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Episoden
08.02.2026
1 Stunde 39 Minuten
Originaltitel: „Wall-E“ / USA 2008 / Drehbuch: Andrew Stanton,
Jim Reardon / Regie: Andrew Stanton / 98 Minuten --
Wir dachten, wir machen uns ein Geschenk, indem wir das Drehbuch
eines Pixar-Films analysieren. Sagen wir es mal so: wir haben
viel gelernt. Aber eben auch, weil imDrehbuch von Wall-E nicht
alles funktioniert oder nachvollziehbar ist. Da gibt es
strukturell ziemliche Kapriolen. Man könnte auch sagen, dass das
Drehbuch teilweise etwas unkonventionelle Wege geht. Das hat uns
manchmal verwirrt, aber auch positiv überrascht. Vorallem, wie
das Ende des Filmes aufgebaut ist, hat uns etwas Wichtiges
gezeigt (und da stellen sich jetzt sicherlich die Nackenhaare so
ziemlich aller DrehbuchautorInnen auf): manchmal ist doppelt
erzählt kein Fehler, sondern der einzig richtige Weg.
Redaktion / Hosts: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Sprecherin Intro / Outro: Eva Bahlo
Kontakt: scriptspotting.podcast@gmail.com
Folge 11
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29.12.2025
1 Stunde 41 Minuten
Originaltitel: Sunrise - A song of two humans / USA 1927 /
Drehbuch: Carl Mayer / Regie: F.W. Murnau / 94 Minuten ---
Ein Drehbuch wie das von „Sonnenaufgang“ haben wir noch nie
gelesen! Formal ist es abseits aller gängigen Normen. Es zu
lesen, war wie ein Rausch. Carl Mayer ist
sicherlich einer der wichtigsten Drehbuchautoren der
Filmgeschichte. Vor allemseine Zusammenarbeit mit F.W. Murnau hat
bis heute Einfluss auf Filmemacher weltweit. „Sonnenaufgang“ ist
vor fast hundert Jahren geschrieben worden und gilt seit
Jahrzehnten als einer der besten jemals erschienenen Filme, und
das Drehbuch ist immer unter den TopTen zu finden. Die Analyse
und die damit verbundene Recherche war wie eine Vorlesung in
Filmgeschichte: Expressionismus, Kammerspielfilm, Weimarer Kino
und das Ende der weltweit erfolgreichsten Zeit des deutschen
Filmes. Wir haben Spannendes gelernt und die gemeinsame Analyse
verlief, wie wir es noch nie erlebt haben. Unglaublich, dass ein
Film von 1927 strukturell so fast Lehrbuchartig funktioniert und
wir auch heute noch immer extrem viel von ihm lernen können!
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30.11.2025
1 Stunde 39 Minuten
Originaltitel: Back to the Future / USA 1985 / Drehbuch: Bob Gale
& Robert Zemeckis / Regie: Robert Zemeckis / 116 Minuten ---
Zurück in die Zukunft gehört zu den modernen Klassikern und das
Drehbuch wird weltweit zu den besten je geschriebenen gezählt.
Das bedeutet in der Summe, dass dieser Film offensichtlich von
jedem Zuschauer verstanden und für gut befunden wird. Und das
wiederum kann doch nur heißen, dass das Drehbuch strukturell
vollkommen rund und ohne Stolpersteine ist. Ein sicheres Ding in
der Analyse. Schnell erledigt. Leicht erklärt. Nichts davon.
Dieses Drehbuch hat uns alles abverlangt, weil es viel, viel
schlauer und komplexer ist, als wir leichtsinnig vermutet haben.
Eine Tortour in der Erforschung, ein Genuß im Ergebnis. Großartig
und Lehrreich!
Redaktion & Host: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Schnitt: Christian Bahlo
Sprecherin Intro/Outro: Eva Bahlo
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02.11.2025
1 Stunde 28 Minuten
Originaltitel: North By Northwest / USA 1959 / Drehbuch: Ernest
Lehman / Regie: Alfred Hitchcock / 136 Minuten ---
Ernest Lehman war der Meinung das Filme geschrieben werden. Und
trotzdem teilt er das häufige Autorenschicksal, dass dieses
Meisterwerk nur mit dem Regisseur genannt wird. Der heißt aber
auch ausgerechnet Alfred Hitchcock. „Der Unsichtbare Dritte“
gehört für uns beide zu der Kategorie „perfekter Film“. Ikonische
Bilder, Schauspieler in Bestform, großartige Musik, grandios
geschnitten. Und das Drehbuch? Wenn Ernest Lehman mit seiner
Behauptung recht hat, kann unsere Analyse seines Drehbuches ja
nur ergeben, dass die von ihm geschriebene Vorlage diesen
Filmklassikerfür Hitchcock ermöglicht hat, weil Lehman ihn damit
zu dieser Höchstleistung getrieben hat. Ist das Drehbuch der
Inszenierung ebenbürtig? Hat dieser manchmal verwirrend
scheinende Plot Schwächen, die der Regisseur virtuos überdeckt
hat?
Es ist immer ein Risiko, einen Lieblingsfilm auseinander zu
nehmen. Man könnte ihn verlieren...
Redaktion und Hosting: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Schnitt: Christian Bahlo
Sprecherin Intro/Outro: Eva Bahlo
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03.10.2025
1 Stunde 45 Minuten
Originaltitel: Rebel Without a Cause / 1955 / Drehbuch: Stewart
Stern / Regie: Nicholas Ray / 106 Minuten ---
Ein Film der zu einer Legendenbildung beigetragen hat und
vielleicht mit dieser verwechselt wird. Denn der Film hält seiner
eigenen Aura nicht stand. Zumindest das Drehbuch nicht. Dessen
Struktur hat uns lange nahezu nichts von sich verraten, schon gar
nicht wer die Hauptfigur ist. Ist es wirklich der von James Dean
so ikonisch verkörperte Jim Stark? Darf es überhaupt jemand
anderes sein? Denn die rote Jacke, die ein Symbol des
jugendlichen Rebellen wurde, hat schließlich er getragen. Ist
„...denn sie wissen nicht, was sie tun“ die Geschichte um eine
verzweifelt sich selbst suchende Generation oder doch eher eine
simple „boy meets girl“-Lovestory? Oder einfach nur ein
Coming-of-Age Film? Vielleicht will der Film all das in einem
sein? Unsere Verwirrung war riesig. Aber, wie jede gut
geschriebene Hauptfigur, hatten auch wir irgendwann eine
Erleuchtung!
Hosts und Redaktion: Steffen Schäffler & Christian Bahlo
Schnitt: Christian Bahlo
Sprecherin Intro & Outro: Eva Bahlo
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast analysieren wir Drehbücher von Filmen aller
Genres und aus allen Ländern und Epochen der Filmgeschichte. Wir
haben aus unterschiedlichen Drehbuchtheorien und eigener Erfahrung
eine einfache dramaturgische Struktur entwickelt, von der wir
glauben, dass sie jedem erfolgreichen Film zugrunde liegt. Ob und
in wie fern das wirklich so ist, wollen wir mit diesem Podcast
erforschen. Wir laden Euch ein, Filme bewusster zu betrachten,
besser zu verstehen und unsere Freude am Kino mit uns zu teilen.
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