Drama QuWiens - Ein Wiener Theaterpodcast

Drama QuWiens - Ein Wiener Theaterpodcast

Episoden

"Moving Gänsehaut" in “No Place Like Home” mit Malika Fankha
23.02.2026
37 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️ In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt in der Familie, Vergewaltigung und Inzest.Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist. Hello again :) Diese Folge ist eine Special-Folge, denn: Wir haben Besuch im QuWiens-Studio! Zu Gast ist Malika Fankha, Regie von No Place Like Home – und wir freuen uns sehr über dieses erste gemeinsame Interview. Gemeinsam waren wir im brut und haben die Performance No Place Like Home gesehen – ein intensiver Abend aus Bewegung, Sound, Stimme und Stille, der uns noch lange im Körper geblieben ist.  Wir sprechen darüber, wie Sound und Bewegung körperliche Reaktionen auslösen können, warum Stille plötzlich laut wird und wie sich ein „feministisches Ohr“ anfühlen kann.   Im Gespräch mit Malika geht es um künstlerische Prozesse zwischen Tanz, Text und Sound, um die Frage nach körperlicher Autonomie auf der Bühne – und darum, wie Performance mit sensiblen Themen umgehen kann, ohne einfache Antworten zu liefern.  Zum Stück: No Place Like Home Regie: Malika Fankha Ort: brut Wien https://brut-wien.at/de/Programm/Kalender/2026/02/Malika-Fankha Text zum "feministischen Ohr": Palme, Pia; Lessiak, Christina, Performing a feminist utopia: Music theatre as democratic practice,  University of Huddersfield, 20.–21. Juni 2019, https://www.fragilityofsounds.org/wp-content/uploads/2019/07/Performing_a_feminist_utopia_2019.pdf, 23.02.2026. Coverfoto: Malika Fankha Ton: Kevin Szilágyi Bussi 🩷 PS: Das „nackte Pferd“, das kurz in der Folge auftaucht, gehört zu einer älteren Folge – hier könnt ihr reinhören: https://open.spotify.com/episode/2buAFjTkCaUYM8iWSKoxnu?si=a8GZo7C6TnS352ZZuZSHxg
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Penispilze
25.01.2026
31 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️ In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, explizite Sprache, Missbrauch an Kindern, Femizid und traumatische Erfahrungen.  Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.  (Weiter unten findet ihr eine Telefonnummer falls ihr Hilfe braucht) Hello again :) Neues Jahr, neue Folge – und wir starten direkt mit einem Theaterabend, der uns noch lange nach dem Heimweg im Kopf geblieben ist. Dieses Mal waren wir in der Dunkelkammer des Volkstheaters und haben „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“ gesehen (Text: Sivan Ben Yishai, Regie: Mechthild Harnischmacher). Schon beim Ankommen wurde uns klar: Das hier ist kein klassisches Zurücklehnen-und-Zuschauen.  Der Raum ist klein, die Distanz zwischen Bühne und Publikum fast nicht existent, und die vierte Wand fühlt sich eher wie ein durchlässiger Vorhang oder ein Fenster an. Stimmen, Blicke und Texte verweben sich zu etwas, das sich mehr wie ein gemeinsamer Moment als wie eine lineare Erzählung anfühlt. Wir sprechen darüber, wie der Abend mit Nähe und Intimität arbeitet, warum sich das Stück wie ein Lied aus Fragmenten anfühlt und wie schnell aus Beobachten ein Mitgemeint-Sein wird. Über Medusa, über romantisierte Bilder, die kippen, und über die Frage, was Theater kann, wenn es nicht nur zeigt, sondern uns mitten hineinstellt. Und natürlich reden wir über Gemeinschaft: darüber, wie sich ein Raum voller Fremder plötzlich verbunden anfühlen kann – und warum genau das diesen Abend für uns so besonders gemacht hat. Was leuchtende Penispilze damit zu tun haben?Findet es raus… Zum Stück: „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“Text: Sivan Ben YishaiRegie: Mechthild Harnischmacher https://www.volkstheater.at/produktion/2444254/like-lovers-do/2551408/ Unsre QuWiens-Tipps: Ein deutsches Leben (Christopher Hampton), Theater in der Josefstadt; R: Andrea Breth Helene Bracht, Das Lieben danach Nestbeschmutzung (Institut für Medien, Politik und Theater), Kosmostheater - leider mittlerweile schon vorbei :( Literatur: Haraway, Donna. Staying with the Trouble : Making Kin in the Chthulucene. Durham London: Duke University Press, 2016. Donna Haraway: „feminist, rather loosely a postmodernist“, Professorin am Department für History of Consciousness und am Department für Feminist Studies an der University of California, Verbindet Biologie, Soziologie, Philosophie, Anthropologie Tsing, Anna Lowenhaupt. The Mushroom at the End of the World : On the Possibility of Life in Capitalist Ruins. Princeton Oxford: Princeton University Press, 2015. Ton: Kevin Szilágyi 24-Stunden Frauennotruf: +43171719
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Seife, Salz und Äxte
21.12.2025
39 Minuten
️TRIGGERWARNUNG:️ In dieser Folge sprechen wir über häusliche und sexualisierte Gewalt, Missbrauch, Mord und plötzlicher Kindstod. Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist. Hello again :) Mitten zwischen Lichterketten, Weihnachtsmusik und Punschständen haben wir als kleines vorweihnachtliches Geschenk eine neue Folge für euch dabei. Wir waren im Theater.…und dann plötzlich draußen im 5. Bezirk – auf den Straßen der Stadt. Dieses Mal haben wir „Theresia Kandl“ gesehen – ein interaktives Theaterstück nach einem Text von Florence Read (Regie: Jakob Schindler-Scholz). Am Anfang wirkt alles fast harmlos:Kräutersalz, Duftseifen, kleine Geschenke.Später geht es um Äxte, Entscheidungen – und um die Frage, was passiert, wenn man im Publikum sitzt und merkt, dass Zuschauen plötzlich irgendwie nicht mehr reicht. „Theresia Kandl“ erzählt die Geschichte einer historischen Frau, die ihren gewalttätigen Ehemann tötet, und schickt das Publikum mit hinaus in den Winterabend.Durch die Kälte.Durch die Stadt.Mit der Frage, ob man eingreifen sollte – und ob man das im Theater überhaupt darf. Wir sprechen darüber, warum sich Interaktion manchmal mehr nach Kontrolle als nach Mitgestaltung anfühlt, warum Mitgehen nicht automatisch Mitentscheiden heißt und warum uns dieser Theaterabend noch lange nach dem Heimweg beschäftigt hat. Also: Kerzen an, Kopfhörer auf.Viel Spaß beim Anhören und frohe Weihnachten – falls ihr feiert. Bussi Zum Stück: „Theresia Kandl“ Ein interaktives Theaterstück Text: Florence Reed Regie: Jakob Schindler-Scholz https://www.kultonic.at/projekte/theresia-kandl/ Unsre QuWiens-Tipps: Hans van ManenDer bedeutende Choreograf des neoklassischen Tanzes ist kürzlich verstorben. Unser Tipp: Über die Weihnachtsferien Arbeiten von ihm anschauen – auf der Bühne oder als Aufzeichnung. „Girls & Gods“ (Film) Dokumentarfilm über Religion(en) und Feminismus – und darüber, wie Frauen und weiblich gelesene Personen versuchen, patriarchale Strukturen von innen heraus aufzubrechen. Regie: Arash T. Riahi und Verena Soltiz https://youtu.be/UCUX43KuDdw?si=ZjDDw66VFWqbxJPe „Weihnachten zu Hause“ (Hjem til jul, Netflix) Norwegische Serie über den ganz normalen Weihnachtswahnsinn. Produktion: Anders Tangen https://youtu.be/1PaJxvWPf8A?si=rpbrnKe1C8x8BZqc Quellen und Links: Machon, Josephine, "Immersive Theatres: Intimacy and Immediacy in Contemporary Performance", Basingstoke: Palgrave Macmillan 2013.  Ton: Kevin Szilágyi
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Zum Gruseln und Fürchten
16.11.2025
34 Minuten
Hello again :) Heute wird’s ein bisschen gruselig – und weil’s gruselig wird, gibt es gleich zu Beginn eine Content Note: In dieser Folge sprechen wir über sexuelle und körperliche Gewalt. Wir waren diesmal im Bronski & Grünberg Theater und haben uns Amphitryon angesehen – ein Horrortheater nach Kleist (Regie: Martin Vischer & Sarah Viktoria Frick). Das Stück wirft uns mitten hinein in ein wildes Durcheinander aus Identitätsdiebstahl, Sexuellem Machtmissbrauch, göttlicher Willkür und vielen (wirklich vielen) Haaren. Zwischen flackernden Lichtern, gesichtslosen Wesen und Jumpscares reden wir darüber, warum sich das Stück wie ein Horrorfilm anfühlt wo weiblich gelesene Figuren unsichtbar bleiben was Haare als Kostüm über Identität erzählen und warum wir bei manchen Szenen gleichzeitig gelacht und gezuckt haben. Also, reden wir nicht lang rum: ab rein in den Horrorflur! Viel Spaß beim Anhören! Bussi :) Zum Stück https://www.bronski-gruenberg.at Unsre QuWiens-Tipps „JOHANN STRAUSS: RAUSCH UND EKSTASE. Feministischer Ausdruckstanz im Plakat 1900–1933“, MAK;Kurator: Peter Klinger https://www.mak.at/ausstellung/johannstrauss „KLINIK“, Theater Drachengasse; eine Soloperformance von und mit Melike Yağız-Baxant https://www.drachengasse.at/spielplan_detail.asp?id=1200 „ON THE EDGE – Festival für experimentelle Zirkuskunst“; künstlerische Leitung: Arne Mannott https://www.ontheedge.at Quellen und Links Norris, David. „Live Horror Theatre, Nostalgia and Folklore.“ In: Bacon, Simon (Hg.): Future Folk Horror: Contemporary Anxieties and Possible Futures. United States: Bloomsbury Publishing USA, 2023. Ton Kevin Szilágyi 
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Female* Rage im Burgtheater
24.10.2025
33 Minuten
Hello again :) Dieses Mal irgendwie sogar wortwörtlich – denn auch Elisabeth sagt in Mareike Fallwickls Stück „Elisabeth!“ am Burgtheater „hallo again!“. Wir waren im Theater – dieses Mal im Burgtheater (shame on us, dass es so lang gedauert hat, bis wir endlich eine Folge über ein Burgtheaterstück gemacht haben ). Dort haben wir „Elisabeth!“ gesehen – ein Stück von Mareike Fallwickl (Regie: Fritzi Wartenberg). Das Stück handelt von Kaiserin Elisabeth, die einen Blick auf die zeitgenössische Gesellschaft, das Patriarchat und die Vermarktung der uns allen bekannten „Sisi“ wirft. Schnell wird klar: Als Frau* hat man nicht mal im Tod seine Ruhe. Was ein haarloses (oder wie Lara es nennt: „nacktes“) Pferd auf der Bühne macht – und wie wir die female*-rage-Version von „Ich gehör nur mir“ finden – hört ihr hier. Viel Spaß beim Anhören! Bussi :) zum Stück: https://www.burgtheater.at/produktionen/elisabeth Unsre QuWiens-Tipps: „Ich bin Ruth - Das kurze Leben der Ruth Maier", Semmelweisklinik, Text: Ruth Maier; ab 6.11.25; https://www.ichbinruth.com/  „PICK-UP-ALEX’ HUSTLER ACADEMY: WIE MAN(N) EIN MANN WIRD", Kosmos Theater, ab 16.10.25; https://kosmostheater.at/produktion/pick-up-alex-hustler-academy-wie-mann-ein-mann-wird/ "Stay tuned"; Wiener Stadthalle; Choreographie: Sol León & Paul Lightfoot; 4./5.12.25; https://www.stadthalle.com/de/events/alle-events/51088/Stay-tuned Quellen und Links: Oksala, Johanna. “In Defense of Experience.” Hypatia 29, no. 2 (2014): 388–403.    Ton und Technik: Kevin Szilágyi 
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Über diesen Podcast

Hi :) Wir sind Lara, Annkathrin und Mirijam und wir lieben Theater, Theaterwissenschaft und Feminismus. In diesem Podcast wollen wir mit euch über die Wiener Theaterwelt sprechen, Stücke analysieren und aus feministischer Sicht betrachten. Außerdem lachen wir viel. Wir geben gern unseren Senf dazu – und wo kann man das besser als in einem Podcast? Wir sind neu im Podcast-Game, also freuen wir uns sehr über eure Ideen und Vorschläge. Hit us up! Und jetzt … Bussi und Vorhang auf! Viel Spaß! Eure Drama-QuWiens 👑 Unser Instagram Profil: https://www.instagram.com/dramaquwiens?igsh=c3E3MzRnb

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