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20.07.2026
1 Stunde 41 Minuten
Originaltitel: To Be Or Not To Be / USA 1942 / Drehbuch: Edwin Justus Mayer /Regie: Ernst Lubitsch / 99 Minuten
Ernst Lubitsch hat über 70 Filme gedreht. Er gilt als einer der ganz Großen der Filmgeschichte. Und trotzdem geraten er und seine Filme immer mehr in Vergessenheit. Obwohl er uns auch heute noch viel zu sagen hat. „Sein Oder Nicht Sein“ ist nicht nur ein Film, der sich über Nazis lustig macht, sondern einer, der sehr schlau den Begriff der Identität behandelt und hinterfragt. Beides sind (leider) nach wie vor aktuelle Themen. Aber die Leichtigkeit, mit der Lubitsch und der Drehbuchautor Edwin Justus Mayer diese Themen zu einer Farce/Komödie/Tragödie/Thriller verweben, indem sie Rollen und Rollenspiele der Figuren auskosten, ist grandioses Kino! Screwball-Dialoge auf allerhöchstem Niveau. Das alles hat die Analyse wahnsinnig - erschwert. Darf und kann eine Screwball-Komödie eigene Gesetze für Struktur und Dramaturgie entwickeln? Ist die Struktur eines Drehbuches also Genreabhängig? „Natürlich!“, will man da sofort denken. Und trotzdem haben wir das Drehbuch mit unserem Schema analysieren können. Was? Niemals! Doch – Vielleicht.
Ernst Lubitsch hat über 70 Filme gedreht. Er gilt als einer der ganz Großen der Filmgeschichte. Und trotzdem geraten er und seine Filme immer mehr in Vergessenheit. Obwohl er uns auch heute noch viel zu sagen hat. „Sein Oder Nicht Sein“ ist nicht nur ein Film, der sich über Nazis lustig macht, sondern einer, der sehr schlau den Begriff der Identität behandelt und hinterfragt. Beides sind (leider) nach wie vor aktuelle Themen. Aber die Leichtigkeit, mit der Lubitsch und der Drehbuchautor Edwin Justus Mayer diese Themen zu einer Farce/Komödie/Tragödie/Thriller verweben, indem sie Rollen und Rollenspiele der Figuren auskosten, ist grandioses Kino! Screwball-Dialoge auf allerhöchstem Niveau. Das alles hat die Analyse wahnsinnig - erschwert. Darf und kann eine Screwball-Komödie eigene Gesetze für Struktur und Dramaturgie entwickeln? Ist die Struktur eines Drehbuches also Genreabhängig? „Natürlich!“, will man da sofort denken. Und trotzdem haben wir das Drehbuch mit unserem Schema analysieren können. Was? Niemals! Doch – Vielleicht.
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13.06.2026
2 Stunden 5 Minuten
Österreich 1989 / Drehbuch & Regie: Michael Haneke / 104 Minuten -- Michael Haneke wollte einen Film machen, der „nichts erklärt“. Genauso radikal wie dieser Ansatz ist die Geschichte des Filmes und auch die Art und Weise, wie sie erzählt wird. Denn oft taucht der Film in stumme Schwarzbilder ab, wenn wir den Konflikt oder das nächstePuzzleteil der Handlung erwarten. Andererseit zwingt der Film seinen Zuschauer immer wieder zu einem so genauen hinsehen, dass es fast unerträglich wird. Kann ein Film, der aus einer Verweigerungshaltung ensteht überhaupt auch nur im Ansatz eine klassische Erzählstruktur im Drehbuch haben? Kann ein „Experimantal-Film“ überhaupt narrativ sein? Die Sogwirkung die „Der Siebente Kontinent“ von Anfang an hat, legt nahe, dass es eine Dramatisierung, also auch eine Struktur, gibt. Und wir behaupten ja sowieso mal so aus der Hüfte heraus, dass jede erzählte Geschichte automatisch einer „naturgegebenen“ Struktur folgt. Lehrreich war die Analyse dieses Films für uns...
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11.05.2026
2 Stunden 1 Minute
Originaltitel: "Hable con Ella" / Spanien 2002 / Drehbuch: Pedro Almodóvar / Regie: Pedro Almodóvar / 109 Minuten --
Dieser wunderschön erzählte Film hat - ja, wie nennt man das? Einen Schönheitsfehler? Dieses Wort hat „Sprich mit ihr“ in der Vergangenheit geschützt. So sehr, dass er mit Preisen weltweit überhäuft wurde. Aber dieses Wort verharmlost zu sehr und klingt heute im Zusammenhang mit dem schrecklichen Geschehen, das der Filmeben auch erzählt, eher höhnisch. Uns hat Almodóvars Film aus dem Jahr 2002 sowohl zugesetzt als auch begeistert. Ein Handlungsstrang der fast schon jenseits von Provokation liegt ist in eine Struktur eingebettet, die komplex und oft sehr großartig ist. Eine liebevolle Erzählung voller Schönheit und gleichzeitig eine Herausforderung an das Verständnis von Kunst. Die ganze Analyse über hat uns die Frage begleitet, warum Almodóvar diese Geschichte genau so erzählt hat. Wie bewusst hat er das getan? Er, der von sich selbst sagt, er habe sich nie als Provokateur gesehen oder überhaupt jemals sein wollen. Hat er in seiner eigenen Geschichte einfach etwas Entscheidendes übersehen, oder hat er in der Struktur des Drehbuches einen Hinweis hinterlassen, der uns hilft, ihn und diesen Film ganz zu verstehen?Wir haben intensiv gesucht...
Dieser wunderschön erzählte Film hat - ja, wie nennt man das? Einen Schönheitsfehler? Dieses Wort hat „Sprich mit ihr“ in der Vergangenheit geschützt. So sehr, dass er mit Preisen weltweit überhäuft wurde. Aber dieses Wort verharmlost zu sehr und klingt heute im Zusammenhang mit dem schrecklichen Geschehen, das der Filmeben auch erzählt, eher höhnisch. Uns hat Almodóvars Film aus dem Jahr 2002 sowohl zugesetzt als auch begeistert. Ein Handlungsstrang der fast schon jenseits von Provokation liegt ist in eine Struktur eingebettet, die komplex und oft sehr großartig ist. Eine liebevolle Erzählung voller Schönheit und gleichzeitig eine Herausforderung an das Verständnis von Kunst. Die ganze Analyse über hat uns die Frage begleitet, warum Almodóvar diese Geschichte genau so erzählt hat. Wie bewusst hat er das getan? Er, der von sich selbst sagt, er habe sich nie als Provokateur gesehen oder überhaupt jemals sein wollen. Hat er in seiner eigenen Geschichte einfach etwas Entscheidendes übersehen, oder hat er in der Struktur des Drehbuches einen Hinweis hinterlassen, der uns hilft, ihn und diesen Film ganz zu verstehen?Wir haben intensiv gesucht...
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15.03.2026
1 Stunde 34 Minuten
Originaltitel:„Le Notti di Cabiria“ / Italien 1957 / Drehbuch: FedericoFellini, Tullio Pinelli, Ennio Flaiano / Regie: Federico Fellini /112 Minuten --
Dass wir uns einmal wegen einer Frau streiten!! Die nicht einmal real ist!Über die Figur der Cabiria und die Struktur des Filmes, waren wir uns so uneins, wie noch nie in den Jahrzehnten, die wir uns kennen und über Filme reden. Muß oder soll man bei der Analyse eines Drehbuches die Intention des Regisseurs und der Autoren mit einbeziehen? Oder ist das nüchterne Betrachten von dem, was und wiees im Drehbuch geschrieben wurde der einzige Maßstab für eine Beurteilung? Dürfen also Intention und Wirkung eines Kunstwerkes getrennt voneinander betrachtet werden? Zumal Federico Fellini als der Autor und Regisseur des Autorenkinos gilt. Allerdings mit „Die Nächte der Cabiria“ einen Film gemacht hat, der durchaus auch dem Neorealismus folgt. Dieser Film hat uns in ein Gespräch geschleudert, das uns viel abverlangt hat, aber umso interessanter und spannender wurde. Auch danach sind wir uns noch immer unsicher, wer von uns in seiner Analyse diesem Fellini-Film gerecht wurde. Eure Meinung dazu interessiert uns sehr!
Redaktion/Host: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Sprecherin Intro/Outro: Eva Bahlo
Kontakt: scriptspotting.podcast@gmail.com
Dass wir uns einmal wegen einer Frau streiten!! Die nicht einmal real ist!Über die Figur der Cabiria und die Struktur des Filmes, waren wir uns so uneins, wie noch nie in den Jahrzehnten, die wir uns kennen und über Filme reden. Muß oder soll man bei der Analyse eines Drehbuches die Intention des Regisseurs und der Autoren mit einbeziehen? Oder ist das nüchterne Betrachten von dem, was und wiees im Drehbuch geschrieben wurde der einzige Maßstab für eine Beurteilung? Dürfen also Intention und Wirkung eines Kunstwerkes getrennt voneinander betrachtet werden? Zumal Federico Fellini als der Autor und Regisseur des Autorenkinos gilt. Allerdings mit „Die Nächte der Cabiria“ einen Film gemacht hat, der durchaus auch dem Neorealismus folgt. Dieser Film hat uns in ein Gespräch geschleudert, das uns viel abverlangt hat, aber umso interessanter und spannender wurde. Auch danach sind wir uns noch immer unsicher, wer von uns in seiner Analyse diesem Fellini-Film gerecht wurde. Eure Meinung dazu interessiert uns sehr!
Redaktion/Host: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Sprecherin Intro/Outro: Eva Bahlo
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08.02.2026
1 Stunde 39 Minuten
Originaltitel: „Wall-E“ / USA 2008 / Drehbuch: Andrew Stanton, Jim Reardon / Regie: Andrew Stanton / 98 Minuten --
Wir dachten, wir machen uns ein Geschenk, indem wir das Drehbuch eines Pixar-Films analysieren. Sagen wir es mal so: wir haben viel gelernt. Aber eben auch, weil imDrehbuch von Wall-E nicht alles funktioniert oder nachvollziehbar ist. Da gibt es strukturell ziemliche Kapriolen. Man könnte auch sagen, dass das Drehbuch teilweise etwas unkonventionelle Wege geht. Das hat uns manchmal verwirrt, aber auch positiv überrascht. Vorallem, wie das Ende des Filmes aufgebaut ist, hat uns etwas Wichtiges gezeigt (und da stellen sich jetzt sicherlich die Nackenhaare so ziemlich aller DrehbuchautorInnen auf): manchmal ist doppelt erzählt kein Fehler, sondern der einzig richtige Weg.
Redaktion / Hosts: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Sprecherin Intro / Outro: Eva Bahlo
Kontakt: scriptspotting.podcast@gmail.com
Folge 11
Wir dachten, wir machen uns ein Geschenk, indem wir das Drehbuch eines Pixar-Films analysieren. Sagen wir es mal so: wir haben viel gelernt. Aber eben auch, weil imDrehbuch von Wall-E nicht alles funktioniert oder nachvollziehbar ist. Da gibt es strukturell ziemliche Kapriolen. Man könnte auch sagen, dass das Drehbuch teilweise etwas unkonventionelle Wege geht. Das hat uns manchmal verwirrt, aber auch positiv überrascht. Vorallem, wie das Ende des Filmes aufgebaut ist, hat uns etwas Wichtiges gezeigt (und da stellen sich jetzt sicherlich die Nackenhaare so ziemlich aller DrehbuchautorInnen auf): manchmal ist doppelt erzählt kein Fehler, sondern der einzig richtige Weg.
Redaktion / Hosts: Christian Bahlo & Steffen Schäffler
Sprecherin Intro / Outro: Eva Bahlo
Kontakt: scriptspotting.podcast@gmail.com
Folge 11
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast analysieren wir Drehbücher von Filmen aller
Genres und aus allen Ländern und Epochen der Filmgeschichte. Wir
haben aus unterschiedlichen Drehbuchtheorien und eigener Erfahrung
eine einfache dramaturgische Struktur entwickelt, von der wir
glauben, dass sie jedem erfolgreichen Film zugrunde liegt. Ob und
in wie fern das wirklich so ist, wollen wir mit diesem Podcast
erforschen. Wir laden Euch ein, Filme bewusster zu betrachten,
besser zu verstehen und unsere Freude am Kino mit uns zu teilen.
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