Podcaster
Episoden
12.01.2026
1 Stunde 50 Minuten
In den 60er Jahren etabliert sich in der BRD langsam der
Popmusikjournalismus. Irgendwo zwischen amerikanischen Vorbildern,
eigener Sprache und einer starken Jugendkultur schraubt sich ein
neuer Sprachduktus, eine neue Branche an die Oberfläche und bricht
die Hegemonie der sogenannten "Hochkultur" langsam auf. Mitten
drin: Eine junge Allgäuerin, die sich ihren Platz in dieser Branche
von München aus erarbeitet. Ingeborg Schober war die erste
(Pop-)Musikjournalistin der Bundesrepublik, sie schrieb für "Hit",
"Sounds", die "Bravo", den "Musikexpress", die "SZ", arbeitete
später auch in der Musikredaktion des Bayerischen Rundfunks. Sie
interviewte Jim Morrison, Stephen Stills, freundete sich mit
Christine McVie an, war clevere Beobachterin des Zeitgeschehens wie
z.B. der Krautrockszene um Amon Düül II. Ihre Stärke waren der
Kontext, die Kunst der klugen Einordnung, die eigene Mitgestaltung
der Szene, unterhaltsames Storytelling und ein ehrlicher, aber
respektvoller Tonfall. Sie behauptete sich im Haifischbecken der
Musiknerds, ist heute aber – leider – in Vergessenheit geraten. Wir
blicken in unserer ersten Episode im Jahr 2026 auf Ingeborgs
Schaffen, den Musikjournalismus damals und heute, sprechen über
Lester Bangs und Cameron Crowe. Und natürlich gibt's auch wieder
persönliche, manchmal ambivalente Gedankenströme und einen saftigen
KI-Rant, eh klar. Welcome back bei schneeweiss & rosenrot!
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15.12.2025
1 Stunde 25 Minuten
Musik machen, einfach nur Musik machen – das war schon immer ihr
innerster Antrieb. Erst auf der Querflöte, dann sollte es rocken.
Mit 14 wollte sie wie John Frusciante spielen, dann Paul Kosoff
sein. Autodidaktisch bringt sich die junge Francis das
Gitarrespielen bei, erst auf einer alten Akustik-Klampfe vom
Dachboden, dann auf einer selbst zusammengesparten SG für 190 Euro.
Irgendwo auf ihrem Lebensweg zwischen 7 und 18 Jahren findet sie
dank Madonnas “Papa Don’t Preach” ihre Stimme wieder. Und wer sie
schon einmal singen gehört hat, kann nur sagen: Gott sei Dank,
Hallelujah! Im Interview mit Shake erzählt die
Multiinstrumentalistin und Sängerin von ihrem musikalischen
Werdegang, wie sie während des Studiums durch eine Zeitungsannonce
zu ihrer Band Wucan fand und wie sie heute mit den Anforderungen
des Musikbiz’ umgeht. Wir sprechen über den Druck von
Schönheitsidealen, Hürden beim Solieren, Lieblingserinnerungen,
Zwiebelhonig mit Knoblauch und darüber, warum Francis als Kind
Heulkrämpfe beim Song “Fade To Grey” bekam.
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01.12.2025
1 Stunde 53 Minuten
Was bedeutet Musik für uns? Ist sie eine Flucht? Ein Ventil? Ein
Stimmungsaufheller? Ein Therapeutikum, vielleicht das einzige, das
wirklich hilft? Wir tauchen ein in das Island der 90er, kurz bevor
am anderen Ende des europäischen Nordmeers in Norwegen die Kirchen
brennen. Die 21-jährige Hera Karlsdóttir ist dem Heavy Metal
verfallen. Bands wie JUDAS PRIEST, SAVATAGE und LIZZY BORDEN
drücken das aus, was Hera fühlt, aber nicht sagen kann. Helfen ihr,
die Trauer über den Unfalltod ihres geliebten Bruders zu bewältigen
und über sich selbst hinauszuwachsen. Metal steht für Mut, stolzes
Outsidertum und vor allem Treue zu sich selbst. Das Überwerfen der
Lederjacke: wie Heimkommen. Immer wieder aufbegehren, anders sein,
kreativ sein: ein probates Mittel gegen die "Erwachsenenfalle".
Cora und Shake tauschen sich über das aus, was ihnen am wichtigsten
ist: die Musik, und was sie mit und aus einem macht. Außerdem
diskutieren die beiden über das bairische Partizip Perfekt von
"schneien" und outen sich als Pferde- und Steinkennerinnen. Jetzt
überall, wo es Podcasts gibt. @bragasonragnar #metalhead
#bragasonragnar #heavymetal #judaspriest #savatage #lizzyborden
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#corpsepaint #lederjacke
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17.11.2025
1 Stunde 37 Minuten
Das Wiener Institut für Strauss-Forschung sagt zwar nein, aber
“Hurricane” Nita Strauss ist trotzdem überzeugt davon,
väterlicherseits mit Johann Strauss II. – dem großen Walzerkönig –
verwandt zu sein. So oder so, musikalisch sind beide, das muss man
ihnen lassen. Doch statt Walzer hörte die junge Nita lieber
melodischen Death Metal. Und verliebte sich als Teenager Hals über
Kopf in das Gitarrenspiel von Steve Vai. Seitdem übte sie sich die
Finger wund und wurde selbst zum Gitarrenwunder. Schließlich gibt
es nicht viele Gitarristinnen, die im kollektiven Musikgedächtnis
Fuß fassen konnten. Nita ist das gelungen und noch vieles mehr. Sie
tourt mit Alice Cooper, hat als erste Künstlerin ihr eigenes
Ibanez-Signature-Modell erhalten und stand natürlich schon mit
ihrem Idol Steve Vai auf der Bühne. Weitere Themen in dieser Folge:
Was befindet sich in unserem musikalischen Medizinschrank? Wie
kauzig ist Ritchie Blackmore? Sind die Maiden-Alben mit Blaze
Bailey okay? Sollte Cora bei Ghost Saxofon spielen? Fasten für
besseres Solieren? Außerdem dabei: Ein good old Shake-Rant! Hört
doch mal rein. Überall, wo es Podcasts gibt.
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03.11.2025
1 Stunde 36 Minuten
Triggerwarnung: in dieser Episode wird das Thema Suizid besprochen.
Wendy Orlean Williams wurde im Mai 1949 geboren. Sie war ein
“schüchternes und hübsches Mädchen, eine durchschnittliche
Schülerin, die in der Schulband spielte (und) auf ihre Frisur und
Kleidung achtete.” Und dann das: Kontakt mit dem Gesetz wegen
öffentlichem Nacktsonnenbadens, Highschoolabbruch, nach Colorado
getrampt und sich mit gehäkelten Stringbikinis über Wasser
gehalten, dann nach Europa, wegen Ladendiebstahls und
Falschgeldbesitzes hochgenommen, zurück in New York Teil des
“Captain Kink’s Theatre” (der Name war Programm), schließlich
Wendys künstlerischer Durchbruch als Sängerin der Punkrockband
PLASMATICS. Von dort aus ging es rund um den Globus. Fernseher
wurden auf der Bühne zerstört, Autos in die Luft gejagt und
E-Gitarren zersägt, und, als quasi-obligatorischer Teil der
Bühnenshow, der regelmäßige “Kontakt” mit den Behörden wegen einer
zu freizügigen Performanz vonseiten Wendys. Ein intensiver Einblick
in das atemlose, adrenalingeladene, tragische Leben einer völlig zu
unrecht vergessenen Ikone des Heavy Metal. Hilfe bei
Suizidgedanken: Telefonseelsorge Deutschland: 0800 111 0 111 und
0800 111 0 222 - rund um die Uhr, anonym und kostenfrei.
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Über diesen Podcast
schneeweiss & rosenrot Rock’n’Roll, Heavy Metal, Kultur und das
Leben! Der fetzige Podcast mit Cora und Shake
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