SWR Kultur Essay
Im SWR Kultur Essay machen wir uns Gedanken über die Menschen und die Welt, in der sie leben; über Philosophie, Zeitgeist, Musik, Natur und die Merkwürdigkeiten des Daseins
Podcaster
Episoden
08.02.2026
57 Minuten
Ein Kind geht in die Bücherei und entdeckt die Paranoia. Es sind
die Neunziger: Im TV läuft „Akte X“, am Kiosk seziert das
P.M.-Magazin Aliens, Dan Brown schreibt „Illuminati“. Das Internet
ist noch jung und langsam, aber schon uferlos. Eine düstere Ahnung
schiebt sich unter den bunten Fortschrittsoptimismus von Spice
Girls und Rotgrün. Am Ende stürzen Türme. Eine Spurensuche in die
Zeit, als das paranoide Denken Mainstream wurde und wie sie uns
noch heute prägt. Und nicht zuletzt eine Annäherung an einen großen
Protagonisten dieses Misstrauens: Erich von Däniken, der im Januar
verstorben ist. Essay von Steffen Greiner
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25.01.2026
57 Minuten
Welche Rolle spielen Öffentliche Bibliotheken in der digitalen Ära
eigentlich? Brauchen wir sie heute noch, und wenn ja: wofür? Jonas
Fansa, Direktor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin,
nimmt uns in seinem Essay aus dem Jahr 2024 mit auf einen Streifzug
durch die Welt der Öffentlichen Bibliotheken. Er beleuchtet den
sozialen Beitrag von Bibliotheken und wirft ein paar Schlaglichter
auf die aktuellen Herausforderungen dieser Kulturinstitution.
Produktion SWR 2024
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18.01.2026
1 Stunde 7 Minuten
Artur Weigandt, 1994 im kasachischen Uspenka geboren, studierte
Ästhetik in Frankfurt am Main und absolvierte die Deutsche
Journalistenschule. Er verbrachte längere Zeit in Prag, Kyiv und
Tbilissi. 2023 erschien bei Hanser Berlin sein Debüt Die Verräter.
Im selben Jahr nahm er als Dolmetscher an der Ausbildung
ukrainischer Soldaten am Leopard 1 in Deutschland teil. Sein Essay
„Ein Schal aus Worten“ ist ein Brief an ein mögliches Kind – über
die Angst, dass Unschuld zu früh verloren geht, über die
Militarisierung von Kindheiten in Russland und über die Fragilität
von Freiheit. Von Artur Weigandt SWR 2025
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11.01.2026
46 Minuten
Es ist vielleicht das berühmteste Gedicht der amerikanischen
Literatur. Millionen von Schülern haben es auswendig gelernt. Es
wird in Filmen von Don Siegel bis
Quentin Tarratino zitiert und in der Fernserie „Die
Sopranos“. John F. Kennedy verwendete es wiederholt am Ende von
Reden. Robert Frost schrieb „Stopping by Woods on a
Snowy Evening“ im Juni 1922 nach einer durchwachten Nacht. Für
das Gedicht brauchte er nur wenige Minuten. Ein Wintergedicht, das
im Sommer geschrieben wurde. Die Sendung erzählte von seiner
Entstehung, seiner Bedeutung und seinem Ruhm. Von Jürgen Kaube SWR
2022
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28.12.2025
51 Minuten
Fast jeden Tag wird in Deutschland ein Femizid begangen, die Tötung
einer Frau, weil sie eine Frau ist. Weil sie zu selbständig ist.
Sich getrennt hat. Dinge tut, die der Mann für sie nicht vorgesehen
hat. Das Innenministerium fordert „mehr Aufmerksamkeit“ für die
Opfer… Das tut Barbara Kaufmann in ihrem Essay, auf eine andere
Weise. Sie durchkämmt die Kunst der vergangenen Jahrhunderte nach
Rolemodels von eifersüchtigen, rachsüchtigen, gewalttätigen
Männern. Und findet einen erschreckenden patriarchalischen Blick,
der das Frauenbild geprägt hat. Sie fragt: „Wo fängt es an?“ Essay
von Barbara Kaufmann
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Über diesen Podcast
Der Essay bietet Produktionen auf höchstem Niveau und mit
literarischem Anspruch. Unsere Autor*innen sind Philosoph*innen,
Dichter*innen, Soziolog*innen, Künstler*innen. Im SWR Kultur Essay
denken sie laut. Manchmal denken sie auch leise. Aber immer hörbar
und meinungsstark. Der Essay: Ein akustisches Theorie-Theater.
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