Die Berge verändern sich. Tiere und Pflanzen, die früher in tieferen Lagen vorkamen, werden immer mehr weiter oben beobachtet. Doch warum wandern sie überhaupt in höhere Lagen? Und können sie mit der Geschwindigkeit des aktuellen Klimawandels überhaupt Schritt halten?
Im Gespräch erklärt Sonja Wipf zuerst, welche Gründe hinter dieser Höhenwanderung stecken. Dabei wird zeigt sich, dass Pflanzen langsam neue Lebensräume besiedeln. Sonja nennt durchschnittliche Wandergeschwindigkeiten und zeigt, warum diese im Vergleich zur Geschwindigkeit der heutigen Klimaerwärmung oftmals viel zu langsam sind.
Anschliessend sprechen wir über das Projekt GLORIA, mit dem die Veränderungen der Pflanzenwelt in den Bergen bereits seit Jahrzehnten beobachtet werden. Im September wurde ein aktuelles Paper mit einem Zwischenstand veröffentlicht. Wir schauen uns an, was diese langfristigen Beobachtungen zeigen und ob neben der Klimaerwärmung noch andere Faktoren dafür verantwortlich sind, dass Pflanzen in höhere Lagen vordringen.
Aber nicht alle Arten reagieren gleich. Gibt es Pflanzen, die sich schnell genug an die zunehmende Erwärmung anpassen können? Sonja stellt einige Arten vor, die zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören.
Wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer. Deshalb sprechen wir darüber, wer unter dem Wandel leidet und wie es beispielsweise um das Edelweiss steht.
Die Veränderungen in den Bergen passieren langsam. So langsam, dass wir sie im Alltag kaum wahrnehmen? Nicht unbedingt! Sonja erklärt, warum die Veränderungen durchaus für uns Menschen sichtbar werden können und gibt praktische Tipps und Hilfsmittel, mit denen jeder sofort selbst beginnen kann, die Veränderungen in der Natur zu beobachten.
Zum Schluss geht es um die entscheidende Frage: Was können wir tun, um die Höhenwanderung von Tier- und Pflanzenarten zu bremsen oder vielleicht sogar zu verhindern?
Links:
Mehr zu Sonja und Luzula
Mehr zu GLORIA im Science oder hier auf Deutsch
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