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Episoden
17.02.2026
38 Minuten
Selbstbehauptung oder Gefolgschaft? Der neue transatlantische Ton
War die Rede von Friedrich Merz auf der Münchner
Sicherheitskonferenz ein Wendepunkt? Merz sprach von einem „tiefen
Graben“ im transatlantischen Verhältnis, distanzierte sich klar von
der MAGA-Ideologie und formulierte selbstbewusst den Anspruch
europäischer Eigenständigkeit – Kooperation mit den USA ja, aber
auf Augenhöhe. Nur einen Tag später setzte US-Außenminister Marco
Rubio einen anderen Akzent: Europa solle sich dem politischen Kurs
Washingtons anschließen. Partnerschaft – oder Gefolgschaft? In
Folge #25 analysieren wir: Warum Merz’ Rede als „historisch“
eingeordnet werden kann Weshalb Rubios Angebot als paternalistisch
gelesen werden kann Wo trotz allem gemeinsame Interessen liegen
(Lieferketten, Reindustrialisierung, strategische Unabhängigkeit)
Und ob der rhetorischen Selbstbehauptung nun konkrete politische
Schritte folgen Die MSC 2026 zeigt: Das transatlantische Verhältnis
ist in Bewegung. Die entscheidende Frage lautet: Wird Europa
strategisch eigenständiger – oder bleibt es im Windschatten
Washingtons?
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06.02.2026
59 Minuten
Realismus statt Selbstberuhigung – Serap Güler über deutsche
Außenpolitik Lange lebte die deutsche Außenpolitik von der Annahme,
Werte und Interessen würden sich fast automatisch decken. Serap
Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, hält diese Sicht nicht
für falsch – aber für unvollständig. In diesem Gespräch wirbt sie
für eine realistische Außenpolitik, die Glaubwürdigkeit
zurückgewinnt, ohne in Zynismus zu verfallen. Wir sprechen darüber,
warum interessengeleitete Politik nie neu war, weshalb Deutschland
lange gezögert hat, das offen auszusprechen – und warum
Außenpolitik heute bis an die Supermarktkasse wirkt. Güler erklärt,
weshalb internationales Recht gerade in Zeiten von Machtpolitik und
Annexionen unverzichtbar bleibt, warum Europa Grenzen markieren
muss – auch gegenüber engen Verbündeten – und weshalb „mehr Europa“
keine Floskel, sondern strategische Notwendigkeit ist. Ein weiterer
Schwerpunkt: Sicherheit und Verteidigung. Warum ein gesundes Maß an
Sorge angebracht ist, weshalb Abschreckung nichts mit
Kriegsrhetorik zu tun hat und warum Diplomatie kein Selbstzweck
ist, sondern Ergebnisse braucht. Auch der Blick auf die Ukraine,
auf Syrien und auf die Rolle der Vereinten Nationen zeigt:
Wertepolitik entsteht nicht durch moralische Distanz, sondern durch
Klarheit, Bedingungen und Handlungsfähigkeit. Ein Gespräch über
Außenpolitik ohne Illusionen – über Realismus ohne Zynismus, Werte
ohne Selbstgerechtigkeit und Interessen ohne Verdrängung. Jetzt
reinhören.
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22.01.2026
45 Minuten
In der neuen Folge von Friedensreiter geht es um die vielleicht
entscheidende Frage unserer Demokratie: Wie viel Freiheit verträgt
der öffentliche Diskurs – und wer trägt Verantwortung für seine
Folgen? Ausgehend von der Debatte um Medienkritik, soziale
Netzwerke und politische Zuspitzung sprechen wir über algorithmisch
verstärkte Empörung, den Verlust gemeinsamer Wirklichkeitsmaßstäbe
und die Grenzen von Meinungsfreiheit. Warum Gesetze allein nicht
helfen. Warum Zensur die falsche Antwort ist. Und warum die
eigentliche Lösung bei fairen digitalen Spielregeln,
journalistischer Rollenklarheit und einem neuen gesellschaftlichen
Wertekompass liegt. Eine Folge über Freiheit ohne Naivität,
Verantwortung ohne Gesinnungspolizei – und darüber, wie
demokratischer Streit wieder produktiv werden kann. Jetzt hören.
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09.01.2026
53 Minuten
Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die aktuellen Umbrüche der
Weltpolitik: Ist die Rückkehr knallharter Interessenpolitik
wirklich ein Relikt des Kalten Krieges – oder erleben wir gerade
eine neue Ära der Macht? Wir diskutieren, warum Kissingers Denken
wieder so präsent ist, wie Werte und Interessen miteinander ringen
und was das für Europa, Deutschland und die internationale Ordnung
bedeutet. Dabei fragen wir uns, ob Moral in der Politik mehr als
eine schöne Idee ist und was passiert, wenn sie auf der Strecke
bleibt. Wie reagieren wir auf die Herausforderungen von
Kolonialismus 2.0, Blockbildung und der Machtfrage im 21.
Jahrhundert? Wir teilen unsere Gedanken, streiten über historische
Vergleiche und suchen nach Antworten für eine gerechtere
Weltordnung – mit offenem Ohr, klarem Verstand und einem
Augenzwinkern.
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24.12.2025
1 Stunde 18 Minuten
Wir blicken gemeinsam auf ein turbulentes Jahr zurück, geprägt von
globalen Krisen, gesellschaftlichen Herausforderungen und der Suche
nach Hoffnung. In dieser Folge fragen wir uns, wie echte Zuversicht
entsteht und warum sie mehr ist als nur ein Gefühl – nämlich eine
bewusste Entscheidung. Wir diskutieren, was es braucht, um den Kopf
über Wasser zu halten, welchen Beitrag Religion und Gesellschaft
leisten können und wo wir trotz aller Unsicherheiten gestalten
statt nur reagieren sollten. Mit inspirierenden Beispielen,
ehrlichen Rückblicken und einem Ausblick auf die nächsten Schritte
laden wir Euch ein, den Kompass neu auszurichten. Fürchtet Euch
nicht – lasst uns Zuversicht leben und gemeinsam in ein neues Jahr
starten. Special guests in dieser Ausgabe: - Prof. Dr. Michael
Wolffsohn - Bundespräsident a.D. Christian Wulff - Juliane Schäuble
- Erzbischof Georg Gänswein - Prof. Dr. Christoph Safferling
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Über diesen Podcast
Die Welt ist aus den Fugen. Kriege, Konflikte und Spannungen sorgen
für Unfrieden. Dieser Podcast begibt sich auf die Suche nach Wegen
für den Frieden. Er stellt sich in das Zeichen der Friedensreiter,
die bei den Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges als
Vermittler zwischen den Delegationen in Münster und Osnabrück
pendelten. Friedensreiter - Das Friedens-Lab von Ludwig
Windthorst-Haus, der Katholisch-sozialen Akademie des Bistums
Osnabrück in Lingen, und dem Institut für Theologie und Frieden in
Hamburg.
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