Zukunft Natur

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Episoden

#15 Lernen mit allen Sinnen. Die Naturpädagogik als Schlüssel zur Bildung
23.04.2026
52 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Natalie Oberholzer von Ecoviva über Naturpädagogik und warum sie ein zentraler Schlüssel ist, um Kindern einen echten Zugang zur Natur und zu Umweltthemen zu ermöglichen.


Natalie zeigt, wie gut sich Naturpädagogik in den Lehrplan 21 integrieren lässt. Insbesondere im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“. Denn Lernen draussen ist nicht nur möglich, sondern bietet enormes Potenzial für verschiedenste Fachbereiche.


Natalie staunt zudem immer wieder über die Kinder und wie offen, neugierig und anders sie die Natur wahrnehmen und wie viel sie dabei entdecken. Sie empfiehlt Lehrpersonen, unter anderem, direkt vor dem Schulhaus zu starten. Dort lassen sich alle fünf Sinne ohne grosse Planung oder Reisen einfach einsetzen und gezielt fördern.


Wir sprechen darüber, was einen guten Naturlernort ausmacht und welche Vorteile solche Lernumgebungen bieten (auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen wie ADHS). Gleichzeitig zeigt Natalie, wie ihre Module Lehrpersonen entlasten und Themen wie Mathematik oder sogar Finanzbildung integrieren können.


Auch mögliche Risiken kommen zur Sprache: Zecken, Fuchsbandwurm oder Verletzungen und wie man damit in der Praxis sinnvoll umgeht, ohne die Kinder von Naturerfahrungen abzuhalten.


Zum Schluss erzählt Natalie von ihrer Lieblingspflanze, der Brennnessel, und warum sie so viel mehr kann, als man denkt.


Ecoviva


Joseph Cornell
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#14 Totholz. Wichtiger und praktischer als man denkt
16.04.2026
51 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Etienne von Speisepilze.ch über die zentrale Rolle von Totholz in der Natur. Was oft als „Abfall“ wahrgenommen wird, ist in Wirklichkeit ein wichtiger Baustein für funktionierende Ökosysteme. Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig ein natürlicher Wasserspeicher, der Feuchtigkeit aufnimmt und langsam wieder abgibt.


Die Zersetzung von Holz ist nicht einfach. Pilze gehören dabei zu den wichtigsten Verwertern und schaffen die Grundlage dafür, dass andere Arten wie der Hirschkäfer profitieren können. Dabei wird auch deutlich, warum stehendes Totholz ökologisch oft wertvoller ist als liegendes.


Wir sprechen darüber, wie einfach sich Totholz in den Alltag integrieren lässt. Sei es im Garten, in Form von Asthaufen, Baumstümpfen oder unbehandeltem Holz in Zäunen und Beeteinfassungen. Selbst kleine Strukturen können bereits einen grossen Beitrag zur Förderung seltener Arten wie Wildbienen oder Hirschkäfer leisten.


Auch Gemeinden können erstaunlich viel machen: Sie können Totholz und andere organische Materialien gezielt vor Ort einsetzen und Pilze können bei der Beschleunigung von Zersetzungsprozessen super helfen


Etienne teilt also spannende Beobachtungen aus seiner Arbeit und gibt konkrete Tipps für den Aufbau eines funktionierenden Holzhaufens. Zum Schluss wird es nochmals persönlich. Er erzählt von seinem Lieblingstier, dem Hirschkäfer, und wie man ihn mit etwas Glück selbst entdecken kann.





Schau mal bei Etienne vorbei: Speisepilze.ch
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#13 Es war noch nie so einfach, lokale Gartenpflanzen zu finden
09.04.2026
1 Minute
In dieser Folge spreche ich mit Olivier Magnin von Regioflora über die Bedeutung einheimischer Pflanzen und warum die richtige Herkunft entscheidend ist. Im Zentrum stehen regionale Pflanzen und ihre Ökotypen, die eng mit biogeografischen Zonen verknüpft sind. Olivier erklärt, was in den Übergangszonen passiert und wie damit umgegangen wird.


Wir sprechen über verschiedene Methoden der Saatgutsammlung, ihre Vor- und Nachteile sowie über die wachsende Zahl an Gärtnereien, die sich auf die Vermehrung einheimischer Pflanzen spezialisiert haben. Ein wichtiges Thema ist dabei auch die sogenannte Outbreeding Depression und wie sie vermieden werden kann.


Olivier gibt zudem praktische Tipps für den eigenen Garten. Worauf sollte man beim Pflanzenkauf achten? Warum sind Biogärtnereien oft die bessere Wahl? Und wie erkennt man mit einer einfachen Frage, ob man beim richtigen Anbieter ist?


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Potenzial einheimischer Pflanzen in Siedlungen. Ganze Grünflächen könnten damit gestaltet werden. Die sind ökologisch sinnvoller und oft kostengünstiger für Gemeinden.


Im Hinblick auf den Klimawandel plädiert Olivier dafür, einheimischen Pflanzen zuerst eine Chance zur Anpassung zu geben, statt vorschnell auf mediterrane Arten zu setzen.


Zum Schluss stellt er den Pflanzenfinder von Regioflore vor. Ein praktisches Werkzeug, um passende Arten für den eigenen Standort zu finden.


Pflanzenfinder


Regioflora


Mission B


Bioterra


Bio Suisse
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# 12 Schwimmen ohne Chlor. Warum sind unsere Pools nicht längst natürlicher?
02.04.2026
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt der Wasserflächen im Garten. Gemeinsam mit Michael Gut von Salamander Naturgarten sprechen wir über Biopools, Schwimmteiche und deren spannende Kombinationen.


Welche Systeme fördern die Biodiversität und welche nicht? Michael zeigt, warum Schwimmteiche eine hohe Biodiversität haben und erzählt von Lösungen, damit Pflanzen und Tiere nicht durch Wellen gestört werden, und erklärt, welche Rolle durchdachte Gestaltung dabei spielt.


Ein spannendes Thema ist der Biofilm. Ein oft unterschätztes, aber enorm leistungsfähiges System, das Wasser auf natürliche Weise reinigt. Sowohl in unseren Gewässern als auch in Biopools. Umso mehr stellt sich die Frage, warum klassische Pools noch immer mit Chlor betrieben werden, obwohl es mit dem Biofilm funktionierende natürliche Alternativen gibt.


Wir sprechen darüber, ob bestehende Pools in Biopools umgebaut werden können und welche Vorteile für Menschen und für Amphibienbestehen.


Auch typische Missverständnisse kommen zur Sprache: Sind naturnahe Gärten wirklich aufwändiger? Warum sind Algen kein Problem, sondern Teil der Lösung? Und warm ein Wildbienenhotel selten die Biodiversität fördert.


Ein weiterer Fokus liegt auf sogenannten Tierfallen. Wir klären, welche Gefahren im Garten oft unterschätzt werden. Z.B. durch Mähroboter oder falsch gestaltete Teiche und wie sich diese vermeiden lassen.





Salamander Naturgarten
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#11 Weg zurück nach draussen - Natur einfach erleben
26.03.2026
55 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Vera Knecht von der SKW AG über ein Phänomen, das immer häufiger wird: Die zunehmende Distanz zur Natur die bis zu einer sogenannten Biophobie führen kann.


Vera beobachtet im Alltag, wie viele Menschen die Natur kaum noch bewusst wahrnehmen. Sei es im Zug, wo der Blick selten nach draussen geht, oder draussen selbst, wo sich viele unsicher und ungeübt bewegen. Natur wird oft nur noch betrachtet, statt erlebt.


Können also Dokumentarfilme das Gegenteil bewirken, indem die Menschen, die ein Film schauen, scheinbar Natur erlebt haben und nicht mehr hinausgehen? Eine spannende Frage von Vera.


Darum sprechen wir weiter darüber, warum es sich lohnt, wieder aktiv in die Natur zu gehen. Denn wer draussen ist, nimmt Veränderungen wahr, erlebt die Jahreszeiten intensiver und entwickelt ein tieferes Verständnis für die Umwelt.


Dabei spielt die eigene Faszination und Begeisterung eine zentrale Rolle. Sie sind entscheidend, um andere Menschen für die Natur zu gewinnen.


Vera erklärt, wie einfach der Einstieg in die Natur sein kann: Durch kleine Rituale, regelmässige Aufenthalte draussen und den bewussten Verzicht auf Reizüberflutung den wir im Alltag haben. Zudem wollen wir Mut machen, denn die Natur in der Schweiz ist vergleichsweise sicher und gut zugänglich.





SKW AG
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.
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