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Episoden

1 Stunde 38 Minuten
In dieser Folge von Off Air – Die B-Seite des Interviews spricht Wencke mit Pink (Amore Digga), Kommunikationsdesigner*in und Aktivist*in. Pink nutzt die Kombination aus historischer Frakturschrift und Neonpink, um politische Botschaften im öffentlichen Raum und auf Instagram zu platzieren. Der optische Stilbruch bricht Sehgewohnheiten, provoziert und stößt Gespräche an – auch mit Menschen außerhalb der eigenen Bubble. Gleichzeitig geht es um Pink als Person und eine Phase großer persönlicher Veränderung: über den Weg zur eigenen Identität, das Ablegen von Scham, den offenen Umgang mit Depressionen und warum gelebte Queer Joy im Alltag eine Form von Protest ist. In dieser Folge: * Wie aus Gestalttherapie und politischer Wut das Kunstprojekt Amore Digga entstand * Der Prozess persönlicher Veränderung, der Abbau von Scham und Sichtbarkeit im Alltag * Warum Aktivismus nicht perfekt sein muss und Wut als Motor funktioniert * Der CSD als politische Demonstration und der Umgang mit Blicken und Reaktionen * Die Bedeutung von Selbstermächtigung gegen Hass und gesellschaftliche Ängste * Der offene Umgang mit Depressionen, Burnout, Medikamenten und Therapie
1 Stunde 19 Minuten
Was passiert, wenn die eigene Kindheit von einer radikalen Glaubensgemeinschaft bestimmt wird, in der Weltlichkeit als Bedrohung gilt und Kunst als dämonisch gebrandmarkt wird? In dieser Episode von Off Air - Die B-Seite des Interviews hat Wencke ihre Synchronkollegin und Schauspielerin Dina Hellwig zu Gast. Die beiden kennen sich aus dem Synchronstudio – doch hinter der professionellen Oberfläche verbirgt sich bei Dina eine tiefgreifende und bewegende Lebensgeschichte. Dina ist in einer sektenähnlichen, streng religiösen Organisation aufgewachsen. Als sie mit 19 Jahren entschied, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, verlor sie von einem Tag auf den anderen alles: den Kontakt zu ihrer Familie, ihr gesamtes soziales Umfeld und jeden Halt. Ohne Absicherung saß sie plötzlich auf der Straße, übernachtete bei Kolleginnen auf der Couch und musste lernen, was es bedeutet, in einer völlig unbekannten Welt zu überleben. Gemeinsam sprechen Wencke und Dina über den jahrelangen Prozess, sich aus mentalen Abhängigkeiten zu befreien, und über das Phänomen, wie vertraut sich toxische oder narzisstische Muster später wieder anfühlen können. Es geht um den steinigen Weg an die Schauspielschule – wo Dina unter anderem mit Helene Fischer studierte –, die Überwindung verinnerlichter Glaubenssätze auf der Theaterbühne und die schwierige Entfremdung von den eigenen Eltern. Ein zentraler Teil des Gesprächs widmet sich dem Erleben von Gemeinschaft, Geburtstagen und Weihnachten – Feste, die Dina als Kind nie feiern durfte und die sie sich als Erwachsene mühsam zurückholen musste. Außerdem berichtet Dina von ihrem eigenen Podcast "Kopfkino - Aussteiger berichten", in dem sie Betroffenen eine Stimme gibt, sowie von der heilsamen Wirkung von Tanz, Beten als Meditation und dem Umgang mit verdrängten Erinnerungen.
1 Stunde 2 Minuten
Nach einer langen Pause und einer intensiven Phase der Introspektion ist Sängerin Lotte zurück. Kurz vor dem Release ihres selbstbetitelten vierten Albums „Lotte“ war sie bei Wencke zu Gast – für ihr allererstes Gespräch über die neue Platte. Nach ihrem vorherigen, sehr düsteren Album, das von schwersten persönlichen Krisen und Therapie geprägt war, fühlt sich dieses neue Werk wie ein echtes Debüt an: 100 % selbstbestimmt, voller Lebenshunger und dem absoluten Drang nach Freiheit. Lotte und Wencke sprechen radikal ehrlich über den Mut, das Musikbusiness-Hamsterrad zu verlassen, warum Therapie lebensverändernd sein kann – und warum es völlig okay ist, mit Anfang 30 noch voller Fragezeichen zu stecken. Darüber sprechen Lotte und Wencke in dieser Folge: - Vom düsteren Album zum Befreiungsschlag: Warum Lotte das vorherige Album aus sich herausschreiben musste und wie danach der Hunger auf das echte Leben zurückkam. - Körpertherapie & Die Grinberg-Methode: Wie Lotte gelernt hat, tief sitzende Verspannungen und emotionale Blockaden über den Körper zu lösen. - Wenn Therapie nicht passt: Wencke teilt ihre ehrliche Erfahrung, warum sie mit ihrer Verhaltenstherapie Schluss gemacht hat und weshalb ADHS im Behandlungsraum immer noch oft übersehen wird. - 1,5 Jahre Auszeit & London: Wie Lotte allen Erwartungen getrotzt hat, um in legendären Studios ihr Album komplett analog aufzunehmen. - Die Fragezeichen mit 31: Warum wir aufhören müssen zu glauben, mit 30 durchgespielt zu haben – und warum Zweifel der Schlüssel zu einem echten Leben sind. - Analoge Magie & Spooky Manifestationen: Warum Musikhören auf Vinyl ein Heiligtum ist und wie Lotte beim Songwriting versehentlich Dinge geschrieben hat, die kurz darauf in der Realität passiert sind.
1 Stunde 56 Minuten
In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich die wunderbare Julia Vieregge. Ich kenne Julia als fantastische Synchronschauspielerkollegin, aber sie ist noch so viel mehr: ausgebildete Musicaldarstellerin, Sängerin, Content Creatorin, die auf TikTok und Instagram regelmäßig viral geht, und die Frontfrau der offiziellen Rosenstolz-Tributeband "AnNa - Lass es Liebe sein". Julia ist ein absoluter Wirbelwind, deren Social Media sich wie ein bunter, wholesome Happy Place anfühlt – und die gleichzeitig eine beeindruckende, radikale Offenheit an den Tag legt, wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht. Wir sprechen über den steinigen Weg durch die Kunstszene, das Gefühl, die „unerfolgreichste Musicaldarstellerin ever“ zu sein, über schwere Krisen auf hoher See, den mutigen Kampf gegen Depressionen und warum das Jahr 2026 plötzlich ihr ganz persönliches, klasses „Bingo-Jahr“ geworden ist. WICHTIGER HINWEIS ZUM VIDEO (YouTube): Wegen einer Studio-Überhitzung ist ab Minute 35:25 leider das Kamerabild ausgefallen. Die ersten 36 Minuten gibt es hier als Video – die volle 2-Stunden-Dröhnung mit allen fröhlichen, spannenden und tiefgründigen Geschichten hört ihr wie gewohnt auf allen bekannten Podcast-Plattformen! TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge sprechen wir von Minute 25:20 bis 32:43 sehr offen über die Themen Depressionen und Suizidgedanken. Wenn dich diese Themen triggern oder es dir selbst nicht gut geht, überspringe diesen Teil bitte oder höre die Folge nicht alleine. Hilfe findest du rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111) oder unter 116117.de. Die Themen im Überblick: -Der Traum vom Musical & die Realität: Warum Julia 15 Jahre lang alles gemacht hat außer Musical, wie ihr „Rocksound“ im klassischen Ensemble aneckte und wie sie heute darüber denkt. -Vom Kreuzfahrtschiff in die Schiffsdepression: Über die intensive Zeit bei Tui Cruises (Mein Schiff), fensterlose Crew-Kabinen und den absoluten emotionalen Wendepunkt, der sie zur Therapie führte. -High Functioning Depression: Wie es ist, wenn man nach außen hin die Witzige und Fröhliche ist, es innen aber ganz dunkel aussieht – und warum Sätze wie „Du hast doch keine Depressionen“ so verletzend sind. -Der Rettungsanker 116117: Julia teilt ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Akutsprechstunden, der quälenden Therapeut*innensuche und dem einen „goldenen Tag“, der ihr das Leben gerettet hat. -Körper & Seele: Über das Aufwachsen mit schwerer Neurodermitis (atopischem Ekzem), die -Befreiung durch ein neues Medikament im Jahr 2015 und das späte „Waffenstillstands-Abkommen“ mit dem eigenen Vater. -Aus dem Synchron-Nähkästchen: Wie Julia die Hauptrolle (Sprechen und Gesang) im Animationsfilm Thelma das Einhorn ergatterte, dafür den Synchronpreis gewann und wie es sich anfühlt, wie eine Mischung aus Christina Aguilera und Adele zu singen. -Heiß auf Eis & Connor-Story: Julia schwärmt von ihrem brandneuen eigenen Podcast, den sie mit Maike Katrin Merkel gestartet hat. -AnNa - Lass es Liebe sein: Die irre Story, wie Julia über ein virales TikTok-Video vom Fleck weg als Frontfrau für die offizielle Rosenstolz-Tributeband engagiert wurde. -Imposter-Syndrom & die dunkle Seite von Social Media: Warum live auf der Bühne plötzlich die Selbstzweifel kicken, wie der TikTok-Algorithmus Hasskommentare füttert und warum ungefragte Kommentare über Frauenkörper im Netz einfach gar nicht gehen. -Wir sprechen Kölsch, verfallen in Synchron-Akzente und lachen trotz der schweren Themen am Anfang unfassbar viel.
1 Stunde 23 Minuten
In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Lie Ning. Als Künstler*in und Musiker*in ist Peer aka Lie Ning in Berlin aufgewachsen, lebt aber mittlerweile in London. Dieser Umzug war eine Reaktion auf die politische Lage in Deutschland und den Wunsch nach einem Umfeld, in dem die eigene Person nicht ständig erklärt werden muss. Aktuell arbeitet Lie Ning an neuer Musik. Wir sprechen über den Prozess des Erwachsenwerdens und darüber, wie es sich anfühlt, wenn Masken fallen und Platz für kompromisslose Kunst entsteht. Die Themen im Überblick: London & Lebensgefühl: Lie Ning beschreibt die Normalität im Londoner Alltag und warum der Standortwechsel für die eigene künstlerische Entwicklung notwendig war. Sprache & Pronomen: Warum Gendern für Lie Ning eine Frage des Respekts und des Gehörtwerdens ist und nichts mit Grammatik-Regeln zu tun hat. Männlichkeit als Spektrum: Ein Plädoyer für Liebe jenseits von Boxen und die Freiheit, sich einfach in eine Person zu verlieben. Verantwortung in der Kunst: Wir diskutieren, ob man Werk und Künstler*in trennen kann und sprechen über den Umgang mit Musik von Kanye West oder Michael Jackson. Generationen & Politik: Warum wir mehr Austausch zwischen den Generationen brauchen und Frauen im Alter nicht unsichtbar werden dürfen. Strukturen in der Szene: Wir sprechen über Rassismus innerhalb der weißen queeren Community und die Notwendigkeit von echten Safer Spaces.
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Über diesen Podcast

Hallo ihr Lieben, ich bin Wencke Fiedler – Moderatorin, Sprecherin und Synchronschauspielerin. In meinem Job als Radiomoderatorin bei @fluxfm quatsche ich oft mit Künstler*innen aus allen möglichen Bereichen – sei es Musik, Film, Literatur oder Theater – über neue Alben, Touren, Projekte und vieles mehr. Es geht um ihre Arbeit. Aber die wirklich spannenden Gespräche passieren meistens OFF Air, nach den Interviews, wenn die Künstlerinnen anfangen, über ihre echten Kämpfe zu sprechen. Es geht um mentale Gesundheit, persönlichen Schmerz und wie Kunst – vor allem Musik – ein Ventil ist, um mit all dem klarzukommen. Ich finde es super wichtig, dass wir mehr über solche Themen sprechen. Denn Künstler*innen, die in ihren Werken über Ängste, Depressionen oder Panikattacken sprechen, haben diese Themen nicht einfach abgelegt, nur weil das neue Projekt draußen ist. Diese tiefgründigen Gespräche, die sie mir OFF Air anvertrauen, möchte ich jetzt mit euch teilen. Deshalb gibt’s ab sofort meinen neuen Podcast Off Air – die B-Seite der Interviews. Deep Talk, ehrliche Einblicke und ein Austausch über Themen, die uns wirklich bewegen und vielleicht auch neue Perspektiven eröffnen können. Ich freu mich riesig auf die Reise mit euch! Großen Dank an alle Menschen die dieses Herzensprojekt unterstützen! Foto: @antoinedesaintphalle Design: Constanze Kaul Insta: @off_air_podcast_berlin
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„OFF AIR - Die B-Seite des Interviews“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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