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Episoden

Sexarbeit

42 Minuten
In der neuen Folge spricht Agnes mit Deborah Hacke (sie/ihr), Sozialarbeiterin und Sexualwissenschaftlerin. Sie arbeitet in Berlin beim Hydra e.V. in der Beratungsstelle und im Café für Sexarbeiter:innen, wo sie schwerpunktmäßig zu Sicherheit und Gesundheit in der Sexarbeit berät. Sie gibt Einblicke in ihre Arbeit und die Angebote beim Hydra e.V. und spricht über die aktuelle Gesetzeslage für Sexarbeit in Deutschland. Dabei zeigt sie auf, wie die Gesetzeslage die Arbeit von Sexarbeiter:innen beeinflusst und betont, dass die stattfindende Kriminalisierung durch Verbote nicht zielführend für die unumstrittenen existierenden Probleme ist. Ihr Wunsch ist, dass Hörer:innen dieser Folge ein Verständnis dafür entwickeln, dass Sexarbeit eine „sehr komplexe Lebens-und Arbeitsrealität sein kann und dass es nicht die eine Person so abziehfolienmäßig gibt“. Deshalb wünscht sie sich, dass Sexarbeit aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet wird, um den diversen Lebensrealitäten von Sexarbeiter:innen gerecht zu werden. 

Anbei weist sie noch auf die neu veröffentlichten Qualitätsstandards und Empfehlungen für Fachberatungsstellen für Menschen in der Sexarbeit / Prostitution hin: https://www.bufas.net/cms/wp-content/uploads/2026-05-19_Qualit%C3%A4tsstandards-f%C3%BCr-FBS-f%C3%BCr-Menschen-in-der-Sexarbeit-Prostitution.pdf
53 Minuten
Florian spricht mit Magdalena Zidi (klinische Sexologin, Supervisorin, Autorin sowie Sexual- und Traumapädagogin) über die Bedeutung von sexuelle Bildung und den Zusammenhang zur Gewaltprävention.

Magdalena zeigt, warum sexuelle Bildung ein zentraler Bestandteil der psychischen Gesundheit ist und veranschaulicht, was Eltern und Fachkräfte brauchen und wie sie mit herausfordernden Situationen umgehen können.

Magdalena und Florian erkunden die enge Verbindung zwischen sexueller Bildung und Gewaltprävention, die Bedeutung von Körperwahrnehmung und Kommunikation in Bezug auf Grenzen sowie die Herausforderungen und Chancen in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen.

Magdalena gibt einen fachlichen und persönlichen Einblick, wie ihre Arbeit in gesellschaftliche Machverhältnisse eingebettet ist.
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge spricht Agnes mit Ilja Gold, studiertem Politik- und Erziehungswissenschaftler sowie Organisationsentwickler, systemischem Supervisor und Berater (DGSF), über seine Arbeit, eine macht- und rassismuskritische Perspektive in systemischen Ausbildungsinstituten zu vermitteln.

Er teilt seinen macht- und rassismuskritischen Blick auf systemische Ansätze und beschreibt diesen zunächst als „total ressourcenorientiert“. Dabei zeigt er verschiedene Anknüpfungspunkte auf, etwa die Haltung des Nichtwissens, von der Beobachtung erster zur Beobachtung zweiter Ordnung, sowie die Idee der Kontextualisierung.

Außerdem spricht er über seine Erfahrungen in der Arbeit als Ausbilder mit Teilnehmenden, den aktuellen Stand der Entwicklung in Ausbildungssettings und entwirft seine Vision für die Zukunft systemischer Ausbildungen in Deutschland.
56 Minuten
In der neuen Folge spricht Agnes mit Ellen Wagner (Wirtschaftspsychologin, Coach, Workshop-Gestalterin, Moderatorin, Rednerin und Autorin) über ihre Awareness-Arbeit als queere, Schwarze und neurodivergente Trainerin in Antirassismus-Workshops.

Ellen teilt dabei Einblicke in ihre eigene Biografie, ihre Motivation ihrer Arbeit nachzugehen sowie Herausforderungen aus mehr als 20 Jahren in der internationalen Unternehmenszusammenarbeit. Gemeinsam sprechen sie von Trainerin zu Trainerin über die Entwicklungen in den letzten Jahren in Workshops zum Thema Antirassismus sowie die konkrete Ausgestaltung von Ellens Awareness-Workshops. Dabei teilt sie Tipps und Tricks aus ihrer Praxis und spricht Literaturempfehlungen für alle Neugierigen aus. 
1 Stunde 5 Minuten
Florian spricht mit Mari Günther, Diplom-Gemeindepädagogin und systemische Therapeutin, über die therapeutische Arbeit mit trans, nichtbinären und genderkreativen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Mari zeigt wie eine fachgerechte und sensible Begleitung von Transitionsprozessen aussehen kann. Sie geht auf inhaltliche Fragestellungen zu Diagnostik und Transitions-Optionen ein, und erläutert, was Therapeut:innen bei der Begleitung ihrer trans* und nonbinären Klient:innen reflektieren und beachten sollten. Spannungsfelder, mit denen Therapeut:innen in der Arbeit konfrontiert sind, sowie damit gesellschaftliche Herausforderungen werden differenziert besprochen.

Kontakt: info@mari-guenther.de

Literatur:

Wiesemann, C., Hädicke, M., Günther, M., Föcker, M., Siebald, M., Romer, R. (Hrsg.) (2026 i. Pr.) Trans*Geschlechtlichkeit bei Kindern und Jugendlichen – Einführung in eine professionelle und diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung. Springer-Verlag, Heidelberg

Teren, K., Wolf, G.F., Günther, M. (2025): Trans* und nichtbinäre Personen in der psychotherapeutischen Praxis - Ein Handbuch mit ausgewählten Schwerpunkten zu komplexen Behandlungsbedarfen. Reinhard-Verlag, München.

Wolf, G.F., Günther, M., Teren, K. (Hrsg.) (2025): Wegweiser Trans* - Anregungen für eine diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung von trans* und nichtbinären Personen. dgvt-Verlag, Tübingen.

Günther, M., Teren, K., Bos, S., Müller-Rehberg, W., Reiner, K. (2023): Familien mit trans* und nicht-binären Kindern – Orientierung für Eltern, Jugendliche und Fachkräfte. Psychosozial-Verlag, Gießen.

Günther, Mari (2021): Unsicherheitstoleranz, Resonanzgeschehen und Respekt in der transitionsbegleitenden psychotherapeutischen Arbeit mit trans* Personen. Familiendynamik, 46 (3) 3/2021, 208-215. Klett-Cotta, DOI 10.21706/fd-46-3-208

Günther, Mari; Dr. Teren, Kirsten; Dr. Wolf, Gisela (2021): Psychotherapeutische Arbeit mit trans* Personen – Handbuch für die Gesundheitsversorgung. Reinhardt-Verlag, München.
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Über diesen Podcast

Empathie 2.0 ist der Podcast für diversitäts-/diskriminierungssensibles Arbeiten in psychosozialen Berufen. Gemeinsam mit Gäst:innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wollen wir uns der Frage zuwenden wie psychosoziale Angebote, wie Beratung, Coaching, Psychotherapie oder Mediation, diskriminierungssensibel gestaltet werden können. Dabei wollen wir mit Menschen der psychosozialen Versorgung in den Austausch über ihre Perspektiven, Haltungen und Arbeitsweisen kommen. Wir, das sind Agnes Dyszlewski, Wirtschaftspsychologin & Mediatorin, und Florian Meinhold, Psychologe & Psychotherapeut.

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