Drama QuWiens - Ein Wiener Theaterpodcast

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Episoden

"Es hoamatlet" - "Die Infantin trägt den Scheitel links" mit Lisa Schrammel
31.03.2026
39 Minuten
Zur Info für euch:


Beim Interview hat leider ein Mikro versagt. Unsere Interviewgästin hört man deshalb gut , uns… eher nicht so.


(Am besten mit Kopfhörern hören hihi, dann geht’s am besten.)


Hello again :)





Gemeinsam waren wir im Kosmos Theater und haben uns „Die Infantin trägt den Scheitel links“ angesehen, eine performative Sprechoper auf dem Heimatmisthaufen nach dem Roman von Helena Adler. Auf der Bühne: ein großer Misthaufen, viel Sprache, Musik und eine Geschichte über ein Mädchen, das auf einem Bauernhof aufwächst und sich ihren eigenen Weg durch ein katholisch geprägtes, patriarchales Umfeld bahnt.





Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über den Heimatbegriff, über Anti-Heimat, über Nostalgie und Ideologie und darüber, wie das Stück mit Bildern, Gerüchen und Sprache Erinnerungen und sehr persönliche Assoziationen auslösen kann. Außerdem reden wir über den berühmten Misthaufen auf der Bühne, über musikalische Momente zwischen Volkslied und Metal und über diese ganz besondere Theatererfahrung, wenn ein Raum voller Menschen gleichzeitig etwas erlebt, aber alle etwas anderes darin sehen.





Außerdem haben wir wieder eine Interviewgästin:


Lisa Schrammel


Sie ist Schauspielerin, Mitgründerin des Kulturvereins "Die Fabric" und künstlerische Leiterin der Produktion.


Mit ihr sprechen wir darüber, wie man einen Roman auf die Bühne bringt, warum Sprache im Stück eine so zentrale Rolle spielt und ob die Figur der Infantin als feministische Figur gelesen werden kann. Außerdem geht es um die Frage: Was bedeutet „Heimat“ eigentlich, persönlich, politisch und im Theater?





Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.





Zum Stück: „Die Infantin trägt den Scheitel links“ Performative Sprechoper nach dem Roman von Helena Adler


Regie: Susanne Lietzow Ort: Kosmos Theater Wien


https://kosmostheater.at/produktion/die-infantin-traegt-den-scheitel-links/


QuWiens-Tipps:


„Alessandro nell’Indie“ im Theater an der Wien Premiere: 10. April https://www.theater-wien.at/de/spielplan/saison2025-26/1513/Alessandro-nellIndie?gad_source=1&gad_campaignid=22669676543&gbraid=0AAAAAD2OmIdd1XJMgm0T1kIPl_wT4n7FH&gclid=Cj0KCQjw4a3OBhCHARIsAChaqJNarUiQHdc7L73RWrdUDBTNuJ7KNvEs68vH4TkomPOqgDndLUJ5imcaAhT-EALw_wc Ausstellung „Animalia. Von Tieren und Menschen“ in der Heidi Horten Collection https://hortencollection.com/ausstellungen/aktuell


Ton: 


Kevin Szilágyi





Bussi 🩷
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"Am Schwarzenbergplatz 1" - "Lysistrata" mit Markus Edelmann
09.03.2026
34 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️


In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Krieg und stereotypische Darstellungen von Geschlechterrollen.





Gemeinsam waren wir am Schwarzenbergplatz 1 im Burg-Kasino. Wir waren bei der Premiere von Lysistrata (R: Thomas Jonigk, Ensemble) – einer antiken Komödie von Aristophanes, in der Frauen versuchen, den Krieg zu beenden, indem sie den Männern Sex verweigern.





Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über stereotype Geschlechterrollen, über Cross-Dressing, über Sexualisierung – und darüber, warum das Stück für uns an manchen Stellen ziemlich schwierig war.





Außerdem haben wir wieder einen Interviewgast:


Dramaturg Markus Edelmann, der an der Produktion mitgearbeitet hat. Mit ihm sprechen wir darüber, wie eine Inszenierung entsteht, warum man sich für bestimmte Textfassungen entscheidet und stellen uns die Frage ob Lysistrata überhaupt als feministisches Stück funktionieren kann.





Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.





Viel Spaß beim Hören 🩷





Zum Stück: LysistrataRegie: Thomas JonigkOrt: Kasino am Schwarzenbergplatz


https://www.burgtheater.at/veranstaltungen/lysistrata/2026-05-02


QuWiens-Tipps:


„Liv, Love, Laugh, Strömquist. Ein Life Coaching auf Leben und Tod“ im Volkstheater (R: Anna Marboe) https://www.volkstheater.at/produktion/2443858/liv-love-laugh-stroemquist/2443845/





„DAS Margareten - Raum für lebendiges Theater“ https://www.dasmargareten.at


Ton:Kevin Szilágyi





Bussi 🩷





PS: Wir reden ja kurz mit Markus über „Fräulein Else“ im Volkstheater, das ist unsere Folge dazu: https://spotifycreators-web.app.link/e/tQ0qsxVQm1b 
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"Moving Gänsehaut" - “No Place Like Home” mit Malika Fankha
23.02.2026
37 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️


In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt in der Familie, Vergewaltigung und Inzest.Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.


Hello again :)


Diese Folge ist eine Special-Folge, denn: Wir haben Besuch im QuWiens-Studio! Zu Gast ist Malika Fankha, Regie von No Place Like Home – und wir freuen uns sehr über dieses erste gemeinsame Interview.


Gemeinsam waren wir im brut und haben die Performance No Place Like Home gesehen – ein intensiver Abend aus Bewegung, Sound, Stimme und Stille, der uns noch lange im Körper geblieben ist. 


Wir sprechen darüber, wie Sound und Bewegung körperliche Reaktionen auslösen können, warum Stille plötzlich laut wird und wie sich ein „feministisches Ohr“ anfühlen kann.  


Im Gespräch mit Malika geht es um künstlerische Prozesse zwischen Tanz, Text und Sound, um die Frage nach körperlicher Autonomie auf der Bühne – und darum, wie Performance mit sensiblen Themen umgehen kann, ohne einfache Antworten zu liefern. 





Zum Stück: No Place Like Home


Regie: Malika Fankha


Ort: brut Wien


https://brut-wien.at/de/Programm/Kalender/2026/02/Malika-Fankha





Text zum "feministischen Ohr":


Palme, Pia; Lessiak, Christina, Performing a feminist utopia: Music theatre as democratic practice,  University of Huddersfield, 20.–21. Juni 2019, https://www.fragilityofsounds.org/wp-content/uploads/2019/07/Performing_a_feminist_utopia_2019.pdf, 23.02.2026.





Coverfoto:


Malika Fankha





Ton:


Kevin Szilágyi





Bussi 🩷


PS: Das „nackte Pferd“, das kurz in der Folge auftaucht, gehört zu einer älteren Folge – hier könnt ihr reinhören:


https://open.spotify.com/episode/2buAFjTkCaUYM8iWSKoxnu?si=a8GZo7C6TnS352ZZuZSHxg
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Penispilze
25.01.2026
31 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️


In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, explizite Sprache, Missbrauch an Kindern, Femizid und traumatische Erfahrungen. 


Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist. 


(Weiter unten findet ihr eine Telefonnummer falls ihr Hilfe braucht)


Hello again :) Neues Jahr, neue Folge – und wir starten direkt mit einem Theaterabend, der uns noch lange nach dem Heimweg im Kopf geblieben ist.


Dieses Mal waren wir in der Dunkelkammer des Volkstheaters und haben „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“ gesehen (Text: Sivan Ben Yishai, Regie: Mechthild Harnischmacher).


Schon beim Ankommen wurde uns klar: Das hier ist kein klassisches Zurücklehnen-und-Zuschauen. 


Der Raum ist klein, die Distanz zwischen Bühne und Publikum fast nicht existent, und die vierte Wand fühlt sich eher wie ein durchlässiger Vorhang oder ein Fenster an. Stimmen, Blicke und Texte verweben sich zu etwas, das sich mehr wie ein gemeinsamer Moment als wie eine lineare Erzählung anfühlt.


Wir sprechen darüber, wie der Abend mit Nähe und Intimität arbeitet, warum sich das Stück wie ein Lied aus Fragmenten anfühlt und wie schnell aus Beobachten ein Mitgemeint-Sein wird. Über Medusa, über romantisierte Bilder, die kippen, und über die Frage, was Theater kann, wenn es nicht nur zeigt, sondern uns mitten hineinstellt.


Und natürlich reden wir über Gemeinschaft: darüber, wie sich ein Raum voller Fremder plötzlich verbunden anfühlen kann – und warum genau das diesen Abend für uns so besonders gemacht hat.





Was leuchtende Penispilze damit zu tun haben?Findet es raus…


Zum Stück: „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“Text: Sivan Ben YishaiRegie: Mechthild Harnischmacher https://www.volkstheater.at/produktion/2444254/like-lovers-do/2551408/





Unsre QuWiens-Tipps:


Ein deutsches Leben (Christopher Hampton), Theater in der Josefstadt; R: Andrea Breth Helene Bracht, Das Lieben danach Nestbeschmutzung (Institut für Medien, Politik und Theater), Kosmostheater - leider mittlerweile schon vorbei :(





Literatur:





Haraway, Donna. Staying with the Trouble : Making Kin in the Chthulucene. Durham London: Duke University Press, 2016. Donna Haraway: „feminist, rather loosely a postmodernist“, Professorin am Department für History of Consciousness und am Department für Feminist Studies an der University of California, Verbindet Biologie, Soziologie, Philosophie, Anthropologie Tsing, Anna Lowenhaupt. The Mushroom at the End of the World : On the Possibility of Life in Capitalist Ruins. Princeton Oxford: Princeton University Press, 2015.





Ton: Kevin Szilágyi





24-Stunden Frauennotruf:


+43171719
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Seife, Salz und Äxte
21.12.2025
39 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️ In dieser Folge sprechen wir über häusliche und sexualisierte Gewalt, Missbrauch, Mord und plötzlicher Kindstod. Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.





Hello again :)


Mitten zwischen Lichterketten, Weihnachtsmusik und Punschständen haben wir als kleines vorweihnachtliches Geschenk eine neue Folge für euch dabei.





Wir waren im Theater.…und dann plötzlich draußen im 5. Bezirk – auf den Straßen der Stadt.





Dieses Mal haben wir „Theresia Kandl“ gesehen – ein interaktives Theaterstück nach einem Text von Florence Read (Regie: Jakob Schindler-Scholz).





Am Anfang wirkt alles fast harmlos:Kräutersalz, Duftseifen, kleine Geschenke.Später geht es um Äxte, Entscheidungen – und um die Frage, was passiert, wenn man im Publikum sitzt und merkt, dass Zuschauen plötzlich irgendwie nicht mehr reicht.





„Theresia Kandl“ erzählt die Geschichte einer historischen Frau, die ihren gewalttätigen Ehemann tötet, und schickt das Publikum mit hinaus in den Winterabend.Durch die Kälte.Durch die Stadt.Mit der Frage, ob man eingreifen sollte – und ob man das im Theater überhaupt darf.





Wir sprechen darüber, warum sich Interaktion manchmal mehr nach Kontrolle als nach Mitgestaltung anfühlt, warum Mitgehen nicht automatisch Mitentscheiden heißt und warum uns dieser Theaterabend noch lange nach dem Heimweg beschäftigt hat.





Also: Kerzen an, Kopfhörer auf.Viel Spaß beim Anhören und frohe Weihnachten – falls ihr feiert.


Bussi





Zum Stück: „Theresia Kandl“


Ein interaktives Theaterstück


Text: Florence Reed


Regie: Jakob Schindler-Scholz


https://www.kultonic.at/projekte/theresia-kandl/





Unsre QuWiens-Tipps:





Hans van ManenDer bedeutende Choreograf des neoklassischen Tanzes ist kürzlich verstorben. Unser Tipp: Über die Weihnachtsferien Arbeiten von ihm anschauen – auf der Bühne oder als Aufzeichnung. „Girls & Gods“ (Film) Dokumentarfilm über Religion(en) und Feminismus – und darüber, wie Frauen und weiblich gelesene Personen versuchen, patriarchale Strukturen von innen heraus aufzubrechen. Regie: Arash T. Riahi und Verena Soltiz https://youtu.be/UCUX43KuDdw?si=ZjDDw66VFWqbxJPe „Weihnachten zu Hause“ (Hjem til jul, Netflix) Norwegische Serie über den ganz normalen Weihnachtswahnsinn. Produktion: Anders Tangen https://youtu.be/1PaJxvWPf8A?si=rpbrnKe1C8x8BZqc


Quellen und Links:


Machon, Josephine, "Immersive Theatres: Intimacy and Immediacy in Contemporary Performance", Basingstoke: Palgrave Macmillan 2013. 





Ton:


Kevin Szilágyi
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Über diesen Podcast

Hi :) Wir sind Lara, Annkathrin und Mirijam und wir lieben Theater, Theaterwissenschaft und Feminismus. In diesem Podcast wollen wir mit euch über die Wiener Theaterwelt sprechen, Stücke analysieren und aus feministischer Sicht betrachten. Außerdem lachen wir viel. Wir geben gern unseren Senf dazu – und wo kann man das besser als in einem Podcast? Wir sind neu im Podcast-Game, also freuen wir uns sehr über eure Ideen und Vorschläge. Hit us up! Und jetzt … Bussi und Vorhang auf! Viel Spaß! Eure Drama-QuWiens 👑 Unser Instagram Profil: https://www.instagram.com/dramaquwiens?igsh=c3E3MzRnb
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