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Episoden
27.03.2026
1 Minute
An den Ufern des Sees / Le Sacre du Printemps Zwei Choreografien von Antoine Jully
Pünktlich zum Frühlingsbeginn präsentiert die BallettCompagnie Oldenburg den zweiteiligen Ballettabend »Blühend«. Ohne Wasser würde nichts wachsen, keine Knospe erblühen. In seiner Choreografie »An den Ufern des Sees« hat sich Antoine Jully mit Beobachtungen und Gedanken an, im und unter Wasser beschäftigt. Das Wesen des Wassers ist die Veränderung und Bewegung: Schon ein zarter Windhauch kräuselt die zuvor spiegelglatte Oberfläche eines Sees, Wasserpflanzen geraten in Schwingung, wenn ein Fischschwarm durch ihre Blätter und Stängel hindurch schwimmt und Vögel und Schwimmer tauchen ins Wasser hinein. Jully erfindet zu Eduard Tubins »Konzert für Kontrabass und Orchester« (1948) choreografische Bilder zum Element Wasser.
Die Wucht, mit der Igor Strawinskys neuartige Rhythmen und Melodien bei der Uraufführung von »Le Sacre du Printemps« am 29. Mai 1913 in Paris auf das Publikum trafen, löste einen der größten Skandale in der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts aus. Mehr als 110 Jahre später fasziniert Strawinskys klanggewaltiges Werk immer noch und zahlreiche Choreograf:innen haben ihre Version des »Frühlingsopfers« in unterschiedlichsten Lesarten kreiert. Antoine Jullys Interpretation aus dem Jahr 2019 erzählt, ausgehend von den Rollenfiguren des Originals, eine Geschichte über heutige Themen, die uns ganz akut betreffen, wie den Umgang mit Natur sowie Rivalität und Machtgebaren zwischen Menschen.
Pünktlich zum Frühlingsbeginn präsentiert die BallettCompagnie Oldenburg den zweiteiligen Ballettabend »Blühend«. Ohne Wasser würde nichts wachsen, keine Knospe erblühen. In seiner Choreografie »An den Ufern des Sees« hat sich Antoine Jully mit Beobachtungen und Gedanken an, im und unter Wasser beschäftigt. Das Wesen des Wassers ist die Veränderung und Bewegung: Schon ein zarter Windhauch kräuselt die zuvor spiegelglatte Oberfläche eines Sees, Wasserpflanzen geraten in Schwingung, wenn ein Fischschwarm durch ihre Blätter und Stängel hindurch schwimmt und Vögel und Schwimmer tauchen ins Wasser hinein. Jully erfindet zu Eduard Tubins »Konzert für Kontrabass und Orchester« (1948) choreografische Bilder zum Element Wasser.
Die Wucht, mit der Igor Strawinskys neuartige Rhythmen und Melodien bei der Uraufführung von »Le Sacre du Printemps« am 29. Mai 1913 in Paris auf das Publikum trafen, löste einen der größten Skandale in der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts aus. Mehr als 110 Jahre später fasziniert Strawinskys klanggewaltiges Werk immer noch und zahlreiche Choreograf:innen haben ihre Version des »Frühlingsopfers« in unterschiedlichsten Lesarten kreiert. Antoine Jullys Interpretation aus dem Jahr 2019 erzählt, ausgehend von den Rollenfiguren des Originals, eine Geschichte über heutige Themen, die uns ganz akut betreffen, wie den Umgang mit Natur sowie Rivalität und Machtgebaren zwischen Menschen.
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24.03.2026
1 Minute
Singspiel in drei Akten
Fassung »Bar jeder Vernunft« (Frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg) Buch von Hans Müller und Erik Charell Gesangstexte von Robert Gilbert Musik von Ralph Benatzky Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Am Wolfgangsee geht es drunter und drüber: Kellner Leopold ist unsterblich in seine Chefin verliebt, die resolute Rößl-Wirtin Josepha Vogelhuber. Doch die hat nur Augen für den Berliner Rechtsanwalt Dr. Siedler. Der wiederum interessiert sich eher für Ottilie, die Tochter des skurrilen Trikotagenfabrikanten Giesecke, der Siedler wegen eines Patentstreits eigentlich auf den Mond schießen möchte. Während Josepha mit Siedler flirtet, leidet Leopold still vor sich hin – bis er sich ein Herz fasst und kurzerhand gefeuert wird. Aber am Wolfgangsee sind Herz und Happy End nie weit entfernt: Ottilie und Siedler kommen zusammen, Giesecke vergisst seinen Zorn, und sogar Josepha erkennt endlich, dass Leopold der Richtige für sie ist.
In der Version der »Bar jeder Vernunft« wird die klassische Operette herrlich frech entstaubt: Schräger Humor und ein Schuss Anarchie machen die Alpen-Romanze zu einem turbulenten Spektakel – Ohrwürmer garantiert!
Fassung »Bar jeder Vernunft« (Frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg) Buch von Hans Müller und Erik Charell Gesangstexte von Robert Gilbert Musik von Ralph Benatzky Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Am Wolfgangsee geht es drunter und drüber: Kellner Leopold ist unsterblich in seine Chefin verliebt, die resolute Rößl-Wirtin Josepha Vogelhuber. Doch die hat nur Augen für den Berliner Rechtsanwalt Dr. Siedler. Der wiederum interessiert sich eher für Ottilie, die Tochter des skurrilen Trikotagenfabrikanten Giesecke, der Siedler wegen eines Patentstreits eigentlich auf den Mond schießen möchte. Während Josepha mit Siedler flirtet, leidet Leopold still vor sich hin – bis er sich ein Herz fasst und kurzerhand gefeuert wird. Aber am Wolfgangsee sind Herz und Happy End nie weit entfernt: Ottilie und Siedler kommen zusammen, Giesecke vergisst seinen Zorn, und sogar Josepha erkennt endlich, dass Leopold der Richtige für sie ist.
In der Version der »Bar jeder Vernunft« wird die klassische Operette herrlich frech entstaubt: Schräger Humor und ein Schuss Anarchie machen die Alpen-Romanze zu einem turbulenten Spektakel – Ohrwürmer garantiert!
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17.03.2026
1 Minute
Nach dem Roman von Mary Shelley In einer Fassung von Maja Delinić und Elisabeth Kerschbaumer
Viktor Frankenstein, ein junger und ehrgeiziger Wissenschaftler aus Genf, hat den Wunsch, hinter das Geheimnis des Lebens zu kommen und den Tod zu überwinden. Jahrelang arbeitet er daran, totem Organismus Leben einzuhauchen, bis er schließlich aus Leichenteilen eine menschenähnliche Kreatur bildet. Mithilfe von Elektrizität gelingt es ihm, sie tatsächlich zum Leben zu erwecken. Doch anstatt sein Werk zu feiern, erkennt er in diesem Moment, dass seine Tat weit schwerwiegendere Folgen haben wird, als er imstande sein wird zu kontrollieren. Das Geschöpf verschwindet und Viktor lebt mit seinem Geheimnis in großer Angst. Als er eines Nachts von einem Mord in seiner Heimatstadt erfährt, vermutet er zu wissen, wer der Mörder ist. Getrieben von Rachsucht sucht er das Wesen hoch oben in den Schweizer Bergen auf. Doch das Gespräch zwischen den beiden gestaltet sich anders als erwartet – denn das Geschöpf erzählt seine eigene Geschichte und eröffnet ungeahnte Perspektiven auf Fragen nach Verantwortung, Empathie und Menschlichkeit.
Die nur 20-jährige Mary Shelley hat mit ihrem Debütroman 1818 große Wellen geschlagen und prägte mit ihrem Werk Generationen von modernen Science-Fiction-Geschichten.
Viktor Frankenstein, ein junger und ehrgeiziger Wissenschaftler aus Genf, hat den Wunsch, hinter das Geheimnis des Lebens zu kommen und den Tod zu überwinden. Jahrelang arbeitet er daran, totem Organismus Leben einzuhauchen, bis er schließlich aus Leichenteilen eine menschenähnliche Kreatur bildet. Mithilfe von Elektrizität gelingt es ihm, sie tatsächlich zum Leben zu erwecken. Doch anstatt sein Werk zu feiern, erkennt er in diesem Moment, dass seine Tat weit schwerwiegendere Folgen haben wird, als er imstande sein wird zu kontrollieren. Das Geschöpf verschwindet und Viktor lebt mit seinem Geheimnis in großer Angst. Als er eines Nachts von einem Mord in seiner Heimatstadt erfährt, vermutet er zu wissen, wer der Mörder ist. Getrieben von Rachsucht sucht er das Wesen hoch oben in den Schweizer Bergen auf. Doch das Gespräch zwischen den beiden gestaltet sich anders als erwartet – denn das Geschöpf erzählt seine eigene Geschichte und eröffnet ungeahnte Perspektiven auf Fragen nach Verantwortung, Empathie und Menschlichkeit.
Die nur 20-jährige Mary Shelley hat mit ihrem Debütroman 1818 große Wellen geschlagen und prägte mit ihrem Werk Generationen von modernen Science-Fiction-Geschichten.
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17.03.2026
1 Minute
Nach dem Roman von Klaus Mann
Hendrik Höfgen ist Schauspieler und träumt vom großen Erfolg – und von Berlin. Auf den großen Bühnen der Hauptstadt der 1930er Jahre will er in den bedeutenden Rollen der dramatischen Literatur glänzen. Während er zielstrebig seine Karriere vorantreibt, spitzen sich die politischen Verhältnisse immer mehr zu. Schließlich übernehmen die Nationalsozialisten die Macht und der eigentlich unpolitische Hendrik Höfgen wird zu einem ihrer kulturellen Repräsentanten. Frühere Wegbegleiter:innen geraten als Andersdenkende zusehends aus seinem Blickfeld. Die Figur des Mephistopheles in Johann Wolfgang von Goethes »Faust« soll zu seiner Paraderolle werden. Gerade dieser Verführer zum Bösen gewinnt angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung eine besondere und zwiespältige Bedeutung.
Klaus Mann veröffentlichte seinen Roman 1936 im Exil und gehörte damit zu den ersten Autor:innen, die sich mit den Zuständen innerhalb des »Dritten Reiches« auseinandersetzten. Er zeichnet das Bild eines Menschen, der für seinen persönlichen künstlerischen Erfolg bereit ist, sich kritiklos in den Dienst einer autoritären Macht zu stellen. Im Schauspieler Hendrik Höfgen sah er den Exponenten eines »zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes«.
Hendrik Höfgen ist Schauspieler und träumt vom großen Erfolg – und von Berlin. Auf den großen Bühnen der Hauptstadt der 1930er Jahre will er in den bedeutenden Rollen der dramatischen Literatur glänzen. Während er zielstrebig seine Karriere vorantreibt, spitzen sich die politischen Verhältnisse immer mehr zu. Schließlich übernehmen die Nationalsozialisten die Macht und der eigentlich unpolitische Hendrik Höfgen wird zu einem ihrer kulturellen Repräsentanten. Frühere Wegbegleiter:innen geraten als Andersdenkende zusehends aus seinem Blickfeld. Die Figur des Mephistopheles in Johann Wolfgang von Goethes »Faust« soll zu seiner Paraderolle werden. Gerade dieser Verführer zum Bösen gewinnt angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung eine besondere und zwiespältige Bedeutung.
Klaus Mann veröffentlichte seinen Roman 1936 im Exil und gehörte damit zu den ersten Autor:innen, die sich mit den Zuständen innerhalb des »Dritten Reiches« auseinandersetzten. Er zeichnet das Bild eines Menschen, der für seinen persönlichen künstlerischen Erfolg bereit ist, sich kritiklos in den Dienst einer autoritären Macht zu stellen. Im Schauspieler Hendrik Höfgen sah er den Exponenten eines »zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes«.
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05.02.2026
1 Minute
Oper von Dmitri Schostakowitsch
Libretto von Alexander G. Preis und vom Komponisten Nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolaj S. Leskow In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Katerina Ismailowa ist eine junge, unglücklich verheiratete und zutiefst einsame Frau in der russischen Provinz. Ihr reicher Ehemann Sinowi ist unfähig zu lieben und ohnehin meistens auf Reisen, während der tyrannische Schwiegervater Boris ihr das Leben zur Hölle macht. Sie lebt in einer Welt voller Zwänge und Grausamkeiten. Ein Ausweg scheint sich zu eröffnen, als sie dem Arbeiter Sergej begegnet und sich in eine Affäre mit ihm stürzt. Diese Flucht aus ihrer despotischen und grausamen Bürgerlichkeit fordert jedoch Opfer, die mit dem Mord an Schwiegervater und Ehemann beginnen und mit Deportation und Tod enden.
Katerinas Kampf um ein glücklicheres Leben schließt das Verlangen nach sexueller Erfüllung ein – die drastische Darstellung dieses Moments führte zum langjährigen Verbot der Oper in der Sowjetunion. Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich aus unwürdigen Verhältnissen zu befreien? Eine Frau wird zur Mörderin und doch gelten ihr die Sympathien, zumindest des Komponisten, der in seiner Partitur alle Gefühlsebenen meisterhaft auslotet und neben tragischer Heftigkeit auch das Groteske, Satirische zu Wort kommen lässt.
Libretto von Alexander G. Preis und vom Komponisten Nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolaj S. Leskow In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Katerina Ismailowa ist eine junge, unglücklich verheiratete und zutiefst einsame Frau in der russischen Provinz. Ihr reicher Ehemann Sinowi ist unfähig zu lieben und ohnehin meistens auf Reisen, während der tyrannische Schwiegervater Boris ihr das Leben zur Hölle macht. Sie lebt in einer Welt voller Zwänge und Grausamkeiten. Ein Ausweg scheint sich zu eröffnen, als sie dem Arbeiter Sergej begegnet und sich in eine Affäre mit ihm stürzt. Diese Flucht aus ihrer despotischen und grausamen Bürgerlichkeit fordert jedoch Opfer, die mit dem Mord an Schwiegervater und Ehemann beginnen und mit Deportation und Tod enden.
Katerinas Kampf um ein glücklicheres Leben schließt das Verlangen nach sexueller Erfüllung ein – die drastische Darstellung dieses Moments führte zum langjährigen Verbot der Oper in der Sowjetunion. Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich aus unwürdigen Verhältnissen zu befreien? Eine Frau wird zur Mörderin und doch gelten ihr die Sympathien, zumindest des Komponisten, der in seiner Partitur alle Gefühlsebenen meisterhaft auslotet und neben tragischer Heftigkeit auch das Groteske, Satirische zu Wort kommen lässt.
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Über diesen Podcast
Warum ist diese Inszenierung Teil unseres Spielplans? Welche
Überlegungen stecken hinter den einzelnen Entscheidungen und was
waren unsere Gedanken zur Produktion? In unserem Podcast geben
Ihnen die Dramaturg:innen eine kurze, aber aufschlussreiche
Einführung in die aktuellen Produktionen. Bereiten Sie sich optimal
auf Ihren Theaterbesuch vor oder hören Sie einfach rein, um mehr
über die kreative Arbeit am Oldenburgischen Staatstheater zu
erfahren.
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