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Moment noch! (Über)Leben in der Arbeitswelt mit Simone Schweitzer und Gästen Archiv

70 Episoden
24 Minuten
Anerkennung wollen ist zutiefst menschlich. Trotzdem sagen viele: „Brauche ich nicht, da stehe ich drüber.“ In dieser Folge gehen Simone und Tony der Frage nach, warum uns Anerkennung so wichtig ist und warum wir uns gleichzeitig so sehr dagegen wehren, darauf angewiesen zu sein. Der Kern ist ein Konflikt zweier Grundbedürfnisse: gesehen werden auf der einen Seite, Kontrolle über das eigene Leben auf der anderen. Anerkennung kann niemand selbst herstellen. Was mir jemand geben kann, kann er mir auch wieder nehmen. Hängt der Selbstwert daran, schwankt er mit jeder Mail und jedem Blick vom Chef. Simone und Tony schauen darauf, wo das herkommt („Mama, guck mal, ich hab ein Bild gemalt“), warum so viele Menschen Lob reflexhaft kleinreden und was sie dem anderen damit eigentlich wegnehmen. Sie fragen, was Anerkennung im Job bedeutet, wenn man nüchtern bleibt („Wofür werde ich eigentlich bezahlt?“), und was tatsächlich hilft, den eigenen Wert nicht komplett von außen bestimmen zu lassen. **Ihr erfahrt in dieser Folge:** - Was „kontingenter Selbstwert“ ist und warum er so anstrengend ist - Warum „Da stehe ich drüber“ oft ein Versuch ist, die Kontrolle zurückzuholen - Warum, wer Lob abwehrt, dem anderen indirekt Urteilsvermögen abspricht - Weshalb positive Selbstaussagen vor dem Spiegel gerade Menschen mit niedrigem Selbstwert eher schaden - Warum das leere Blatt am Abend gerade bei sehr leistungsorientierten Menschen so aufschlussreich ist - Wie verbunden sein und eigenständig bleiben zusammengehen **Erwähnte Forschung:** - Klaus Grawe: psychische Grundbedürfnisse (Bindung, Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung, Lustgewinn) - Jennifer Crocker: kontingenter Selbstwert - Wood, Perunovic & Lee (2009): Positive Selbstaussagen und ihre Wirkung bei niedrigem Selbstwert Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
12 Minuten
Ehrgeizig oder berechnend? Durchsetzungsstark oder schwierig? Bei Frauen und Männern fällt die Antwort oft unterschiedlich aus – selbst bei gleicher Leistung und gleichem Verhalten. In Folge 4 meiner Kurzserie über Macht geht es um den Preis, den Frauen zahlen: beim Machtwollen, beim Machtbekommen und beim Machthaben. Ich spreche über Forschung zu Beförderungen, die gläserne Klippe und den schmalen Korridor zwischen „zu weich“ und „zu hart“. Außerdem erzähle ich von einem vermeintlichen Kompliment meines Mannes, über das ich mich damals gefreut habe – und dessen versteckte Botschaft uns beiden erst viele Jahre später aufgefallen ist. In dieser Folge: • Warum der offene Wunsch nach Macht bei Frauen andere Reaktionen auslösen kann als bei Männern. • Weshalb gute Leistung nicht automatisch zu einer guten Potenzialbewertung führt. • Was hinter dem Thomas-Kreislauf und der gläsernen Klippe steckt. • Warum Ärger unterschiedlich bewertet wird – und welche Rolle ein nachvollziehbarer Anlass spielt. • Wie wir eigene Vorurteile bemerken und unsere erste Bewertung hinterfragen können. In der nächsten Folge spreche ich mit Toni über Anerkennung: Wir brauchen sie – und wollen trotzdem nicht von ihr abhängig sein. Forschung und Quellen zur Folge: • Okimoto, T. G. & Brescoll, V. L. (2010): The Price of Power: Power Seeking and Backlash Against Female Politicians. Personality and Social Psychology Bulletin. • Benson, A., Li, D. & Shue, K. (2026): “Potential” and the Gender Promotion Gap. American Economic Review. • AllBright Stiftung (2017): Bericht zum Thomas-Kreislauf in deutschen Vorständen. • Ryan, M. K. & Haslam, S. A. (2005): The Glass Cliff: Evidence that Women are Over-Represented in Precarious Leadership Positions. British Journal of Management. • Heilman, M. E. et al. (2004): Penalties for Success: Reactions to Women Who Succeed at Male Gender-Typed Tasks. Journal of Applied Psychology. • Brescoll, V. L. & Uhlmann, E. L. (2008): Can an Angry Woman Get Ahead? Status Conferral, Gender, and Expression of Emotion in the Workplace. Psychological Science. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/
27 Minuten
Sind die Menschen heute tatsächlich egoistischer, unfreundlicher und weniger rücksichtsvoll als früher? Oder entsteht dieser Eindruck, weil sich unser Zusammenleben grundlegend verändert hat? In dieser Folge von Moment noch! gehen wir der Frage nach, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht und ob sie tatsächlich auf dem Rückzug ist. Dabei werfen wir einen Blick auf überraschende Forschungsergebnisse: Warum werden verlorene Geldbörsen mit besonders viel Geld häufiger zurückgegeben? Und was verraten Untersuchungen zur Entwicklung der Empathie über unsere Gesellschaft? Wir sprechen darüber, warum Stress und äußere Umstände unser Verhalten beeinflussen, ohne Rücksichtslosigkeit zu entschuldigen. Und darüber, wie schnell aus kleinen Enttäuschungen eine Negativspirale entstehen kann: Einer grüßt nicht mehr, der andere zieht sich zurück – und irgendwann begegnen sich beide mit Gleichgültigkeit. Doch es geht auch um größere gesellschaftliche Veränderungen. Durch Digitalisierung und nahezu unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten hat sich unser soziales Umfeld verändert. Wir können heute freier entscheiden, mit wem wir Beziehungen eingehen und welche Gemeinschaften wir verlassen. Das schafft neue Möglichkeiten, hat aber auch seinen Preis: Zugehörigkeit, Verbindlichkeit und stabile Beziehungen entstehen immer seltener von selbst. In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber: • Was Ehrlichkeit, Empathie und Rücksichtnahme mit Menschlichkeit zu tun haben • Warum wir das Verhalten anderer oft vorschnell bewerten • Was wissenschaftliche Untersuchungen über unsere Mitmenschlichkeit aussagen • Wie sich Unfreundlichkeit und Misstrauen gegenseitig verstärken können • Warum mehr Wahlfreiheit nicht automatisch mehr Verbundenheit bedeutet • Weshalb stabile Beziehungen heute oft mehr bewusste Investition erfordern Am Ende steht eine Frage, die auch für unsere Arbeitswelt wichtig ist: Haben wir unsere Fähigkeit zur Menschlichkeit verloren – oder müssen wir unter veränderten Bedingungen neu lernen, wie Zusammenhalt entsteht? Eine Folge über Empathie, Verantwortung, gesellschaftlichen Wandel und die Bedeutung echter zwischenmenschlicher Beziehungen. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
11 Minuten
Was machst du, wenn dein Chef etwas entscheidet, das du für falsch hältst? In dieser Folge starten wir im Kinderzimmer und schauen gemeinsam, welche Möglichkeiten Menschen im Arbeitsleben haben: argumentieren, verhandeln, Verbündete suchen, Nein sagen oder Entscheidungen still unterlaufen. Auch bewusstes Mittragen oder Gehen kommen infrage. Dabei geht es darum, die Risiken abzuwägen und herauszufinden, welcher Weg zu einem selbst passt.
30 Minuten
Manchmal reicht ein einziger Satz – und er sitzt. Wir denken noch Stunden später darüber nach, rechtfertigen uns innerlich oder fragen uns: Warum trifft mich das eigentlich so? Eine andere Bemerkung dagegen lässt uns völlig kalt. Was entscheidet darüber, welche Kritik uns erwischt? Und warum reagieren wir besonders empfindlich, wenn jemand an einem Bild rüttelt, das wir von uns selbst haben? In dieser Folge von „Moment noch! (Über)Leben in der Arbeitswelt“ sprechen Simone und Toni darüber, warum ein „So bin ich doch gar nicht!“ manchmal mehr über uns verrät, als uns lieb ist. Es geht um wunde Punkte, unser Selbstbild und die Seiten an uns, die wir lieber nicht sehen wollen. Aber: Nicht alles, was uns trifft, müssen wir bei uns selbst suchen. Manchmal ist Kritik unangebracht, respektlos oder schlicht eine Grenzüberschreitung. Wie lässt sich das eine vom anderen unterscheiden? In dieser Folge geht es unter anderem darum: – warum uns manche Bemerkungen treffen und andere überhaupt nicht – was unser Selbstbild damit zu tun hat – warum „So bin ich doch gar nicht!“ ein ziemlich interessanter Gedanke sein kann – was C. G. Jungs Konzept von Persona und Schatten damit zu tun hat – warum wir auch das sein können, was wir auf keinen Fall sein wollen – wann Selbstreflexion hilfreich ist – und wann wir eine Grenze setzen sollten – warum wir auf Kritik nicht sofort reagieren müssen – und was helfen kann, wenn eine Bemerkung genau unseren wunden Punkt erwischt Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
26 Minuten
„Ich fühle mich nicht wertgeschätzt.“ Ein Satz, der im Arbeitsleben ziemlich oft fällt. Aber was heißt das eigentlich genau? Fehlt Anerkennung? Respekt? Interesse? Vertrauen? Geld? Einfluss? Oder das Gefühl, gesehen und gehört zu werden? In dieser Folge von „Moment noch! (Über)Leben in der Arbeitswelt“ nehmen Tony und ich uns das große Wort Wertschätzung vor – und stellen ziemlich schnell fest: So eindeutig ist die Sache nicht. Wir sprechen darüber, * warum Wertschätzung viel mehr ist als Lob und ein freundliches „Danke“, * weshalb wir Menschen, die wir mögen, oft leichter Wertschätzung zeigen, * wann das Vorenthalten von Anerkennung zum Machtmittel werden kann, * was Kompetenz, Autonomie und Verbundenheit damit zu tun haben, * wie unterschiedlich Menschen Wertschätzung wahrnehmen und ausdrücken, * was Führungskräfte ihren Mitarbeitenden schulden – und was nicht, * und warum es sich lohnt, auch auf den eigenen Anteil zu schauen. Denn natürlich haben Führungskräfte Verantwortung dafür, wie Menschen sich bei der Arbeit fühlen und wie sie miteinander umgehen. Aber Wertschätzung ist keine Dienstleistung, die eine Seite bestellt und die andere zu liefern hat. Vielleicht beginnt sie sogar an einer ganz anderen Stelle: *Damit, den eigenen Wert selbst zu schätzen. Eine Hotseat-Folge über Anerkennung, Bedürftigkeit, Macht, Selbstwert – und die Frage, wie Wertschätzung im Arbeitsleben tatsächlich gelingen kann. --- Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? [simone@simoneschweitzer.de](mailto:simone@simoneschweitzer.de) **Du möchtest mehr Stimmigkeit im Job?** ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. **Hier findest du mich:** ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ **Meine Co-Moderatorin Tony Schmidt:** https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
10 Minuten
Ein Vorgesetzter kommt in ein Meeting, setzt sich hin, sagt nichts weiter als "macht ruhig weiter" – und trotzdem verändert sich im Raum etwas. Jemand redet weniger, eine andere formuliert vorsichtiger, ein kritischer Punkt verschwindet aus der Diskussion. Macht muss nicht ausgeübt werden, um zu wirken. Es reicht, dass sie da ist. In dieser Folge geht es um die Kosten von Macht aus der Perspektive derjenigen, die weniger davon haben. Die Forschung kennt dazu im Kern drei Reaktionsmuster: Vorsicht, Widerstand und, wenn beides über lange Zeit nichts bewirkt, Rückzug. Es geht unter anderem um: - warum Mitarbeitende ihre Vorgesetzten oft genauer beobachten als umgekehrt – ein Muster, das sich sogar bei Rangordnungen unter Rhesusaffen zeigt - Reaktanz: das psychologische Phänomen, dass eingeschränkte Freiheit den Wunsch danach erst richtig weckt (mit einem klassischen Experiment von Jack Brehm) - warum aus wiederholter Machtlosigkeit irgendwann Rückzug werden kann – und was das mit erlernter Hilflosigkeit (Martin Seligman) zu tun hat - einen konkreten Hebel für Führung: Nicht jeder Einwand kann angenommen werden, aber jeder verdient eine erkennbare Reaktion Teil einer kurzen Reihe zum Thema Macht. In der nächsten Folge: die Macht der Machtlosen – wie Menschen auch ohne offizielle Position Einfluss nehmen können.
27 Minuten
Perfektionismus klingt erst einmal nach einer ziemlich guten Eigenschaft: hohe Ansprüche, sorgfältiges Arbeiten, gute Ergebnisse. Aber ist das wirklich Perfektionismus – oder einfach ein hoher Qualitätsanspruch? In dieser Folge schauen wir genauer hin. Denn Perfektionismus kann ganz unterschiedliche Formen annehmen: Die Ansprüche können sich gegen uns selbst richten, aus den vermeintlichen Erwartungen anderer entstehen – oder wir richten sie an die Menschen um uns herum. Wir sprechen darüber, warum Perfektionismus lange sogar hilfreich wirken kann, wann er anfängt, uns im Weg zu stehen und warum ausgerechnet Prokrastination eine seiner überraschenden Folgen sein kann. Außerdem geht es um die Fragen: - Was haben Selbstwert und Zugehörigkeit damit zu tun? - Warum hält sich die Vorstellung so hartnäckig, Perfektionismus führe zu besonderer Leistung? - Und was hilft, wenn der eigene Anspruch irgendwann mehr Kraft kostet, als er bringt? Und natürlich schauen wir auch auf uns selbst. Denn den Wunsch, etwas besonders gut zu machen, kennen wir bei unserem Podcast ziemlich gut. Eine Folge über hohe Ansprüche, Fehler, Leistung, Selbstkritik – und darüber, warum zwischen „Ich bin ein Fehler“ und „Mir ist ein Fehler passiert“ ein ziemlich großer Unterschied liegt. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
11 Minuten
"Ich will mehr Verantwortung" sagt sich leicht im Bewerbungsgespräch. "Ich will mehr Macht" löst dagegen erstmal Stille aus. Dabei ist beides oft dasselbe. Auftakt einer fünfteiligen Serie zum Thema Macht – einem der präsentesten und gleichzeitig am wenigsten offen besprochenen Themen in Unternehmen. Mit Niklas Luhmanns Unterscheidung zwischen Autorität, Führung und Macht wird sichtbar, warum nur eine dieser drei Formen ohne Zustimmung auskommt – und was das mit Führungskräften macht, die sich in Entscheidungen im Kreis drehen. Eine These, die gegen den Zeitgeist steht: Macht und Hierarchie sind nicht das Problem, sondern lösen eines, über das kaum gesprochen wird. Teil 2: Wie Menschen auf Macht reagieren. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/
28 Minuten
Der Kollege, der nicht grüßt. Die Termineinladung ohne Blick in den Kalender. Ständig unterbrochen werden, statt ausreden zu dürfen ... Tony bringt in dieser Hotseat-Folge ihren Ärger über solche Momente mit rein. Simone hält dagegen: mit Forschung, mit der Coach-Perspektive – und mit einem Satz, der erstmal wehtut: "Ich hab kein Recht darauf, dass mich jemand grüßt." Was daraus wird, wenn wir eine Beobachtung sofort zur Interpretation machen ("der ist einfach arrogant"). Wie man Grenzen ansprechen kann, ohne zu maßregeln. Und wo Tony und Simone nicht ganz einer Meinung sind: Gelten für Führungskräfte andere Maßstäbe als für alle anderen? Außerdem im Hotseat: • Feedback öffentlich oder unter vier Augen? Tony sagt: bei Wiederholungstätern darf's auch mal vor allen sein. Simone zeigt das Dilemma, das dabei sofort entsteht. • Ist Zu-früh-Kommen eigentlich unhöflich? Simones ungewöhnliche Antwort: Ja – und sie erklärt, warum zwei Minuten zu früh sie mehr stört als fünf Minuten zu spät. • Das spontane Du im Job: Warum es für die eine Generation Nähe bedeutet und für die andere ein Grenzüberschritt ist – und wie beide damit umgehen. • Warum Kultur nie auf dem Poster entsteht: der Satz, mit dem die Folge endet – und der zeigt, warum Vorbild wichtiger ist als jede Leitlinie. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
9 Minuten
Nach einem schwierigen Gespräch, vor einer wichtigen Entscheidung oder nachts, wenn eigentlich Schlafenszeit wäre – die Gedanken hören einfach nicht auf, sich zu drehen. In dieser Solofolge geht Simone der Frage nach, warum das Gehirn so hartnäckig am Grübeln festhält und warum das eigentlich weniger mit Denken zu tun hat, als man glaubt. Darum geht's in dieser Folge: - Warum Nachdenken und Grübeln nicht dasselbe sind – und woran sich der Unterschied erkennen lässt - Wie das Gehirn Unsicherheit wie ein ungelöstes Problem behandelt und warum das bei den meisten Grübelthemen nicht funktioniert - Die drei Mechanismen, die Grübeln am Leben halten: das Grübeln über das Grübeln, der Kampf dagegen und der Versuch, es rein gedanklich zu lösen - Warum Grübeln oft weniger ein Denkproblem als ein Zeichen innerer Anspannung ist - Zwei einfache Fragen, mit denen sich das nächste Mal aus dem Gedankenkarussell aussteigen lässt Für dich, wenn: Du diese endlosen Gedankenschleifen aus eigener Erfahrung kennst – nach Meetings, vor Entscheidungen, in unsicheren Situationen – und verstehen möchtest, was dahintersteckt und was wirklich hilft. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/
30 Minuten
Warum fällt es manchen Menschen so schwer, Nein zu sagen – selbst wenn sie längst über ihre Grenzen gehen? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum People Pleasing keine Charakterschwäche ist, sondern eine Strategie, die oft schon früh entsteht. Sie hilft uns, Beziehungen zu sichern, Konflikte zu vermeiden und Anerkennung zu bekommen. Genau deshalb funktioniert sie so lange – und genau deshalb ist sie so schwer zu verändern. Du erfährst: * warum People Pleasing ein Sicherheits- und kein Persönlichkeitsproblem ist, * weshalb viele Menschen zwar genau wissen, was andere brauchen, aber nicht mehr, was sie selbst wollen, * warum Veränderung häufig mit der Frage beginnt: „Wer bin ich eigentlich, wenn ich mich nicht ständig anpasse?“ * weshalb Wut ein wichtiger Hinweis auf übergangene Bedürfnisse sein kann, * und warum der Weg aus dem People Pleasing nicht darin besteht, einfach häufiger Nein zu sagen. Diese Folge richtet sich an alle, die sich oft anpassen, Harmonie über die eigenen Bedürfnisse stellen und wieder einen besseren Zugang zu sich selbst finden möchten. Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung oder wenn du sie mit Menschen teilst, für die dieses Thema hilfreich sein könnte. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Oder melde dich direkt für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Hier findest du mich: ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/ Hier meine Co-Moderatorin Tony Schmidt: https://www.linkedin.com/in/tschmi-dt/
54 Minuten
Doppelschlag zum Thema toxische Unternehmenskulturen, Teil 2 – zu Gast: Holger Heinze Nachdem ich in Teil 1 bei Holger Heinze zu Gast war, ist Holger heute bei mir – und wir gehen weiter: Warum merken Organisationen oft selbst nicht, dass sie ein Problem haben? Was passiert im Kopf, wenn Kritik als persönlicher Angriff ankommt? Und wie saniert man eine stabil toxische Kultur, ohne dass nach sechs Monaten alles wieder beim Alten ist? Holger Heinze ist Berater, Coach und Trainer und saniert unter anderem toxische Unternehmenskulturen. Darum geht's Warum Organisationen ihr eigenes Kulturproblem oft nicht erkennen Der "Eisberg der Ignoranz" (Sidney Yoshida): Top-Management kennt oft nur einen Bruchteil dessen, was in der Organisation wirklich läuft – nicht aus Schlamperei, sondern weil kritische Informationen unterwegs gefiltert werden. Wer nach oben meldet, verhandelt mit derselben Person über Gehalt und Urlaub – und färbt lieber schön. Warum Kritik so oft persönlich genommen wird Menschen (und Organisationen) neigen dazu, Probleme zu personifizieren: Aus "das System ist kaputt" wird schnell "der Überbringer der Nachricht ist das Problem". Eine tief verwurzelte, aber wenig hilfreiche Heuristik unseres Gehirns. Moral vs. Betriebswirtschaft – welche Rolle spielt was? Holger plädiert für einen humanistischen Grundkonsens als Basis – und zeigt an zwei Beispielen aus Team-Check-ins, wie sich kulturelle Haltung in einzelnen Momenten entscheidet. Gleichzeitig: In der Praxis ist es fast immer die betriebswirtschaftliche Schmerzgrenze, die Entscheider zum Handeln bringt. Woher Kultur eigentlich kommt Nicht "die Summe der Werte Einzelner", sondern erlernte, überlebensdienliche Verhaltens- und Entscheidungsmuster – geprägt durch das, was in der Vergangenheit der Organisation funktioniert oder geschützt hat. Der Sanierungsprozess in vier Phasen 1. Zuhören & verstehen (Interviews, "Forensik", Ressourcenkonflikte und dysfunktionale Schnittstellen aufspüren) 2. Sanierungsdesign & Psychoedukation 3. Umsetzung auf vier Ebenen: Reaktionskompetenz der Einzelnen, sauberes Team-Setup, funktionierendes Führungsteam, strukturelle Prozesse 4. Verankerung – damit das System merkt, wenn es zurückfällt Warum Veränderung so oft nach sechs Monaten wieder verpufft Kultur ist träge, weil sie ums Überleben geht. Menschen verändern sich in unterschiedlichem Tempo – vom "die brennen schon" bis zum "nassen Lappen". Rückfälle sind kein Beweis für Scheitern, sondern Teil des Wegs. Häufige toxische Muster in der Praxis • Gefühle werden illegalisiert und mit Unprofessionalität gleichgesetzt • Konflikte werden tabuisiert, statt als das behandelt zu werden, wofür Organisationen eigentlich da sind • Lernen und Coaching gelten als Defizit-Signal statt als Professionalität • Zeit- und Kapazitätsüberschätzung, kritische Themen laufen "unterm Radar" Schlusswort für Entscheider Wer als Führungskraft weiß, dass etwas ungesund ist, und trotzdem nichts tut, verletzt aus Holgers Sicht die Fürsorgepflicht. Entweder akzeptieren und damit arbeiten – oder aktiv werden. Hier findest Du meinen Gast Holger Heinze Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Bücher: https://shop.haufe.de/ Und hier mich simone@simoneschweitzer.de ️ Coaching & Psychotherapie für Menschen in der Arbeitswelt: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/
5 Minuten
Vierzehn Tage Urlaub – und plötzlich ist er schon wieder vorbei. Man fragt sich: „Wo ist die Zeit geblieben?“ Und kaum ist man wieder zu Hause, fühlt es sich an, als wäre man viel länger weg gewesen. Wie kann derselbe Urlaub gleichzeitig viel zu kurz und erstaunlich lang gewesen sein? In dieser Folge geht es um ein spannendes Phänomen aus der Zeitpsychologie. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Zeit erleben und warum sich unser Zeitempfinden manchmal so merkwürdig anfühlt. Du erfährst, - warum sich Zeit während des Erlebens anders anfühlt als im Rückblick, - was hinter der prospektiven und retrospektiven Zeitwahrnehmung steckt, - warum Wartezimmer und gute Gespräche unser Zeitempfinden so unterschiedlich beeinflussen, - und weshalb ein Urlaub im Rückblick oft viel länger wirkt, als er sich währenddessen angefühlt hat. Viel Freude beim Hören! Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (Online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Melde dich für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Du willst dein Team erfolgreich durch herausfordernde Zeiten führen oder den Teamzusammenhalt stärken? ️ Lass uns sprechen. Hier findest du mich: ️ Psychotherapie: https://simoneschweitzer.de ️ Sparring für Fach- und Führungskräfte: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/
6 Minuten
Viele hoffen, dass der Urlaub die Batterien wieder auflädt – und sind enttäuscht, wenn das gute Gefühl schon nach wenigen Wochen oder gar Tagen wieder verschwunden ist. In dieser Kurzfolge geht es darum, woran das liegt, warum wir unsere Energieräuber häufig falsch einschätzen und weshalb es nicht reicht, sie einfach nur zu kennen. Eine kurze Folge mit einem Impuls, der den Unterschied zwischen kurzfristiger Erholung und nachhaltiger Veränderung machen kann. Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen? simone@simoneschweitzer.de Du möchtest Stimmigkeit im Job? ️ Standortbestimmung (online): https://simoneschweitzer.com/stimmigkeitskompass/ ️ Melde dich für ein kostenloses Sortier-Gespräch. Du willst dein Team erfolgreich durch herausfordernde Zeiten führen oder den Teamzusammenhalt stärken? ️ Lass uns sprechen. Hier findest du mich: ️ Psychotherapie: https://simoneschweitzer.de ️ Sparring für Fach- und Führungskräfte: https://simoneschweitzer.com ️ Für Teams: https://zusammen-arbeits-kultur.de ️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/