Podcaster
Episoden
17.07.2026
12 Minuten
Systemische Kritik und individuelle Betroffenheit auszutarieren, ist im Kontext von #IchBinHanna wahrlich nicht immer leicht. Ab wann schaden wir dem gemeinsamen Ziel damit, dass wir über unsere Überstunden sprechen? Müssen wir aushalten, dass unsere Geschichten von anderen problematisiert werden? Ab wann überschattet Systemkritik die Menschen dahinter?
In dieser Folge von Sachgrundaktivismus stelle ich Fragen. Denn Antworten - die habe ich noch nicht gefunden. Versteht diese Folge nicht als Bezug zu aktuellen Diskussionen, insbesondere nicht auf Social Media, vielmehr beschäftige ich mich mit Themen, die mich schon ziemlich lange umtreiben. Falls ihr Fragen oder vielleicht sogar Antworten habt, schreibt sie mir gern! Und jetzt: viel Spaß beim Hören!
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Vielen Dank an die großartige Aktivistin Kristin, die meine Wissenschaftskommunikation unterstützt!
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10.07.2026
1 Stunde 10 Minuten
2026 - und es wandeln Faschisten auf deutschen Campussen. Ja, richtig gelesen: mit dem Hype der LLMs (Large Language Models), allen voran ChatGPT und Claude, lassen wir Technologien von rechtsextremen Akteuren (bewusst männliche Form) in unsere Vorlesungssäle und Seminarräume, in unsere Köpfe und Diskussionen. Elon Musk und Sam Altman - sie wissen jetzt, welchen Aufsatz du zuletzt publiziert hast und nutzen diesen für das Training ihrer neusten KI-Modelle. Millionen, wenn nicht sogar Milliarden, an Steuergeldern fließen in KI-Förderprojekte und Universitäten berufen "KI-Professuren", um in der Forschungslandschaft nicht unterzugehen. Aber ist das alles wirklich so sinnvoll? Müssen wir da "mithalten" oder besiegeln wir unseren akademischen Ruin? Darüber und über viele weitere Fragen spreche ich in dieser Folge mit meiner Kollegin Sabrina Mittermeier. Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Sabrina:
Uni-Homepage: https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-grossbritanniens-und-nordamerikas/team/dr-sabrina-mittermeier.html
Linktree: https://linktr.ee/sabrinamittermeier
Bluesky: https://bsky.app/profile/smittermeier.bsky.social
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22.05.2026
13 Minuten
Die ZEIT hat die NSDAP-Mitgliedskarten bereitgestellt und es gibt ordentlich Wirbel darum aus der Wissenschaftscommunity. Neben zahlreichen Einordnungen wird Kritik laut an der Machart, der (Unter-)Komplexität sowie der (Un-)Sichtbarmachung der zugrundeliegenden Archivarbeit. Ich möchte, basierend auf der Datenbank, in dieser Folge über den Wert und Nutzen von WissKomm sprechen und darüber, wieso ich die ZEIT-Datenbank trotz aller Kritik für wertvoll halte. Viel Spaß beim hören!
Zum Buch von Susanne Siegert: https://shop.autorenwelt.de/products/gedenken-neu-denken-von-susanne-siegert?
Zum Bundesarchiv: https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/personen-und-familienforschung/personenbezogene-unterlagen-militaerischer-herkunft/#c51243
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Der große Mittelalter-Bechdel-Test: vom Nibelungenlied zur Burschenschaft (zu Gast: Sebastian Kubon)
17.04.2026
1 Stunde 3 Minuten
Das Mittelalter gilt allgemein als altertümlich, patriarchal, gewalttätig und - längst vergangen. Auch ich bin mit dieser Kombination an Vorurteilen ins Studium gegangen und musste schnell feststellen, dass diese Epoche doch deutlich bunter (und ja, auch friedvoller) gewesen ist, als ich es aus Filmen oder Computerspielen kannte. Heute versuche ich, als Teil der mediävistischen Fachdisziplin, Studierende für das Mittelalter zu begeistern und vor allem klarzumachen, was wir noch heute aus dieser vermeintlich längst “überholten” Zeit lernen können.
Umso mehr freut es mich, in dieser Folge mit Sebastian Kubon sprechen zu können. Sebastian ist Mittelalterhistoriker und derzeit KI-Referent am Historischen Institut der LMU München. Sein Fokus liegt unter anderem auf der Verzerrung des Mittelalterbilds von Seiten rechter bis rechtsextremer Bewegungen. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wieso der immer noch stark eurozentristische Blick unserer Fachbereiche problematisch ist, welche Motive sich Burschenschaften aus Literatur und Historie zunutze machen und inwiefern das Mittelalter bspw. bei Attentaten des 21. Jahrhunderts eine Rolle spielt. Ihr seht: so “vergangen” klingt das auf einmal gar nicht mehr…
Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Sebastian:
https://www.geschichte.uni-muenchen.de/personen/geschaeftsstelle/kubon/index.html
https://www.linkedin.com/in/dr-sebastian-kubon-34aaa0192/
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06.03.2026
1 Stunde 36 Minuten
Anna hat es geschafft - zumindest, wenn man der Logik eines Wissenschaftssystems folgt, das auch im Jahr 2026 noch alles daran setzt, die Habilitation als glorreichen Endpunkt einer akademischen Karriere zu vermarkten. Aber lohnen sich die Entbehrungen, beruflich wie persönlich, am Ende wirklich? Wie sieht die Arbeit einer Professorin tatsächlich aus? Anna Neumaier, RUB-Kollegin und frisch berufene Professorin für Religionswissenschaft, nimmt mich und euch mit in ihren Alltag. Wir sprechen über ihre Forschung irgendwo zwischen TradWifes und nationalsozialistischer Vereinnahmung von Religion und darüber, wie die Ausstiegsplanung aus der Wissenschaft letztendlich doch zur Lebenszeitprofessur geführt hat. Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Anna:
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Über diesen Podcast
„Promovieren ist hart“ – dieser Satz sollte als Vorbereitung auf
eine Dissertation reichen, oder? Ich finde: definitiv nicht. Denn
der Doktortitel im Personalausweis kommt nicht von ungefähr und
obwohl eine Promotion ein Schreibprojekt sein sollte, ist man
gerade am Anfang ganz schön wenig mit Schreiben beschäftigt. Ich
heiße Juliane Bienert, habe Germanistik und Vergleichende
Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Mediävistik an der Uni Bochum
studiert und möchte euch vor der Naivität bewahren, mit der ich in
meine Dissertation gestartet bin. Den Mittelalter-Crashkurs gibts
gratis dazu!
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