Episoden

#143 Zwischen Erschöpfung und Diagnose
17.02.2026
51 Minuten
Moni fühlte sich lange erschöpft und nicht belastbar. Ein Zustand, den sie nicht kannte. Sie schob es auf den Stress oder die Wechseljahre. Erst eine auffällige Veränderung an der Vulva brachte sie dazu, genauer hinzusehen. Was zunächst unscheinbar begann, wurde schließlich zu einer Diagnose, die sie bis dahin nicht einmal kannte: Vulvakarzinom. In dieser Folge spricht Moni über den Weg bis zur Diagnose, über schmerzhafte Symptome und über die Operation, die ihr Leben verändert hat. Sie erzählt, wie sie mit Bestrahlung und den körperlichen Folgen umgeht und warum Vertrauen in die Medizin für sie eine wichtige Rolle gespielt hat. Heute lebt Moni mit den Folgen der Therapie. Körperliche Veränderungen und Geduld gehören dazu. Und trotzdem sagt sie: Sie ist froh, dass die schmerzhaften Stellen verschwunden sind. Es ist ein Gespräch über Vertrauen, Anpassung und die Kraft, Schritt für Schritt weiterzugehen.
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#142 Die Kompressionsversorgung & was nach der OP passiert
10.02.2026
1 Stunde 2 Minuten
In der heutigen Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose betrifft und über das noch viel zu wenig offen gesprochen wird: die Epithesen- und Kompressionsversorgung. Birte Schlinkmeier, Breast Care Nurse aus der Rehaklinik Bad Oexen, gibt einen fachlichen Einblick in das, was eine gute Versorgung wirklich ausmacht. Sie spricht darüber, worauf Frauen achten sollten und welche Leistungen ihnen nach einer Brustkrebs-Erkrankung zustehen - unabhängig davon, ob brusterhaltend operiert wurde, eine Ablatio erfolgte oder die Brust wiederaufgebaut wurde. Sie erklärt warum eine gute Beratung im Sanitätshaus entscheidend ist und wo es in der Praxis häufig Verbessungsbedarf gibt. Jessica ergänzt das Gespräch aus eigener Erfahrung. Sie erzählt, wie eine kompetente, zugewandte Versorgung aussehen kann und was es für das Körpergefühl, den Alltag und die Lebensqualität bedeutet, wenn Hilfsmittel wirklich passen. Wir sind uns einig: gute Versorgung darf kein Zufall sein, denn sie ist Teil der Genesung.
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#141 Diagnose Glioblastom
03.02.2026
48 Minuten
Sheila war Mitte zwanzig, als sie im Juni 2024 die Diagnose Glioblastom Grad 4 erhielt. Die ersten Symptome kamen plötzlich, wenige Tage später folgte bereits die Operation. Der Tumor war zu diesem Zeitpunkt etwa so groß wie eine Mango und konnte nicht vollständig entfernt werden. Anschließend folgten Chemotherapie und Bestrahlung. Alltägliche Dinge wie Duschen, Kochen, Wäschewaschen wurden zeitweise zu großen Herausforderungen, das Laufen und Koordination musste sie neu erlernen. In dieser Folge spricht sie offen über das Leben als Palliativpatientin, Unsicherheit und den Umgang mit Prognosen - aber auch über das, was ihr Halt gibt: ein soziales Umfeld, ihre Katzen und bewusste Momente der Ruhe. Sheila studiert weiter, ist sportlich aktiv und versucht ihren Alltag bewusst zu gestalten. Sie befindet sich in der Otune-Therapie, mit dem Ziel, das Tumorwachstum stabil zu halten. Dieses Gespräch ist ein Einblick in das Leben mit einer schweren Diagnose und zeigt, wie viel Kraft darin liegen kann, Herausforderungen mit Humor, Zuversicht und Lebensmut zu begegnen.
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#140 Weibliche Anatomie sichtbar werden lassen
27.01.2026
1 Stunde 24 Minuten
Johanna ist Ende 20 und an Vulvakrebs erkrankt. Ihre Geschichte begann bereits in der Pubertät mit der Diagnose Lichen sclerosus. Über Jahre war sie medikamentös gut eingestellt, bis sie mit Mitte 20 eine Stelle an der inneren Vulvalippe bemerkte, die nicht abheilte. Was folgte, war ein langer Leidensweg. Johanna suchte mehrere Ärzte auf, wurde vertröstet, bekam Salben und fühlte sich immer wieder nicht ernst genommen. Niemand brachte ihre Beschwerden mit einem Vulvakarzinom in Verbindung. Erst sehr spät wurde sie operiert und damit begann eine intensive, mehrjährige Behandlung. Innerhalb von zwei Jahren musste Johanna zehn Operationen über sich ergehen lassen, darunter eine Vulvektomie, die Entfernung der inneren Vulvalippen, der äußeren Klitoris, eine plastisch-chirurgische Rekonstruktion, die Entnahme von Lymphknoten sowie eine Radio-, Chemo- und Immuntherapie. Die Nebenwirkungen dieser Therapie begleiten sie bis heute. In dieser Folge erzählt Johanna von der Ohnmacht, die sie als Patientin erlebt hat: über fehlende Aufklärung, über Ärzte, die an ihre Grenzen kamen, und über das Gefühl, medizinische Schritte selbst vorschlagen zu müssen. Gleichzeitig spricht Johanna von einer starken inneren Klarheit. Sie hat den Kontakt zu ihrem Körper nie verloren, sondern Mitgefühl für das entwickelt, was ihr Körper durchmachen musste. Wissen, Selbstfürsorge und das Ernstnehmen der eigenen Wahrnehmung sind für sie zentrale Pfeiler geworden. Was bleibt, ist der Eindruck einer jungen Frau mit großer innerer Stärke und einer bemerkenswerten Haltung.
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#139 Den eigenen Weg finden
20.01.2026
1 Stunde 4 Minuten
Angela erhielt im März 2024 die Diagnose Brustkrebs. Die Tumore waren nicht tastbar und wurden bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Eine gefühlte Ewigkeit des Wartens folgte, bis schließlich Klarheit herrschte. Anders als bei vielen anderen begann ihre Behandlung mit einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie. In dieser Folge erzählt sie von dieser Zeit, von der Entscheidung für eine Mastektomie mit gleichzeitigem Wiederaufbau und von einer Therapie, die sie körperlich und seelisch stark gefordert hat. Angela spricht darüber, wie schwer es ihr bis heute fällt, ihren Körper nach der Operation anzunehmen und wie präsent die Angst vor einer erneuten Krebsdiagnose geblieben ist. Als Monate später auf der gesunden Seite eine auffällige Stelle entdeckt wurde, entschied sie sich auch dort für eine vorsorgliche Mastektomie mit Wiederaufbau. Für sie ein Weg, dieser Angst etwas entgegenzusetzen und wieder mehr innere Ruhe zu finden. In diesem Gespräch geht es um Angst, Selbstannahme, den Alltag mit Kindern und darum, den eigenen Weg zu finden, auch wenn vieles nicht mehr so ist wie zuvor. Von Herzen alles Gute, liebe Angela.
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Über diesen Podcast

LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs. Wie fühlt es sich an, als Frau mit Krebs gesehen zu werden - vom Partner, von der Gesellschaft, von sich selbst? In diesem Podcast erzählen Frauen, was sich in ihrem Leben durch die Diagnose verändert hat: Was Narben mit dem Körper machen. Was Nähe bedeutet. Wie Selbstliebe und Zuversicht zurückkommen können. Wir sprechen über echte Gefühle, aber auch über Hoffnung, Mut und die Frage: Wie gelingt ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben - mit allem, was ist. Jede Folge ist ein ehrliches Gespräch. Voller Tiefe, leiser Stärke und manchmal auch Lachen. Neue Folgen gibt es jeden Dienstag. Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de

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