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Episoden

22 Minuten
Vier Kinder auf dem Schulhof, eines davon ist das Ziel. Und dein Kind lacht mit. Zeitsprung: Ein paar Jahre später eskaliert es im Klassenchat, und dein Kind setzt ein lachendes Emoji darunter. Viele Eltern fragen sich dann, ob mit ihrem Kind etwas nicht stimmt oder ob sie etwas falsch gemacht haben. In dieser Solo-Folge erklärt Thorsten, warum das die falsche Frage ist.

Es geht darum, was in so einem Moment in der Gruppe eigentlich passiert, warum Erklären und Wertevermittlung an dieser Stelle wenig ausrichten und warum Kinder mit ADHS früher und härter in diese Lage geraten. Am Ende stehen drei konkrete Handlungsoptionen für Eltern von Grundschulkindern genauso wie für Eltern von Jugendlichen.

In dieser Folge:

Warum Nicht-Mitmachen für manche Kinder den Platz in der Gruppe kostet

Wie Gruppen eskalieren, ohne dass jemand eine Entscheidung trifft

Was zu Risiko- und Schutzfaktoren tatsächlich untersucht ist

Wiederholte Ablehnung, Impulsivität und der „Ist mir doch egal"-Panzer

Wenn das eigene Kind angefangen hat

Was sich zwischen Grundschule und Jugend ändert

Drei Schritte: ein zweiter Ort, Gespräche jenseits von „Joa, war okay", der eigene Ton über Schwäche

Erwähnt in dieser Folge:

Folge 048: Hör auf, pass auf, mach endlich: Raus aus der Kritik-Spirale bei ADHS

Begleitung für Eltern:

https://academy.calmi.com

Quellen:

Wolfowicz, Litmanovitz, Weisburd & Hasisi (2021): Cognitive and behavioral radicalization – A systematic review of the putative risk and protective factors. Campbell Systematic Reviews 17(3), e1174.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cl2.1174

Gershoff & Grogan-Kaylor (2016): Spanking and child outcomes – Old controversies and new meta-analyses. Journal of Family Psychology 30(4), 453–469.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27055181/

Ludeke & Krueger (2013): Authoritarianism as a personality trait – Evidence from a longitudinal behavior genetic study. Personality and Individual Differences 55(5), 480–484.

https://doi.org/10.1016/j.paid.2013.04.015

Kleppestø et al. (2024): The genetic underpinnings of right-wing authoritarianism and social dominance orientation explain political attitudes beyond Big Five personality. Journal of Personality 92(6), 1744–1758.

https://doi.org/10.1111/jopy.12921

Zur Einordnung: Die Befunde zu Familie und Umfeld stammen überwiegend aus Querschnittsstudien. Sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.
33 Minuten
Du hast in Ruhe erklärt, die Konsequenz vorher angekündigt und sie dann auch durchgezogen. Zehn Minuten später steht ihr trotzdem im nächsten Machtkampf, und im Kopf läuft die Frage mit, ob du zu hart warst oder zu weich. Marie geht in dieser Folge der Möglichkeit nach, dass diese Frage selbst in die Irre führt. Es geht darum, was in einem hochgefahrenen Kind vorgeht, warum Worte es dann kaum noch erreichen und wie du eine Grenze halten kannst, ohne das Gespräch ausgerechnet in diesem Moment zu führen. Am Ende steht ein Perspektivwechsel vom Reagieren hin zum Vorausdenken.

Inhaltliche Schwerpunkte

Warum „hart oder weich" die falsche Frage ist und Klarheit die tragfähigere Antwort

Wie aus Scham und immer neuen Konsequenzen ein Kreislauf entsteht

Weniger die Frage, ob du etwas sagst, mehr die Frage, wann

Die kurze Grenze im Moment, das ausführliche Gespräch zum späteren Zeitpunkt

Proaktiv statt reaktiv: wiederkehrende Situationen im Vorfeld durchdenken

Was Kinder mit ADHS brauchen, damit eine Konsequenz überhaupt ankommt

Wenn Schlagen, Treten oder Werfen dazukommt

Manche Ausbrüche bleiben nicht bei Worten. Wenn ein Kind im Ausbruch schlägt, tritt oder Gegenstände wirft, geht es in diesem Moment weder um eine Grenze noch um ein Gespräch. Es geht um Schutz. Abstand herstellen, Geschwister und Haustiere aus der Situation nehmen, Gegenstände wegräumen, die zur Gefahr werden können. Sich selbst zu schützen hat mit Nachgeben nichts zu tun und auch nichts mit Weichsein. Das Gespräch über das Verhalten fällt dabei nicht aus. Es kommt später, wenn alle wieder ansprechbar sind.

Wann eine fachliche Einschätzung weiterhilft

Wenn Ausbrüche sehr häufig kommen, sehr lange dauern oder sehr heftig ausfallen, lohnt sich ein Blick von außen. Ähnliche Bilder entstehen auch durch Angst, oppositionelles Verhalten, Autismus, Schlafprobleme oder belastende Erfahrungen. Ansprechpartner sind der Kinderarzt, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eine Erziehungsberatungsstelle. Ein solcher Termin ist kein Alarmzeichen und kein Zeichen von Elternversagen. Er verschafft Klarheit.

Mehr von CALMI

Unser Coaching-Angebot für Eltern von willensstarken Kindern findest du auf https://academy.calmi.com.

Wenn dir die Folge etwas gebracht hat, freuen wir uns über eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts. Das hilft anderen Eltern, den Podcast zu finden.

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28 Minuten
Dein Kind kommt zu dir und erzählt dir von sich aus, dass es in der Schule etwas kaputt gemacht hat. Das ist ein Vertrauensbeweis. Was du in den nächsten Minuten sagst, entscheidet darüber, ob dein Kind beim nächsten Mal wieder zu dir kommt oder lieber schweigt.

In Teil 2 spricht Marie darüber, wie Ehrlichkeit zu Hause sicher wird und wie dein Kind trotzdem für seine Fehler geradesteht. Sie erklärt, warum Sätze wie „Hab ich dir doch gleich gesagt" die Lust am Ausprobieren bremsen, wie du in Führung bleibst, ohne in den Machtkampf einzusteigen, und was sich verändert, wenn du deine eigene Reaktion als deine Verantwortung benennst. Zum Schluss geht es um Kinder mit ADHS, die im Alltag deutlich häufiger negatives Feedback bekommen und deshalb umso mehr jemanden brauchen, der sie ermutigt.

Manchmal braucht ihr erst Abstand, damit Verbindung wieder möglich wird.

Teil 1 findest du in der Folge davor.

Eine Folge für alle Eltern, die wollen, dass ihr Kind mit Problemen zu ihnen kommt, auch wenn es Mist gebaut hat.

Mehr Infos zur Calmi Academy: https://academy.calmi.com

Instagram: @calmi.official
26 Minuten
Dein Kind hat den Turnbeutel vergessen, du fährst ihn hinterher, und abends rutscht dir der Satz raus: War ja klar. Solche Momente sagen mehr über eure Beziehung aus als jeder gemeinsame Spieleabend.

In Teil 1 dieses Zweiteilers spricht Marie darüber, warum keine Konsequenz und kein Erziehungsstil greift, solange die Verbindung zwischen euch fehlt. Sie erklärt, was passiert, wenn zu Hause klare Regeln gelten, aber der echte Kontakt fehlt, und was passiert, wenn eine enge Beziehung ohne Rahmen bleibt. Dazu kommen konkrete Wege für die schwierigen Momente: wie du im Konflikt dableiben kannst, ohne mitzustreiten, wie dein Kind aus den Folgen seines Handelns lernt, wenn du auf Kommentare hinterher verzichtest, und wie du die Perspektive deines Kindes anerkennst, während du bei der Handlung klar bleibst. Mit Beispielsätzen für den Geschwisterstreit, den vergessenen Turnbeutel und den Teller, der wieder auf dem Tisch steht.

Das Verhalten deines Kindes kannst du nicht direkt steuern, dein eigenes schon. Darüber verändert sich oft mehr, als Eltern erwarten.

Teil 2 folgt in der nächsten Woche.

Eine Folge für alle Eltern, die klare Grenzen setzen wollen, ohne die Verbindung zu ihrem Kind zu verlieren.

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Instagram: @calmi.official

Titelmusik von Krawuttke (https://krawuttke.com)
16 Minuten
Es ist Abend, das Essen steht auf dem Tisch, und der Satz rutscht raus: „Wegen dir kann hier nie jemand in Ruhe essen." Gemeint war eine Grenze. Beim Kind kommt etwas ganz anderes an.

In dieser Folge spricht Marie darüber, wie du deinem Kind zeigen kannst, wie es dir geht, ohne ihm die Verantwortung dafür zu übertragen. Sie geht dem schmalen Grat zwischen Spiegeln und Schuld nach: Sätze, die eine Wirkung beschreiben, und Sätze, die dein Kind zum Verantwortlichen für deinen Zustand machen. Dabei geht es auch um die Frage, warum uns solche Sätze überhaupt rausrutschen, was unsere eigene Kindheit damit zu tun hat und warum es in Familien mit ADHS oft schneller eskaliert, wenn zwei reaktive Nervensysteme aufeinandertreffen. Zum Schluss gibt es eine kleine Übung für den nächsten Moment, in dem der Stress in dir hochsteigt.

Kinder brauchen keine Eltern, die ihre Gefühle verstecken. Sie brauchen echte Menschen. Dein Kind darf wissen, wie es dir geht, und trotzdem nicht dafür zuständig sein.

Eine Folge für alle, die authentisch sein wollen und dabei manchmal merken, wie schnell aus einem Gefühl ein Vorwurf wird.

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Kurse und Begleitung für Eltern: academy.calmi.com

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Über diesen Podcast

Dieser Podcast ist für dich, wenn du das Gefühl hast, mit der Erziehung deines Kindes oft an deine Grenzen zu stoßen. Wenn du dich fragst, warum dein Kind so reagiert, wie es reagiert – und wie du selbst besser damit umgehen kannst. Egal ob mit oder ohne ADHS: Wir zeigen dir, wie Du dein eigenes Verhalten so veränderst, dass sich auch etwas im Miteinander verändert. Denn echte Veränderung beginnt nicht beim Kind, sondern bei dir. Ohne Druck, ohne Schuld. Fehler gehören dazu – aber wir können jeden Tag neu entscheiden, es anders zu machen.

Kommentare (1)

Ba
bahareh vor 1 Monat

Ganz toll und Hilfreiche Folgen.

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„Beruhigt euch - der Podcast für Eltern“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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