Episoden

#8 Biodiversität und wie sie gestärkt werden kann
05.03.2026
48 Minuten
Warum ist Biodiversität so entscheidend für unser Leben? In dieser Folge spreche ich mit Markus Bieri darüber, weshalb jede Wildtierart wie eine tragende Säule unseres Ökosystems ist. Fällt eine weg, passt sich die Natur an. Dies nicht zwingend zu unseren Gunsten. Wir beleuchten die direkten und indirekten Vorteile biodiverser Flächen. Sie liefern uns Medikamente, schützen vor Naturgefahren wie Lawinen, stabilisieren Böden, regulieren das Klima und beeinflussen unser Wohlbefinden. Biodiversität betrifft uns einfach in jeder Lebenslage. Gleichzeitig gehört die Schweiz zu den Ländern mit besonders geringer Biodiversität. Trotz der unterschiedlichen Bewertungsmethoden der Länder. Wir stehen unter Druck. Deshalb sprechen wir darüber, ob sich biodiversitätsfördernde Flächen lohnen und warum ihre Vernetzung entscheidend ist. Ein weiterer Punkt ist die Landwirtschaft und unsere Ernährung. Wie kann eine Lebensmittelproduktion aussehen, die Artenvielfalt unterstützt? Warum darf Nahrung wieder mehr Wert haben und wie profitieren Bauern, Landschaft und Biodiversität davon? Wir diskutieren zudem, wie anspruchsvoll es ist, naturnahe Flächen im eigenen Garten oder in der Gemeinde zu gestalten. Warum verursachen naturnahe Gärten oft weniger Arbeitsaufwand? Welche Rolle spielt Wasser als zentrales Element für nahezu alle Tierarten? Und weshalb werden einzelne Arten wie die Tigermücke oft zur Angsterzählung, während ganzheitliche Lösungen zu kurz kommen? Zudem geht es um typische Fehler, die vermieden werden sollten und um konkrete Tipps für den Einstieg. Denn ein naturnaher Garten ist für jeden Lebensstil möglich! Er beginnt mit Ausprobieren, Beobachten und Lernen. Zum Schluss erzählt Markus von seinen Erfahrungen in der Naturbildung, wie stark die Motivation beim Exkursionsleiter selber, aber auch bei den Teilnehmern die Qualität beeinflusst und was die effektivsten Methoden in der Naturbildung sind. naturdienst.ch
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#7 Einblick in die Naturarbeiten von heute und von Morgen
26.02.2026
1 Stunde 4 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Ulysses Witzig von CreaNatira über konkrete Naturarbeiten und wie Artenvielfalt im eigenen Garten, im Verein oder in Projekten wirksam umgesetzt werden kann. Ein zentrales Thema sind sogenannte Zielarten: Sie sind ein einfaches und wirkungsvolles Instrument, um den Erfolg von Aufwertungsmassnahmen messbar zu machen. Wir sprechen über konkrete Beispiele und zeigen, warum ein breit gefächertes Angebot an Naturarbeiten entscheidend ist. Zudem gibt es einen Blick in die Zukunft und warum die Zielartenbeobachtung immer mehr ergänzt wird durch andere Wirkungskontrollen. Welche Massnahmen lassen sich unkompliziert zu Hause oder im Vereinsumfeld umsetzen? Wie sind Waldweiden in allen Kantonen möglich und welche ökologischen Vorteile bringen sie? Und weshalb lohnt es sich, bei Aufwertungen von Naturgebieten, Wiesen oder Gärten eine Fachperson beizuziehen? Zudem diskutieren wir die Verschiebung von der klassischen Neophytenbekämpfung hin zur umfassenderen Neobiotabekämpfung und wie man auf Kritik reagiert, wenn ein renaturiertes Gebiet zunächst „unordentlicher“ oder ungewohnter aussieht als zuvor. Eine Folge für alle, die Natur nicht nur schätzen, sondern aktiv gestalten wollen. Schau bei CreaNatira vorbei
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#6 Einfache Lösungen und Beispiele für naturnahe Gärten
19.02.2026
1 Stunde 4 Minuten
Wie einfach Landschaftsarchitektur, Umweltplanung und Klimaanpassung zusammenspielen können, zeigt diese Folge mit Sebastian Meyer von Planikum. Wir sprechen darüber, warum genau diese Kombination ein zentraler Weg für zukunftsfähige Siedlungsräume ist. Anhand konkreter Projekte und Lösungen wird deutlich, wie einfache Massnahmen grosse Wirkung entfalten können, wie starke Verbauungen vermieden werden und wie Gemeindearbeiten sinnvoller über das Jahr verteilt werden können. Weiter geht es um die Bedeutung von Kaltluftströmen und Biodiversität für Wildtiere und auch für unser eigenes Wohlbefinden. Wir sprechen auch über die Vorteile für Investoren. Denn, Naturnahe Flächen steigern die Attraktivität von Wohnraum, führen zu zufriedeneren und treueren Mieterinnen und Mietern und reduzieren den Freizeitdruck auf entfernte Naturgebiete, weil hochwertige Grünräume direkt vor der Haustür entstehen. Am Beispiel der Bewertung des Schulhauses Gränichen zeigt Sebastian einfache und kostengünstige Möglichkeiten zur Naturförderung. Aber auch umfassendere Projekte kommen zur Sprache. Er gibt konkrete Tipps für den Einstieg und macht deutlich, warum ein gewisses Grundwissen entscheidend ist. (Ein Mauerseglerkasten gehört schliesslich nicht in den Wald). Wir sprechen ausserdem darüber, wie selbst die Dorffeuerwehr unterstützen kann, warum Orchideen auf Dächern wachsen und sprechen kurz darüber wie komplex die Planung und Umsetzung von ökologischer Ausgleichsflächen bei Bauprojekten ist. Mehr zu Planikum Bauanleitung Nistkasten Gartenaufwertung
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#5 Mythen, Missverständnisse und Fakten zur Natur
12.02.2026
13 Minuten
In dieser Folge räumen wir mit alten und neueren Mythen aus der Tier- und Pflanzenwelt auf. Kann eine Hummel wirklich nicht fliegen? Leben beide Hälften eines Regenwurms weiter, wenn man ihn teilt? Und sammelt die Elster tatsächlich glänzende Gegenstände? Wir gehen 24 weit verbreiteten Naturmythen auf den Grund und trennen Fakten von gut gemeinten, aber falschen Annahmen. Nach dieser Folge weisst du, was stimmt und was nicht und kannst dein Wissen an Kinder, Familie, Freund:innen oder Kolleg:innen weitergeben, wenn der nächste Mythos auftaucht. Mein Ziel: dass du danach aufmerksamer, neugieriger und vielleicht auch angstfreier durch die Natur gehst.
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#4 So einfach geht naturnaher Garten
05.02.2026
53 Minuten
*Links ganz am Ende* In dieser Folge spreche ich mit Kai Pulver von der Geschäftsstelle Bioterra über die Arbeit der Organisation und ihr Engagement für nachhaltige, naturnahe Gärten. Bioterra zeigt, wie Gärtnern ohne Pestizide und künstlichen Dünger funktioniert. Wir klären, warum ein „Naturgarten“ eigentlich nie ganz Natur ist, weshalb der Begriff naturnaher Garten treffender ist und ob ein naturnaher Balkon überhaupt möglich ist. Zudem gehen wir der Frage nach, wie es dazu kam, dass heute die Biodiversität in Städten zunimmt, während sie im ländlichen Raum abnimmt und es früher genau andersrum war. Ein weiteres Thema ist der rasante Klimawandel: Wie müssen sich unsere Gärten anpassen? Und was können wir konkret tun, um mit veränderten Bedingungen umzugehen? Eine gute Hilfe für naturnahe Gärten, sind die von Bioterra zertifizierten Gartenbauerinnen und Gartenbauer, die hohe Anforderungen an Pflanzen-, Tier- und Insektenwissen erfüllen. Sie arbeiten ausschliesslich mit zugelassenen Hilfsmitteln des FiBL, vermeiden unnötige Eingriffe, reduzieren den CO₂-Ausstoss (etwa durch den Verzicht auf den Import von Steinen oder Materialien aus anderen Kontinenten) und achten darauf, dass im Garten keine Tierfallen entstehen. Wir sprechen darüber, warum sich eine Zertifizierung lohnt: Der Kundenstamm wächst, Gemeinden erkennen zunehmend den Wert naturnaher Flächen und der Austausch unter Gleichgesinnten wird als grosser Gewinn erlebt. Gerade weil es noch nicht viele zertifizierte Betriebe gibt. Zum Schluss werfen wir einen Blick auf Gentechnik (GMOs), ihre Vor- und Nachteile sowie auf unsere zunehmende Abhängigkeit von wenigen Saatgutsorten und warum wir in einer Saatgutkrise sind. Bioterra Natura DB Wildstauden
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.

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