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Episoden

16 Minuten
Klaus Manns im Exil geschriebener Roman – eine Satire über Opportunismus und den Verrat einst salonfähiger Werte – wurde 1936 sofort verboten. Im Mittelpunkt: Gustaf Gründgens alias Hendrik Höfgen, der berühmte Schauspieler, der im Nationalsozialismus "ein Clown zur Zerstreuung der Mörder" wurde. Frank Castorf konfrontiert uns mit dem Rausch der Macht, der Erotik des Verrats und dem Charme des Untergangs – damals nicht weniger verführerisch als heute.

Mehr Informationen und Karten für "Mephisto" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/mephisto

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13 Minuten
Ein Mensch unterwegs, mitten in der Unübersichtlichkeit der Welt, kein fest umrissener Charakter, sondern einer, der sich durch innere wie äußere Landschaften bewegt. Auf der Suche nach einem Du – "oder auch nicht"? Eine Selbstbefragung vielleicht, eine Abschiedsmelodie möglicherweise. Wie erzählt man von der Welt, ohne über sie zu verfügen? Peter Handke hat die Welt stets neu vermessen – mit Sprache und im Widerstand gegen ihre Abnutzung. Auch in seinem neuen Text bleibt er diesem poetischen Forschen treu – vielleicht radikaler, vielleicht zarter denn je, jedoch nicht ohne jenen Humor, jene Selbstironie, mit der er auch seinen eigenen Ernst nonchalant unterläuft. Alles "Schnee von gestern"? Und wenn?

Da tanzt einer mit der Sprache, erlaubt sich Abschweifungen und Albernheiten, verliert sich mit voller Absicht – bis der eine, der da unentwegt spricht, zurücktritt, aufbricht, verschwindet und jemand anderes übernimmt.

Peter Handke, 2019 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, hat mit Werken wie "Publikumsbeschimpfung" und "Immer noch Sturm" das Theater revolutioniert. Sein jüngster Text wird im Juli bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt – in der Regie von Jossi Wieler, mit Jens Harzer und Marina Galic. Ein "Lied ohne Kehrvers" über das Sehen, Fragen, Ertragen und den Jubel im Moment des Verschwindens. "Oder auch nicht."

Mehr Informationen und Karten erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/schnee-von-gestern-schnee-von-morgen

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8 Minuten
Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich glücklich? Mit ihrer Ehe? Ihren Liebhabern? Den Menschen, mit denen Sie so tagtäglich ihr Leben verbringen? Und wenn nicht: Würden Sie es zugeben? Yasmina Rezas Roman über das Pariser Bürgertum ist ein präzises, bitterkomisches Panorama der Liebes- und Ehegeschichten, der Sehnsüchte und Gehässigkeiten derer, die stets Erwartungen mit Sehnsüchten verwechseln. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"?

Mehr Informationen und Karten für "Glücklich die Glücklichen" finden Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/gluecklich-die-gluecklichen

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15 Minuten
"Mein Name sei Gantenbein"

von Max Frisch

Regie: Oliver Reese

Stellen Sie sich vor, Sie lassen alles hinter sich und fangen noch einmal neu an: andere Stadt, anderer Beruf, andere Liebschaft. Stellen Sie sich vor, es wäre an Ihnen, Ihr Leben zu gestalten; Sie selbst würden bestimmen, wie ihr Leben verläuft… Aber Moment: Tun wir das nicht? Wie würden wir denn leben, wenn wir nur anders könnten? Was würden wir tun, wenn wir nur anders wollten? "Mein Name sei Gantenbein" treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze und gibt der Zweifelhaftigkeit des modernen Menschen eine Stimme. 

Regisseur und Intendant Oliver Reese hat eine eigene Bearbeitung des letzten großen Frisch-Romans inszeniert – mit Matthias Brandt, der dafür nach 20 Jahren auf die Bühne zurückgekehrt ist.

Die audiodeskriptive Einführung zu "Mein Name sei Gantenbein" entstand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription.

Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben.

Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription.

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8 Minuten
Als der Landvermesser K. im Dorf am Fuße eines Schlosses ankommt, darf er nicht bleiben. Er braucht eine Aufenthaltserlaubnis vom Schloss. Je dringlicher K. versucht, diese Beglaubigung seiner beruflichen wie persönlichen Existenz zu erlangen, desto weiter scheint er sich von seinem Ziel zu entfernen. Was bleibt sind die unnahbaren Dorfbewohner, die Beamten des Schlosses und ein absurdes bürokratisches Regelwerk – ein System, das bestimmt, wer Zugang erhält und wessen Existenz als störend gilt.

"Das Schloss oder Wir müssen uns K. als einen glücklichen Menschen vorstellen" der britischen Autor:in Georgia Bruce verbindet Motive aus Franz Kafkas Romanfragment "Das Schloss" mit Albert Camus’ "Der Mythos des Sisyphos" und seinem Bild vom endlosen Kreislauf des Mühsals – erzählt aus der Perspektive eines trans Mannes auf der Suche nach Akzeptanz. Während weltweit trans- und queerfeindliche Gewalt zunimmt und die bloße Existenz queerer Körper infrage gestellt und kriminalisiert wird, widmet sich Jules Head der Sisyphos-Arbeit, die es bedeutet, trans zu sein und der Absurdität der Welt angesichts des einfachen Wunsches, sein zu dürfen. Camus beschreibt Sisyphos als einen Menschen, der inmitten seiner Mühen einen Moment der Freiheit findet. Was bedeutet es, in einer Welt, die verzweifelt nach Vollendung strebt, für immer unvollendet zu bleiben? Was, wenn es gar nicht darum geht, den Felsblock über den Gipfel zu stoßen, Zutritt zum Schloss zu erlangen und im Dorf anerkannt zu werden? Wenn wir uns Sisyphos glücklich vorstellen können – können wir uns dann auch einen trans Mann in Frieden vorstellen?

Mehr Informationen und Karten für "Das Schloss oder Wir müssen uns K. als einen glücklichen Menschen vorstellen" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/das-schloss

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Über diesen Podcast

Hintergrundinformationen und Einführungsgespräche zu unseren Theaterproduktionen und Aufzeichnungen spezieller Sonderveranstaltungen: Auf dem Podcastkanal des Berliner Ensembles bieten wir Ihnen zu ausgewählten Produktionen Audio-Einführungen unserer Dramaturg:innen und der Digitalen Redaktion mit Informationen zum Stück und zur Inszenierung, mit Hintergrundinformationen und Fährten für die eigene Interpretation an. So können Sie sich bequem und einfach zuhause auf die Vorstellung einstimmen oder das Gesehene im Nachhinein reflektieren. Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Ein Podcast der Berliner Ensemble GmbH Sprecher:innen & Redaktion: Sibylle Baschung, Amely Joana Haag, Florian Hofmann, Johannes Nölting, Lukas Nowak, Karolin Trachte, Clara Topic-Matutin. Gast: Lucien Strauch. Produktion: Digitale Redaktion & Tonabteilung Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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