berlin:er:leben
Zwischen Kiez und Kosmos - Berliner Geschichten, Berliner Persönlichkeiten
Podcaster
Episoden
14.02.2026
1 Minute
Manche tragen High Heels für einen Abend. Sheila Wolf trägt sie
für eine ganze Bewegung.
Wir treffen eine der schillerndsten Figuren der Berliner
Kulturszene und gleichzeitig einen erstaunlich bodenständigen
Menschen. Sheila Wolf, Kunstfigur von Wolf Teichert, ist
Burlesque-Drag-Star, Veranstalterin, Produzentin und kreativer
Kopf hinter Formaten wie der Vaudeville Variety Burlesque Revue.
Neben Schminktipps, Louis-Vuitton-Schuhen und rund 500
handgefertigten Bühnenoutfits sprechen wir über das, was hinter
der Fassade liegt: Was bedeutet es eigentlich, Produzent:in einer
Show in Berlin zu sein? Wie finanziert man Burlesque-Festivals?
Und wie hart hat Corona das Showbusiness getroffen?
Wolf bezeichnet sich selbst als „Hete“, der gern in eine andere
Rolle schlüpft und erzählt offen, warum er sich zu Beginn nicht
als heterosexuell geoutet hat, aus Angst, aus der Travestie-Szene
ausgeschlossen zu werden. Wie tolerant ist die queere Community
wirklich? Gemeinschaft oder doch eher Ellenbogenmentalität? Ein
Gespräch über Klischees, Diversität und das Wort „schrill“, das
Sheila Wolf überhaupt nicht leiden kann aber doch bei uns
benutzt.
Wir sprechen über den Unterschied zwischen Drag, Travestie und
Transidentität, über nackte Männer und Frauen im Backstage, über
Styling-Blicke auf der Straße („Ich schau mir jede Frau an –
nicht weil ich sie geil finde, sondern wie sie gestylt ist.“),
über Familienleben mit Frau und Kind und darüber, wie Berlin sich
verändert hat.
Es geht um Kulturförderung und Leerstand, um die Wertschätzung
von Subkultur, um Investoren, die Räume schließen, und um die
Frage: Wie frei ist Berlin als Veranstaltungsstadt wirklich noch?
Eine Folge über Rollenbilder, Identität, Kunst und das Geschäft
dahinter. Über Toleranz, die manchmal komplexer ist als gedacht.
Und über eine Figur, die auf der Bühne größer wirkt als das Leben
und im Gespräch sehr klar, reflektiert und auch politisch ist.
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07.02.2026
1 Minute
Was wäre, wenn wir Berlin einmal nicht schlechtreden, sondern
ernsthaft darüber sprechen, was diese Stadt alles möglich macht
und kann?
Wir sitzen mit Severin Hosang in einem Proberaum der Deutschen
Oper Berlin, abseits des Publikums, zwischen zwei Flügeln. Ein
magischer Ort, an dem es um viel mehr als um Hochkultur geht.
Severin ist Schweizer, Neuberliner und verantwortlich für
Fundraising und Partnerships am Opernhaus. Sein Blick auf Berlin
ist unverstellt, neugierig und überraschend positiv. Er erzählt,
wie willkommen er sich in der Stadt und in der Oper gefühlt hat,
warum der Berliner Verwaltungsapparat für ihn kein
Schreckgespenst war und weshalb wir Berliner:innen vielleicht
viel zu sehr mit dem Meckern beschäftigt sind.
Natürlich sprechen wir ausführlich über die Oper: Braucht Berlin
wirklich drei Opernhäuser von Weltrang? Sind sie Konkurrenz oder
Ergänzung? Und warum ist genau diese kulturelle Dichte etwas, das
es so sonst nirgendwo gibt?
Es geht um Geld und um Sprache. Warum heißen Subventionen
eigentlich nicht das, was sie sind: Investitionen in
Lebensqualität? Wie hat sich Kultursponsoring verändert, wie
herausfordernd ist die aktuelle Lage und welche Verantwortung
tragen Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam?
Severin spricht über Förderung von Nachwuchskünstler:innen, über
das Miteinander statt Ellenbogenmentalität und über seine Sorge,
dass Berlin sich selbst gerade zu schlecht erzählt. Dabei steht
diese Stadt doch für Geschichte, Vielfalt und Freiheit, auch wenn
sie aktuell spürbar unter Druck steht.
Ein positives, kluges und total ansteckend optimistisches
Gespräch aus den heiligen Räumen der Deutschen Oper. Und parallel
auch ein Plädoyer dafür, Berlin wieder mit mehr Stolz und
Zuversicht zu betrachten.
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31.01.2026
51 Minuten
Mal wieder Gatow. Dieses Mal bei einem der bekanntesten Berliner
überhaupt: Ulli Zelle. Das Gesicht Berlins und die Stimme der
Stadt.
Empfangen werden wir in seinem Haus idyllisch im Grünen, an einem
großen Holztisch, mit Kaffee und einer ganz tollen und herzlichen
Atmosphäre.
Es fühlt sich an wie ein Besuch bei einem Freund. Und genau so
klingt diese Folge auch. Als würden wir uns schon ewig kennen.
Für Flo ist es ein echter Fanmoment, für uns beide eine große
Freude, denn Ulli kennt Berlin wie kaum ein anderer. Vor dem
Mauerfall, nach dem Mauerfall, bis ins Heute.
Wir sprechen über ein Berlin, in dem man David Bowie und Romy
Haag noch in Clubs treffen konnte. Über West und Ost, über
Veränderung, Empfindlichkeiten und stellen fest: „Von nüscht
kommt nüscht". Wir Berliner müssen wieder mutiger werden.
Mitten in der Folge dreht Ulli den Spieß um, übernimmt kurz die
Gesprächsführung und stellt uns die Fragen. Es geht um Dialekte,
Nachnamen, Diskriminierung, Bürgermeister, Bedeutung und die
Angst davor, untätig zu sein.
Natürlich vergibt Ulli auch Sterne für Berlin und verrät uns
auch, wie viele es vor 15 Jahren gewesen wären.
Wir lernen einen ganz besonderen Secret Place kennen: einen
Friedhof ohne Tote. Es geht um eine Mühle, die extra für einen
Film abgefackelt wurde, um den Zwiebelfisch und Franz Diener, den
Geburtsort der Berliner Currywurst und um typisch Berliner
Kneipen. Außerdem sprechen wir darüber, was Ulli Zelle heute
eigentlich macht und warum Stillstand für ihn keine Option ist.
Diese Folge ist wieder ganz anders. Persönlich. Warm. Und
herzlich. Fast so, als hätte jemand ein Treffen von Freunden
aufgenommen, mitten in Berlin, mitten im Leben.
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23.01.2026
1 Minute
Manchmal schließt sich ein Kreis. Diese Folge führt uns zurück an
den Ort, an dem alles begann: ins Tattoo-Studio von Florian
Riffel, unserem allerersten Gast. Doch diesmal ist alles anders –
denn Florian übernimmt das Mikrofon und stellt Flo und Felix die
Fragen.
Drei Fs an einem Mikrofon: Podcast-Flo, Felix und Tattoo-Flo. Wir
sprechen über unsere Unterschiede und Gemeinsamkeiten, über die
ersten Monate von berlin:er:leben, über Gäste, die uns besonders
geprägt haben – und über Menschen, die wir unbedingt noch vor dem
Mikrofon haben wollen.
Diese Folge ist persönlicher als sonst. Man lernt uns besser
kennen: Was passiert eigentlich im Hintergrund einer Aufnahme?
Wer macht was? Wie bereitet man Gespräche vor? Und was würden wir
heute vielleicht anders machen als zu Beginn?
Natürlich geht es auch um Berlin: um Späti oder Staatsoper,
Holzmarkt, Radio Fritz, den Halbmarathon, Zirkus, Erkner,
Marianne Rosenberg, Xavier Naidoo – und um die mysteriöse Folge
0. Auch Florian erzählt von sich, seinem Studio und davon, wie er
den Podcast von außen wahrnimmt.
Eine besondere Folge, ein ehrliches Gespräch, viel Lachen – und
zum ersten Mal mit unseren eigenen Mikrofonen, frisch gekauft und
mit großer Freude im Einsatz.
Berliner Leben. Berlin erleben. berlin:er:leben.
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17.01.2026
48 Minuten
Musik ist Erinnerung, Haltung und Freiheit. Und kaum jemand
verkörpert das so sehr wie Anja Caspary. Moderatorin,
Podcasterin, Journalistin, langjährige Musikcheffin bei radioeins
und leidenschaftliche Rennradfahrerin. Wir führen ein wunderbar
lockeres, ehrliches Gespräch über Musik, Berlin und das Leben
dazwischen.
Felix beginnt mit einem echten Fanmoment: Als Kind war er Gast
bei der Fritz Roadshow, bei "Radiotante Anja". Von dort aus
sprechen wir über Anjas Weg zum Radio, ihre Liebe zur Musik und
ihre beeindruckende Fähigkeit, sich Band- und Songnamen sofort
einzuprägen,wenn sie die Musik liebt. Oder auch manchmal nicht.
Anja erzählt von ihrer Kindheit, in der sie ihr Taschengeld
zunächst für grüne Karl-May-Bände mit Goldeinband ausgab, bevor
Musik alles übernahm und Schallplatten wichtiger wurden als alles
andere. Wir sprechen über Berliner Musik, die „Berliner Schule“,
über E- und U-Musik, über Klassik, Ballett, Oper und über
Musicals. Über Peter Plate und Ulf Sommer, die das Theater des
Westen neu beleben, und darüber, warum Berlin kulturell weltweit
beneidet wird.
Es geht um Freiheit als höchstes Gut und darum, dass Berlin diese
Freiheit in den letzten Jahren „abgeknapst“ hat. Anja ist klar:
Nichts ist unterstützenswerter als Kultur. Würde sie
Bürgermeisterin sein, würde sie das Sparpaket zurücknehmen. Wir
sprechen über Sponsoring, Namensrechte, das Olympiastadion, das
noch Olympiastadion heißen darf und warum das wichtig ist.
Natürlich geht es auch um das alte Berlin vor dem Mauerfall, um
West und Ost, um Techno, um Pop, um Til Lindemann (nagut, er wird
nur kurz erwähnt) und um einen freizügigen Konzertmoment vor dem
Reichstag, der das damalige Berlin gut beschreibt: frei.
Eine wunderbare Folge über Musik als Lebensform, über Berlin als
Möglichkeitsraum und mit einer Frau, deren Stimme diese Stadt
seit Jahrzehnten begleitet: Anja Caspary.
Berliner Leben. Berlin erleben. berlin:er:leben.
️ Mehr zu Anja Caspary:
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Über diesen Podcast
Zwischen Currywurst und Hochkultur, zwischen Späti und Staatsoper.
Ob Theater oder Tresor, wir sprechen mit den Gestalter:innen
Berlins. Jede Folge ein Gast. Jede Folge Berlin. Vom Tätowierer aus
Charlottenburg bis zum Geschäftsführer des Chamäleon Theaters. Von
der Street-Art-Künstlerin bis zum Gründer von Global Goals und
Initiator der Expo 2035: Künstler, Prominente, Politiker, Berliner
Köpfe ... Das Thema ist immer individuell und unser Gast steht mit
seinem Tun und Handeln im Mittelpunkt. Ihre/Seine Verbindung zu
Berlin. Ost und West, Nord und Süd. Wir wollen die Stadt von allen
Perspektiven zeigen und somit wieder mehr Glanz und Feeling
sichtbar machen. Oder auch die raue Unterwelt. Berliner Leben.
Berlin erleben. berlin:er.leben.
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