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Paläotalk Archiv
63 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Paläontologie ist weit mehr, als Dinosaurier auszugraben und Fossilien zu untersuchen. Zwischen Studium, Forschung, Museen, Sammlungen, Ausstellungen und Wissenschaftskommunikation gibt es ganz unterschiedliche Wege, in diesem Berufsfeld Fuß zu fassen. Doch welche Voraussetzungen braucht man eigentlich für ein Paläontologie-Studium? Welche Fächer und Fähigkeiten sind wichtig, wie sieht der Arbeitsalltag aus und welche Jobmöglichkeiten gibt es nach dem Studium? Und wie schwierig ist es tatsächlich, eine Stelle in der Forschung oder an einem Museum zu bekommen?
Gemeinsam mit dem Paläontologen Armin Schmitt, dessen eigene Begeisterung für Dinosaurier bereits im Alter von fünf Jahren begann, werfen wir einen Rückblick auf seinen Weg, der ihn über das Studium in Mainz und Bonn und die Arbeit am Goldfußmuseum unter anderem zum Dinosaurier-Park Münchehagen sowie an die Universitäten Oxford und Cambridge führte. Neben seiner Forschung war er für National Geographic tätig, tritt regelmäßig als Dinosaurier-Experte im Fernsehen und Radio auf und veröffentlichte 2023 sein populärwissenschaftliches Buch „Großartige Giganten – Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur“.
Armins erstes Buch "Großartige Giganten: Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur": https://www.amazon.de/Großartige-Giganten-Geheimnissen-Faszinierende-Paläobiologie/dp/3423352078
Und Armins neustes Kinderbuch "Dinosaurier. Gigantisch, gefährlich, großartig": https://www.loewe-verlag.de/dinosaurier.-gigantisch-gefaehrlich-grossartig/38564
Als auch der Link zu den "Dinothemen": https://www.youtube.com/@ArminTube72
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: Armin Schmitt
Gemeinsam mit dem Paläontologen Armin Schmitt, dessen eigene Begeisterung für Dinosaurier bereits im Alter von fünf Jahren begann, werfen wir einen Rückblick auf seinen Weg, der ihn über das Studium in Mainz und Bonn und die Arbeit am Goldfußmuseum unter anderem zum Dinosaurier-Park Münchehagen sowie an die Universitäten Oxford und Cambridge führte. Neben seiner Forschung war er für National Geographic tätig, tritt regelmäßig als Dinosaurier-Experte im Fernsehen und Radio auf und veröffentlichte 2023 sein populärwissenschaftliches Buch „Großartige Giganten – Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur“.
Armins erstes Buch "Großartige Giganten: Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur": https://www.amazon.de/Großartige-Giganten-Geheimnissen-Faszinierende-Paläobiologie/dp/3423352078
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Bildcopyright: Armin Schmitt
1 Stunde 27 Minuten
Was wäre, wenn die Geschichte unseres Planeten niemals so verlaufen wäre, wie wir sie kennen? Willkommen in der alternativen Zeitlinie 42027010 – in der Welt von Lemuria. In dieser Realität blieben Indien und Madagaskar während des Mesozoikums miteinander verbunden. Doch welche Folgen hätte diese geologische Abzweigung für die Evolution gehabt? Wie hätten sich Tier- und Pflanzenwelt entwickelt, wenn der Himalaya niemals entstanden wäre oder die gewaltigen Vulkanausbrüche der Dekkan-Trapps am Ende der Kreidezeit ausgeblieben wären? Und welche urzeitlichen Lebensformen könnten heute noch immer unseren Planeten bevölkern?
Lemuria ist eine wissenschaftlich inspirierte Reise in eine alternative Erdgeschichte – eine Welt, in der Dinosaurier und andere längst ausgestorbene Tiergruppen nicht verschwanden, sondern sich über Millionen Jahre weiterentwickelten. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe und Paläo-Enthusiast Armin Reindl tauchen wir in dieses außergewöhnliche Projekt ein, das gemeinsam mit einer großen Community entsteht. In Zeichen-Streams auf YouTube und Twitch werden fremdartige Biome, einzigartige Ökosysteme und Kreaturen zum Leben erweckt, die es in unserer eigenen Zeitlinie niemals gegeben hat. In der dritten Phase führt die Expedition in das frühe Pleistozän von Lemuria: Der Kontinent ist weiter in Richtung Pazifik gewandert, das Klima hat sich verändert und die Evolution hat neue Wege eingeschlagen. Eine Welt wo Paläontologie, Speculative Evolution und Paläoart aufeinandertreffen.
Heute gibt es einige Links, zum Beispiel den zu Paleostream auf Twitch: https://www.twitch.tv/paleostream
Oder zu YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC9SosBtiHurRdh3WBCUhgpg?view_as=subscriber
Dann dürfen wir auch nicht den Discord-Server von Paleostream vergessen. Dort findet ihr auch Kanäle zu Paläomedias, den neuesten wissenschaftlichen Papers und vor allem Joschs Skizzen: https://discord.gg/3rFTMdN
Dann noch einen großen Thread auf Twitter mit allen Lemuria-Pieces aus Phase 1: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1965095250466378033
Oder aus der letztjährigen Phase 2: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1984691582298439799
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: Joschua Knüppe
Lemuria ist eine wissenschaftlich inspirierte Reise in eine alternative Erdgeschichte – eine Welt, in der Dinosaurier und andere längst ausgestorbene Tiergruppen nicht verschwanden, sondern sich über Millionen Jahre weiterentwickelten. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe und Paläo-Enthusiast Armin Reindl tauchen wir in dieses außergewöhnliche Projekt ein, das gemeinsam mit einer großen Community entsteht. In Zeichen-Streams auf YouTube und Twitch werden fremdartige Biome, einzigartige Ökosysteme und Kreaturen zum Leben erweckt, die es in unserer eigenen Zeitlinie niemals gegeben hat. In der dritten Phase führt die Expedition in das frühe Pleistozän von Lemuria: Der Kontinent ist weiter in Richtung Pazifik gewandert, das Klima hat sich verändert und die Evolution hat neue Wege eingeschlagen. Eine Welt wo Paläontologie, Speculative Evolution und Paläoart aufeinandertreffen.
Heute gibt es einige Links, zum Beispiel den zu Paleostream auf Twitch: https://www.twitch.tv/paleostream
Oder zu YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC9SosBtiHurRdh3WBCUhgpg?view_as=subscriber
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Dann noch einen großen Thread auf Twitter mit allen Lemuria-Pieces aus Phase 1: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1965095250466378033
Oder aus der letztjährigen Phase 2: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1984691582298439799
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54 Minuten
Am Anfang des 20. Jahrhunderts führt eine Expedition nach Deutsch-Ostafrika zu einer der bedeutendsten Dinosaurier-Fundstellen der Welt: Tendaguru im heutigen Tansania. Zwischen 1909 und 1913 werden dort rund 225 Tonnen Fossilmaterial ausgegraben und nach Berlin verschifft. Die Funde umfassen einige der bekanntesten Dinosaurier Afrikas – darunter Kentrosaurus, Elaphrosaurus und Dicraeosaurus. Zum wohl berühmtesten Fund wird jedoch Giraffatitan brancai, dessen gewaltiges Skelett bis heute zu den Wahrzeichen des Museums für Naturkunde Berlin gehört.
Gemeinsam mit der Paläontologin Daniela Schwarz reisen wir zurück zu dieser außergewöhnlichen Expedition und verfolgen die Geschichte der Tendaguru-Fossilien bis in die Gegenwart. Dabei geht es um die Dinosaurier und das Ökosystem der jurassischen Küstenlandschaft ebenso wie um die gewaltigen logistischen Herausforderungen der Ausgrabungen. Doch Tendaguru erzählt auch eine Geschichte über Wissenschaft und Kolonialismus: Die Fossilien wurden während der deutschen Kolonialherrschaft ausgegraben und nach Berlin gebracht. Heute werden daher zunehmend Fragen nach ihrer Herkunft, ihrem Umgang und einer möglichen Rückgabe nach Tansania gestellt.
Mehr Informationen zum Forschungs- und Archivierungsprojekt von Daniel findet ihr hier: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/forschung/projekte/forschung-und-verantwortung/
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Bildcopyright: ilja.nieuwland CC BY 3.0
Gemeinsam mit der Paläontologin Daniela Schwarz reisen wir zurück zu dieser außergewöhnlichen Expedition und verfolgen die Geschichte der Tendaguru-Fossilien bis in die Gegenwart. Dabei geht es um die Dinosaurier und das Ökosystem der jurassischen Küstenlandschaft ebenso wie um die gewaltigen logistischen Herausforderungen der Ausgrabungen. Doch Tendaguru erzählt auch eine Geschichte über Wissenschaft und Kolonialismus: Die Fossilien wurden während der deutschen Kolonialherrschaft ausgegraben und nach Berlin gebracht. Heute werden daher zunehmend Fragen nach ihrer Herkunft, ihrem Umgang und einer möglichen Rückgabe nach Tansania gestellt.
Mehr Informationen zum Forschungs- und Archivierungsprojekt von Daniel findet ihr hier: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/forschung/projekte/forschung-und-verantwortung/
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45 Minuten
Schildkröten gehören zu den ungewöhnlichsten Wirbeltieren der Erde. Alleine ihr Panzer macht sie unverwechselbar – doch wie und aus welchen Vorfahren dieses einzigartige Merkmal entstand, beschäftigt die Paläontologie seit Jahrzehnten. Eine neue internationale Studie bringt nun frischen Wind in diese Debatte: Ausgerechnet Eunotosaurus africanus, der lange als mögliche „Ur-Schildkröte“ galt, ist offenbar gar kein direkter Vorfahr der Schildkröten. Stattdessen liefert die Untersuchung erstmals überzeugende fossile Belege dafür, dass Schildkröten tatsächlich die nächsten lebenden Verwandten der Archosaurier sind – also jener Gruppe, zu der heute Vögel und Krokodile gehören.
Mithilfe hochauflösender Computertomographie und einer umfassenden Analyse früher Schildkröten und ihrer vermeintlichen Verwandten konnten Forschende wie Serjoscha Evers, Leiter des Urwelt-Museums Oberfranken in Bayreuth und Wissenschaftler der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, die Entstehung der Schildkrötenlinie neu rekonstruieren. Die Ergebnisse verändern nicht nur den Stammbaum dieser faszinierenden Reptilien, sondern geben auch neue Hinweise auf ihre Lebensweise: Während Eunotosaurus vermutlich ein grabender Landbewohner war, könnten sich die ersten echten Vorfahren der Schildkröten bereits an ein Leben im Wasser angepasst haben.
Das Paper rund um Eunotosaurus africanus findet ihr hier: https://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(26)00574-9?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982226005749%3Fshowall%3Dtrue
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Bildcopyright: Gabriel Ugueto
Mithilfe hochauflösender Computertomographie und einer umfassenden Analyse früher Schildkröten und ihrer vermeintlichen Verwandten konnten Forschende wie Serjoscha Evers, Leiter des Urwelt-Museums Oberfranken in Bayreuth und Wissenschaftler der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, die Entstehung der Schildkrötenlinie neu rekonstruieren. Die Ergebnisse verändern nicht nur den Stammbaum dieser faszinierenden Reptilien, sondern geben auch neue Hinweise auf ihre Lebensweise: Während Eunotosaurus vermutlich ein grabender Landbewohner war, könnten sich die ersten echten Vorfahren der Schildkröten bereits an ein Leben im Wasser angepasst haben.
Das Paper rund um Eunotosaurus africanus findet ihr hier: https://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(26)00574-9?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982226005749%3Fshowall%3Dtrue
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1 Stunde 1 Minute
Libellen mit Flügelspannweiten von über 70 Zentimetern, riesige Tausendfüßer und gewaltige Skorpione: Besonders Gliederfüßer besitzen ein einzigartiges Atmungssystem. Statt einer Lunge versorgt ein fein verzweigtes Tracheensystem ihren Körper direkt mit Sauerstoff. Lange galt deshalb der hohe Sauerstoffgehalt der Atmosphäre während des Karbons als einfache Erklärung für diesen Gigantismus. Doch aktuelle Forschungen zeichnen ein deutlich differenzierteres Bild.
Die Größe dieser Tiere lässt sich nicht allein durch mehr Sauerstoff erklären, sondern ist das Ergebnis eines weitaus komplexeren Zusammenspiels verschiedener Faktoren. In dieser Folge ist diesmal Tierphysiologe Philipp Lehmann von der Universität Greifswald zu Gast. Gemeinsam schauen wir uns die Atmung verschiedener Tiergruppen an und gehen der Frage nach, welche Faktoren den Gigantismus urzeitlicher Gliederfüßer tatsächlich ermöglichten.
Hier findet ihr das Paper zum Wachstum der Rieseninsekten: https://www.uni-greifswald.de/en/forschung/nachrichten-aus-der-forschung/details/n/atmospheric-oxygen-not-decisive-for-the-body-size-of-insects-nature-study-with-the-participation-of-the-university-of-greifswald-challenges-long-standing-assumption-271750/
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Bildcopyright: Science Photo Library
Die Größe dieser Tiere lässt sich nicht allein durch mehr Sauerstoff erklären, sondern ist das Ergebnis eines weitaus komplexeren Zusammenspiels verschiedener Faktoren. In dieser Folge ist diesmal Tierphysiologe Philipp Lehmann von der Universität Greifswald zu Gast. Gemeinsam schauen wir uns die Atmung verschiedener Tiergruppen an und gehen der Frage nach, welche Faktoren den Gigantismus urzeitlicher Gliederfüßer tatsächlich ermöglichten.
Hier findet ihr das Paper zum Wachstum der Rieseninsekten: https://www.uni-greifswald.de/en/forschung/nachrichten-aus-der-forschung/details/n/atmospheric-oxygen-not-decisive-for-the-body-size-of-insects-nature-study-with-the-participation-of-the-university-of-greifswald-challenges-long-standing-assumption-271750/
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Bildcopyright: Science Photo Library
56 Minuten
Vor rund 300 Millionen Jahren lag das heutige Osnabrück nur wenige Grad nördlich des Äquators. Dichte Regen- und Sumpfwälder bedeckten die Landschaft und bildeten die Grundlage für die mächtigen Steinkohlevorkommen, die später am Piesberg abgebaut wurden. Zwischen den Kohleflözen verbirgt sich heute eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des späten Karbons in Deutschland.
Hier lebten zwei Meter lange Riesentausendfüßer, seltene Rieseninsekten, Skorpione und urtümliche Spinnen, von denen einige weltweit nur an dieser Fundstelle bekannt sind. Hinzu kommen außergewöhnlich gut erhaltene Pflanzenfossilien, darunter das nahezu einzigartige Wurzelorgan eines Siegelbaums. Gemeinsam mit Paläontologe Patrick Chellouche vom Museum am Schölerberg in Osnabrück reisen wir in die Steinkohlewälder des Karbons und sprechen darüber, wie aus tropischen Sümpfen Kohle entstand und warum der Piesberg weltweit eine so besondere Fossillagerstätte ist.
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Bildcopyright: Hermann Pentermann
Hier lebten zwei Meter lange Riesentausendfüßer, seltene Rieseninsekten, Skorpione und urtümliche Spinnen, von denen einige weltweit nur an dieser Fundstelle bekannt sind. Hinzu kommen außergewöhnlich gut erhaltene Pflanzenfossilien, darunter das nahezu einzigartige Wurzelorgan eines Siegelbaums. Gemeinsam mit Paläontologe Patrick Chellouche vom Museum am Schölerberg in Osnabrück reisen wir in die Steinkohlewälder des Karbons und sprechen darüber, wie aus tropischen Sümpfen Kohle entstand und warum der Piesberg weltweit eine so besondere Fossillagerstätte ist.
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Bildcopyright: Hermann Pentermann
54 Minuten
Wie sah Nordrhein-Westfalen aus, als hier Meeresreptilien durch tropische Flachmeere glitten, gewaltige Schuppenbäume dichte Wälder bildeten und Dinosaurier das Land beherrschten? Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster nimmt ihre Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch rund 420 Millionen Jahre Erdgeschichte. Vom 10. Juli 2026 bis zum 5. September 2027 zeigen mehr als 1.800 Exponate – darunter Originalfossilien, aufwendige Rekonstruktionen und interaktive Medienstationen –, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens über Millionen von Jahren verändert hat.
Zu den Höhepunkten zählen die Originalknochen des Meeresreptils „Westphaliasaurus simonsensii“, ein lebensgroßes Modell des größten bekannten Raubsauriers Mitteleuropas sowie das immersive Paläoaquarium, in dem urzeitliche Meeresbewohner digital zum Leben erwachen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Schwermann werfen wir in dieser Folge von Paläotalk einen Blick auf den größten Ammoniten, der jemals existierte, auf unscheinbare Säugetiere, die durch Münster huschten, und auf die ersten Landpflanzen, die das Land eroberten.
Mehr Information zur Sonderausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ gibt es hier: https://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/landesausstellung-muenster/
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Bildcopyright: LWL/Steinweg
Zu den Höhepunkten zählen die Originalknochen des Meeresreptils „Westphaliasaurus simonsensii“, ein lebensgroßes Modell des größten bekannten Raubsauriers Mitteleuropas sowie das immersive Paläoaquarium, in dem urzeitliche Meeresbewohner digital zum Leben erwachen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Schwermann werfen wir in dieser Folge von Paläotalk einen Blick auf den größten Ammoniten, der jemals existierte, auf unscheinbare Säugetiere, die durch Münster huschten, und auf die ersten Landpflanzen, die das Land eroberten.
Mehr Information zur Sonderausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ gibt es hier: https://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/landesausstellung-muenster/
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Bildcopyright: LWL/Steinweg
56 Minuten
Vor rund 150 Millionen Jahren war Deutschland ein tropisches Inselreich. Während weite Teile des heutigen Mitteleuropas von einem flachen Meer bedeckt waren, ragten nur wenige größere Inseln aus dem Wasser. Auf einer dieser Inseln, nahe des heutigen Goslar, lebte ein außergewöhnlicher Dinosaurier: Europasaurus. Als Vertreter der Macronaria gehörte er zu einer Gruppe, die sonst für ihre gigantischen Ausmaße bekannt ist. Mit einer Länge von nur etwa sechs Metern und einem Gewicht von rund einer Tonne wirkte er im Vergleich zu seinen Verwandten jedoch fast wie ein Zwerg.
Die Ursache für seine geringe Größe liegt vermutlich in den besonderen Bedingungen seines Lebensraums. Auf einer begrenzten Landfläche waren Nahrung und Ressourcen knapp, sodass kleinere Tiere einen evolutionären Vorteil besaßen. In dieser Folge von Paläotalk sprechen der wissenschaftliche Leiter Fritz Stoepke und der Präparator Alessandro Stauf vom Dinosaurier-Park Münchehagen über die Entdeckung und Erforschung von Europasaurus und darüber, was dieser ungewöhnliche Sauropode über Evolution unter extremen Umweltbedingungen verrät.
Alle Informationen zum Dinosaurier-Park Münchehagen: https://dinopark.de
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Bildcopyright: Joschua Knüppe
Die Ursache für seine geringe Größe liegt vermutlich in den besonderen Bedingungen seines Lebensraums. Auf einer begrenzten Landfläche waren Nahrung und Ressourcen knapp, sodass kleinere Tiere einen evolutionären Vorteil besaßen. In dieser Folge von Paläotalk sprechen der wissenschaftliche Leiter Fritz Stoepke und der Präparator Alessandro Stauf vom Dinosaurier-Park Münchehagen über die Entdeckung und Erforschung von Europasaurus und darüber, was dieser ungewöhnliche Sauropode über Evolution unter extremen Umweltbedingungen verrät.
Alle Informationen zum Dinosaurier-Park Münchehagen: https://dinopark.de
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Bildcopyright: Joschua Knüppe
19 Minuten
Der Karolinasittich war die einzige ursprünglich im Osten Nordamerikas heimische Papageienart. Mit seinem leuchtend grünen Gefieder, dem gelben Kopf und dem orangefarbenen Gesicht gehörte er zu den auffälligsten Vögeln seiner Heimat. Die sozialen Tiere lebten in Schwärmen, suchten gemeinsam nach Nahrung und prägten über Jahrtausende die Ökosysteme der südlichen und östlichen Vereinigten Staaten. Innerhalb weniger Jahrzehnte verschwand der Karolinasittich jedoch vollständig.
Die Ausbreitung von Landwirtschaft und Siedlungen zerstörte große Teile seines Lebensraums, während die Vögel zugleich als vermeintliche Ernteschädlinge verfolgt wurden. Mit dem Tod des letzten bekannten Individuums, „Incas“, im Jahr 1918 im Cincinnati Zoo endete die Geschichte dieser außergewöhnlichen Papageienart. Im zweiten Teil dieser Doppelfolge sprechen wir mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, über die Lebensweise, Ökologie und das Aussterben des Karolinasittichs.
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: John James Audubon
Die Ausbreitung von Landwirtschaft und Siedlungen zerstörte große Teile seines Lebensraums, während die Vögel zugleich als vermeintliche Ernteschädlinge verfolgt wurden. Mit dem Tod des letzten bekannten Individuums, „Incas“, im Jahr 1918 im Cincinnati Zoo endete die Geschichte dieser außergewöhnlichen Papageienart. Im zweiten Teil dieser Doppelfolge sprechen wir mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, über die Lebensweise, Ökologie und das Aussterben des Karolinasittichs.
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Bildcopyright: John James Audubon
22 Minuten
Milliarden von Wandertauben durchzogen einst in riesigen Schwärmen die Wälder Nordamerikas und verdunkelten dabei mitunter stundenlang den Himmel. Noch im 19. Jahrhundert schien ihr Bestand unerschöpflich. Doch innerhalb weniger Jahrzehnte verschwand die Art vollständig. Intensive Bejagung und die großflächige Zerstörung ihrer Lebensräume führten zu einem der dramatischsten Aussterbeereignisse der jüngeren Geschichte. Besonders tragisch ist, dass die Wandertaube gerade aufgrund ihrer enormen Schwarmgrößen verwundbar war.
Die Tiere waren auf große Brutkolonien und soziale Interaktionen angewiesen und konnten sich von den massiven Bestandsverlusten nicht erholen. 1914 starb die Art endgültig aus. Heute zeugen nur noch Präparate in Museen auf der ganzen Welt von ihrer einstigen Häufigkeit, darunter auch im Naturmuseum St. Gallen. Im ersten Teil dieser Doppelfolge werfen wir gemeinsam mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, einen Blick auf den einst häufigsten Vogel Nordamerikas.
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Bildcopyright: John James Audubon
Die Tiere waren auf große Brutkolonien und soziale Interaktionen angewiesen und konnten sich von den massiven Bestandsverlusten nicht erholen. 1914 starb die Art endgültig aus. Heute zeugen nur noch Präparate in Museen auf der ganzen Welt von ihrer einstigen Häufigkeit, darunter auch im Naturmuseum St. Gallen. Im ersten Teil dieser Doppelfolge werfen wir gemeinsam mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, einen Blick auf den einst häufigsten Vogel Nordamerikas.
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Bildcopyright: John James Audubon
1 Stunde 4 Minuten
Untersuchungen fossiler Haut- und Haarstrukturen von Sinopterus dongi aus der frühen Kreidezeit zeigen, dass diese Tiere möglicherweise schillernde Farben besaßen – ähnlich wie heutige Kolibris. Verantwortlich dafür waren komplexe Nanostrukturen in pigmenthaltigen Zellorganellen, den sogenannten Melanosomen, die Licht auf besondere Weise reflektierten. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis einer sogenannten photonic structure, einer regelmäßig angeordneten Schicht aus stabförmigen Melanosomen.
Computermodelle legen nahe, dass dadurch je nach Blickwinkel irisierende Grün-, Blau- und Magentatöne entstanden. Die Studie liefert damit den ersten direkten Nachweis strukturell erzeugter Irisierung bei Flugsauriern. Gemeinsam mit dem Paläontologen Denis Theda sprechen wir über diese außergewöhnliche Entdeckung, die Farbgebung von Flugsauriern und die Frage, ob Pterosaurier möglicherweise eine Art feines „Federkleid“ besaßen.
Erstes Paper über Sinopterus und seine Ernährungsweise: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095927325006759
Hier das zweite Paper rund um das "Federkleid" und die Farben bei Sinopterus: https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.06.723168v1
Bevor ich es vergesse, gibt es hier noch das Paper zu den leuchtenden Schädelkämmen bei Helmkasuaren: https://www.nature.com/articles/s41598-026-40230-1
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Bildcopyright: Petite Paleoartist | Sauriazoicillus
Computermodelle legen nahe, dass dadurch je nach Blickwinkel irisierende Grün-, Blau- und Magentatöne entstanden. Die Studie liefert damit den ersten direkten Nachweis strukturell erzeugter Irisierung bei Flugsauriern. Gemeinsam mit dem Paläontologen Denis Theda sprechen wir über diese außergewöhnliche Entdeckung, die Farbgebung von Flugsauriern und die Frage, ob Pterosaurier möglicherweise eine Art feines „Federkleid“ besaßen.
Erstes Paper über Sinopterus und seine Ernährungsweise: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095927325006759
Hier das zweite Paper rund um das "Federkleid" und die Farben bei Sinopterus: https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.06.723168v1
Bevor ich es vergesse, gibt es hier noch das Paper zu den leuchtenden Schädelkämmen bei Helmkasuaren: https://www.nature.com/articles/s41598-026-40230-1
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Bildcopyright: Petite Paleoartist | Sauriazoicillus
1 Stunde 1 Minute
Muttaburrasaurus gehört zu den bekanntesten Dinosauriern Australiens – und dennoch gibt seine Anatomie bis heute Rätsel auf. Eine neue Studie hat den nahezu vollständig erhaltenen Schädel des Pflanzenfressers mithilfe moderner CT-Scans und neu entdeckter Fossilfragmente erneut untersucht. Im Mittelpunkt steht die markant aufgeblähte Schnauzenregion von Muttaburrasaurus. Während frühere Forschungen diese Struktur vor allem den Nasenbeinen zuschrieben, zeichnet die neue Analyse ein deutlich komplexeres Bild.
Mehrere Knochen, darunter bislang unbekannte Elemente, die als „Prenasalia“ bezeichnet werden, bildeten ein System von Luftkammern innerhalb der Schnauze. Zusammen mit den ungewöhnlich großen Riechkolben des Gehirns deutet dies darauf hin, dass Muttaburrasaurus über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügte. Darüber hinaus wirft seine ungewöhnliche Bezahnung neue Fragen auf: Im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten besaß er im vorderen Schnabelbereich noch spitze Zähne. Dies könnte wichtige Hinweise auf die Ernährung und ökologische Rolle dieses australischen Dinosauriers liefern – Themen, die wir heute bei Paläotalk gemeinsam mit dem Paläontologen Nicolas Stagg näher besprechen wollen.
Schädelanatomie, Paläoneurologie und Paläobiologie rund um Muttaburrasaurus langdoni: https://peerj.com/articles/20794/
Erster Nachweis eines hohlen Schädelkamms bei einem früh abzweigenden Entenschnabeldinosaurier: https://www.mdpi.com/2079-7737/15/8/615
Der frühe Ursprung der Iguanodontia: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/pala.70057?fbclid=IwY2xjawRVqLVleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeuwKnXtxHU2QjvhPTZWE0HuzgY9FzWoxjQHGmojLodTnSNjWQRGqmKDJiOjU_aem_OBak-lWA4Qw3EIdXCVV-1A
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Bildcopyright: Joschua Knüppe
Mehrere Knochen, darunter bislang unbekannte Elemente, die als „Prenasalia“ bezeichnet werden, bildeten ein System von Luftkammern innerhalb der Schnauze. Zusammen mit den ungewöhnlich großen Riechkolben des Gehirns deutet dies darauf hin, dass Muttaburrasaurus über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügte. Darüber hinaus wirft seine ungewöhnliche Bezahnung neue Fragen auf: Im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten besaß er im vorderen Schnabelbereich noch spitze Zähne. Dies könnte wichtige Hinweise auf die Ernährung und ökologische Rolle dieses australischen Dinosauriers liefern – Themen, die wir heute bei Paläotalk gemeinsam mit dem Paläontologen Nicolas Stagg näher besprechen wollen.
Schädelanatomie, Paläoneurologie und Paläobiologie rund um Muttaburrasaurus langdoni: https://peerj.com/articles/20794/
Erster Nachweis eines hohlen Schädelkamms bei einem früh abzweigenden Entenschnabeldinosaurier: https://www.mdpi.com/2079-7737/15/8/615
Der frühe Ursprung der Iguanodontia: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/pala.70057?fbclid=IwY2xjawRVqLVleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeuwKnXtxHU2QjvhPTZWE0HuzgY9FzWoxjQHGmojLodTnSNjWQRGqmKDJiOjU_aem_OBak-lWA4Qw3EIdXCVV-1A
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Bildcopyright: Joschua Knüppe
33 Minuten
Während wir Brachiosauriden aus Afrika und Nordamerika inzwischen recht gut kennen und erforscht haben, bleiben ihre Verwandten auf den südlichen Kontinenten deutlich rätselhafter. Mit Bicharracosaurus dionidei wurde nun ein neuer Sauropode aus dem Oberjura Argentiniens beschrieben. Der etwa 20 Meter lange Pflanzenfresser ist durch zahlreiche Wirbel, Rippen und Teile des Beckens bekannt.
Entdeckt wurde dieser neue Sauropode von einem deutsch-argentinischen Paläontologenteam unter der Leitung des deutschen Paläontologen Oliver Rauhut. Die Erstautorin der Studie und heutige Gästin bei Paläotalk, die Paläontologin Alexandra Reutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München, analysierte die Überreste des neuen Sauriers im Rahmen ihrer Doktorarbeit. Besonders spannend ist die ungewöhnliche Kombination seiner Merkmale: Einige Knochen erinnern an Brachiosauriden wie den afrikanischen Giraffatitan, andere ähneln eher Diplodocus und dessen nordamerikanischen Verwandten.
Das Paper rund um Bicharracosaurus dionidei findet ihr hier: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13092234/
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Bildcopyright: Amalia Villafañe
Entdeckt wurde dieser neue Sauropode von einem deutsch-argentinischen Paläontologenteam unter der Leitung des deutschen Paläontologen Oliver Rauhut. Die Erstautorin der Studie und heutige Gästin bei Paläotalk, die Paläontologin Alexandra Reutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München, analysierte die Überreste des neuen Sauriers im Rahmen ihrer Doktorarbeit. Besonders spannend ist die ungewöhnliche Kombination seiner Merkmale: Einige Knochen erinnern an Brachiosauriden wie den afrikanischen Giraffatitan, andere ähneln eher Diplodocus und dessen nordamerikanischen Verwandten.
Das Paper rund um Bicharracosaurus dionidei findet ihr hier: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13092234/
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: Amalia Villafañe
48 Minuten
Mitten in Sachsen-Anhalt, nahe Halle an der Saale, verbirgt sich eine der bedeutendsten Fossillagerstätten Europas: das Geiseltal. Vor rund 48 bis 41 Millionen Jahren, im Mitteleozän, herrschte hier ein subtropisches Klima. Heute befinden sich hier ehemalige Braunkohletagebaue, die wiederum zahlreiche Fossilien unter anderem ans Licht brachten. Darunter landlebende Krokodile, flugunfähige Riesenvögel, frühe Primaten und winzige Urpferdchen.
Weltweit einzigartig ist die außergewöhnliche Erhaltung vieler Fossilien. Zahlreiche Funde sind dreidimensional überliefert und bewahren sogar Weichteile, Mageninhalte oder ursprüngliche Farbreste. Gemeinsam mit dem Präparator Michael Stache blicken wir auf diese Detailfülle, die das Geiseltal zu einem Schlüsselfenster in das Klimaoptimum des Eozäns macht und uns Einblicke in Biodiversität, Nahrungsketten und Lebensweisen erlaubt, wie sie sonst kaum möglich sind.
Mehr Information zur Geiseltalsammlung gibt es: https://www.naturkundemuseum.uni-halle.de/sammlungen/geiseltalsammlung/
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: Michael Stache
Weltweit einzigartig ist die außergewöhnliche Erhaltung vieler Fossilien. Zahlreiche Funde sind dreidimensional überliefert und bewahren sogar Weichteile, Mageninhalte oder ursprüngliche Farbreste. Gemeinsam mit dem Präparator Michael Stache blicken wir auf diese Detailfülle, die das Geiseltal zu einem Schlüsselfenster in das Klimaoptimum des Eozäns macht und uns Einblicke in Biodiversität, Nahrungsketten und Lebensweisen erlaubt, wie sie sonst kaum möglich sind.
Mehr Information zur Geiseltalsammlung gibt es: https://www.naturkundemuseum.uni-halle.de/sammlungen/geiseltalsammlung/
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1 Stunde 3 Minuten
Als rein pflanzenfressende Meeressäuger leben Seekühe heute in Küstengewässern und sogar im Süßwasser tropischer Regionen. Anders als Robben besitzen sie keine funktionsfähigen Gliedmaßen mehr für das Leben an Land, und dennoch sind ihre nächsten heute lebenden Verwandten ausgerechnet die Elefanten. Die ältesten bekannten Vorfahren der Seekühe stammen aus dem frühen Eozän vor rund 50 Millionen Jahren. Diese frühen Formen besaßen noch vier Beine und konnten sich vermutlich sowohl an Land als auch im flachen Wasser fortbewegen.
Im Verlauf ihrer Evolution bildeten sich die Hinterbeine zurück, während sich eine kräftige horizontale Schwanzflosse entwickelte. Fossilien aus den Randbereichen der ehemaligen Tethys zeigen, wie erfolgreich diese Tiergruppe einst war und wie weit sie verbreitet war – von Nordafrika über Europa bis nach Indien und Java. In dieser Folge von Paläotalk blicken wir gemeinsam mit der Paläontologin Manja Voß vom Museum für Naturkunde Berlin auf die Evolution und Diversität der Seekühe sowie darauf, wie sich aus landlebenden Pflanzenfressern vollständig aquatische Meeressäuger entwickelten.
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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Bildcopyright: wrangel von Getty Images
Im Verlauf ihrer Evolution bildeten sich die Hinterbeine zurück, während sich eine kräftige horizontale Schwanzflosse entwickelte. Fossilien aus den Randbereichen der ehemaligen Tethys zeigen, wie erfolgreich diese Tiergruppe einst war und wie weit sie verbreitet war – von Nordafrika über Europa bis nach Indien und Java. In dieser Folge von Paläotalk blicken wir gemeinsam mit der Paläontologin Manja Voß vom Museum für Naturkunde Berlin auf die Evolution und Diversität der Seekühe sowie darauf, wie sich aus landlebenden Pflanzenfressern vollständig aquatische Meeressäuger entwickelten.
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