Podcaster
Episoden
13.02.2026
1 Stunde 32 Minuten
Caroline Peters Spiel ist ein Ereignis. Ob auf der Bühne oder im
Film - die Schauspielerin ist eine Meisterin des ausdrucksstarken
Spiels. Mühelos wechselt sie von einfühlsamen Betrachtungen zu
furiosen Auftritten. Das Publikum schätzt ihr besonderes und
genaues Spiel, mit dem sie sich in ihren Rollen in allen Genres
bewegt. Mit sensibler Intelligenz und durch ihre wahrhaftiges Spiel
gelingt es Ihr immer die ambivalenten Beweggründe ihrer Charaktere
hervor zu bringen. Hannes Hametner spricht mit Caroline Peters über
ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, die Zusammenarbeit mit
René Pollesch und Simone Stone, über den Generationenwechsel am
Theater und ihren ersten Roman „Ein anderes Leben“. Caroline
Peters, 1971 in Mainz geboren, studierte Schauspiel an der
Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Bereits während
ihres letzten Studienjahres wurde sie von Andrea Breth an die
Berliner Schaubühne engagiert. Es folgten Engagements an alle
wichtigen deutschsprachigen Bühnen, das Schauspielhaus Hamburg,
Köln und Zürich sowie an die Volksbühne Berlin und an das
Burgtheater in Wien. Besonders in Zusammenarbeiten mit Barbara
Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann,
René Pollesch und Simon Stone, prägte sie die Entwicklungen des
Gegenwartstheaters maßgeblich. Mit der Spielzeit 2024/25 ist
Caroline Peters erneut festes Ensemblemitglied an der BURG.
Caroline Peters ist darüber hinaus aus zahlreichen Film- und
Fernsehproduktionen, wie der Krimiserie «Mord mit Aussicht» oder
Sönke Wortmanns «Der Vorname» bekannt und wurde vielfach
ausgezeichnet, u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis (2007), dem
Ulrich-Wildgruber-Preis (2012) und dem Bayerischen Fernsehpreis
(2013). 2016 wurde sie mit dem Deutschen Schauspielerpreis als
„Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle“, 2018 und
2020 mit dem Nestroy-Theaterpreis geehrt. 2016 und 2018 wurde sie
von der Fachzeitschrift Theater heute als "Schauspielerin des
Jahres" ausgezeichnet. 2024 veröffentlichte sie ihren ersten
Roman «Ein anderes Leben», der von der Presse und dem Publikum
gleichermaßen gefeiert wurde.
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19.01.2026
1 Stunde 21 Minuten
Annette Beaufaÿs ist eine Künstlerin mit Managertalent. Sie schuf
Kostüme für über 120 Produktionen für den Zirkus, die Oper, den
Film und stattete den Opernball sowie das Neujahrskonzert aus. Mit
André Heller und Michael Haneke verbindet sie eine langjährige
Arbeitsfreundschaft. Sie war die Herrin über 250.000 Kostüme und
leitet die Kostümwerkstätten von Art for Art, dem Generalausstatter
der Bundestheater mit über 100 Mitarbeitern. Hannes Hametner
spricht mit Annette Beaufaÿs über Mode, die Kunst des Kostüms, die
Wichtigkeit von Handwerk und über das Wien der 70er Jahre. Annette
Beaufaÿs wurde am 1. April 1949 als Tochter des Primararztes Dr.med
habil Josef Beaufaÿs und Martha Beaufaÿs, geb. Schillings in
Arnsberg/Westfalen geboren. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters
übersiedelte die Familie nach Wien, wo Annette Beaufaÿs von 1965
-1970 die Modeschule Hetzendorf besuchte. Die erste Berufserfahrung
im Bereich der Mode sammelte sie als Modefotostylistin für die
Werbung in Wien. Da es zu dieser Zeit sehr schwer war, in Wien im
Bereich der Mode vorwärtszukommen, ging sie 1972 nach Australien.
Dort verdiente sie als Modedirectrice in Sydney das nötige
„Kleingeld“ für die Eröffnung der eigenen Boutiquen "Lilli Pilli"
in der Bäckerstraße und „Nikita“ in der Sonnenfelsgasse. Das war
1973, zu einer Zeit, als es in Wien noch keine „schrägen“ Läden
gab. Dort war es auch, wo die Karriere in Gestalt André Hellers in
ihr Leben trat. Er überredete sie zu ihrer ersten Arbeit 1976 als
Kostümbildnerin für „Circus Roncalli“ als Mitarbeiterin des
österreichischen Malers Hubert Aratym. Es folgten weitere Arbeiten
mit André Heller für „Flic Flac“, „Begnadete Körper“,
„Feuertheater“ und „Magneten“. Noch heute gilt André Heller als ihr
künstlerischer Mentor. Für das Theater und den Film wurde sie 1981
von Michael Haneke, dem berühmten österreichischen Regisseur als
Kostümbildnerin entdeckt, für den sie neben einigen Theaterstücken
unter anderen auch den Film „Wer war Edgar Allen“ und „Die
Klavierspielerin“, sowie Haneke's erste Operninszenierung „Don
Giovanni“ in Paris ausstattete. Sie war als freischaffende
Kostümbildnerin für über 120 Produktionen in Theater, Oper, Film
und Fernsehen in Europa, Japan und China verantwortlich. Hier
arbeitete sie mit Regisseuren wie Axel Corti, August Everding,
Dietmar Pflegerl, Elke Lang und in den letzten Jahren sehr
verstärkt mit Philippe Arlaud, aber auch immer wieder mit André
Heller, mit dem sie drei große Projekte mit Jessye Norman
verwirklichte. Annette Beaufaÿs hat sich vor allem mit ihren
Arbeiten für das Neujahrskonzert, den Opernball und Produktionen in
der Staats- und Volksoper, sowie bei den Bregenzer Festspielen im
österreichischen Kulturbetrieb einen Namen gemacht. Seit 1993 war
Annette Beaufaÿs Leiterin der Kostümabteilung der österreichischen
Bundestheater. Seit September 1999 sind die Bundestheater
ausgegliedert und die Kostümabteilung als ein Profit Center in der
ART for ART Theaterservice GmbH ein eigenständiger, wirtschaftlich
ausgerichteter Betrieb. Annette Beaufaÿs war auch Leiterin der
Marketingabteilung von ART for ART und hat in dieser Funktion dem
Unternehmen zu einem starken eigenen Profil verholfen. Außerdem
unterrichtet sie Kostümkunde am Konservatorium Wien. Am 23. Jänner
2008 wurde ihr von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied der
Berufstitel Professor verliehen. Seit 1. September 2013 genießt
Annette Beaufaÿs den wohlverdienten Ruhestand.
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20.12.2025
1 Stunde 24 Minuten
Stefan Bachmann ist ist nach Stationen in Zürich, Berlin, Basel,
Köln ganz in Wien angekommen und seit der Spielzeit 2024/25
Intendant des Wiener Burgtheaters. Die erste erfolgreiche Spielzeit
liegt hinter ihm. Der Zuspruch wächst. Das große Jubiläum „250
Jahre Burgtheater“ fällt in seine zweite Spielzeit. Als Intendant
agiert er umsichtig. Als Regisseur sucht Stefan Bachmann die großen
Themen und Stoffe, wie Daniel Kehlmanns „Tyll“ oder Reinald Götz´
Epochenroman „Johann Holtrop“. Oft verbindet er sie mit fulminanten
Bühnenräumen, die seinen Schauspielerinnen höchste Spiel- und
Wortkunst abverlangen. Hannes Hametner spricht mit Stefan Bachmann
über frühe Erfolge, die Besonderheit Wiens als Theaterstadt, über
die Traditionen des Burgtheaters, seine Lust an großen epischen
Stoffen und über seine Pläne für die Burg.
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12.11.2025
1 Stunde 28 Minuten
Stefanie Reinsperger ist endlich wieder in Wien. An der Burg
verleiht sie dem Ringelspiel-Casanova „Liliom“ ihre Kraft und
Zerbrechlichkeit. Mit ihrer eigenen Wut steigert sie „Elisabeth“
von Mareike Fallwickl in das Heute der Geschlechterkämpfe. Stefanie
Reinsperger ist eben „ganz schön wütend“ und gibt dies offen in
ihrem Buch kund. Weil die Verhältnisse so sind, wie Brecht es sagt
und dessen Dramen sie am Berliner Ensemble spielt. Hannes Hametner
spricht mit Stefanie Reinsperger über Spiel-Wut und Spiel-Lust, das
Hinterfragen von Geschlechterklischees, über schauspielerische
Verausgabung und darüber, wie es ist, wieder in Wien zu sein.
Stefanie Reinsperger, geboren in Baden bei Wien, wuchs in London
und Belgrad auf. Sie studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar
in Wien. Ihr erstes Engagement führte sie ans Schauspielhaus
Düsseldorf. 2014/15 wechselte sie ans Burgtheater Wien und ans
Volkstheater Wien. 2013 wurde sie mit dem Ensemblepreis des NRW
Theatertreffens sowie mit dem Publikumspreis als beste
Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. 2015 folgte eine
Doppel-Einladung zum Berliner Theatertreffen mit "die
unverheiratete" in der Regie von Robert Borgmann und "Die
lächerliche Finsternis" in der Regie von Dušan David Pařízek. Seit
der Spielzeit 2017/18 ist sie Teil des Berliner Ensembles. 2017 und
2018 spielte sie im Sommer bei den Salzburger Festspielen im
"Jedermann" die Rolle der Buhlschaft. Seit 2022 spielt sie außerdem
den Frosch in der "Fledermaus" von Strauß an der Wiener Volksoper.
Stefanie Reinsperger wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet,
u.a. in der Zeitschrift Theater Heute als Nachwuchsschauspielerin
und Schauspielerin des Jahres, mit dem Nestroy Preis als Beste
Nachwuchsschauspielerin, dem Dorothea Neff Preis als beste
Schauspielerin und dem Romy Award. 2022 wurde sie zudem mit dem
Helene-Weigel-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit der Spielzeit 2024/25
kehrt sie als Ensemblemitglied an die BURG zurück. Stefanie
Reinsperger steht regelmäßig vor der Kamera für Film und Fernsehen.
Seit 2020 ist sie als Hauptkommissarin Rosa Herzog im festen Team
vom Tatort Dortmund. 2022 veröffentlichte sie ihr Buch mit dem
Titel „Ganz schön wütend“, eine Liebeserklärung und ein Appell an
die weibliche Wut. Hannes Hametner, geboren 1971, wuchs in Leipzig
auf. Er studierte von 1994 bis 1999 Schauspielregie an der
Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Er ist
Regisseur und Dramaturg und lebt seit 2020 in Wien.
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21.10.2025
58 Minuten
Ilse Ritter ist eine der bedeutendsten Schauspielerinnen im
deutsch-sprachigen Raum. 1985 und 1994 wurde sie zur Schauspielerin
des Jahres gewählt. 2025 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.
Thomas Bernhard schrieb sie mit „Ritter, Dene, Voss“, einem Stück
für sie und ihre Kolleginnen Kirsten Dene und Gert Voss in die
Theatergeschichte ein. Mit Claus Peymann arbeitete sie seit seinen
Anfängen und bis zu seiner späten Phase am Berliner Ensemble. Sie
prägte in über 60 Jahren Schauspielkunst die Inszenierungen von Luc
Bondy, Klaus Michael Grüber, Hans Kresnik, Christoph Marthaler,
Hans Neuenfels, Peter Stein, Jossi Wieler, Robert Wilson, Peter
Zadek und vielen weiteren. Inzwischen entdeckt eine neue Generation
Regisseure Ilse Ritter für die Bühne, so Simone Stone, Falk Richter
und Thom Luz.
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Über diesen Podcast
Das Theatermuseum im Palais Lobkowitz, das mit seiner international
einzigartigen Sammlung das kulturelle Gedächtnis der
österreichischen und internationalen Theaterkunst bewahrt,
präsentiert den neuen Podcast UNGESCHMINKT - das Theatermuseum im
Gespräch. Sucht das Theater in der unmittelbaren Begegnung den
Zauber des Augenblicks, findet das Theatermuseum in Wien Raum und
Zeit für dessen Reflexion. In UNGESCHMINKT haben namhafte
Künstler:innen der deutschsprachigen Theaterlandschaft einmal pro
Monat das Wort im festlichen Eroica-Saal. Das „Who is Who“
österreichischer und deutscher Bühnengrößen führen direkt ins Herz
des Theaters, geben sich hautnah und dem Publikum ungeschminkte
Einblicke in ihr Leben, ihr künstlerisches Schaffen und ihre
Welt-Sicht. Moderiert wird die Reihe von Hannes Hametner.
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