Zu viel! – der Mental-Health-Podcast Archiv
58 Episoden
39 Minuten
2012, mitten in der Schwangerschaft, verschwand bei Heike plötzlich die Freude, selbst Weihnachten fühlte sich leer an. Es folgten Jahre aus Therapie, Achtsamkeit und schließlich Spiritualität, bis die Lebensfreude zurückkam. Lars, Christian und ihr Gast Heike sprechen darüber, was Freudlosigkeit bedeutet, warum fehlendes Urvertrauen aus der Kindheit bis ins Erwachsenenleben wirkt und wie Heike heute anderen Frauen hilft, den Weg zurück zu sich selbst zu finden.
34 Minuten
„Ich bin nicht gut genug", „Ich darf keine Fehler machen", „Ich muss stark sein" – viele von uns tragen Sätze in sich, die sie selbst nie bewusst gewählt haben. Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone sprechen darüber, wie Glaubenssätze entstehen, warum sie oft aus der Kindheit stammen und wie man lernt, sie zu erkennen und zu verändern.
50 Minuten
Jahrzehntelang hat Andrea in der öffentlichen Verwaltung gut funktioniert, bis Veränderungen am Arbeitsplatz sie 2018 in eine mittelschwere Depression rutschen ließen. Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und ihr Gast Andrea sprechen darüber, wie aus gutem Funktionieren plötzlich eine Krise werden kann, warum Vorurteile gegenüber Reha und Therapie oft nicht standhalten und wie Andrea heute sagt: Es geht ihr gut.
40 Minuten
Perfektionismus gilt gesellschaftlich fast als Tugend – als Zeichen von Ehrgeiz und hohen Ansprüchen. Doch für viele ist er vor allem eins: erschöpfend. Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone sprechen darüber, woher der Zwang zur Perfektion kommt, warum er selten zufrieden macht – und wie man lernt, auch „gut genug" gelten zu lassen.
42 Minuten
Zehn Jahre im Kita-Bereich, ein Neubau-Projekt als Leitungskraft, dann eine zweite Leitungsstelle im Chaos. Am Ende eine Kündigung, eine Depressionsdiagnose und monatelanges Warten auf einen Reha-Platz. Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Nils sprechen darüber, wie Mehrarbeit zur Normalität wird, wie Verantwortung ohne Grenzen krank machen kann – und warum das Hilfesystem selbst oft zur zusätzlichen Belastung wird.
38 Minuten
Im Düsseldorfer Kunstpalast wird jetzt vor Gemälden nicht mehr nur erklärt, sondern geschwiegen und geschaut: „Visual Arts Yoga" verbindet Kunstbetrachtung mit Augen-Yoga. Lars Tönsfeuerborn, Simone und Dr. Christian Utler sprechen darüber, was bewusstes Sehen mit unserem Nervensystem macht, warum Kunst dabei mehr Werkzeug als Inhalt ist. Ob das nur ein hübscher Trend ist oder wirklich beim Runterkommen hilft?
59 Minuten
TW: Gewalt Es gibt einen Satz, den viele nie aussprechen dürfen: „Meine eigene Familie war zu viel für mich." Für Alina wurde genau dieser Satz nach Jahren zur Wahrheit, die sie annehmen musste, um sich selbst zu schützen. Lars Tönsfeuerborn, Christian und ihr Gast Alina sprechen über Adoption, ungleiche Behandlung von Geschwistern und den Weg zum bewussten Kontaktabbruch – und darüber, warum auch die eigene Familie „zu viel" sein darf.
34 Minuten
Wir atmen rund 20.000 Mal am Tag – meist, ohne darüber nachzudenken. Doch genau dieser automatische Vorgang hat einen enormen Einfluss auf unser Nervensystem, unsere Gefühle und unsere mentale Gesundheit. In dieser Folge sprechen Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone darüber, warum die richtige Atmung Stress reduzieren, Ängste regulieren und den Körper in einen Zustand von Ruhe bringen kann. Christian erklärt die neurobiologischen Prozesse im Gehirn und Nervensystem, während Simone zeigt, wie Atemtechniken aus Yoga und Achtsamkeit dabei helfen können, wieder bei sich selbst anzukommen.
41 Minuten
Mit 15 Jahren erhielt Elisa die Diagnose ADHS und wurde zwei Jahre lang mit Ritalin behandelt. Danach galt das Thema als erledigt – schließlich dachte man damals häufig, ADHS sei eine Kinderkrankheit. Doch als Erwachsene merkte Elisa, dass etwas nicht stimmte. Sie fühlte sich ständig überfordert, zerrissen zwischen ihrem extrovertierten und ihrem introvertierten Ich. Erst während der Corona-Pandemie wurde ihr bewusst, wie sehr sie Ruhe braucht – und dass sie jahrelang permanent über ihre eigenen Grenzen gegangen war. Gemeinsam mit Lars Tönsfeuerborn und Dr. Christian Utler spricht Elisa über ADHS im Erwachsenenalter, den Verdacht auf Autismus, die Suche nach einer passenden Diagnostik und darüber, wie sie heute lernt, ihr Leben nicht mehr gegen, sondern mit sich selbst zu gestalten.
40 Minuten
Mit seinem Buch „Hör auf dein Herz – Dein Kopf ist ein Arschloch“ erzählt Christian Behr seine ganz persönliche Geschichte. Doch hinter dem Titel steckt weit mehr als ein Lebensmotto: Es ist die Erkenntnis, dass wir Warnsignale oft viel zu lange ignorieren. Gemeinsam mit Lars Tönsfeuerborn und Simone spricht Christian über Burnout, Panikattacken, verdrängte Kindheitserlebnisse und den langen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
32 Minuten
Jeder Mensch erlebt Krisen – doch warum gehen manche gestärkt daraus hervor, während andere lange darunter leiden? Ist Resilienz angeboren oder kann man sie lernen? In dieser Folge sprechen Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone darüber, was Resilienz wirklich bedeutet. Christian erklärt die neurobiologischen und psychologischen Grundlagen, Simone zeigt, welche Rolle Selbstwahrnehmung, Körper und Achtsamkeit spielen, und Lars bringt eigene Erfahrungen aus schwierigen Lebensphasen mit ein.
39 Minuten
Menschen mit Borderline erleben Gefühle oft intensiver, Beziehungen häufig extremer und innere Leere oftmals schmerzhafter als andere. Nicht selten wird versucht, diese Gefühle zu betäuben – manchmal durch Alkohol, manchmal durch andere Strategien, die kurzfristig helfen, langfristig jedoch neue Probleme schaffen. In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Dr. Christian Utler und Robert über seinen Weg mit Depressionen, Borderline und Alkoholsucht. Robert erzählt offen von dem Verlust seiner Mutter, dem Beginn seiner Depressionen, seiner Borderline-Diagnose, einer Suchterkrankung und den Herausforderungen, die ihn über viele Jahre begleitet haben. Dabei steht nicht die Diagnose selbst im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Borderline und Sucht zusammenwirken können. Warum entsteht dieses Gefühl von innerer Leere? Weshalb greifen manche Menschen zu Alkohol, um Gefühle zu regulieren? Und warum sind Rückfälle oft kein Zeichen des Scheiterns, sondern Teil eines langen Genesungsprozesses?
37 Minuten
Was passiert, wenn eine Diagnose aus der Kindheit zwar bekannt ist, aber nie wirklich verstanden oder verarbeitet wird? In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Simone und Marc-André über seinen langen Weg mit ADHS und Depressionen. Bereits in den 1980er Jahren erhielt Marc-André eine ADHS-Diagnose – zu einer Zeit, in der das Wissen über die Erkrankung noch begrenzt war und viele Zusammenhänge noch nicht verstanden wurden. Viele Jahre funktionierte das Leben scheinbar. Doch vor rund 20 Jahren schlichen sich erste depressive Symptome ein. Lange wurden diese Belastungen nicht als psychische Erkrankung erkannt. Erst als die Herausforderungen im Berufsleben zunahmen und die Erschöpfung immer größer wurde, begann die Suche nach professioneller Unterstützung. Heute blickt Marc-André auf einen intensiven Behandlungsweg zurück – von der Tagesklinik über psychiatrische Betreuung bis hin zur spezialisierten ADHS-Fachklinik. Dabei entstand eine wichtige Frage: War die Depression vielleicht nie das eigentliche Problem, sondern eine Folge eines jahrzehntelang unverstandenen ADHS?
36 Minuten
Träume faszinieren Menschen seit Jahrhunderten – doch was passiert eigentlich, wenn wir beginnen, mit ihnen zu arbeiten statt sie einfach nur zu deuten? In dieser Folge sprechen Lars, Simone und Christian darüber, welche Rolle Träume in der Psychotherapie spielen können und warum sie oft mehr über unsere innere Welt verraten, als wir glauben. Ausgangspunkt ist ein eindrucksvoller Traum von Simone. Dabei entsteht ein Gespräch über Einsamkeit, innere Größe, Selbstwahrnehmung und die Fähigkeit, sich selbst immer klarer zu erkennen. Auch Lars teilt Ausschnitte aus einem eigenen Traum und spricht darüber, wie sich innere Konflikte und Beziehungsmuster in Träumen widerspiegeln können.
36 Minuten
Viele Menschen glauben, dass eine Diagnose der wichtigste Schritt auf dem Weg zur psychischen Gesundheit ist. Doch was passiert eigentlich nach der Diagnose? Und warum erleben manche Menschen große Fortschritte in einer Therapie, während andere trotz ähnlicher Voraussetzungen kaum weiterkommen? In dieser Folge sprechen Lars Tönsfeuerborn und Dr. Christian Utler mit dem psychologischen Psychotherapeuten Christoph Seebacher darüber, was Therapie wirklich wirksam macht. Dabei steht eine zentrale Erkenntnis im Mittelpunkt: Nicht die Diagnose entscheidet über den Erfolg einer Therapie, sondern die Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Gemeinsam beleuchten sie, warum Vertrauen, Sicherheit und ein echtes menschliches Miteinander oft die Grundlage jeder Veränderung sind. Christoph gibt Einblicke in seine therapeutische Arbeit und erklärt, weshalb die sogenannte therapeutische Allianz einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Psychotherapie ist.