Podcaster
Episoden
23.02.2026
1 Stunde 39 Minuten
Jennifer Batten ist 8, braunhaarig und bebrillt, als sie beginnt,
E-Gitarre zu spielen. 20 Jahre später ist sie mit dem “King of Pop”
Michael Jackson auf der zu diesem Zeitpunkt größten Tour der Welt,
in Szene gesetzt als Heavy Metal Maniac mit “Rock’n’Roll-Snarl” und
platinblonder Steckdosenfrisur. Mit ihrer Interpretation der Solos
von Songs wie “Beat It” oder “Dirty Diana” wird sie populär, und
auch durch die Zusammenarbeit mit ihrem Kindheitsidol Jeff Beck
macht sie sich einen Namen. Dass Jennifer Batten jedoch auch eine
absolute Koryphäe im sogenannten “Two Handed Tapping” ist, darüber
Bücher veröffentlicht hat und am renommierten Musicians Institute
in Hollywood lehrte, ist weniger bekannt. Und ganz generell stellen
wir uns mal wieder die Frage, warum in aller Welt diese Frau nicht
in der gleichen Riege wie ihre zeitgenössischen Shredder-Peers
steht. Fakt ist: Jennifer Batten lebt bis heute das Gitarrespielen
mit jeder Faser ihres Körpers, immer und überall.
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09.02.2026
1 Stunde 19 Minuten
Die Zeiten sind schlecht und werden gefühlt immer schlechter. Eine
schreckliche Nachricht jagt die nächste, Social Media verdichtet
sich zu einem alles verschlingenden Rabbit Hole, Wut, Hetze und
Ausgrenzung stehen an der Tagesordnung. Um euch und uns selbst Mut
zuzusprechen, erzählen wir in dieser Episode die Geschichte einer
mehr als mutigen Frau, die seit jeher für ihre Ideale einsteht und
Musik mit Aktivismus verbindet. Joan Baez war und ist eine
großartige Folksängerin und so vieles mehr: Sie sang das Mut
machende “We Shall Overcome” beim historischen Civil Rights March,
sie predigte bei Woodstock, kritisierte die DDR während eines
DDR-Besuchs, sang während des Krieges in Sarajevo. Joan Baez ist
heute 85 Jahre alt. Sie setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte
der Entrechteten ein und gibt Menschen, die nicht gehört werden,
eine Stimme. Wir blicken auf das Leben dieser außergewöhnlichen
Künstlerin, beleuchten, warum sie neben dem Titel “das Gewissen
einer ganzen Generation” auch den Beinamen “barfüßige Madonna”
erhielt und wieso sie ihre Beziehung zu Bob Dylan beendete. (zu
Recht vor allem!!)
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26.01.2026
1 Stunde 20 Minuten
Softdrinks, Kino, Magazine und vor allem Rock’N’Roll: Im London der
50er Jahre formt sich die erste Teenage Rock Rebellion Europas.
Geprägt wird diese von den Teds, rüpelnden, an Straßenecken
herumlungernden und rauchenden Jugendlichen aus der Arbeiterklasse.
Die Nachbarschaft ist besorgt. Dabei kleiden sich diese jungen
Menschen alles andere als unschick: Mit aus mehreren Arbeitslöhnen
zusammengesparten “Drape Suits” und sorgfältig gegelten Frisuren
beweisen die Jugendlichen eine Stilsicherheit, die sich definitiv
über die der Elterngeneration hinwegsetzt. Der “Edwardian Style”
wird zum Erkennungsmerkmal einer ganzen Jugendbewegung. Deren
integraler Bestandteil sind die “Teddy Girls”, die in den Augen von
Presse und Eltern noch verlotterter sind als ihre männlichen Peers.
Sie rauchen, sie organisieren sich in Girlgangs, sie tragen
Männerkleidung und -frisuren, sie stacheln Faustkämpfe an und
tragen Klappmesser. Vor allem aber sind sie nicht zuhause. Sie
bilden ihre Identität nicht am heimischen Herd, sondern entfalten
sich wie Phönixe aus der Asche des Kriegsschutts. Ein Blick in
einen nahezu vergessenen Mikroorganismus.
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12.01.2026
1 Stunde 50 Minuten
In den 60er Jahren etabliert sich in der BRD langsam der
Popmusikjournalismus. Irgendwo zwischen amerikanischen Vorbildern,
eigener Sprache und einer starken Jugendkultur schraubt sich ein
neuer Sprachduktus, eine neue Branche an die Oberfläche und bricht
die Hegemonie der sogenannten "Hochkultur" langsam auf. Mitten
drin: Eine junge Allgäuerin, die sich ihren Platz in dieser Branche
von München aus erarbeitet. Ingeborg Schober war die erste
(Pop-)Musikjournalistin der Bundesrepublik, sie schrieb für "Hit",
"Sounds", die "Bravo", den "Musikexpress", die "SZ", arbeitete
später auch in der Musikredaktion des Bayerischen Rundfunks. Sie
interviewte Jim Morrison, Stephen Stills, freundete sich mit
Christine McVie an, war clevere Beobachterin des Zeitgeschehens wie
z.B. der Krautrockszene um Amon Düül II. Ihre Stärke waren der
Kontext, die Kunst der klugen Einordnung, die eigene Mitgestaltung
der Szene, unterhaltsames Storytelling und ein ehrlicher, aber
respektvoller Tonfall. Sie behauptete sich im Haifischbecken der
Musiknerds, ist heute aber – leider – in Vergessenheit geraten. Wir
blicken in unserer ersten Episode im Jahr 2026 auf Ingeborgs
Schaffen, den Musikjournalismus damals und heute, sprechen über
Lester Bangs und Cameron Crowe. Und natürlich gibt's auch wieder
persönliche, manchmal ambivalente Gedankenströme und einen saftigen
KI-Rant, eh klar. Welcome back bei schneeweiss & rosenrot!
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15.12.2025
1 Stunde 25 Minuten
Musik machen, einfach nur Musik machen – das war schon immer ihr
innerster Antrieb. Erst auf der Querflöte, dann sollte es rocken.
Mit 14 wollte sie wie John Frusciante spielen, dann Paul Kosoff
sein. Autodidaktisch bringt sich die junge Francis das
Gitarrespielen bei, erst auf einer alten Akustik-Klampfe vom
Dachboden, dann auf einer selbst zusammengesparten SG für 190 Euro.
Irgendwo auf ihrem Lebensweg zwischen 7 und 18 Jahren findet sie
dank Madonnas “Papa Don’t Preach” ihre Stimme wieder. Und wer sie
schon einmal singen gehört hat, kann nur sagen: Gott sei Dank,
Hallelujah! Im Interview mit Shake erzählt die
Multiinstrumentalistin und Sängerin von ihrem musikalischen
Werdegang, wie sie während des Studiums durch eine Zeitungsannonce
zu ihrer Band Wucan fand und wie sie heute mit den Anforderungen
des Musikbiz’ umgeht. Wir sprechen über den Druck von
Schönheitsidealen, Hürden beim Solieren, Lieblingserinnerungen,
Zwiebelhonig mit Knoblauch und darüber, warum Francis als Kind
Heulkrämpfe beim Song “Fade To Grey” bekam.
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Über diesen Podcast
schneeweiss & rosenrot Rock’n’Roll, Heavy Metal, Kultur und das
Leben! Der fetzige Podcast mit Cora und Shake
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