OFF AIR - Die B-Seite des Interviews

OFF AIR - Die B-Seite des Interviews

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Trailer
28. März 2025
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28. März 2025

Episoden

Lie Ning – Erwachsener Pop, queere Safer Spaces & Londoner Freiheit
13.05.2026
1 Stunde 23 Minuten
In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Lie Ning. Als Künstler*in und Musiker*in ist Peer aka Lie Ning in Berlin aufgewachsen, lebt aber mittlerweile in London. Dieser Umzug war eine Reaktion auf die politische Lage in Deutschland und den Wunsch nach einem Umfeld, in dem die eigene Person nicht ständig erklärt werden muss. Aktuell arbeitet Lie Ning an neuer Musik. Wir sprechen über den Prozess des Erwachsenwerdens und darüber, wie es sich anfühlt, wenn Masken fallen und Platz für kompromisslose Kunst entsteht. Die Themen im Überblick: London & Lebensgefühl: Lie Ning beschreibt die Normalität im Londoner Alltag und warum der Standortwechsel für die eigene künstlerische Entwicklung notwendig war. Sprache & Pronomen: Warum Gendern für Lie Ning eine Frage des Respekts und des Gehörtwerdens ist und nichts mit Grammatik-Regeln zu tun hat. Männlichkeit als Spektrum: Ein Plädoyer für Liebe jenseits von Boxen und die Freiheit, sich einfach in eine Person zu verlieben. Verantwortung in der Kunst: Wir diskutieren, ob man Werk und Künstler*in trennen kann und sprechen über den Umgang mit Musik von Kanye West oder Michael Jackson. Generationen & Politik: Warum wir mehr Austausch zwischen den Generationen brauchen und Frauen im Alter nicht unsichtbar werden dürfen. Strukturen in der Szene: Wir sprechen über Rassismus innerhalb der weißen queeren Community und die Notwendigkeit von echten Safer Spaces.
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Selda Kaya – späte Diagnose, Perimenopause und Hauptrolle
20.04.2026
1 Stunde 57 Minuten
In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Selda Kaya. Sie ist Schauspielerin, Musikerin und Kulturwissenschaftlerin, eine Frau, die Themen leidenschaftlich „auseinanderfrickelt“. Auf Insta hat sie viele Follower*innen, weil sie politische Themen messerscharf auf den Punkt, bringt und Menschen „Basic Human Rights“ erklärt. Obwohl Selda bereits mit 7 Jahren ihre erste Filmrolle spielte und heute eines der bekanntesten Werbegesichter Deutschlands ist, verlief ihr Weg alles andere als geradlinig. Erst mit 45 Jahren erhielt sie die Diagnose, die rückwirkend alles erklärte: ADHS. Die Themen dieser Folge im Überblick: Aufwachsen & Politik: Zwischen Freiheit in Schöneberg und Rassismuserfahrungen in Britz. Wir diskutieren über die Unlogik von Nationalismus und die politische Prägung durch ihr Elternhaus. ADHS-Diagnose mit 45: Warum die späte Erkenntnis eine Phase der Trauer über das bisherige Leben auslöst und warum „Funktionieren“ kein Gradmesser für Gesundheit ist. Das Tabu Perimenopause: Wir sprechen offen darüber, dass fast alle Frauen im Hormonchaos komplett alleine gelassen werden. Selda erklärt, warum das Medizinsystem hier oft blind ist und warum Frauen mit ADHS ein massives Problem „on top“ haben. Hormonersatztherapie & GABA: Selda gibt tiefe Einblicke in Medikamente. Wir sprechen über Hormonersatztherapie (HRT), die für alle Frauen relevant ist, und warum GABA speziell für neurodivergente Nervensysteme so wichtig ist. ADHS-Besonderheit: Warum Frauen mit ADHS aufgrund des Dopaminhaushalts oft deutlich früher in die Peri-Menopause kommen als der Durchschnitt. Karriere-Highlight: Seldas Hauptrolle in einer Produktion von Anika Decker (Drehbuchautorin von „Keinohrhasen“ und „Traumfrauen“). Resilienz, Imposter & Selbstwert: Über den Gerechtigkeitssinn, toxische Dynamiken, das Imposter-Syndrom und das Lernen, mit Mitte 40 endlich netter zu sich selbst zu sein. Wissen & Tipps: Diese Folge ist ein echtes Service-Paket. Selda erklärt, warum fundierte Eigenrecherche bei Neurodivergenz und Hormonen oft der einzige Ausweg ist, wenn Spezialist*innen für beide Themenbereiche fehlen.
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Jerry Kwarteng - Schauspiel, Realität und Repräsentation
30.03.2026
1 Stunde 59 Minuten
In der neuen Folge von Off Air – Die B-Seite begrüße ich einen Mann, dessen Weg alles andere als geradlinig verlief: den Schauspieler Jerry Kwarteng. Er ist heute in internationalen Produktionen zu sehen, doch der Weg dorthin war geprägt von großen Träumen, herben Enttäuschungen und einem mutigen Umweg über die Rechtswissenschaften. Jerry wuchs in Hamburg auf und brannte schon früh für die Schauspielerei, doch die Realität der deutschen Filmbranche war damals ernüchternd. Als Afro-Deutscher wurden ihm fast ausschließlich Rollen als Flüchtling mit kaum Text angeboten. Frustriert kehrte er seinem Traum den Rücken, studierte – dem Wunsch seines Vaters folgend – Jura und arbeitete jahrelang als Eventmanager in Spanien. In unserem Gespräch erzählt mir Jerry, warum er nach 15 Jahren Abstinenz doch noch einmal alles auf eine Karte setzte, eine Schauspielschule besuchte und wie er schließlich als Dr. Hendrik Althaus in der Serie „Rote Rosen“ einem Millionenpublikum bekannt wurde. Wir sprechen ganz offen über die Schattenseiten des Berufs, über die finanzielle Unsicherheit, die auch etablierte Schauspieler begleitet, und über die plötzliche Einsamkeit, die einen nach 14-Stunden-Drehtagen in fremden Hotelzimmern einholt. Als Mitbegründer des Mediennetzwerks „Schwarze filmschaffende Community“ gibt Jerry tiefe Einblicke in den Kampf um Sichtbarkeit und die schleppende Entwicklung von Diversität in Deutschland. Wir diskutieren darüber, wie wichtig echte Repräsentation in der Branche ist und wie Schauspieler heute aktiv ihren eigenen Marktwert steigern können. Ein Gespräch über Resilienz, das Aufbrechen von Klischees und die unerschütterliche Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Hinweis: ab Minute 09:50 gibt es eine kurze Phase mit blechernem Ton, der ab Minute 13:00 aber wieder gewohnt klar wird. Wir hoffen, ihr seht uns das nach – der Inhalt lohnt sich in jedem Fall!
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Alice Merton - Ängste, Kreativität und persönliche Entwicklung
09.03.2026
1 Stunde 14 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit Alice Merton über ihren beeindruckenden Werdegang und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie geprägt haben. Alice erzählt, wie sie in Deutschland geboren wurde, mit drei Monaten nach New York zog, in Kanada lebte und schließlich mit 13 Jahren nach München zurückkam. Sie reflektiert über die Herausforderungen und Vorteile des ständigen Umziehens, wie Schulwechsel und den Verlust von Freundschaften. Wir sprechen offen über ihre Ängste, darunter ihre anfängliche Angst vor Interviews, die so stark wurde, dass sie ein Magengeschwür entwickelte. Alice betont, dass es keine irrationalen Ängste gibt und erzählt von ihren Therapieerfahrungen, die ihr geholfen haben, ihren Weg zu finden, während sie als Künstlerin im Rampenlicht steht. Darüber hinaus diskutieren wir Alices Erfahrungen als Coach bei „The Voice of Germany“ und die Schattenseiten, die mit dem Ruhm verbunden sind. Sie berichtet von ihren Auftritten bei Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und James Corden. Alice gibt Einblicke in ihre kreative Zusammenarbeit mit Dan Smith von Bastille in Island bei der Entstehung ihres neuen Albums „Visions“. Ein ehrliches und tiefgehendes Gespräch über persönliche Herausforderungen, die Kraft der Musik und die positive Wirkung von Therapie. TRIGGERWARNUNG: Emetophobie ab 20:35 - 22:15 und 40:40 - 46:38
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Rahel - Musik, Burnout, Selbstbestimmung und Heilung
09.02.2026
1 Stunde 6 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Rahel, einer talentierten Musikerin und Schauspielerin aus Wien. Gemeinsam tauchen wir in ihre Reise durch die Welt der Kunst ein und beleuchten die Herausforderungen, die sie erlebt hat, darunter eine schwere Phase mit Burnout. Rahel hat vor fast zwei Jahren ihr Debütalbum "Miniano" veröffentlicht und teilt wertvolle Lektionen, die sie aus dieser Zeit gelernt hat. Wir sprechen darüber, wie sie auf einem Bauernhof in einer kreativen WG aufgewachsen ist, ihre nervösen Momente vor Bühnenauftritten und warum sie momentan lieber Musik als Theater macht. Rahel hat verschiedene Therapieformen, darunter Gesprächstherapie, genutzt, und sie betont, wie wichtig ihr Psychodrama dabei geholfen hat, mit ihren Herausforderungen umzugehen. Ein besonders lustiger Moment entsteht, als sie bei einem ihrer Songs ihre eigenen Lyrics vergisst – der Vorführeffekt lässt grüßen! Doch mit ein bisschen Hilfe von Google finden wir die passenden Worte wieder. Ein wertvolles, einfühlsames Gespräch über die Kunst, das Leben zu meistern, oft mit einem Lächeln und einer Prise Humor.
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Über diesen Podcast

Hallo ihr Lieben, ich bin Wencke Fiedler – Moderatorin, Sprecherin und Synchronschauspielerin. In meinem Job als Radiomoderatorin bei @fluxfm quatsche ich oft mit Künstler*innen aus allen möglichen Bereichen – sei es Musik, Film, Literatur oder Theater – über neue Alben, Touren, Projekte und vieles mehr. Es geht um ihre Arbeit. Aber die wirklich spannenden Gespräche passieren meistens OFF Air, nach den Interviews, wenn die Künstlerinnen anfangen, über ihre echten Kämpfe zu sprechen. Es geht um mentale Gesundheit, persönlichen Schmerz und wie Kunst – vor allem Musik – ein Ventil ist, um mit all dem klarzukommen. Ich finde es super wichtig, dass wir mehr über solche Themen sprechen. Denn Künstler*innen, die in ihren Werken über Ängste, Depressionen oder Panikattacken sprechen, haben diese Themen nicht einfach abgelegt, nur weil das neue Projekt draußen ist. Diese tiefgründigen Gespräche, die sie mir OFF Air anvertrauen, möchte ich jetzt mit euch teilen. Deshalb gibt’s ab sofort meinen neuen Podcast Off Air – die B-Seite der Interviews. Deep Talk, ehrliche Einblicke und ein Austausch über Themen, die uns wirklich bewegen und vielleicht auch neue Perspektiven eröffnen können. Ich freu mich riesig auf die Reise mit euch! Großen Dank an alle Menschen die dieses Herzensprojekt unterstützen! Foto: @antoinedesaintphalle Design: Constanze Kaul Insta: @off_air_podcast_berlin
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