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1 Stunde 3 Minuten
Mit Verena Lubini geht es im Podcast um eine faszinierende und oft übersehene Tiergruppe, die Wasserinsekten. Ihre Larven entwickeln sich in Gewässern aller Art; dann schlüpfen sie und wechseln zum manchmal sehr kurzen Landleben. Nur dort können sie sich fortpflanzen. Sie stammen ursprünglich on landlebenden Vorfahren ab und haben sich ähnlich wie die Wale ans Leben im Wasser angepasst. So kommen sie entweder an die Wasseroberfläche um Luftsauerstoff zu tanken oder tragen am Körper Kiemen - ähnlich wie die Fische. Erstaunlich ist, dass sich auch ein Teil von ihnen, vor allem Libellen, im Salzwasser entwickeln können.

Wasserinsekten sind nicht nur Beute für Fische und Libellenlarven, sondern auch für Spinnen und Vögel. Dadurch verbinden sie das Gewässer- mit dem Landökosystem. Sterben sie an Land, tragen sie sogar zur Dünung von Ackerflächen bei. Das zeigt, dass ihre Bedeutung weit über das Gewässer hinaus reicht.

Wasserinsekten sind durch Eingriffe in Gewässer wie Verbauungen, Wasserentnahmen oder Pestizideinträge bedroht. Mit Revitalisierungen und immer effizienteren Kläranlagen wird versucht die Lebensbedingungen der Wasserlebewesen zu verbessern. Der Klimawandel hat bereits dazu geführt, dass wärmetolerante Arten die kältetoleranten verdrängt haben. Die Biodiversität in den Gewässern dürfte sich mittel- bis längerfristig also verändern!

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49 Minuten
Mit dem Präsidenten von Birdlife Schweiz, Thomas Lüthi, spreche ich über die Aufgaben, die Organisation und die vielfältigen Aktivitäten des Verbands.

Thomas erzählt, welche Mission Birdlife verfolgt und auf welche drei zentralen Bereiche sich die Arbeit konzentriert.

Ein wichtiges und oft gefragtes Thema ist die Abgrenzung zur schweizerischen Vogelwarte Sempach. Was unterscheidet die beiden Organisationen? Wo arbeiten sie zusammen und welche Aufgaben übernimmt jeweils Birdlife beziehungsweise die Vogelwarte?

Anschliessend werfen wir einen Blick hinter die Kulissen von Birdlife Schweiz. Thomas erklärt, wie der Verband aufgebaut ist, wer welche Entscheidungen trifft und wie föderal der Verband geprägt ist. Die Struktur erinnert dabei in vielerlei Hinsicht an die direkte Demokratie der Schweiz.

Wir sprechen ausserdem über die zahlreichen nationalen und internationalen Organisationen, mit denen Birdlife Schweiz zusammenarbeitet, und darüber, welche Rolle sie International dabei spielt.

Thomas betont immer wieder wie wichtig die lokalen Birdlife-Sektionen sind. Er erklärt, warum diese für die Arbeit von Birdlife Schweiz unverzichtbar sind, welche wertvollen Aufgaben sie lokal übernehmen und wie der Nationalverband sie bei ihrer Arbeit unterstützen kann. Auch erfahren wir, an wen sich Sektionen und Privatpersonen wenden können, wenn in einem Kanton kein kantonaler Verband besteht.

Zum Schluss geht es nochmals über die Landesgrenzen hinaus. Thomas gibt Einblicke in die internationale Arbeit und zeigt, wie der weltweite Einsatz für Vögel, Natur und Biodiversität miteinander verbunden ist.

Link: Birdlife

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41 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Franziska Siegrist über den Verein FachFrauen Umwelt (ffu-pee) und darüber, wie sich Frauen aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsberufen seit vielen Jahren vernetzen, gegenseitig unterstützen und gemeinsam politische Anliegen voranbringen.

Franziska erzählt, wie der Verein entstanden ist, welche Aufgaben er heute übernimmt und welche Vorteile das Netzwerk seinen Mitgliedern bietet. Dabei geht es nicht nur um fachlichen Austausch, sondern auch um Weiterbildung, persönliche Unterstützung und die gemeinsame politische Arbeit für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Anschliessend sprechen wir über die Themen, welche die FachFrauen Umwelt aktuell besonders beschäftigen. Franziska gibt zudem Einblicke in das Netzwerk und zeigt, wie die Mitglieder voneinander profitieren, Wissen teilen und sich gegenseitig bei beruflichen Herausforderungen unterstützen.

Natürlich darf eine wichtige Frage nicht fehlen: Wer kann eigentlich Mitglied werden? Ein Spoiler: du musst eine Frau sein.

Zudem war es spannend zu hören, ob und wie Frauen und Männer unterschiedlich arbeiten, kommunizieren und an gemeinsame Ziele herangehen.

Zum Schluss geht es darum, wie auch Menschen ausserhalb des Vereins die Arbeit der FachFrauen Umwelt unterstützen können. Denn Vernetzung, Fachwissen und Engagement für eine nachhaltige Zukunft brauchen nicht zwingend eine Mitgliedschaft.

Links: ffu-pee

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1 Stunde 2 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Rebecca Clopath über Naturküche und darüber, wie sich Kochen, Genuss und Biodiversität miteinander verbinden lassen.

Rebecca erzählt, warum sie die klassische Restaurantküche verlassen hat und welcher Schlüsselmoment sie dazu brachte, ihre Art zu kochen grundlegend zu verändern. Heute arbeitet sie mit einer Naturküche, die sie immer wieder in andere Bereiche führt. Von der Landwirtschaft und dem Gärtnern bis hin zum Sammeln von Pflanzen in der Natur.

Dabei spielt die Saison eine zentrale Rolle. Rebecca erklärt, wie sie mit verschiedenen Konservierungsmethoden Lebensmittel aus der Region über das ganze Jahr verfügbar macht und warum dadurch beispielsweise auch regionale Erdbeeren im Januar bei ihr auf dem Teller landen können.

Zudem sprechen wir über das nachhaltige Sammeln. Wie entscheidet Rebecca, wie viel einer Pflanze entnommen werden darf, ohne ihren Bestand zu gefährden? Und können invasive Neophyten in der Küche sinnvoll genutzt werden?

Wir sprechen ausserdem darüber, welche Pflanzen sowohl ökologisch als auch kulinarisch besonders interessant sind und wie manchmal unerwartete Personen zur Entdeckung neuer Geschmäcker beitragen können, sogar ein Schreiner.

Zum Schluss geht es um die Frage, wie wir mit unserem Essen die Biodiversität unterstützen können. Rebecca zeigt, dass bewusste Lebensmittelwahl nicht kompliziert sein muss und dass Naturküche nicht automatisch mehr Zeit in der Küche bedeutet.

Links: rebecca-clopath.ch

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1 Stunde 21 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Hans Lozza über den Schweizerischen Nationalpark und warum er bis heute ein weltweit einzigartiges Schutzgebiet ist. Wir erfahren, weshalb der Nationalpark heute nicht mehr als klassischer Nationalpark, sondern als Wildnisgebiet gilt und was ihn von vielen anderen Nationalparks unterscheidet.

Hans erzählt von der über 100 Jahre alten Nationalparkidee, die trotz zweier Weltkriege und enormen gesellschaftlichen Veränderungen bis heute Bestand hat und wir einen Blick in die Vergangenheit. Denn die Flächen des heutigen Nationalparks wurden vor seiner Gründung intensiv genutzt. Auch nach über einem Jahrhundert ohne Bewirtschaftung ist die Natur deshalb noch immer dabei, sich zum ursprünglicheren Zustand zu entwickeln.

Ein spannender Punkt ist die Entwicklung der Biodiversität. Obwohl in ungenutzten Landschaften oft ein Rückgang einzelner Arten erwartet wird, zeigt sich im Schweizerischen Nationalpark insgesamt ein anderes Bild. Langjährige Untersuchungen zeigen, dass die Artenvielfalt zunimmt. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Artenzusammensetzung. Wärme liebende Pflanzen und Schmetterlinge wandern in höhere Lagen, während an Kälte angepasste Arten zunehmend unter Druck geraten.

Wir sprechen zudem über die sichtbarsten Veränderungen im Nationalpark. Das Verschwinden von Gletschern und Permafrost prägt die Landschaft ebenso wie die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Dank einzigartiger Forschungsdaten, die teilweise über 100 Jahre zurückreichen, lassen sich diese Entwicklungen besonders eindrücklich dokumentieren.

Ein weiteres Thema ist die grosse Beliebtheit des Nationalparks. Obwohl Besucherinnen und Besucher strenge Regeln einhalten müssen, fasziniert das Gebiet jedes Jahr zahlreiche Menschen. Hans erklärt, weshalb Umweltbildung, Schulbesuche und die Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse entscheidend sind, um Verständnis und Begeisterung für den Nationalpark zu schaffen.

Zum Schluss sprechen wir über den PCB-Unfall im Spöl, den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten und die Herausforderungen bei der Renaturierung. Abschliessend beantwortet Hans die Frage, ob eine Erweiterung des Schweizerischen Nationalparks in Zukunft möglich ist.

Links: Schweizerischer Nationalpark
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.
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„Zukunft Natur“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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