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37 Minuten
Wie kann grüner Wasserstoff zur Energiewende beitragen – und was bremst ihn aktuell aus? Darüber spreche ich mit Cornelia Müller-Pagel, 1. stellv. Vorsitzende des Wasserstoff-Netzwerks HYPOS und Leiterin Grüne Gase bei VNG. Über Produktionskosten, EU-Regulierung, Nachfragetreiber und die Zukunft des Wasserstoffhochlaufs. Wir sprechen über die Rolle von grünem Wasserstoff für die Energiewende, auch in Ostdeutschland. Darüber, warum Wasserstoff nicht nur zur Dekarbonisierung der Chemieindustrie im mitteldeutschen Chemiedreieck beiträgt, sondern auch hilft, überschüssigen erneuerbaren Strom zu speichern statt ihn abzuregeln. Über die Frage, warum grüner Wasserstoff heute noch teurer ist als grauer und über die Rolle von Raffinerien, den Flugverkehr und über das BMW-Werk Leipzig als Leuchtturmprojekt. Ein Gespräch über Chancen, Kosten und die politischen Stellschrauben für grünen Wasserstoff in Deutschland.
35 Minuten
Wir sprechen über die wichtigste Energiekonferenz in Ostdeutschland, das Ostdeutsche Energieforum, das am 30. September und 1. Oktober 2026 in Leipzig stattfindet. Zum 15. Mal findet das Forum mittlerweile statt und ist seit langem zum Branchentreffpunkt für alle Energiethemen geworden. Veranstaltet wird die Konferenz vom Unternehmerverband Sachsen und den ostdeutschen Unternehmerverbänden. Über deren Arbeit und über die Forderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen an die Politik spreche ich mit Lars Schaller. Als langjähriger Geschäftsführer des traditionsreichen Unternehmerverbandes Sachsen managed er auch das Ostdeutsche Energieforum.
45 Minuten
Die Energiewende – für die einen ein gescheitertes Projekt, für die anderen ein Projekt mit großen wirtschaftlichen Chancen. Der klassische Widerspruch zwischen Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz, der sei nun endlich aufgebrochen. Wer heute günstige Energie wolle, der lande automatisch bei Wind und Sonne – die mittlerweile die kostengünstigsten Technologien überhaupt seien. Und wenn wir die Energiekosten senken wollen, dann schützen wir automatisch auch die Umwelt, weil das die gleichen Technologien seien, die wir dafür benötigen. So sieht das Prof. Dr. Jens Schneider, Energieexperte an der HTWK, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, und Professor für vernetzte Energiesysteme. Die Geschwindigkeit, mit der wir uns von fossilen Energieträgern lossagen, die müssten wir allerdings noch weiter erhöhen. Darüber habe ich mit ihm ausführlich gesprochen und auch über das 15. Ostdeutsche Energieforum, das Ende September in Leipzig stattfindet, und auf dem Prof. Schneider auch selbst mitdiskutiert.
51 Minuten
Es geht um Geld, um Eigenkapital für Gründer und Startups und für mittelständische Unternehmen. Geld, damit sie weiter wachsen können. Unternehmen in diesem Prozess zu unterstützen, ist der Auftrag der Leipziger CFH Management GmbH. Das ist die zentrale Beteiligungsgesellschaft in Sachsen, die seit gut dreißig Jahren mit ihren Partnern und dem Freistaat gezielt in zukunftsträchtige Unternehmen investiert. Damit spielt sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Denn der ökonomische Fussabdruck kann sich sehen lassen. Allein über den WMS, den Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen, hat die CFH Unternehmen begleitet, die für über sieben tausend Arbeitsplätze und einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro stehen. Unter anderem darüber spreche ich mit Harald Rehberg, einem der drei Geschäftsführer der CFH Management GmbH. Er ist ein ausgewiesener Experte im Beteiligungsgeschäft, insbesondere in der strategischen Wachstumsbegleitung von Unternehmen und darüberhinaus stellvertretender Vorstandssprecher des Bundesverbandes Beteiligungskapital.
44 Minuten
Marco Langhof, Arbeitgeberpräsident in Sachsen-Anhalt, zieht im Gespräch mit "Wirtschaft im Osten" eine sehr differenzierte Bilanz: auch wenn sich die Stimmung in der Wirtschaft nach Studien leicht aufhelle, sei das durch Konsolidierung, Stellenabbau und eine Industrie, die unter den höchsten Energiekosten aller Bundes-länder leide, hart errungen. Im Ranking der energieintensivsten Industrien nach Bundesländern stehe Sachsen-Anhalt auf Platz zwei. Die meisten Arbeitsplätze hingen an energieintensiven Branchen.  Gleichzeitig sieht Langhof in Sachsen-Anhalt enormes Potenzial, das bislang häufig unterschätzt werde. Es verfüge über die produktivste Landwirtschaft Deutschlands, große Lithiumvorkommen, über die kaum jemand rede, und in Cochstedt das Drohnenerprobungszentrum. Hier gelte es, Wertschöpfung zu vertiefen und neue Produkte zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung seien die Industriestandorte. Sachsen-Anhalt sei Chemieland mit einem erheblichen Teil der Wertschöpfung. Berücksichtigen müsse man auch, dass es im Bundesland keine Konzernzentralen gebe. So würden eben die Entscheidungen „nicht hier“ getroffen. „Das würde uns natürlich enorm helfen, auch nur eine einzige davon hier zu haben“, sagt Langhof.   Daher sei es wichtig, dafür sorgen, dass die Entscheidungen, die anderswo getroffen würden, auf günstige Rahmenbedingungen träfen. Es gehe um die Frage, tauge der Standort Sachsen-Anhalt oder nicht, und da dürfe man nicht verlieren.    Im Wettbewerb der Hochlohnstandorte gegen die Bestlohnstandorte müsse man die richtigen Randbedingungen formen und an den Energiepreisen arbeiten. Auch die Frage der Innovationsentwicklung müsse man beantworten. So gehe es um eine geschickte Verknüpfung von Wissenschaft und Innovation und die Herausforderung, kleine Unternehmen groß zu machen.   Schließlich gebe es in Sachsen-Anhalt eine Reihe von Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten, die „ganz still und bescheiden vor sich hingewachsen“ seien. Das müsse man vervielfältigen.   Auch wenn Intel nicht geklappt habe, habe man es geschafft, sich auf die Weltkarte der Technologie zu beamen. Dass Intel den Standort schon mal für gut befunden habe, zeige, was das Land tun könne.   Von der Bundespolitik zeigt sich Langhof enttäuscht. Scharf kritisiert er die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung seines Bundeslandes, gerade in Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl. Gezielte Investitionen seien wünschenswert gewesen, doch nichts dergleichen sei zu sehen. Zur Wahl selbst warnt Langhof vor wirtschaftsfeindlichen Tendenzen an den politischen Rändern. Besonders kritisch sieht er die AfD-Position zu einer sogenannten kulturfremden Arbeitsmigration. Wenn „das zur Politik werden würde, dann hätten wir tatsächlich ein großes Problem“, erläutert Langhof. Eine Wahlempfehlung gibt er als Verbandspräsident nicht ab, doch sein Wunsch ist klar: schnell eine handlungsfähige, fachkompetente und wirtschaftsfreundliche Regierung, ohne lange Hängepartien und ohne Beteiligung von Extremisten.    
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Über diesen Podcast

Wirtschaft im Osten ist der Podcast zur Lage in Ostdeutschland. Wir sprechen über den Wirtschaftsstandort, über Chancen und Herausforderungen und über Themen, die relevant sind. Wirtschaft im Osten will informieren und inspirieren. Und motivieren, hinzuhören und hinzuschauen, was sich heute tut in den ostdeutschen Bundesländern. Zu Wort kommen Menschen aus Unternehmen und Wissenschaft, aus Verbänden und Politik. Und Gründer mit Ideen für eine gute Zukunft. Wirtschaft im Osten ist ein unabhängiges Angebot des Leipziger Wirtschaftsjournalisten Wolfgang Brinkschulte.
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