Geschichte in Bewegung: Transkulturelle Generationsdialoge

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DDR-Migration neu erzählt
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Episoden

Von Mosambik in die DDR: Als Zeitzeuge zwischen den Welten und der Wende
26.06.2026
1 Minute
In dieser Folge haben wir einen ganz besonderen Gast. Victor aus der ersten Folge erzählt uns wie es nach seinem ersten Aufenthalt in der DDR weiterging.


In der ersten Folge hat er uns bereits erzählt wie er eine Ausbildung in der DDR absolviert hatte und dann wieder nach Mosambik gereist ist. Dort erhielt er nach wenigen Monaten wieder die Möglichkeit in die DDR zu kommen. Diesmal für ein Studium. Nach verschiedenen beruflichen Stationen und mit einer großen Portion Hartnäckigkeit erkämpfte er sich schließlich seinen großen Traum: Ein Studium in Leipzig, das er pünktlich im Schicksalsjahr 1989 antrat.
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Ohne Vorurteile? Deutsche Perspektiven auf internationale Kontakte in der DDR
26.06.2026
1 Minute
Wie sah das Zusammenleben in der DDR wirklich aus? In dieser Folge wechseln wir die Perspektive und sprechen mit einer deutschen Zeitzeugin, die uns Einblicke in ihre ganz persönlichen Begegnungen mit Menschen aus dem Ausland in der DDR gibt.


Während der Kontakt zwischen DDR-Bürgern und Vertragsarbeitern oder internationalen Studierenden oft staatlich reglementiert war, zeigt ihre Geschichte: Manchmal war das Kennenlernen ganz leicht, unvoreingenommen und frei von großen politischen Gedanken. Doch wie veränderten sich diese Beziehungen mit dem Mauerfall? Wir sprechen über die emotionale Umbruchzeit und beleuchten auch die ungeschönte Realität – inklusive der Herausforderungen und Nachteile, die die Wendezeit für das internationale Zusammenleben mit sich brachte.


Links:


Viele Mosambikaner warten bis heute auf ihren Lohn. Weitere Informationen hier:


https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ehemalige-ddr-vertragsarbeiter-aus-mosambik-noch-eine-rechnung-offen,mosambik-172.html


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/vertragsarbeiter-ddr-mosambik-100.html
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Umbruch und Neustart – Eindrücke einer vietnamesischen Vertragsarbeiterin
08.06.2026
59 Minuten
In unserer zweiten Folge hören wir die Geschichte von Xuan Bui. Sie kam 1985 in die DDR. Sie erzählt wie sie sich dazu entschlossen hatte in die DDR zu reisen und welche Bedeutung es für sie hatte. Sie erzählt über ihre Arbeit, wie sie ihren Spitznamen „Baby“ kam und warum es für sie bis heute wichtig ist fleißig zu sein.


Dieser Podcast ist gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur. 


Für den Hintergrund dieser Folge möchten wir einige Punkte noch erklären:


Der bilaterale Vertrag zwischen der DDR und Vietnam sah vor, dass vietnamesische Vertragsarbeiter:innen indirekt die Schulden ihres Heimatlandes an die DDR abbezahlten – dabei ging es vor allem um Kriegsschulden und Aufbauhilfe.


Im Falle einer Schwangerschaft wurden weibliche Beschäftigte in der Regel nach Vietnam zurückgeschickt, erhielten jedoch das Recht, nach der Geburt in die DDR zurückzukehren. Der immense finanzielle Druck führte allerdings dazu, dass sich viele Mütter gezwungen sahen, ihre Kinder bei Verwandten in Vietnam zurückzulassen oder die Schwangerschaft noch in der DDR abzubrechen.


Auch für die Väter galt eine Ausreisepflicht, obwohl sich die Vaterschaft oft nur schwer nachweisen ließ. Gerieten Männer dennoch in Verdacht, wurde massiver Druck auf sie ausgeübt, was viele von ihnen dazu bewegte, die DDR zu verlassen.


In unserer Episode könnte der Eindruck entstehen, dass wir diese Praxis gutheißen. Dem möchten wir entschieden widersprechen. Dass diese Konsequenzen auch die Männer trafen, war den Teilnehmenden unserer Runde bis dahin nicht bekannt und hat uns alle tief überrascht. Es lag nie in unserer Absicht, das Leid der Betroffenen zu verharmlosen. Wir möchten uns bei allen aufrichtig entschuldigen, die durch unsere Darstellung verletzt wurden.
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Zwischen Plan und Menschsein
17.12.2025
1 Minute
In unserer ersten Episode gehen wir der Frage nach, wie es dazu kam, nach Deutschland zu reisen und zu arbeiten. Wir vergleichen die Situation in den 80er Jahren in der DDR und 2017 in der BRD anzukommen. Unsere beiden Zeitzeugen aus Mosambik und Syrien erzählen über ihre Zeit.
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Über diesen Podcast

Migration ist kein neues Phänomen, sondern Teil unserer Geschichte. Dieser Podcast widmet sich den transkulturellen Verflechtungen zwischen Migrant:innen, die in die DDR gekommen sind, beispielsweise aus Mosambik und Vietnam und den jüngeren Generationen von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Wir lassen die Menschen sprechen, die damals kamen, um zu bleiben oder zu arbeiten, und deren Leben zwischen zwei oder sogar drei Welten verlief. „Geschichte in Bewegung“ ist mehr als ein Archiv – es ist ein lebendiger Austausch. Wir hinterfragen das Erbe der Vertragsarbeit, betrachten kulturelle Brücken und suchen nach Antworten im Dialog zwischen den Generationen. Ein Podcast über die Kraft der Erinnerung und die Vielstimmigkeit unserer Geschichte. Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
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Zwischen Plan und Menschsein
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