Marko Martin, einmal klingeln

Marko Martin, einmal klingeln

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Episoden

Angstfreiheit und ihr Verlust: Hongkong, China und wir
27.03.2026
31 Minuten
Hongkong galt lange als Ausnahme: ein Ort der Offenheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Angstfreiheit – mitten im Machtbereich der Volksrepublik China. In der zweiten Folge der zweiten Staffel blickt der Schriftsteller und Essayist Marko Martin gemeinsam mit Eva-Maria Zehrer auf diese besondere Stadt und ihre dramatische Entwicklung zurück.


Ausgehend von persönlichen Reisen und Begegnungen beschreibt Marko Martin Hongkong nicht abstrakt als geopolitischen Konflikt, sondern als konkrete Lebenswelt. Er erzählt von Gesprächen mit Oppositionellen, von frei gewählten Abgeordneten, von einer Zivilgesellschaft, die sich lange gegen ihre schrittweise Entmündigung gewehrt hat – und vom schmerzhaften Moment, in dem klar wurde, dass dieses Ringen verloren ist. Die Proteste von 2019/2020, das Sicherheitsgesetz, die Verfolgung zentraler Figuren wie Joshua Wong markieren den Wendepunkt einer Stadt, deren Freiheitsräume systematisch zerstört wurden.


Im Gespräch geht es jedoch nicht nur um Hongkong. Marko Martin zieht Parallelen zu anderen autoritären Systemen in Asien, spricht über Angst als Herrschaftsinstrument und über den fundamentalen Unterschied zwischen einer fehlerhaften, aber angstfreien Demokratie und einer Diktatur, in der selbst Details zur Gefahr werden können. Dabei widerspricht er entschieden der Vorstellung, Demokratie sei ein „westliches Luxusproblem“ – Hongkong und Taiwan zeigen, wie universell der Wunsch nach Rechtsstaatlichkeit und Mitsprache ist.


Die Folge verbindet politische Analyse mit literarischer Wahrnehmung: Gerüche, Bilder, Erinnerungen an Filme und Stadträume machen deutlich, was verloren gegangen ist – und warum dieser Verlust auch uns betrifft. Denn der Kampf um Freiheit, so wird klar, findet nie nur an einem Ort statt. Hongkong ist Geschichte. Die Fragen, die diese Stadt aufwirft, sind hochaktuell.





Kapitel:


00:00 Einführung in die globale Perspektive 03:11 Erfahrungen in Asien und Menschenrechte 06:12 Hongkong: Freiheit und Repression 08:53 Demokratie und ihre Herausforderungen 12:08 Die Rolle der Medien und Journalisten 14:47 Kulturelle Wahrnehmung und Identität 17:51 Solidarität und Dankbarkeit 21:06 Hoffnung für Hongkong und Taiwan


Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie unter ⁠⁠https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
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Grenzen überwinden, Welten erobern: Freiheit jenseits der Grenze
13.03.2026
31 Minuten
Mit einem Schulatlas aus der DDR, einem aktuellen Atlas der Zivilgesellschaft und einem Gedichtband von Reiner Kunze beginnt die zweite Staffel von „Marko Martin, einmal klingeln“. Diese Folge öffnet den Blick auf die große Welt – und auf die Frage, wie man sich Welt aneignet, wenn man in einem geschlossenen System aufgewachsen ist.


Marko Martin und Eva-Maria Zehrer sprechen über Postkarten als Projektionsflächen von Sehnsucht, über Weltwissen ohne Reisefreiheit und über Fremdsprachen als Hoffnung auf ein anderes Leben. Erinnerungen an Geografieunterricht, Spiele mit Ländern und Hauptstädten sowie erste Begegnungen mit der Welt nach 1989 verbinden sich mit Erfahrungen aus autoritären Gesellschaften von heute.


Im Zentrum steht das „Dazwischen“: zwischen Enge und Weite, Vergangenheit und Gegenwart, Erlebnis und Erkenntnis. Eine Folge über Freiheit, Brüche – und darüber, wie ostdeutsche Erfahrungen den Blick auf die Welt bis heute schärfen.


Wenn Sie glauben, alles über die Grenzen und Brüche im Leben zu wissen, werden Sie nach diesem Podcast anders denken. Eva Maria Zehrer und Marko Martin entführen Sie auf eine Reise durch Erinnerungen, geopolitische Grenzen und das menschliche Streben nach Freiheit.


Diese Folge durchbricht das Klischee vom starren System und zeigt, wie Menschen selbst aus geschlossenen Gesellschaften eigene Welten erobern. Sie erfahren, warum ein alter DDR-Schulatlas mehr über Träume, Trennung und Durchhaltevermögen verrät als jede politische Analyse. Marko Martin präsentiert seinen „Atlas der Zivilgesellschaft“ und erklärt, warum offener Austausch, verborgene Erinnerungen und Zwischenzeiten im Leben – wie die Zeit zwischen Abitur und Studium – entscheidend sind, um das eigene Ich zu entfalten.


Warum Sie das jetzt wissen müssen? Weil Gesellschaften und Menschen nur durch das Verstehen ihrer Brüche wirklich wachsen können. Das Erbe der Vergangenheit prägt unser Handeln heute, und die Bereitschaft, Grenzen zu überwinden, eröffnet ungeahnte Chancen für die Zukunft.





Kapitel:


00:00 Einführung in die Themen des Podcasts 03:02 Erinnerungen an die DDR und ihre Atlanten 05:51 Die Wahrnehmung der Welt im Osten und Westen 08:53 Sprachliche Barrieren und ihre Bedeutung 11:59 Die Sehnsucht nach Freiheit und Reisen 14:59 Zwischenräume und deren Bedeutung im Leben 18:00 Erfahrungen von Brüchen in Gesellschaften 21:03 Ausblick auf zukünftige Themen und Reisen


Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie unter ⁠https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
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Postkarten und Träume: Sehnsuchtsorte der DDR-Zeit
04.04.2025
29 Minuten
In der letzten Folge dieser Staffel reflektieren Marko Martin und Eva-Maria Zehrer über ihre Urlaubserinnerungen aus der DDR, die Vielfalt der Erfahrungen und die Sehnsucht nach Freiheit. Sie diskutieren die Bedeutung von Beziehungen, die Herausforderungen des Reisens in der DDR und die nostalgischen Erinnerungen an Orte wie die Ostsee und Hiddensee. Die Gespräche sind geprägt von Dankbarkeit für die heutige Reisefreiheit und der Reflexion über die Vergangenheit.
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Radio Jerewan und Co.: Der Witz als Überlebensstrategie
28.03.2025
28 Minuten
In dieser Episode wird die Rolle von Humor und Witzen in der DDR untersucht. Die Gesprächspartner reflektieren über die verschiedenen Funktionen von Witzen in einer Diktatur, die Risiken des Witze-Erzählens und die Entwicklung des DDR-Humors bis in die Gegenwart. Es wird diskutiert, wie Humor als Widerstand gegen die Unterdrückung diente und welche Rolle Kabarett und Medien dabei spielten. Der Vergleich zwischen DDR-Humor und heutigem Witz zeigt, wie sich gesellschaftliche Normen und Freiheiten verändert haben.
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Starke Ostfrauen: Realität jenseits des Klischees
21.03.2025
29 Minuten
In dieser Podcast-Folge wird die Rolle und Realität vonFrauen in der DDR thematisiert. Es wird diskutiert, wie Frauen in der DDR arbeiteten, ihre Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt erlebten und welche gesellschaftlichen Zwänge sie erdulden mussten. Die Resilienz der Ostfrauen wird hervorgehoben, ebenso wie ihre kulturelle Repräsentation in Literatur und Film. Abschließend wird die Bedeutung von individuellen Erinnerungen und Erzählungen betont.
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Über diesen Podcast

„Marko Martin, einmal klingeln“ ist ein Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, der ostdeutsche Geschichten neu erzählt – facettenreich, streitbar und einladend. In der ersten Staffel verbinden Schriftsteller Marko Martin, der 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR verließ, und Eva-Maria Zehrer persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Sie setzen bewusst auf Dialog statt Monolog und nehmen die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart.
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