Zentralquartett - Menschenrechte hier und jetzt

Zentralquartett - Menschenrechte hier und jetzt

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Podcaster

Episoden

Timea Füleki: Illiberale Demokratie – Erfahrungen aus dem Nachbarland Ungarn (vol.58)
23.05.2026
47 Minuten
Timea Füleki, ehemalige Journalistin und in der ungarischen Zivilgesellschaft aktiv, im Gespräch mit Pepo Mautner und Günther Marchner. Füleki lebt jetzt in Österreich und ist in der Arbeitsmarktberatung sowie Lebens- und Sozialberatung tätig. (Zentralquartett 22.4.2026)
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Martina Fischer, Nicolas Moll: Friedensaufbau und gesellschaftliche Transformation in Bosnien (vol.57)
29.04.2026
1 Minute
Die Berliner Politikwissenschaftlerin Martina Fischer und der in Sarajewo lebende Historiker Nicolas Moll sprechen mit Pepo Mautner und Günther Marchner über Friedensaufbau und gesellschaftliche Transformation in Bosnien und Herzegowina 30 Jahre nach dem Dayton-Abkommen und in einem Wahljahr sowie die Rolle der Zivilgesellschaft in Erinnerungsarbeit und peacebuilding. (Zentralquartett Aufzeichnung vom 20.4.2026)
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Christine Steger: Die unglaublichen Situationen von Menschen mit Behinderung (vol.56)
07.04.2026
57 Minuten
Christine Steger, Bundesanwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen, schildert im Gespräch mit Uschi Liebing und Bernhard Jenny die unglaublichen Situationen, in welche Menschen mit Behinderung und deren Familien in unserem Land geraten können. Dabei spricht sie auch an, welche Rolle Gesetze und strukturelle Diskriminierungen spielen und welche Denkstrukturen uns immer noch ein Hindernis zur Inklusion sind. Dazu gehört auch der Umgang mit der Vergangenheit. (Zentralquartett Aufzeichnung 23.3.2026)
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Ricarda Drüeke, Thomas Neuhold: Medien und Menschenrechte (vol.55)
22.03.2026
54 Minuten
Beim Verhältnis zwischen Medien und Menschenrechten denkt man zuerst an das Recht auf Meinungsfreiheit. Doch es betrifft noch wesentlich mehr Bereiche, wie im Gespräch von Bernhard Jenny und Pepo Mautner mit dem Journalisten Thomas Neuhold und der Kommunikationswissenschaftlerin Ricarda Drüeke deutlich wird. Aus der Perspektive des Praktikers und der Wissenschaftlerin werden Chancen wie Gefahren, Synergien wie Spannungsfelder, die sich zwischen den unterschiedlichen Bereichen medialer Kommunikation und Menschenrechtsarbeit auftun, beleuchtet. Denn Menschenrechtsaktivist:innen beachten in ihrer Praxis nicht immer die Eigengesetzlichkeiten von Medien – und: Journalist:innen und Medienmacher:innen sind nicht automatisch „auf der Seite der Guten“. (Aufzeichnung vom 23.2.2026)
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Hussein Hamdan: Brücken bauen in der Kommune – Muslim:innen und Stadtgemeinde (Zentralquartett vol.54)
05.03.2026
60 Minuten
Die Stadt Salzburg entwickelt im Rahmen des Projekts „Brücken bauen in der Kommune“ gemeinsam mit 5 weiteren Städten im deutschsprachigen Raum sowie mit der Eugen-Biser-Stiftung (München) eine intensive und nachhaltige Kooperation mit muslimischen  Gemeinden und der muslimischen Religionsgemeinde. Uschi Liebing und Pepo Mautner sprechen mit dem Projektleiter Hussein Hamdan über die Ziele, Inhalte und Herausforderungen des Projekts – und darüber, was es für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Muslim:innen und einer Stadtgemeinde braucht. (Aufzeichnung vom 2.2.2026)
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Über diesen Podcast

Menschenrechte sind allgegenwärtig. In politischen und gesellschaftlichen Debatten werden sie immer wieder als ultimatives Argument ins Feld geführt – oft jedoch selektiv und im eigenen Interesse. Populistische Parteien etwa erklären Polemik oder gar extremistische Äußerungen zur „Meinungsfreiheit“. Abtreibungsgegner:innen berufen sich auf das „Recht auf Leben“ für Föten, während Kritiker:innen der Corona-Maßnahmen „Versammlungsfreiheit“, „Berufsausübungsrecht“ oder die „Unversehrtheit des eigenen Körpers“ betonen. Doch auf wessen Seite steht das Recht wirklich? Der frühere deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann sagte einst: „Das Recht muss auf der Seite der Schwachen stehen.“ Doch gerade für jene, die ohnehin mit weniger Rechten ausgestattet sind, übernehmen oft NGOs oder Vertreter:innen der Zivilgesellschaft die Rolle der Verteidiger:innen. Sie prangern Einschränkungen und Hürden beim Zugang zu Grund- und Menschenrechten an. Beispiele dafür gibt es viele: Flüchtlingspolitik: Das Recht auf Asyl wird durch EU-Abschottungsmaßnahmen immer schwerer durchsetzbar. Soziale Sicherheit: In Österreich werden die Zugangsvoraussetzungen zu staatlichen Unterstützungen immer strenger, sodass viele Menschen trotz Hilfsbedarf leer ausgehen. Gesundheit: Immer unverhohlener wird in den reichsten Ländern der Welt der Zugang aller Menschen zum Gesundheitssystem diskutiert, geflüchtete Menschen sollen ausgeschlossen werden. Politische Teilhabe: Die Hürden für die österreichische Staatsbürgerschaft wurden in den letzten Jahren deutlich erhöht, was viele von demokratischer Mitbestimmung ausschließt. Das Zentralquartett will bei Menschenrechtsthemen nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern tiefgehende Diskussionen anstoßen. Mit Expert:innen und Praktiker:innen, mit Betroffenen und ihren Vertreter:innen – und mit allen, die Menschenrechte nicht nur als leere Phrasen sehen, sondern als Fundament einer lebendigen Demokratie. Lebendige Schilderungen aus der Praxis aus verschiedensten Lebensbereichen und das möglichst niederschwellige Gespräch zum Eintauchen in Erfahrungen und Wissen von Expert:innen sollen ein möglichst breites Publikum ansprechen und Nachdenkprozesse anstoßen. Dadurch wird dann im Idealfall bei den Zusehenden das Bewusstsein gefördert, dass die Umsetzung und Verwirklichung der Menschenrechte täglich und überall unser Anliegen sein muss – und dass wir alle gemeinsam dafür verantwortlich sind. Die Sendungsmacher:innen Uschi Liebing, Pepo Mautner, Günther Marchner und Bernhard Jenny sind Gründungsmitglieder der Plattform für Menschenrechte Salzburg, welche vor 26 Jahren entstanden ist. Die in diesen Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen sind Ausgangspunkt und Grundlage für die Gestaltung der Sendereihe, welche bei FS1 - Freies Fernsehen Salzburg produziert wird und als Sendung und Podcast via Radiofabrik verbreitet wird.
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