Podcaster
Episoden
22.05.2026
26 Minuten
In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-MariaZehrer über die demokratische Inselrepublik Taiwan – ein Land, das oftunterschätzt wird und gleichzeitig eine der spannendsten politischen undgesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart verkörpert.
Ausgehend von persönlichen Reiseerfahrungen beschreibtMartin den Wandel Taiwans von einer autoritären Herrschaft unter ChiangKai-shek nach dem chinesischen Bürgerkrieg gegen Mao Zedong hin zu einerlebendigen Demokratie seit den späten 1980er-Jahren.
Heute zeigt sich Taiwan als hochentwickelte, offeneGesellschaft:
mit starker Bürgerbeteiligung und digitaler Demokratie mit ausgeprägten Minderheiten- und Freiheitsrechten und mit einer innovativen Wirtschaft, insbesondere im Bereich Halbleitertechnologie
Gleichzeitig steht das Land unter massivem Druck durchChina, das Taiwan politisch vereinnahmen will. Diese geopolitische Spannungmacht deutlich, warum Taiwan nicht nur ein fernes Thema ist, sondern auchEuropa betrifft.
Ein zentrales Motiv der Folge ist die Frage: Was machteine funktionierende Demokratie aus? Taiwan liefert mögliche Antworten – etwa durch das Zusammenspiel vonindividueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Zum Abschluss verdichtet sich das Gespräch in einemsymbolischen Bild: Taiwan als „Ratgeber“ für die Welt – mit dem Titel „Früchte der Freiheit“.
Alle Informationen zu dem Projekt unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
Ausgehend von persönlichen Reiseerfahrungen beschreibtMartin den Wandel Taiwans von einer autoritären Herrschaft unter ChiangKai-shek nach dem chinesischen Bürgerkrieg gegen Mao Zedong hin zu einerlebendigen Demokratie seit den späten 1980er-Jahren.
Heute zeigt sich Taiwan als hochentwickelte, offeneGesellschaft:
mit starker Bürgerbeteiligung und digitaler Demokratie mit ausgeprägten Minderheiten- und Freiheitsrechten und mit einer innovativen Wirtschaft, insbesondere im Bereich Halbleitertechnologie
Gleichzeitig steht das Land unter massivem Druck durchChina, das Taiwan politisch vereinnahmen will. Diese geopolitische Spannungmacht deutlich, warum Taiwan nicht nur ein fernes Thema ist, sondern auchEuropa betrifft.
Ein zentrales Motiv der Folge ist die Frage: Was machteine funktionierende Demokratie aus? Taiwan liefert mögliche Antworten – etwa durch das Zusammenspiel vonindividueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Zum Abschluss verdichtet sich das Gespräch in einemsymbolischen Bild: Taiwan als „Ratgeber“ für die Welt – mit dem Titel „Früchte der Freiheit“.
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08.05.2026
27 Minuten
Kuba – für viele ein Sehnsuchtsort voller Musik, Lebensfreude und revolutionärer Romantik. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bildern? In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-Maria Zehrer über eine Reise, die vertraute Vorstellungen grundlegend erschüttert.
Ausgehend von Erinnerungen an die DDR – etwa die berühmten „Kuba-Orangen“ – erzählt Marko Martin von seiner Reise nach Havanna im Jahr 2015. Was er dort erlebt, ist weit entfernt von der oft verklärten Vorstellung eines sozialistischen Inselparadieses. Stattdessen begegnet er einer Gesellschaft, die von Mangel, staatlicher Kontrolle und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit geprägt ist.
Im Zentrum steht die Diskrepanz zwischen Propaganda und Realität. Figuren wie Fidel Castro und Che Guevara erscheinen in neuem Licht: nicht als romantisierte Ikonen, sondern als Teil eines repressiven Systems. Martin schildert eindrücklich, wie tief Überwachung und Kontrolle in den Alltag eingreifen – bis hinein in Nachbarschaften und private Lebensbereiche.
Gleichzeitig zeigt die Folge die enorme Widerstandskraft der Menschen. Trotz schwieriger Bedingungen entwickeln viele Kubanerinnen und Kubaner Kreativität, Improvisationsfähigkeit und Lebenswillen. Doch selbst diese Vitalität steht oft im Schatten existenzieller Probleme: marode Infrastruktur, Lebensmittelknappheit und eine wachsende soziale Ungleichheit – verstärkt durch Tourismus und Auslandsüberweisungen.
Besonders eindrücklich sind die Begegnungen vor Ort, die einen Blick hinter die touristische Fassade ermöglichen. Sie machen deutlich, wie weit Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen können – gerade dann, wenn politische Systeme von außen idealisiert werden.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einfache Erzählungen zu hinterfragen. Sie zeigt, dass hinter großen Idealen oft komplexe und widersprüchliche Realitäten stehen – und dass es sich lohnt, diesen Widersprüchen Raum zu geben.
Alle Informationen zu dem Projekt unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
Ausgehend von Erinnerungen an die DDR – etwa die berühmten „Kuba-Orangen“ – erzählt Marko Martin von seiner Reise nach Havanna im Jahr 2015. Was er dort erlebt, ist weit entfernt von der oft verklärten Vorstellung eines sozialistischen Inselparadieses. Stattdessen begegnet er einer Gesellschaft, die von Mangel, staatlicher Kontrolle und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit geprägt ist.
Im Zentrum steht die Diskrepanz zwischen Propaganda und Realität. Figuren wie Fidel Castro und Che Guevara erscheinen in neuem Licht: nicht als romantisierte Ikonen, sondern als Teil eines repressiven Systems. Martin schildert eindrücklich, wie tief Überwachung und Kontrolle in den Alltag eingreifen – bis hinein in Nachbarschaften und private Lebensbereiche.
Gleichzeitig zeigt die Folge die enorme Widerstandskraft der Menschen. Trotz schwieriger Bedingungen entwickeln viele Kubanerinnen und Kubaner Kreativität, Improvisationsfähigkeit und Lebenswillen. Doch selbst diese Vitalität steht oft im Schatten existenzieller Probleme: marode Infrastruktur, Lebensmittelknappheit und eine wachsende soziale Ungleichheit – verstärkt durch Tourismus und Auslandsüberweisungen.
Besonders eindrücklich sind die Begegnungen vor Ort, die einen Blick hinter die touristische Fassade ermöglichen. Sie machen deutlich, wie weit Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen können – gerade dann, wenn politische Systeme von außen idealisiert werden.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einfache Erzählungen zu hinterfragen. Sie zeigt, dass hinter großen Idealen oft komplexe und widersprüchliche Realitäten stehen – und dass es sich lohnt, diesen Widersprüchen Raum zu geben.
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24.04.2026
28 Minuten
Paris – für viele ein Sehnsuchtsort, geprägt von Filmen, Literatur und ästhetischen Bildern. Für Marko Martin wurde die französische Hauptstadt Anfang der 1990er Jahre mehr als das: eine zweite Heimat und ein Erfahrungsraum, der weit über romantische Vorstellungen hinausgeht. In dieser Folge spricht er mit Eva-Maria Zehrer über Erwartungen, Wirklichkeit und darüber, wie prägend der Blick von außen sein kann.
Ausgehend von seiner DDR-Sozialisation beschreibt Marko Martin, wie Frankreich zunächst über Filme und Bücher in seine Vorstellung trat – als Ort der Freiheit, der Kritik und der kulturellen Offenheit. Die erste Reise nach Paris wurde dann zur Konfrontation mit einer lebendigen, vielschichtigen Gesellschaft: ästhetisch faszinierend, aber zugleich geprägt von sozialen Spannungen, Migration und politischen Konflikten.
Im Zentrum der Folge steht die Frage, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man sich von vorgefertigten Bildern löst. Marko Martin plädiert dafür, ohne starre Erwartungen zu reisen und sich auf das Unbekannte einzulassen. Seine Begegnungen mit französischen Intellektuellen, die sich früh mit totalitären Systemen auseinandergesetzt haben, zeigen zudem, wie eng die Geschichte Westeuropas mit den Erfahrungen Osteuropas verbunden ist.
Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart: Frankreich erscheint als Land mit großer kultureller Strahlkraft, aber auch mit strukturellen Problemen – etwa einer starken Zentralisierung von Macht und einer wachsenden Distanz zwischen Eliten und Bevölkerung. Im Vergleich dazu wird auch das politische System Deutschlands reflektiert.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen: hinter die Fassaden von Paris, hinter nationale Klischees und hinter die eigenen Erwartungen. Sie zeigt, dass Reisen mehr sein kann als Konsum von Bildern – nämlich eine Möglichkeit, die eigene Perspektive zu hinterfragen und Europa in seiner Komplexität neu zu entdecken.
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Ausgehend von seiner DDR-Sozialisation beschreibt Marko Martin, wie Frankreich zunächst über Filme und Bücher in seine Vorstellung trat – als Ort der Freiheit, der Kritik und der kulturellen Offenheit. Die erste Reise nach Paris wurde dann zur Konfrontation mit einer lebendigen, vielschichtigen Gesellschaft: ästhetisch faszinierend, aber zugleich geprägt von sozialen Spannungen, Migration und politischen Konflikten.
Im Zentrum der Folge steht die Frage, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man sich von vorgefertigten Bildern löst. Marko Martin plädiert dafür, ohne starre Erwartungen zu reisen und sich auf das Unbekannte einzulassen. Seine Begegnungen mit französischen Intellektuellen, die sich früh mit totalitären Systemen auseinandergesetzt haben, zeigen zudem, wie eng die Geschichte Westeuropas mit den Erfahrungen Osteuropas verbunden ist.
Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart: Frankreich erscheint als Land mit großer kultureller Strahlkraft, aber auch mit strukturellen Problemen – etwa einer starken Zentralisierung von Macht und einer wachsenden Distanz zwischen Eliten und Bevölkerung. Im Vergleich dazu wird auch das politische System Deutschlands reflektiert.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen: hinter die Fassaden von Paris, hinter nationale Klischees und hinter die eigenen Erwartungen. Sie zeigt, dass Reisen mehr sein kann als Konsum von Bildern – nämlich eine Möglichkeit, die eigene Perspektive zu hinterfragen und Europa in seiner Komplexität neu zu entdecken.
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10.04.2026
31 Minuten
Der 7. Oktober 2023 markiert eine historische Zäsur für Israel. In dieser Folge sprechen Marko Martin und Eva-Maria Zehrer über ein Land, das sich im Ausnahmezustand befindet – und über die Herausforderungen, inmitten von Terror, Krieg und internationaler Polarisierung differenziert zu bleiben.
Ausgangspunkt sind persönliche Eindrücke und Begegnungen vor Ort. Marko Martin schildert Gespräche mit Intellektuellen, Künstlerinnen und Aktivisten, beschreibt die Atmosphäre in Tel Aviv und Jerusalem und reflektiert die tiefe Erschütterung, die das Hamas-Massaker ausgelöst hat. Dabei geht es nicht nur um militärische oder strategische Fragen, sondern um das Lebensgefühl einer Gesellschaft, die zugleich verletzlich und wehrhaft ist.
Im Gespräch wird deutlich, wie komplex die Situation ist: Israel als demokratischer Staat, der sich verteidigen muss; eine Bevölkerung, die um die Geiseln bangt; eine Öffentlichkeit, die zwischen Solidarität und Kritik steht. Marko Martin warnt vor vereinfachenden Narrativen und plädiert für eine Haltung, die sowohl das Existenzrecht Israels als auch die Tragik des zivilen Leids in der Region anerkennt.
Die Folge thematisiert auch die deutsche Perspektive: historische Verantwortung, Erinnerungskultur und die Frage, was Solidarität konkret bedeutet. Wie spricht man über Israel, ohne in Lagerdenken zu verfallen? Wie bleibt man empathisch, ohne politische Realität auszublenden? Und welche Rolle spielt die Erfahrung autoritärer Systeme für das Verständnis demokratischer Selbstbehauptung?
Diese Episode ist ein Plädoyer für differenziertes Denken in aufgewühlten Zeiten. Sie zeigt, dass politische Urteilsfähigkeit mehr braucht als Schlagworte – nämlich Kenntnis, Empathie und die Bereitschaft, Widersprüche auszuhalten.
Kapitel:
00:00 Einführung in die Erfahrungen der Vergangenheit 01:21 Heimat und Identität 02:11 Erfahrungen in Tel Aviv 04:04 Heimatlosigkeit und Suche nach Zugehörigkeit 10:08 Die Wahrnehmung Israels in Deutschland 15:26 Literarische Begegnungen und kulturelle Reflexionen 19:35 Dilemmata und Herausforderungen in Israel 27:32 Israel als Vorreiter im Kampf gegen Extremismus 29:25 Abschluss und Reflexion über Ambivalenz
Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
Ausgangspunkt sind persönliche Eindrücke und Begegnungen vor Ort. Marko Martin schildert Gespräche mit Intellektuellen, Künstlerinnen und Aktivisten, beschreibt die Atmosphäre in Tel Aviv und Jerusalem und reflektiert die tiefe Erschütterung, die das Hamas-Massaker ausgelöst hat. Dabei geht es nicht nur um militärische oder strategische Fragen, sondern um das Lebensgefühl einer Gesellschaft, die zugleich verletzlich und wehrhaft ist.
Im Gespräch wird deutlich, wie komplex die Situation ist: Israel als demokratischer Staat, der sich verteidigen muss; eine Bevölkerung, die um die Geiseln bangt; eine Öffentlichkeit, die zwischen Solidarität und Kritik steht. Marko Martin warnt vor vereinfachenden Narrativen und plädiert für eine Haltung, die sowohl das Existenzrecht Israels als auch die Tragik des zivilen Leids in der Region anerkennt.
Die Folge thematisiert auch die deutsche Perspektive: historische Verantwortung, Erinnerungskultur und die Frage, was Solidarität konkret bedeutet. Wie spricht man über Israel, ohne in Lagerdenken zu verfallen? Wie bleibt man empathisch, ohne politische Realität auszublenden? Und welche Rolle spielt die Erfahrung autoritärer Systeme für das Verständnis demokratischer Selbstbehauptung?
Diese Episode ist ein Plädoyer für differenziertes Denken in aufgewühlten Zeiten. Sie zeigt, dass politische Urteilsfähigkeit mehr braucht als Schlagworte – nämlich Kenntnis, Empathie und die Bereitschaft, Widersprüche auszuhalten.
Kapitel:
00:00 Einführung in die Erfahrungen der Vergangenheit 01:21 Heimat und Identität 02:11 Erfahrungen in Tel Aviv 04:04 Heimatlosigkeit und Suche nach Zugehörigkeit 10:08 Die Wahrnehmung Israels in Deutschland 15:26 Literarische Begegnungen und kulturelle Reflexionen 19:35 Dilemmata und Herausforderungen in Israel 27:32 Israel als Vorreiter im Kampf gegen Extremismus 29:25 Abschluss und Reflexion über Ambivalenz
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27.03.2026
31 Minuten
Hongkong galt lange als Ausnahme: ein Ort der Offenheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Angstfreiheit – mitten im Machtbereich der Volksrepublik China. In der zweiten Folge der zweiten Staffel blickt der Schriftsteller und Essayist Marko Martin gemeinsam mit Eva-Maria Zehrer auf diese besondere Stadt und ihre dramatische Entwicklung zurück.
Ausgehend von persönlichen Reisen und Begegnungen beschreibt Marko Martin Hongkong nicht abstrakt als geopolitischen Konflikt, sondern als konkrete Lebenswelt. Er erzählt von Gesprächen mit Oppositionellen, von frei gewählten Abgeordneten, von einer Zivilgesellschaft, die sich lange gegen ihre schrittweise Entmündigung gewehrt hat – und vom schmerzhaften Moment, in dem klar wurde, dass dieses Ringen verloren ist. Die Proteste von 2019/2020, das Sicherheitsgesetz, die Verfolgung zentraler Figuren wie Joshua Wong markieren den Wendepunkt einer Stadt, deren Freiheitsräume systematisch zerstört wurden.
Im Gespräch geht es jedoch nicht nur um Hongkong. Marko Martin zieht Parallelen zu anderen autoritären Systemen in Asien, spricht über Angst als Herrschaftsinstrument und über den fundamentalen Unterschied zwischen einer fehlerhaften, aber angstfreien Demokratie und einer Diktatur, in der selbst Details zur Gefahr werden können. Dabei widerspricht er entschieden der Vorstellung, Demokratie sei ein „westliches Luxusproblem“ – Hongkong und Taiwan zeigen, wie universell der Wunsch nach Rechtsstaatlichkeit und Mitsprache ist.
Die Folge verbindet politische Analyse mit literarischer Wahrnehmung: Gerüche, Bilder, Erinnerungen an Filme und Stadträume machen deutlich, was verloren gegangen ist – und warum dieser Verlust auch uns betrifft. Denn der Kampf um Freiheit, so wird klar, findet nie nur an einem Ort statt. Hongkong ist Geschichte. Die Fragen, die diese Stadt aufwirft, sind hochaktuell.
Kapitel:
00:00 Einführung in die globale Perspektive 03:11 Erfahrungen in Asien und Menschenrechte 06:12 Hongkong: Freiheit und Repression 08:53 Demokratie und ihre Herausforderungen 12:08 Die Rolle der Medien und Journalisten 14:47 Kulturelle Wahrnehmung und Identität 17:51 Solidarität und Dankbarkeit 21:06 Hoffnung für Hongkong und Taiwan
Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie unter https://www.slpb.de/publikationen/podcasts/podcast-marko-martin-einmal-klingeln
Ausgehend von persönlichen Reisen und Begegnungen beschreibt Marko Martin Hongkong nicht abstrakt als geopolitischen Konflikt, sondern als konkrete Lebenswelt. Er erzählt von Gesprächen mit Oppositionellen, von frei gewählten Abgeordneten, von einer Zivilgesellschaft, die sich lange gegen ihre schrittweise Entmündigung gewehrt hat – und vom schmerzhaften Moment, in dem klar wurde, dass dieses Ringen verloren ist. Die Proteste von 2019/2020, das Sicherheitsgesetz, die Verfolgung zentraler Figuren wie Joshua Wong markieren den Wendepunkt einer Stadt, deren Freiheitsräume systematisch zerstört wurden.
Im Gespräch geht es jedoch nicht nur um Hongkong. Marko Martin zieht Parallelen zu anderen autoritären Systemen in Asien, spricht über Angst als Herrschaftsinstrument und über den fundamentalen Unterschied zwischen einer fehlerhaften, aber angstfreien Demokratie und einer Diktatur, in der selbst Details zur Gefahr werden können. Dabei widerspricht er entschieden der Vorstellung, Demokratie sei ein „westliches Luxusproblem“ – Hongkong und Taiwan zeigen, wie universell der Wunsch nach Rechtsstaatlichkeit und Mitsprache ist.
Die Folge verbindet politische Analyse mit literarischer Wahrnehmung: Gerüche, Bilder, Erinnerungen an Filme und Stadträume machen deutlich, was verloren gegangen ist – und warum dieser Verlust auch uns betrifft. Denn der Kampf um Freiheit, so wird klar, findet nie nur an einem Ort statt. Hongkong ist Geschichte. Die Fragen, die diese Stadt aufwirft, sind hochaktuell.
Kapitel:
00:00 Einführung in die globale Perspektive 03:11 Erfahrungen in Asien und Menschenrechte 06:12 Hongkong: Freiheit und Repression 08:53 Demokratie und ihre Herausforderungen 12:08 Die Rolle der Medien und Journalisten 14:47 Kulturelle Wahrnehmung und Identität 17:51 Solidarität und Dankbarkeit 21:06 Hoffnung für Hongkong und Taiwan
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Über diesen Podcast
„Marko Martin, einmal klingeln“ ist ein Podcast der Sächsischen
Landeszentrale für politische Bildung, der ostdeutsche Geschichten
neu erzählt – facettenreich, streitbar und einladend. In der ersten
Staffel verbinden Schriftsteller Marko Martin, der 1989 als
Kriegsdienstverweigerer die DDR verließ, und Eva-Maria Zehrer
persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen und kulturellen
Fragen. Sie setzen bewusst auf Dialog statt Monolog und nehmen die
Zuhörenden mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart.
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