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Anerkennung wollen ist zutiefst menschlich. Trotzdem sagen viele:
„Brauche ich nicht, da stehe ich drüber.“ In dieser Folge gehen
Simone und Tony der Frage nach, warum uns Anerkennung so wichtig
ist und warum wir uns gleichzeitig so sehr dagegen wehren, darauf
angewiesen zu sein. Der Kern ist ein Konflikt zweier
Grundbedürfnisse: gesehen werden auf der einen Seite, Kontrolle
über das eigene Leben auf der anderen. Anerkennung kann niemand
selbst herstellen. Was mir jemand geben kann, kann er mir auch
wieder nehmen. Hängt der Selbstwert daran, schwankt er mit jeder
Mail und jedem Blick vom Chef. Simone und Tony schauen darauf, wo
das herkommt („Mama, guck mal, ich hab ein Bild gemalt“), warum so
viele Menschen Lob reflexhaft kleinreden und was sie dem anderen
damit eigentlich wegnehmen. Sie fragen, was Anerkennung im Job
bedeutet, wenn man nüchtern bleibt („Wofür werde ich eigentlich
bezahlt?“), und was tatsächlich hilft, den eigenen Wert nicht
komplett von außen bestimmen zu lassen. **Ihr erfahrt in dieser
Folge:** - Was „kontingenter Selbstwert“ ist und warum er so
anstrengend ist - Warum „Da stehe ich drüber“ oft ein Versuch ist,
die Kontrolle zurückzuholen - Warum, wer Lob abwehrt, dem anderen
indirekt Urteilsvermögen abspricht - Weshalb positive
Selbstaussagen vor dem Spiegel gerade Menschen mit niedrigem
Selbstwert eher schaden - Warum das leere Blatt am Abend gerade bei
sehr leistungsorientierten Menschen so aufschlussreich ist - Wie
verbunden sein und eigenständig bleiben zusammengehen **Erwähnte
Forschung:** - Klaus Grawe: psychische Grundbedürfnisse (Bindung,
Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung, Lustgewinn) -
Jennifer Crocker: kontingenter Selbstwert - Wood, Perunovic &
Lee (2009): Positive Selbstaussagen und ihre Wirkung bei niedrigem
Selbstwert Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für
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„#69 Anerkennung will jede/r? Oder nicht?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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