Podcaster
Episoden
15.04.2026
40 Minuten
Sudan – Der ignorierte Krieg und die Hoffnung der Menschen Der Sudan gilt laut den Vereinten Nationen als Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit – und steht dennoch kaum im Fokus der Weltöffentlichkeit. In dieser Folge von *Friedensreiter* sprechen wir über einen Konflikt, der oft übersehen wird, obwohl er Millionen Menschen betrifft. Zu Gast ist der Journalist und ehemalige Leiter des dpa-Afrikabüros Ralf Krüger, der gerade erst aus dem Sudan zurückgekehrt ist. Er berichtet eindrücklich von seinen Erfahrungen vor Ort: von der zerstörten Hauptstadt Khartum, die an Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, von gezielten Angriffen auf Infrastruktur und Zivilbevölkerung – und von einem komplexen Krieg, in dem zahlreiche internationale Akteure und Interessen verwoben sind. Gemeinsam beleuchten wir die Hintergründe des Konflikts, seine historischen Wurzeln und die geopolitischen Dimensionen. Warum wird dieser Krieg im Westen so wenig beachtet? Welche Rolle spielen Ressourcen, Machtinteressen und externe Einflussnahme? Und was bedeutet das alles für die Menschen im Land? Trotz aller Zerstörung bleibt auch Raum für Hoffnung: Krüger schildert die beeindruckende Resilienz der sudanesischen Bevölkerung und ihren Willen zum Neuanfang. Was können wir von dieser Haltung lernen – und welche Perspektiven gibt es für Frieden und Wiederaufbau? Eine Folge über einen „ignorierten Krieg“, über globale Verantwortung – und über die Kraft der Menschen, selbst im Chaos Zukunft zu gestalten.
Mehr
30.03.2026
1 Stunde 5 Minuten
Wie lebt man im Krieg – mitten in Jerusalem, zwischen Raketen, Angst und religiöser Bedeutung? In dieser besonderen Karwochen-Folge des Podcasts Friedensreiter sprechen Marcel Speker-Underbrink und Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld mit dem Benediktinerabt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem. Er schildert eindrücklich den Alltag im Krieg, die Verwundung beider Seiten – und warum er dennoch bleibt. Warum Klöster zu Orten der Hoffnung werden. Warum gerade die Schwächsten den höchsten Preis zahlen. Und warum er sagt: „Ich bin nicht pro Israel oder pro Palästina – ich bin pro Mensch.“ Eine Folge über Leid, Würde und die Frage, ob Hoffnung mehr ist als Naivität. Themen der Folge: • Alltag im Krieg in Jerusalem • Karfreitag als Realität im Heiligen Land • Vulnerable Gruppen im Konflikt • Religion zwischen Missbrauch und Versöhnung • Hoffnung als Haltung – nicht als Illusion
Mehr
19.03.2026
48 Minuten
Friedensreiter – Folge: Kriegstüchtigkeit, Verantwortung und die Zukunft der Verteidigung Was bedeutet „kriegstüchtig“ wirklich – und was folgt daraus für Bundeswehr, Gesellschaft und Europa? In dieser Folge sprechen wir mit Generalleutnant a. D. Andreas Marlow, ehemaliger stellvertretender Inspekteur des Heeres, über die sicherheitspolitische Lage seit dem Ukrainekrieg und die Konsequenzen für Deutschland. Es geht um mehr als Ausrüstung und Budget: um Tempo, Haltung – und die Frage, ob wir als Gesellschaft bereit sind, unsere Freiheit zu verteidigen. Warum der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ ein notwendiger Weckruf war Wie es tatsächlich um die Bundeswehr steht – jenseits der Schlagzeilen Welche Lehren der Ukrainekrieg für moderne Kriegsführung zieht Warum „Geld allein nicht abschreckt“ Weshalb Moral und innere Haltung entscheidend sind Ob die Wehrpflicht zurückkehren muss Und welche Rolle Deutschland künftig in Europa und der NATO spielen sollte Eine Folge über Realismus ohne Alarmismus – und über die zentrale Frage: Was ist uns unsere freiheitliche Ordnung wert? Jetzt reinhören und mitdiskutieren.
Mehr
04.03.2026
25 Minuten
Wenn die Macht das Recht ersetzt – Heiligt der Zweck die Mittel? Warum findet dieser Krieg um den Iran gerade jetzt statt? Und vor allem: Darf man ihn führen? In dieser Folge des Friedensreiters, dem Friedens-Lab von LWH und ithf, analysieren wir nicht die militärische Lage, sondern die entscheidende Frage dahinter: Ist diese Intervention völkerrechtlich legitim – oder erleben wir die Rückkehr einer Welt, in der Macht das Recht ersetzt?** Wir ordnen die wechselnden Begründungen aus Washington ein, prüfen die Kriterien des Präventivschlags und fragen: * Liegt eine „unmittelbar bevorstehende Bedrohung“ vor? * Sind die Motive tatsächlich uneigennützig? * Trägt die Rechtfertigung? Dabei geht es um mehr als den Einzelfall Iran. Es geht um eine Grundsatzfrage internationaler Ordnung: => Was passiert mit dem Völkerrecht, wenn wir beginnen, es situativ auszulegen – oder zu ignorieren, sobald das Ziel moralisch überzeugend erscheint? „Wenn wir das zum Kriterium machen, die Welt von Diktatoren zu befreien, dann können wir noch in ganz viele Länder dieser Welt militärisch intervenieren.“ Ist der mögliche Sturz eines repressiven Regimes den Preis wert, den eine Erosion des Völkerrechts nach sich zieht? Und in welcher Welt wachen wir auf, wenn militärische Intervention wieder zum normalen Instrument der Politik wird? Eine Folge über Macht, Moral, Realpolitik – und die gefährliche Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt.
Mehr
17.02.2026
38 Minuten
Selbstbehauptung oder Gefolgschaft? Der neue transatlantische Ton War die Rede von Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz ein Wendepunkt? Merz sprach von einem „tiefen Graben“ im transatlantischen Verhältnis, distanzierte sich klar von der MAGA-Ideologie und formulierte selbstbewusst den Anspruch europäischer Eigenständigkeit – Kooperation mit den USA ja, aber auf Augenhöhe. Nur einen Tag später setzte US-Außenminister Marco Rubio einen anderen Akzent: Europa solle sich dem politischen Kurs Washingtons anschließen. Partnerschaft – oder Gefolgschaft? In Folge #25 analysieren wir: Warum Merz’ Rede als „historisch“ eingeordnet werden kann Weshalb Rubios Angebot als paternalistisch gelesen werden kann Wo trotz allem gemeinsame Interessen liegen (Lieferketten, Reindustrialisierung, strategische Unabhängigkeit) Und ob der rhetorischen Selbstbehauptung nun konkrete politische Schritte folgen Die MSC 2026 zeigt: Das transatlantische Verhältnis ist in Bewegung. Die entscheidende Frage lautet: Wird Europa strategisch eigenständiger – oder bleibt es im Windschatten Washingtons?
Mehr
Über diesen Podcast
Die Welt ist aus den Fugen. Kriege, Konflikte und Spannungen sorgen
für Unfrieden. Dieser Podcast begibt sich auf die Suche nach Wegen
für den Frieden. Er stellt sich in das Zeichen der Friedensreiter,
die bei den Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges als
Vermittler zwischen den Delegationen in Münster und Osnabrück
pendelten. Friedensreiter - Das Friedens-Lab von Ludwig
Windthorst-Haus, der Katholisch-sozialen Akademie des Bistums
Osnabrück in Lingen, und dem Institut für Theologie und Frieden in
Hamburg.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.