1002 Meinungen – der IMAS Wirtschafts- und Gesellschaftspodcast mit Markus Raml und Paul Eiselsberg

1002 Meinungen – der IMAS Wirtschafts- und Gesellschaftspodcast mit Markus Raml und Paul Eiselsberg

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Episoden

#24 | Pfand schafft Awareness: Warum wir plötzlich anders konsumieren
12.04.2026
13 Minuten
Das neue Pfandsystem für Plastikflaschen und Dosen ist seit über einem Jahr in Österreich im Einsatz – und längst Teil unseres Alltags. Doch wie gut funktioniert es wirklich? Und was bedeutet es für Konsumenten, Unternehmen unddie Umwelt?


In Folge 24 von „1002 Meinungen“ werfen MarkusRaml und Paul Eiselsberg gemeinsameinen fundierten Blick auf die aktuelle Entwicklung – basierend auf einer repräsentativen IMAS-Umfrage unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern.


Die Ergebnisse zeigen: Das Pfandsystem ist angekommen. 95 % der Bevölkerung kennen es bereits, und rund zwei Drittel bewerten es positiv. Die Rückgabefunktioniert für viele problemlos – dennoch gibt es Herausforderungen: Platzprobleme beim Sammeln, logistischer Aufwand und vor allem Belastungen fürkleine Betriebe.


Besonders spannend: Das System verändert unser Verhalten. 59 % sammeln aktiv und bringen Pfand zurück – aber fast 30 % kaufen bewusst weniger Plastikflaschen und Dosen. Ein klarer Hinweis darauf, dass das Pfandnicht nur Recycling fördert, sondern auch Konsum verändert.


Neben ökologischen Effekten entstehen auch wirtschaftliche Chancen: Neue Arbeitsplätze in Logistik und Recycling sowie zusätzliche Geschäftsmodelle rundum die Kreislaufwirtschaft.


Gleichzeitig bleibt die Frage: Wie gelingt der Spagat zwischen Umweltzielen und wirtschaftlicher Realität – insbesondere für KMU?


Eine Folge über Veränderung im Alltag, wirtschaftliche Auswirkungen und die große Frage: Wie viel System verträgt unser Konsumverhalten – und wie viel Veränderung braucht unsere Zukunft?


Die Studie: https://www.imas.at/news/hohe-awareness-95-prozent-der-bevoelkerung-kennen-das-seit-letztem-jahr-gueltige-pfandsystem
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#23 | INNENSTADT vs. SHOPPINGCENTER – wer überlebt? Warum Österreich lieber indoor shoppt – und was das für unsere Städte bedeutet
25.03.2026
20 Minuten
In der 23. Folge von „1002 Meinungen“ widmen sich Markus Raml und Paul Eiselsberg einem Thema, das uns alle betrifft: Wie und wo kaufen wir eigentlich ein – und warum?


Basierend auf einer aktuellen IMAS-Studie mit 1.000 Befragten wird der österreichische Handel unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Shoppingcenter gewinnen – besonders bei jungen Menschen. Doch was steckt wirklich dahinter?


Die beiden diskutieren die größten Herausforderungen für den stationären Handel:– steigender Onlinehandel und internationaler Wettbewerb– wachsender Preisdruck durch Plattformen und Importe– hohe Kosten für Energie, Personal und Infrastruktur– sinkende Margen und weniger Neugründungen im Handel


Gleichzeitig wird deutlich: Es geht längst nicht nur um Preise – sondern um Erlebnisse. Warum bevorzugen viele Menschen Einkaufszentren? Die Studie zeigt drei zentrale Gründe: alles unter einem Dach wetterunabhängiges Shopping kostenlose Parkmöglichkeiten


Dem gegenüber stehen die Stärken der Einkaufsstraßen: Atmosphäre und Individualität weniger Menschenmassen das Erlebnis „Bummeln“


Doch genau hier liegt die Herausforderung: Während Shoppingcenter gezielt auf Komfort und Unterhaltung setzen, müssen Innenstädte neue Wege finden, um attraktiv zubleiben.


Markus Raml bringt dabei spannende Einblicke aus der Praxis: Viele Händler kämpfen ums Überleben, Margen schrumpfen und neue Geschäftsmodelle verschwinden. Gleichzeitig zeigt ein Beispiel aus Oberösterreich, dass Innovation, Individualität und Regionalität echte Chancen bieten.


Auch gesellschaftlich wird das Thema relevant:Innenstädte sind mehr als Einkaufsorte – sie sind Begegnungsräume, Identitätsstifter und ein wichtiger Faktor für Tourismus und Lebensqualität.


Die zentraleFrage dieser Folge: Wie können wir den Handel der Zukunft gestalten – und welche Rolle spielen wir als Konsument:innen dabei?


Eine Folge über wirtschaftliche Realität, gesellschaftliche Verantwortung und die Zukunft unserer Städte.


Die Studie: https://www.imas.at/news/jeder-zehnte-oesterreicherin-kauft-mindestens-woechentlich-online-ein
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#22 | Weltfrauentag Spezial: Halbe Halbe? – Warum Gleichberechtigung im Haushalt über Pension und Zukunft entscheidet
04.03.2026
15 Minuten
In der 22. Folge von „1002 Meinungen – der Wirtschafts- undGesellschaftspodcast“ diskutieren Markus Raml und Paul Eiselsberg anlässlich des Weltfrauentags 2026 ein Thema, das viele für längst gelöst halten – und das es offensichtlich noch nicht ist: die Aufteilung der Hausarbeit.


Basis der Diskussion ist ein aktueller IMAS-Report mit 1.000 Befragten, repräsentativ für Österreich. Das Ergebnis ist eindeutig: Trotz moderner Lebensrealitäten, steigender Frauenerwerbstätigkeit und höherer Bildungsabschlüsse liegt der Großteil der klassischen Haushaltsarbeit weiterhinin weiblicher Hand.


Waschen, Bügeln, Kochen, Geschirr, Staubsaugen, Fensterputzen – hier dominieren klar die Frauen. Männer übernehmen häufiger unregelmäßige Tätigkeiten wie Müll entsorgen, Reparaturen oder Rasenmähen. Beim Einkaufenherrscht am ehesten „Halbe Halbe“. Doch insgesamt zeigt sich: Das traditionelle Rollenbild wirkt stärker nach als viele glauben.


Besonders spannend: Auch junge Männer greifen deutlich seltener zum Kochlöffel als junge Frauen. Gleichzeitig arbeiten Frauen heute so häufig wie nie zuvor – viele in Teilzeit oder Vollzeit. Die Gesamtbeschäftigung steigt,die durchschnittlich geleisteten Stunden sinken. Zeit allein kann also keine Ausrede sein.


Und genau hier wird es wirtschaftlich relevant: Teilzeit,Erwerbsunterbrechungen und Care-Arbeit führen langfristig zu deutlich niedrigeren Pensionen. Die Diskussion führt deshalb vom Haushalt direkt zur Altersvorsorge, zum Thema Pensionssplitting und zur finanziellen Unabhängigkeitvon Frauen.


Die Zahlen sind eindrucksvoll: Der staatliche Zuschuss zurPensionsversicherung steigt massiv an – der demografische Wandel verschärft die Situation zusätzlich. Wer wenig einzahlt, wird später weniger bekommen. Die Entscheidung für oder gegen Erwerbsarbeit wirkt Jahrzehnte nach.


Diese Folge verbindet gesellschaftliche Realität mit ökonomischen Fakten. Sie stellt unbequeme Fragen, räumt mit Ausreden auf („Ich bin zu müde“, „Ich mache es morgen“) und appelliert an mehr Bewusstsein in Partnerschaften.


Weltfrauentag heißt nicht nur Wertschätzung – sondern auch Verantwortung. Für faire Aufteilung, für finanzielle Eigenständigkeit und für eine zukunftssichere Lebensplanung.


Eine Folge, die zeigt: Gleichberechtigung beginnt im Alltag – und endet bei der Pension.


Hier die Studie dazu: https://www.imas.at/news/weltfrauentag-2026-haushalt-nach-wie-vor-in-frauenhand-waschen-buegeln-kochen-usw
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#21 | Unterkühlter Optimismus & volle Hosentasche: Warum das Smartphone unseren Alltag (und die Wirtschaft) neu sortiert
04.02.2026
25 Minuten
In der 21. Folge von „1002 Meinungen – der Wirtschafts- undGesellschaftspodcast“ werfen Markus Raml und Paul Eiselsberg einen differenzierten Blick auf zwei eng miteinander verwobene Themen: die aktuellewirtschaftliche Grundstimmung in Österreich und Deutschland – und den tiefgreifenden Einfluss des Smartphones auf unseren Alltag, unsere Arbeitsweltund unser Denken.


Ausgangspunkt ist ein Vergleich neuer Stimmungsdaten aus Österreich und Deutschland. Das Ergebnis: Der Optimismus ist in beiden Ländern unterkühlt. Nur rund ein Drittel blickt zuversichtlich auf das Jahr 2026, während Skepsis undPessimismus deutlich spürbar sind. Besonders brisant: Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wirkt sich aufgrund der starken Exportverflechtungen unmittelbar auf Österreich aus. Investitionszurückhaltung, hohe Energiekosten,Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratie bremsen den wirtschaftlichen Aufschwung auf beiden Seiten der Grenze.


Markus Raml ordnet die Situation aus Unternehmer- und Beratersicht ein und spricht offen über strukturelle Probleme – von langen Umsetzungszeiten öffentlicher Investitionen über Fachkräftemangel bis hin zu den Herausforderungen energieintensiver Industrien. Ein besonderer Fokus liegt aufder Automobilbranche und der Frage, wo künftig Wertschöpfung stattfindet: inEuropa oder zunehmend in Asien und Amerika.


Im zweiten Teil der Folge wechselt die Perspektive – vom Makro- zum Mikroalltag. Anhand aktueller IMAS-Daten diskutieren die Hosts, wie sehr das Smartphone unser Leben verändert hat. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Smartphone ist längst mehr als ein Kommunikationsmittel. Es ersetzt im Schnitt über acht Geräte – von Kamera, Navi und Wecker bis hin zu Geldbörse, Bankkarte und Arbeitswerkzeug. Für viele ist es permanenter Begleiter, Organisationszentrale und Produktivitätsmotor zugleich.


Gleichzeitig sprechen Markus Raml und Paul Eiselsberg auch die Schattenseiten an: ständige Erreichbarkeit, steigende Erwartungshaltungen und die Herausforderung, bewusste Ruhephasen zu schaffen – für Konzentration, Kreativität und mentale Gesundheit. Dabei plädieren beide für einenreflektierten, aber positiven Umgang mit technologischen Entwicklungen.


Diese Folge verbindet Wirtschaftsanalyse, Gesellschaftsdiagnose und persönliche Erfahrungen – und stellt eine zentrale Frage: Wie nutzen wir technologische Möglichkeiten so, dass sie uns wirklich voranbringen?
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#20 | 2026: Verunsichert – oder entschlossen nach vorne?
14.01.2026
22 Minuten
Willkommen im Jahr 2026 – und willkommen zu einer besonders nachdenklichen, aber auch motivierenden Folge von „1002 Meinungen – der Wirtschafts- und Gesellschaftspodcast“.


In Folge 20 sprechen Markus Raml und Paul Eiselsberg über die aktuelle Grundstimmung in Österreich. Grundlageist die traditionsreiche IMAS-Neujahrsumfrage, die seit 1972 erhoben wird und zeigt: Der Optimismus ist spürbar zurückgegangen, Skepsis und Sorgen dominieren.


Warum ist das so?Seit 2020 erleben wir eine Phase multipler Krisen: Pandemie, Krieg in Europa, Inflation, wirtschaftliche Stagnation. Während frühere Jahrzehnte von Aufschwung und Planbarkeit geprägt waren, fehlt heute vielen Menschen das Vertrauen in eine klare Richtung. Besonders stark sorgen Teuerung, steigendeLebenshaltungskosten, politische Spannungen und geopolitische Konflikte.


Doch diese Folge bleibt nicht beim Problem stehen. Sie stellt die entscheidende Frage: Was können wir selbst tun? Markus Raml zeigt auf, warum Investitionen gerade jetzt essenziell sind – für Unternehmen, für Arbeitsplätze und für den Wirtschaftsstandort. Er spricht offen über unternehmerische Verantwortung, Produktivitätssteigerung durch Automatisierung und KI sowie über den Mut, Entscheidungen zu treffen, auch wenn das Umfeld unsicher ist.


Paul Eiselsberg ordnet die Daten ein, erklärt langfristige Trends und zeigt, warum Stimmung ein zentraler wirtschaftlicher Faktor ist. Denn Investitionenentstehen nicht nur aus Zahlen, sondern aus Zuversicht.


Zum Abschluss geht es um persönliche Vorsätze, Entschlossenheit als Jahresthema und kleine Lichtblicke – von gut gebuchten Skigebieten bis hin zu positiven volkswirtschaftlichen Effekten durch Tourismus.


Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum 2026herausfordernd startet – und warum genau jetzt Haltung, Mut und Optimismus gefragt sind.
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Über diesen Podcast

1002 Meinungen ist der Wirtschafts- und Gesellschaftspodcast von IMAS International mit Markus Raml und Paul Eiselsberg. Wenn ein Meinungsforscher und ein Steuerberater sich regelmäßig zusammensetzen, um über das zu sprechen, was Gesellschaft und Wirtschaft bewegt. Wir wollen die 1000 repräsentativen Stimmen der Bevölkerung aus den IMAS Studien mit unseren zwei persönlichen Perspektiven in einen spannenden Dialog bringen. In jeder Folge nehmen wir aktuelle Entwicklungen und Stimmungen in Gesellschaft und Wirtschaft unter die Lupe.
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