecken etwas, das so wertvoll ist, dass sie alles andere dafür loslassen. Doch genau hier endet die Geschichte nicht, hier beginnt sie erst.
Der Glaube ist kein einmaliges Erlebnis, nach dem plötzlich alles leicht wird. Er ist ein Weg. Ein Aufbruch. Eine Einladung, Gott mehr zu vertrauen als den eigenen Sicherheiten.
Diese Predigt zeigt, dass das Himmelreich nicht erst am Ende unseres Lebens beginnt. Es wächst dort, wo Menschen den Mut finden, loszulassen, neu aufzubrechen und ihr Vertrauen auf Gott zu setzen.
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20.07.2026
1 Minute
Wir Christen leben dazwischen. Zwischen Alltag und Ewigkeit. Zwischen Hoffnung und Zweifel. Zwischen dem Wunsch nach Klarheit und einer Welt, die oft alles andere als eindeutig ist.
Jesus beschreibt dieses Leben mit dem Bild von Weizen und Unkraut, die bis zur Ernte gemeinsam wachsen. Noch ist nicht alles entschieden. Noch ist vieles offen. Gerade darin liegt der Raum des Glaubens.
Paulus greift diese Erfahrung auf und macht Mut: Selbst wenn uns die Worte fehlen, selbst wenn wir nicht wissen, wie wir beten sollen, bleibt Gott uns nahe. Der Heilige Geist tritt für uns ein – mit unaussprechlichen Seufzern.
Diese Predigt lädt dazu ein, den eigenen Glauben nicht an Perfektion zu messen. Gott erwartet keine perfekten Formulierungen. Er kennt unser Herz und begleitet uns gerade dort, wo wir sprachlos werden.
Jesus beschreibt dieses Leben mit dem Bild von Weizen und Unkraut, die bis zur Ernte gemeinsam wachsen. Noch ist nicht alles entschieden. Noch ist vieles offen. Gerade darin liegt der Raum des Glaubens.
Paulus greift diese Erfahrung auf und macht Mut: Selbst wenn uns die Worte fehlen, selbst wenn wir nicht wissen, wie wir beten sollen, bleibt Gott uns nahe. Der Heilige Geist tritt für uns ein – mit unaussprechlichen Seufzern.
Diese Predigt lädt dazu ein, den eigenen Glauben nicht an Perfektion zu messen. Gott erwartet keine perfekten Formulierungen. Er kennt unser Herz und begleitet uns gerade dort, wo wir sprachlos werden.
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13.07.2026
1 Minute
Wäre das Leben nicht einfacher, wenn alles eindeutig wäre?
Schwarz oder Weiß. Gut oder Böse. Richtig oder Falsch.
Viele Menschen sehnen sich nach einfachen Antworten. Doch genau diese Eindeutigkeit verspricht das Evangelium nicht. Stattdessen spricht Jesus vom Sämann, der großzügig aussät – auf guten Boden ebenso wie auf steinigen oder dornigen Grund. Erst die Ernte wird zeigen, was Frucht trägt.
Auch Paulus beschreibt diese Spannung: Die ganze Schöpfung sehnt sich nach Vollendung. Sie wartet darauf, dass sichtbar wird, was heute noch verborgen ist. Christliche Hoffnung lebt deshalb nicht von fertigen Lösungen, sondern vom Vertrauen darauf, dass Gott alles zur Vollendung führt.
Diese Predigt lädt dazu ein, sich nicht von scheinbar einfachen Antworten verführen zu lassen, sondern den Heiligen Geist als Orientierung anzunehmen. Jeder Mensch ist berufen, mit seinen Talenten am Reich Gottes mitzubauen – unabhängig von Herkunft, Bildung oder Beruf.
Schwarz oder Weiß. Gut oder Böse. Richtig oder Falsch.
Viele Menschen sehnen sich nach einfachen Antworten. Doch genau diese Eindeutigkeit verspricht das Evangelium nicht. Stattdessen spricht Jesus vom Sämann, der großzügig aussät – auf guten Boden ebenso wie auf steinigen oder dornigen Grund. Erst die Ernte wird zeigen, was Frucht trägt.
Auch Paulus beschreibt diese Spannung: Die ganze Schöpfung sehnt sich nach Vollendung. Sie wartet darauf, dass sichtbar wird, was heute noch verborgen ist. Christliche Hoffnung lebt deshalb nicht von fertigen Lösungen, sondern vom Vertrauen darauf, dass Gott alles zur Vollendung führt.
Diese Predigt lädt dazu ein, sich nicht von scheinbar einfachen Antworten verführen zu lassen, sondern den Heiligen Geist als Orientierung anzunehmen. Jeder Mensch ist berufen, mit seinen Talenten am Reich Gottes mitzubauen – unabhängig von Herkunft, Bildung oder Beruf.
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Über diesen Podcast
Pfarrer Michael Mohr, Pfarrer in Erkrath, Hilden und Haan, bringt
in seinen Predigten Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch.
Authentisch, lebensnah und theologisch fundiert spricht er über
Gott, Zweifel und Hoffnung – über das, was Menschen bewegt. Geboren
1975 im Bergischen Land, war Michael Mohr zunächst
Diplom-Finanzwirt, bevor ihn der Ruf zum Priester führte. Nach
Studienjahren in Bonn, Salamanca und Köln wurde er 2008 zum
Priester geweiht. Heute leitet er die Pastorale Einheit
Erkrath/Haan/Hilden „im neanderland“. In diesem Podcast teilt er
seine Predigten – Worte, die tragen, herausfordern und zum
Nachdenken anregen.
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