Episode 11: Sexuelle Funktionsstörungen, Libido und Testosteron
Es gibt eine Frage, die in meiner Sprechstunde fast immer ganz zum Schluss kommt. Leise, fast nebenbei, oft mit der Hand schon an der Türklinke: «Und ist das eigentlich normal, dass die Lust einfach weg ist?» Dann sind die zwanzig Minuten meistens schon vorbei.
In dieser Episode nehmen wir uns Zeit für genau diese Frage. Ich spreche mit Anki Ging, Psychiaterin und Psychotherapeutin mit Fokus auf Gynopsychiatrie und Sexualmedizin.
Wir sprechen unter anderem über:
Warum bis zu 84 Prozent der Frauen sechs Jahre nach der Menopause Beschwerden wie Scheidentrockenheit haben und warum diese ohne Behandlung schlimmer werden
Wie eine Sexualtherapie konkret abläuft, vom Erstgespräch bis zur Auftragsklärung
Warum «keine Lust» nicht gleich «keine Lust» ist – und warum oft nicht die Frau leidet, sondern der Partner
Ob man alleine zur Sexualtherapie kommen kann
Was funktionelle sexuelle Störungen von körperlich bedingten unterscheidet
Wie Antidepressiva auf Libido und Orgasmusfähigkeit wirken und welche Wege es gibt
Warum Testosteron schon ab dem dritten Lebensjahrzehnt sinkt und was das realistisch bedeutet
Die einzige belegte Indikation für eine Testosterontherapie und warum eine Sexualtherapie davor kommen sollte
Was aus der Datenlage zu geschlucktem DHEA folgt
Anki Gings wichtigste Botschaft: In der Sexualität gibt es keine Norm
Diese Folge richtet sich an Frauen, die sich diese Frage selbst schon gestellt haben – und an alle, die gynäkologisch oder hausärztlich tätig sind und sie öfter stellen sollten.
Mehr zu Anki Ging:
Anki Ging, med. pract., ist Psychiaterin und Psychotherapeutin mit Fokus auf frauenspezifische Themenbereiche: Gynopsychiatrie (psychische Gesundheit rund um die Geburt), psychisches Befinden rund um den Zyklus (PMS/PMDD) sowie Peri- und Postmenopause. Mit dem DAS Sexual Medicine berät und behandelt sie funktionelle Sexualstörungen.
Sie war lange in leitender Position in den Psychiatrischen Diensten Bern und im Frauenspital Bern tätig und ist seit vier Jahren selbstständig: in Bern in der Praxis Psychotherapie Prisma, in Stans in der Praxis Frau-im-Zentrum.
Über ihre Online-Behandlungsplattform gynopsychiatrie.ch können gynopsychiatrische und sexualmedizinische Themen auch online besprochen werden.
Links & Ressourcen:
Online-Behandlungsplattform von Anki Ging: www.gynopsychiatrie.ch
Praxis Psychotherapie Prisma, Bern
Praxis Frau-im-Zentrum, Stans
Kontakt: info@gynopsychiatrie.ch
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Wer bin ich?
Ich bin Prof. Dr. Petra Stute, Professorin, Frauenärztin und Hormonexpertin. Mein Ziel ist es, Ihnen komplexe Themen rund um das Thema Wechseljahre verständlich und nahbar zu vermitteln, damit Sie die Menopause selbstbestimmt gestalten können – klar, verständlich und immer an Ihrer Seite.
Bitte beachten Sie:
Diese Episode ersetzt keine medizinische Konsultation. Wir geben keine individuellen Diagnosen oder Empfehlungen zu Medikamenten ab. Unsere Antworten beruhen auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft – allgemeinverständlich aufbereitet, aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder persönliche Beratung.
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