Die Frage des Tages
Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, der Filmemacher A...
Podcaster
Episoden
09.01.2026
5 Minuten
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht für sein
Krisenmanagement in der Kritik. Er war nach dem Angriff auf das
Berliner Stromnetz Tennis spielen und nicht im Homeoffice am
Schreibtisch, wie er zunächst behauptet hatte. Mittlerweile hat
Wegner einen Fehler eingeräumt und erklärt, dass er "den Kopf
freikriegen wollte". Politiker von AfD und FDP fordern nun seinen
Rücktritt. Grüne, Linke und SPD kritisieren, dass Wegner seiner
Rolle als Regierungschef nicht gerecht geworden sei und die
Öffentlichkeit belogen habe. Rückendeckung erhält der Regierende
Bürgermeister jedoch von der Berliner CDU-Fraktion, die sein
Krisenmanagement unterstützt. Bundeskanzler Friedrich Merz äußert
sich nicht, aber CSU-Chef Markus Söder betont, dass es "um
Linksterrorismus" gehe "und nicht um eine Stunde Tennis spielen".
Unsere Frage des Tages lautet heute: Sind die an Kai Wegner
gerichteten Rücktrittsforderungen übertrieben? Es antwortet die
Journalistin und Autorin Jana Hensel.
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08.01.2026
5 Minuten
Die Stromversorgung im Berliner Südwesten ist seit gestern wieder
hergestellt, die Betroffenen kehren langsam in ihren Alltag zurück.
Die Täter jedoch sind noch nicht gefasst, mittlerweile hat die
Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. In
einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen
"Vulkangruppen" die Tat für sich reklamiert. Eine andere hatte sich
jedoch davon distanziert. Seit 2011 sollen Vulkangruppen in Berlin
und Brandenburg zwölf Brandanschläge auf die öffentliche
Infrastruktur verübt haben. Berlins Bürgermeister Kai Wegner und
Innensenatorin Iris Spranger sprechen von "Linksterrorismus".
Konservative Stimmen fordern ein konsequentes Vorgehen gehen
linksextreme Gewalttaten. Die Jüdische Allgemeine wirft der Politik
vor, auf dem linken Auge blind zu sein. Unsere Frage des Tages an
die Journalistin Nicole Diekmann lautet: Bekämpft der Staat
Linksextremismus ausreichend?
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07.01.2026
5 Minuten
Die erste Regierungskoalition aus SPD und BSW auf Landesebene ist
seit gestern Geschichte. Nachdem zwei weitere Abgeordnete aus der
BSW-Fraktion ausgetreten waren, hat die Brandenburger SPD das
Bündnis aufgekündigt. Ministerpräsident Dietmar Woidke begründete
dies mit fortgesetzten, "ständigen Auseinandersetzungen" innerhalb
des BSW, dadurch sei die "Basis einer demokratischen Mehrheit"
nicht mehr länger gegeben. Woidke will zunächst eine
Minderheitsregierung führen, strebt aber eine Koalition mit der CDU
an. Die Ministerinnen und Minister wollen erstmal bis auf Weiteres
im Amt bleiben. Nur Gesundheitsministerin Müller vom BSW überlegt
noch. Klingt nach geordneten Verhältnissen. Doch: Ist die Regierung
künftig stabil regierbar?
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06.01.2026
4 Minuten
Nach der Attacke auf das Stromnetz im Berliner Südwesten stand
schnell fest, dass es sich um einen Anschlag von Linksextremisten
handelt. Das Bekennerschreiben der "Vulkangruppe" sei authentisch,
teilte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mit. Es handelt sich um
ein 2.500 Worte langes Pamphlet, in dem der Anschlag als
"gemeinwohlorientiert" und "gesellschaftlich sinnvoll" bezeichnet
wird. Der Text wird durchzogen von Parolen, die nach linkem und
grünem Aktivismus klingen. "Wir können uns die Reichen nicht mehr
leisten", heißt es da. "Wir können den Raubbau an der Erde
stoppen." Dass durch den Anschlag Menschenleben gefährdet wurden,
schreibt die Gruppe nicht. Schadet sie, indem sie sich links gibt,
der politischen Linken in Deutschland? Das ist heute unsere Frage
des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie.
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05.01.2026
4 Minuten
Die Reaktionen auf den Angriff der USA auf Venezuela und die
Entführung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro am
Wochenende fallen in Europa auffallend gemäßigt aus. Fast unisono
sagten der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der englische
Premier Keir Starmer und die EU-Beauftragte Kaja Kallas, dass die
Europäer Maduro ohnehin nicht anerkannt hätten und sich für einen
friedlichen Übergang aussprächen. Die Tatsache, dass
US-amerikanisches Militär in ein fremdes Land eingedrungen ist und
den Präsidenten wie Gangster entführt hat, wurde hingegen kaum
kritisiert. Betont wurde hingegen, dass das Völkerrecht und die
Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden müssten. Ist das
eine angemessene Reaktion auf den Angriff der USA auf Venezuela?
Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch beantwortet diese
Frage des Tages.
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Über diesen Podcast
Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis
freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten
sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler
Anatol Stefanowitsch, der Filmemacher Andres Veiel, die
Journalisten und Autoren Claudius Seidl und Mohamed Amjahid sowie
Paulina Fröhlich von der Bertelsmann-Stiftung.
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