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  3. Regenerativ & digital – der Business Podcast für regeneratives Wirtschaften und Digitalisierung Podcast

Episoden

1 Stunde 1 Minute
In dieser Episode von „Regenerativ & digital“ spricht Sebastian Flock mit Stefanie Kuhnhen und Stephan Grabmeier, den Co-Foundern von everbrand. Die Value Creation Consultancy verbindet Markenstrategie mit Transformation, damit Zukunftsbilder nicht auf Folien stehen bleiben, sondern im Alltag von Unternehmen Wirkung entfalten.

Wie wird aus einer klaren Markenidentität ein Kompass für Entscheidungen und konkretes Handeln? Stefanie und Stephan erzählen, wie sich ihre Expertisen rund um Marke und Transformation ergänzen und wie das Impact Business Design dabei hilft, strategische Ziele in Organisationen zu verankern. Gerade in Zeiten von KI, Krisen und Veränderungsmüdigkeit kann eine starke Marke Orientierung geben – nach innen für Mitarbeitende und nach außen für Kund:innen.

Im Gespräch geht es auch um regenerative Vorreiterunternehmen und die Frage, warum viele von ihnen zu wenig über ihre Veränderung sprechen. Stefanie erklärt, wie Marketing mit den vier Ps – Produkt, Preis, Vertrieb und Promotion – Märkte mitgestalten kann. Dazu gehören neue Zielgrößen wie zirkuläres Produktdesign, die Berücksichtigung wahrer Kosten und überprüfbare Kommunikationsaussagen. Die beiden sprechen außerdem über die Empowering Consumers Directive (EmpCo), Green Hushing und darüber, wie Unternehmen glaubwürdig kommunizieren können, ohne in Greenwashing zu verfallen.

Zum Schluss geht es um gemeinsames Lernen: In Open-Transformation-Formaten arbeiten mehrere Unternehmen parallel an ihren eigenen Herausforderungen und lernen dabei voneinander. Denn regenerative Veränderung gelingt nicht nur durch gute Strategien, sondern auch durch Austausch, konsequentes Handeln und Geschichten, die Lust auf bessere Lösungen machen.

Takeaways:

Markenidentität kann Unternehmen Orientierung geben und Entscheidungen im Alltag erleichtern.

Transformation wird wirksam, wenn Strategie, Marke und Aktivierung zusammenspielen.

Marketing kann regenerative Lösungen skalieren und Markt-Narrative verändern.

Neue Kennzahlen können Kreislauffähigkeit, wahre Kosten und glaubwürdige Kommunikation fördern.

Peer-to-Peer-Lernen hilft Unternehmen, Transformation gemeinsam voranzubringen.

Mehr über everbrand: https://everbrand.one/

Und für alle Interessierten: hier geht's zur ersten Episode mit Stephan aus 2024: https://www.podbean.com/ew/pb-2vxbr-16260d1 

 

In eigener Sache

Wenn Dir diese Folge gefallen hat, empfehle unseren Podcast gerne weiter, lass uns eine positive Bewertung und vielleicht sogar eine kurze Rezension auf der Podcastplattform Deines Vertrauens da.

Und wenn Du Ideen für weitere Gesprächspartner:innen für uns hast oder persönliches Feedback jeder Art loswerden willst, schreib uns gerne unter regenerativ.digital@acb.studio.

Zudem gibt es "Regenerativ & digital" jetzt auch als Buch bei Springer/ Gabler. Natürlich freuen wir uns über jedes verkaufte Exemplar: https://bit.ly/4lfgyB7

 

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acb.studio entwickelt digitale Produkte & Services – mit stetem Blick auf die planetaren Grenzen und unsere Gesellschaft.

LinkedIn-Profil von Sebastian: https://www.linkedin.com/in/sebflock/
53 Minuten
In dieser Episode von „Regenerativ & digital“ spricht Sebastian mit Simon Beier, Customer Experience Specialist bei Infomaniak. Das Schweizer Unternehmen verbindet seit seiner Gründung Digitalisierung, Nachhaltigkeit und digitale Souveränität – und entwickelt Hosting-, Cloud- und Kollaborationslösungen mit einem konsequenten Blick auf ökologische und gesellschaftliche Verantwortung.

Simon gibt zunächst einen Überblick über das breite Portfolio von Infomaniak: von E-Mail-Hosting, Domains und Webseiten über Cloud Computing und Collaboration-Tools bis hin zu Streaming, Ticketing und datensouveränen Alternativen zu den Angeboten großer US-Anbieter. Dabei wird deutlich, wie stark Infomaniak auf eigene Infrastruktur, Open-Source-Technologien und den Betrieb eigener Rechenzentren setzt.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf den nachhaltigen Rechenzentren des Unternehmens. Simon erläutert, wie Infomaniak seine Server seit 2013 ohne klassische Klimaanlagen kühlt, warum im neuesten Data Center D4 Außenluftkühlung und ein geschlossener Wasserkreislauf zum Einsatz kommen und wie die entstehende Abwärme für die Versorgung von bis zu 6.000 Wohneinheiten genutzt werden kann. Besonders bemerkenswert: Das Konzept wurde gemeinsam mit der Universität Lausanne entwickelt und open source veröffentlicht, damit andere Betreiber:innen die Methoden übernehmen können.

Darüber hinaus sprechen Sebastian und Simon über Transparenz in der digitalen Infrastruktur. Infomaniak weist den CO2-Fußabdruck der einzelnen Produkte auf den Rechnungen aus und schafft damit eine Grundlage für Emissionsberichte, Scope-3-Transparenz und konkrete Verbesserungen auf Kundenseite. Auch soziale Aspekte spielen eine Rolle – etwa die Verankerung von Arbeitsplätzen in der Schweiz, die Zusammenarbeit mit europäischen Zulieferern und das Engagement in Open-Source-Projekten wie OpenStack.

Ein weiterer großer Themenkomplex ist die digitale Souveränität. Simon erklärt, wie Infomaniak versucht, Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren, wo Daten verarbeitet werden und welche Bedeutung eigene Rechenzentren, eigener Support und eine möglichst umfassende Kontrolle über die digitale Wertschöpfungskette haben. Dabei geht es auch um die Herausforderungen bei Hardware, Lieferketten und der Verfügbarkeit leistungsfähiger GPUs für KI-Anwendungen.

Im Gespräch geht es außerdem um die ethische KI von Infomaniak. Simon beschreibt, wie offene Modelle in den eigenen Rechenzentren betrieben werden, warum ressourcenschonende Modelle eine wichtige Rolle spielen und wie die Daten der Nutzer:innen geschützt werden. Die beiden diskutieren zudem über Bias in Trainingsdaten, Grenzen von KI-Systemen und die Frage, wie sich verantwortungsvolle KI in der Praxis gestalten lässt.

Takeaways:

Nachhaltige Digitalisierung beginnt bei der eigenen Infrastruktur und ihrer transparenten Gestaltung

Rechenzentren können ohne klassische Klimaanlagen betrieben und als Wärmequelle genutzt werden

Open Source kann dabei helfen, nachhaltige Innovationen schneller zu verbreiten

Digitale Souveränität umfasst Daten, Software, Hardware, Lieferketten und Support

Transparente CO2-Angaben auf Rechnungen erleichtern Berichterstattung und nachhaltige Entscheidungen

Ressourcenschonende KI braucht eine bewusste Auswahl von Modellen und ein kritisches Verständnis ihrer Grenzen

Europäische Anbieter können Alternativen zu den Lösungen großer außereuropäischer Plattformen schaffen

Mehr über Infomaniak: https://www.infomaniak.com/de

Mehr über das Data-Center-Konzept D4: https://d4project.org

 

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51 Minuten
In dieser Episode von „Regenerativ & digital“ spricht Sebastian mit Charline Joost, Vorständin von The Generation Forest eG, einer Klimaschutzgenossenschaft mit Sitz in Hamburg. Gemeinsam entwickeln sie degradierte Agrarflächen in Panama zu biodiversen Dauerwäldern – mit dem Ziel, ökologische Regeneration, soziale Wirkung und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander zu verbinden.

Charline erzählt, wie The Generation Forest Wald nicht als kurzfristige CO₂-Kompensation versteht, sondern als langfristigen Lebensraum, der über Generationen hinweg erhalten bleibt. Im Mittelpunkt steht ein naturnaher Generationenwald mit verschiedenen Baumarten und Altersstufen. Die lokale Bevölkerung wird dabei eingebunden, geschult und erhält dauerhafte Arbeitsplätze – unter anderem in der Pflege und beim Schutz der aufgeforsteten Flächen.

Gemeinsam sprechen Sebastian und Charline darüber, wie aus Genossenschaftsanteilen ein langfristiges Investment in die nächste Generation wird, warum die ersten Ausschüttungen erst zwischen 2042 und 2046 erwartet werden und weshalb The Generation Forest bewusst konservativ kommuniziert. Charline gibt außerdem Einblicke in das Ziel, 3.000 Hektar Wald aufzuforsten und damit perspektivisch einen grünen Korridor zwischen Costa Rica und Kolumbien zu schaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle der Digitalisierung: Drohnen, Satellitendaten, Kamerafallen und digitale Plattformen helfen dabei, Waldflächen zu überwachen, Brände frühzeitig zu erkennen, Biodiversität sichtbar zu machen und Wirkung transparent zu messen. Auch die Genossenschaft selbst wird digitaler – von der Mitgliederverwaltung bis zur digitalen Zeichnung von Anteilen.

Ein Gespräch über Generationengerechtigkeit, regenerative Forstwirtschaft, indigene Wissenssysteme und die Frage, wie digitale Werkzeuge dabei helfen können, Wälder dauerhaft zu schützen.

Takeaways:

Regeneration bedeutet mehr als CO₂-Kompensation: Entscheidend ist, dass aus Setzlingen langfristig stabile Wälder werden.

Ökologische Regeneration, soziale Wirkung und wirtschaftliche Tragfähigkeit können sich gegenseitig verstärken.

Naturnahe Mischwälder sind resilienter und schaffen Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Dauerhafte lokale Arbeitsplätze und Wissen vor Ort sind ein zentraler Teil des Waldschutzes.

Drohnen, Satelliten, Kamerafallen und digitale Plattformen machen Waldgesundheit, Biodiversität und Wirkung messbarer.

Langfristiges Wirtschaften heißt, auch die nächste Generation in den Mittelpunkt zu stellen.

Mehr über The Generation Forest eG: https://thegenerationforest.com/

Und hier geht's direkt zum digitalen Kartenmaterial der Forstprojekte: https://explorer.land/x/project/thegenerationforest

 

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52 Minuten
In dieser Episode von „Regenerativ & digital" spricht Sebastian mit Cathérine Lehmann, Gründerin von CREATE Regeneration.

Cathérine ist Nachhaltigkeits-Expertin und Unternehmerin an der Schnittstelle von Beratung, Forschung und Sozialunternehmertum – stets mit dem Fokus auf eine regenerative Gesellschaft. Mit CREATE Regeneration hat sie eine lebendige Community und Convention geschaffen, die Menschen verbindet, die regeneratives Denken nicht nur diskutieren, sondern aktiv in Organisationen, Städten und ihrem eigenen Leben umsetzen.

Was Cathérines Arbeit besonders auszeichnet: Sie verbindet innere Transformation mit äußerem Systemwandel – und zeigt damit, dass regenerative Wirtschaft nicht nur eine Frage von Tools und Konzepten ist, sondern vor allem von Haltung und Bewusstsein.

Gemeinsam sprechen Sebastian und Cathérine darüber, was Regeneration für sie persönlich bedeutet und wie sie zu diesem Konzept gefunden hat, warum klassische Nachhaltigkeit oft aus Schuld und Krisenorientierung heraus agiert und wie ein anderes Menschenbild entsteht, wenn man aufhört, sich als Last auf der Welt zu begreifen. Ein zentrales Thema ist die direkte Verbindung von innerer Arbeit und äußerem Wandel: Wie persönliche Muster und Prägungen unser Handeln in Organisationen und Gemeinschaften prägen und wie man beides bewusst zusammenbringt.

Außerdem geht es um die CREATE Convention 2026, die dieses Jahr zum dritten Mal stattfindet: mit den Fokusthemen regeneratives Wohnen & Leben, regenerative Arbeitswelten & Organisationen sowie regenerative Versorgung & Fürsorge.

Ergänzend dazu stellt Cathérine die neue digitale CREATE Community vor. Ein Angebot, das das Momentum der Convention übers Jahr trägt und Menschen verbindet, die regeneratives Denken auch im Alltag leben wollen.

Takeaways:

Regeneration beginnt innen: Wer die Welt verändern will, fängt bei der eigenen Haltung und den eigenen Mustern an

Nachhaltigkeit aus Schuldgefühl führt zu Erschöpfung – Handeln aus Freude und Sinnhaftigkeit schafft echte Wirkung

Innere Arbeit und äußerer Wandel sind untrennbar verbunden – das gilt für Einzelpersonen ebenso wie für Teams und Organisationen

Regeneratives Wirtschaften ist kein Ziel, das man erreicht, sondern ein Weg, den man bewusst gestaltet

Community und Gemeinschaft sind keine Nice-to-haves, sondern Grundvoraussetzung für systemischen Wandel

Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften ist möglich – CREATE Regeneration lebt es als Forschungsraum vor

Link zur CREATE Convention & Community: www.create-regeneration.org

 

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1 Stunde 4 Minuten
In dieser Episode von „Regenerativ & digital" spricht Sebastian mit Thorsten Jonas, Gründer des Sustainable UX Network (SUX) – einer globalen Community für nachhaltige und verantwortungsvolle Digitalgestaltung.

Thorsten begleitet Teams und Unternehmen dabei, digitale Produkte nachhaltig, ethisch und verantwortungsvoll zu gestalten. Als Co-Autor der W3C Web Sustainability Guidelines und Co-Lead des dortigen UX Chapters ist er eine der prägenden Stimmen an der Schnittstelle von UX-Design, digitaler Nachhaltigkeit und KI-Verantwortung.

Im Gespräch geht es um eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie können wir KI verantwortungsvoll einsetzen – und was bedeutet „Responsible AI" eigentlich konkret? Thorsten zeigt, warum der erste und wichtigste Schritt im Umgang mit KI nicht die Wahl des Modells ist, sondern die ehrliche Frage: Ist das überhaupt ein KI-Use-Case? Denn allzu oft wird generative KI auf Probleme geworfen, für die sie schlicht das falsche Werkzeug ist.

Gemeinsam diskutieren Sebastian und Thorsten, wie der externalisiierte Preis von KI – ökologisch wie sozial – sichtbar gemacht werden kann, welche Rolle selbst gehostete Modelle und europäische Alternativen zu den großen Frontier-Modellen spielen können, und warum ein tiefes Verständnis der Technologie – nicht blindes Vertrauen – die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang ist.

Eine Folge, die zum Innehalten einlädt sowie eine Einladung, KI nicht einfach laufen zu lassen, sondern sie wirklich zu verstehen.

 

Takeaways:

Nicht jedes Problem ist ein KI-Use-Case

Der wahre Preis von KI ist weder der Abo-Preis noch das, was auf dem Bildschirm erscheint

Responsible AI beginnt mit einem ganzheitlichen Blick: nach innen und nach außen

Selbst gehostete oder europäisch betriebene Modelle sind eine ernstzunehmende Alternative

KI ist ein mächtiges Werkzeug – aber kein Mensch. Diese Unterscheidung bleibt entscheidend

Gesellschaftliches KI-Verständnis ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre

 

Links:

SUX – The Sustainable UX Network: https://sustainableuxnetwork.com/

True Price Of AI: https://truepriceofai.org/

GreenGPT (nachhaltige KI-Alternative): https://greengpt.app/

 

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Über diesen Podcast

Regenerativ & digital ist dein Business-Podcast für regeneratives Wirtschaften und Digitalisierung. Dein Gastgeber ist Sebastian – tief verwurzelt in den Bereichen Business Strategy, Product Innovation, Digital Design und Green Coding. Er nimmt dich mit zu inspirierenden Gesprächen mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und gelegentlich auch aus der Politik. Gemeinsam mit dir erkundet er, wie Unternehmen durch die Integration von regenerativem Wirtschaften und Digitalisierung nicht nur mehr Verantwortung übernehmen, sondern auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erlangen können. Regenerativ & digital bietet dir tiefe Einblicke in die Praxis, diskutiert spannende Geschäftsmodelle und zeigt auf, wie regenerative Prinzipien und digitale Innovationen bereits heute zusammenwirken, um positive Veränderungen für unseren Planeten zu erwirken. Tauche ein in eine Welt, in der wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und technologischer Fortschritt Hand in Hand gehen.
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