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Marko Martin, einmal klingeln

Marko Martin, einmal klingeln

Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und Marko Martin 14 Episoden Neueste vor 3 Monaten
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Episoden

29 Minuten
Entdecken Sie, wie die baltischen Demokratien nach den dunklen Kapiteln ihrer Vergangenheit eine beeindruckendeResilienz und Gelassenheit entwickeln konnten – trotz der Bedrohung durch Russland. In diesem tiefgründigen Gespräch schildert Experte Marko Martin, warum diese Länder eine erstaunliche Balance zwischen Wachsamkeit undOptimismus finden, ohne in Hysterie zu verfallen.
26 Minuten
In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-MariaZehrer über die demokratische Inselrepublik Taiwan – ein Land, das oftunterschätzt wird und gleichzeitig eine der spannendsten politischen undgesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart verkörpert.

Ausgehend von persönlichen Reiseerfahrungen beschreibtMartin den Wandel Taiwans von einer autoritären Herrschaft unter ChiangKai-shek nach dem chinesischen Bürgerkrieg gegen Mao Zedong hin zu einerlebendigen Demokratie seit den späten 1980er-Jahren.

Heute zeigt sich Taiwan als hochentwickelte, offeneGesellschaft:

mit starker Bürgerbeteiligung und digitaler Demokratie

mit ausgeprägten Minderheiten- und Freiheitsrechten

und mit einer innovativen Wirtschaft, insbesondere im Bereich Halbleitertechnologie

Gleichzeitig steht das Land unter massivem Druck durchChina, das Taiwan politisch vereinnahmen will. Diese geopolitische Spannungmacht deutlich, warum Taiwan nicht nur ein fernes Thema ist, sondern auchEuropa betrifft.

Ein zentrales Motiv der Folge ist die Frage: Was machteine funktionierende Demokratie aus?

Taiwan liefert mögliche Antworten – etwa durch das Zusammenspiel vonindividueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Zum Abschluss verdichtet sich das Gespräch in einemsymbolischen Bild: Taiwan als „Ratgeber“ für die Welt – mit dem Titel „Früchte der Freiheit“.

Alle Informationen zu dem Projekt unter ⁠https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
27 Minuten
Kuba – für viele ein Sehnsuchtsort voller Musik, Lebensfreude und revolutionärer Romantik. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bildern? In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-Maria Zehrer über eine Reise, die vertraute Vorstellungen grundlegend erschüttert.

Ausgehend von Erinnerungen an die DDR – etwa die berühmten „Kuba-Orangen“ – erzählt Marko Martin von seiner Reise nach Havanna im Jahr 2015. Was er dort erlebt, ist weit entfernt von der oft verklärten Vorstellung eines sozialistischen Inselparadieses. Stattdessen begegnet er einer Gesellschaft, die von Mangel, staatlicher Kontrolle und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit geprägt ist.

Im Zentrum steht die Diskrepanz zwischen Propaganda und Realität. Figuren wie Fidel Castro und Che Guevara erscheinen in neuem Licht: nicht als romantisierte Ikonen, sondern als Teil eines repressiven Systems. Martin schildert eindrücklich, wie tief Überwachung und Kontrolle in den Alltag eingreifen – bis hinein in Nachbarschaften und private Lebensbereiche.

Gleichzeitig zeigt die Folge die enorme Widerstandskraft der Menschen. Trotz schwieriger Bedingungen entwickeln viele Kubanerinnen und Kubaner Kreativität, Improvisationsfähigkeit und Lebenswillen. Doch selbst diese Vitalität steht oft im Schatten existenzieller Probleme: marode Infrastruktur, Lebensmittelknappheit und eine wachsende soziale Ungleichheit – verstärkt durch Tourismus und Auslandsüberweisungen.

Besonders eindrücklich sind die Begegnungen vor Ort, die einen Blick hinter die touristische Fassade ermöglichen. Sie machen deutlich, wie weit Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen können – gerade dann, wenn politische Systeme von außen idealisiert werden.

Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einfache Erzählungen zu hinterfragen. Sie zeigt, dass hinter großen Idealen oft komplexe und widersprüchliche Realitäten stehen – und dass es sich lohnt, diesen Widersprüchen Raum zu geben.

Alle Informationen zu dem Projekt unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
28 Minuten
Paris – für viele ein Sehnsuchtsort, geprägt von Filmen, Literatur und ästhetischen Bildern. Für Marko Martin wurde die französische Hauptstadt Anfang der 1990er Jahre mehr als das: eine zweite Heimat und ein Erfahrungsraum, der weit über romantische Vorstellungen hinausgeht. In dieser Folge spricht er mit Eva-Maria Zehrer über Erwartungen, Wirklichkeit und darüber, wie prägend der Blick von außen sein kann.

Ausgehend von seiner DDR-Sozialisation beschreibt Marko Martin, wie Frankreich zunächst über Filme und Bücher in seine Vorstellung trat – als Ort der Freiheit, der Kritik und der kulturellen Offenheit. Die erste Reise nach Paris wurde dann zur Konfrontation mit einer lebendigen, vielschichtigen Gesellschaft: ästhetisch faszinierend, aber zugleich geprägt von sozialen Spannungen, Migration und politischen Konflikten.

Im Zentrum der Folge steht die Frage, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man sich von vorgefertigten Bildern löst. Marko Martin plädiert dafür, ohne starre Erwartungen zu reisen und sich auf das Unbekannte einzulassen. Seine Begegnungen mit französischen Intellektuellen, die sich früh mit totalitären Systemen auseinandergesetzt haben, zeigen zudem, wie eng die Geschichte Westeuropas mit den Erfahrungen Osteuropas verbunden ist.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart: Frankreich erscheint als Land mit großer kultureller Strahlkraft, aber auch mit strukturellen Problemen – etwa einer starken Zentralisierung von Macht und einer wachsenden Distanz zwischen Eliten und Bevölkerung. Im Vergleich dazu wird auch das politische System Deutschlands reflektiert.

Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen: hinter die Fassaden von Paris, hinter nationale Klischees und hinter die eigenen Erwartungen. Sie zeigt, dass Reisen mehr sein kann als Konsum von Bildern – nämlich eine Möglichkeit, die eigene Perspektive zu hinterfragen und Europa in seiner Komplexität neu zu entdecken.

Alle Informationen zu dem Projekt unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
31 Minuten
Der 7. Oktober 2023 markiert eine historische Zäsur für Israel. In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-Maria Zehrer über ein Land, das sich im Ausnahmezustand befindet – und über die Herausforderungen, inmitten von Terror, Krieg und internationaler Polarisierung differenziert zu bleiben.

Ausgangspunkt sind persönliche Eindrücke und Begegnungen vor Ort. Marko Martin schildert Gespräche mit Intellektuellen, Künstlerinnen und Aktivisten, beschreibt die Atmosphäre in Tel Aviv und Jerusalem und reflektiert die tiefe Erschütterung, die das Hamas-Massaker ausgelöst hat. Dabei geht es nicht nur um militärische oder strategische Fragen, sondern um das Lebensgefühl einer Gesellschaft, die zugleich verletzlich und wehrhaft ist.

Im Gespräch wird deutlich, wie komplex die Situation ist: Israel als demokratischer Staat, der sich verteidigen muss; eine Bevölkerung, die um die Geiseln bangt; eine Öffentlichkeit, die zwischen Solidarität und Kritik steht. Marko Martin warnt vor vereinfachenden Narrativen und plädiert für eine Haltung, die sowohl das Existenzrecht Israels als auch die Tragik des zivilen Leids in der Region anerkennt.

Die Folge thematisiert auch die deutsche Perspektive: historische Verantwortung, Erinnerungskultur und die Frage, was Solidarität konkret bedeutet. Wie spricht man über Israel, ohne in Lagerdenken zu verfallen? Wie bleibt man empathisch, ohne politische Realität auszublenden? Und welche Rolle spielt die Erfahrung autoritärer Systeme für das Verständnis demokratischer Selbstbehauptung?

Diese Episode ist ein Plädoyer für differenziertes Denken in aufgewühlten Zeiten. Sie zeigt, dass politische Urteilsfähigkeit mehr braucht als Schlagworte – nämlich Kenntnis, Empathie und die Bereitschaft, Widersprüche auszuhalten.

Kapitel:

00:00 Einführung in die Erfahrungen der Vergangenheit

01:21 Heimat und Identität

02:11 Erfahrungen in Tel Aviv

04:04 Heimatlosigkeit und Suche nach Zugehörigkeit

10:08 Die Wahrnehmung Israels in Deutschland

15:26 Literarische Begegnungen und kulturelle Reflexionen

19:35 Dilemmata und Herausforderungen in Israel

27:32 Israel als Vorreiter im Kampf gegen Extremismus

29:25 Abschluss und Reflexion über Ambivalenz

Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
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Über diesen Podcast

„Marko Martin, einmal klingeln“ ist ein Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, der ostdeutsche Geschichten neu erzählt – facettenreich, streitbar und einladend. In der ersten Staffel verbinden Schriftsteller Marko Martin, der 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR verließ, und Eva-Maria Zehrer persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Sie setzen bewusst auf Dialog statt Monolog und nehmen die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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