Podcaster
Episoden
09.02.2026
1 Minute
In dieser Folge spricht Florian mit Dr. Timo Slotta, der als
geschäftsführende Leitung der verhaltenstherapeutischen
Hochschulambulanz für Psychotherapie an der Universität zu Köln
(HAPUK) tätig ist. Als Psychotherapeut und Wissenschaftler bemüht
sich Timo Diskriminierungssensibilität in seiner therapeutischen
Tätigkeit, sowie in Forschung und Lehre zu realisieren.
In der Folge gibt Timo Einblicke in den aktuellen Forschungsstand
zu Diskriminierung und Mikroaggressionen im Rahmen von
Psychotherapie. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen wie
Diskriminierung im Therapieraum wirken kann. Anschaulich zeigt
er, wie eine diskriminierungssensible psychotherapeutische
Ausbildung und Praxis aussehen kann.
Im Springer Verlag ist 2023 sein gemeinsames Buch mit Christina
Schütteler "Diskriminierungssensible Psychotherapie und Beratung"
erschienen.
Mehr
02.01.2026
59 Minuten
In der neuen Folge spricht Agnes mit Jan Tölle (Supervisor
(DGSv), Coach, Trainer für Radical Diversity und Social Justice
sowie Co-Initiator des Netzwerks Diskriminierungskritische
Supervision in der DGSv) über seine Arbeit bei EXIT-EnterLife
e.V., in der er emanzipatorische Workshops im und über das
Gefängnis hinaus gegeben hat sowie seine Arbeit als
diskriminierungskritischer Supervisor. Jan gibt sehr
differenzierte Einblicke in seine ehemalige Arbeit mit
inhaftierten Jugendlichen und was er aus dieser Zeit gelernt hat.
Er hinterfragt kritisch, was als Straftat angesehen wird sowie
den Nutzen der Institution Gefängnis.
Aus seiner Weiterbildung als Trainer für Radical Diversity und
Social Justice teilt er seine Key Learnings und wie ihn diese bis
heute in seiner Arbeit als Supervisor begleiten. Er
beschreibt sein diskriminierungskritisches Bewusstsein
als eine innere Folie, die er seinen Klient*innen je nach Auftrag
anbietet, zu betrachten oder auch nicht.
Mehr
27.10.2025
59 Minuten
In dieser Folge spricht Agnes mit Gregöre Elisabeth Hamann und
Sara-Ann Lampmann über diskriminierungs-und machtsensible
Mediation. Gregöre Elisabeth Hamann ist Mediator*in,
Prozessbegleiter*in, Ausbilder*in und bodyworker*in. Sie
positioniert sich als weiß, nicht-binär, transweiblich, mit
Armutsklassenhintergrund, goj, ohne körperliche Behinderung und
neuroqueer. Sara-Ann Lampmann ist Mediatorin, Ausbilderin
für Mediation und systemische Therapeutin sowie Mitgründerin der
Kollektivpraxis zwischen*räume in Leipzig. Sie positioniert sich
als weiße cis-Frau, able-bodied, in einer deutschen Großstadt
aufgewachsen, mit akademischem Hintergrund und finanziell nicht
prekär aufgestellt.
Gemeinsam erläutern sie, warum diskriminierungs- und
machtsensible Mediation kein Sonderverfahren ist, sondern eine
grundsätzliche Haltung von Mediator*innen sein sollte. Die Folge
gibt praxisnahe Einblicke in die Arbeitsweise der beiden
Gäst*innen als Mediator*innen, sowie auch als Ausbilder*innen für
Mediation.
Mehr
20.09.2025
44 Minuten
In dieser Folge spricht Agnes mit Chima Ugwuoke, Mediator*in
(M.A.) und politische Bildungsreferent*in. Gemeinsam tauschen sie
sich über Chimas Angebot der „Positionierten Mediation“ sowie
Chimas gleichnamiges Buch, das kürzlich in der
Viadrina-Schriftenreihe veröffentlicht wurde, aus. Die Folge gibt
Einblicke in Chimas Werdegang, Engagement, Arbeitsweise und
strukturelle Hürden im Ausbildungssetting. Dabei sprechen sie
über Allparteilichkeit und Neutralität im Mediationsverfahren und
Chimas Definition von dem Begriff der „radikalen
Allparteilichkeit“. Chima formuliert u.a. den Satz, dass
Mediand*innen nicht nur als Individuen sondern immer auch als
gesellschaftlich geprägte Subjekte verstanden werden sollten. Und
damit immer die Notwendigkeit einer klaren Positionierung seitens
von Mediator*innen besteht, um Machtgefälle nicht zu
verstärken.
Mehr
22.07.2025
36 Minuten
In dieser Folge spricht Florian mit Martina Romero,
psychosozialer Beraterin und Supervisorin. Gemeinsam beleuchten
sie das Zusammenspiel von Diskriminierungserfahrungen und
psychischer Gesundheit - mit einem Fokus auf die
Erfahrungswelten von BIPOC FLINTA*. Sie sprechen über die Rolle
von Empathie und Community Care, und Martina gibt Einblicke in
ihre Arbeitsweise aus Beratung und Supervision. Dabei betont sie
die Bedeutung der Aktivierung vorhandener Ressourcen und Stärken
der Klient:innen. Darüber hinaus berichtet Martina von ihrer
Supervisionstätigkeit mit weiß positionierten Klient:innen, die
eigene Rassismen reflektieren wollen - und über damit verbundene
Chancen und Herausforderungen.
Inhalte
00:00 Psychosoziale Beratung und Supervision als Teil einer
Vision für eine gelingende Gesellschaft
05:48 Erfahrungswelten von BIPOC und FLINTA*
11:48 Aktivierung von Ressourcen und Stärken der Klient:innen
15:43 Empathie und Diskriminierungssensibilität
24:06 Empfehlungen für weiß positionierte Berater:innen
26:38 Community Care
30:51 Zukunft der diskriminierungssensiblen Beratung
Mehr
Über diesen Podcast
Empathie 2.0 ist der Podcast für
diversitäts-/diskriminierungssensibles Arbeiten in psychosozialen
Berufen. Gemeinsam mit Gäst:innen aus unterschiedlichen
Fachrichtungen wollen wir uns der Frage zuwenden wie psychosoziale
Angebote, wie Beratung, Coaching, Psychotherapie oder Mediation,
diskriminierungssensibel gestaltet werden können. Dabei wollen wir
mit Menschen der psychosozialen Versorgung in den Austausch über
ihre Perspektiven, Haltungen und Arbeitsweisen kommen. Wir, das
sind Agnes Dyszlewski, Wirtschaftspsychologin & Mediatorin, und
Florian Meinhold, Psychologe & Psychotherapeut.
Kommentare (0)