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Episoden

2 Stunden
In Folge 64 von Elekthromas Musikwelten geht es um Chartperlen der späten 70er und frühen 80er – also um Songs, die damals tatsächlich erfolgreich waren und trotzdem nicht nach gewöhnlichem Mainstream klangen. Die Basis dafür bilden die offiziellen deutschen Single-Jahrescharts der jeweiligen Jahre. Dabei darf man nicht vergessen: 1977, 1978 und 1979 bestanden diese Jahreslisten nur aus 50 Titeln, 1980 dann aus 75 Titeln. Einige Songs waren in den regulären Wochencharts also durchaus erfolgreich, tauchten in der offiziellen Jahreshitparade aber trotzdem nicht auf. Deshalb habe ich zusätzlich eine alternative Top-100-Auswertung herangezogen, um auch solche Stücke nicht zu übersehen. Mich interessieren vor allem Songs, die für ihre Zeit etwas Besonderes hatten: einen ungewöhnlichen Sound, eine neue Produktionsweise oder einfach eine Haltung, die aus dem üblichen Radioprogramm herausstach. Mal elektronisch und spacig, mal punkig, kantig oder aufmüpfig, mal irgendwo zwischen Disco, New Wave und Art Pop. Und manches davon klingt heute erstaunlich modern – obwohl es damals noch ziemlich weit vom späteren 80er-Mainstream entfernt oder als Vorreiter für die 80er zu sehen war. Natürlich gehörte zu den deutschen Charts damals auch einiges, das bei mir eher nicht auf dem Plattenteller landen wird: singende Schlümpfe, Ententänze, Polonäsen, allerlei Herz-Schmerz-Schlager und sonstige musikalische Untiefen. Vader Abraham und Roy Black dürfen also ganz beruhigt in den tiefsten Verliesen der Archive verrotten.  Da meine persönliche Definition der Achtziger bekanntlich schon 1977 beginnt, startet auch diese kleine Spurensuche genau dort. Im ersten Teil geht es nämlich konkret zunächst um die Jahre 1977 bis 1980. Weitere Folgen folgen…
2 Stunden
In der zweiten Human-League-Folge von Elekthromas Musikwelten geht es um den großen Sprung: Nach der Trennung der ersten Besetzung erfinden Philip Oakey, Adrian Wright, Joanne Catherall und Susan Ann Sulley die Band neu — und mit „Dare“ entsteht für mich eines der wichtigsten elektronischen Popalben überhaupt. Natürlich geht es um die großen Hits, aber auch um die Stücke, die mir persönlich auf dem Album besonders am Herzen liegen. Danach wird es für mich spannender, aber auch schwieriger: Ich schaue auf die Singles, B-Seiten und späteren Alben, bei denen Human League mal sehr stark bleiben, mal aber auch ziemlich weit von dem abrücken, was ich an der Band liebe. Es geht also nicht nur um Nostalgie oder Hitparade, sondern um meine Sicht auf eine Band, die zwischen Elektronik, Pop, Image und Kommerz immer wieder neu um ihren eigenen Sound gerungen hat. Und Heaven 17 bekommen natürlich auch ihren (kleinen) Platz — als die andere, souligere, funkigere und politischere Antwort aus derselben Sheffield-Geschichte.
2 Stunden
In dieser Ausgabe von Elekthromas Musikwelten nehme ich euch mit in die frühen Jahre von The Human League — also in die Zeit, bevor aus der Band mit „Don’t You Want Me“ und „Fascination“ ein großes Pop-Phänomen der 80er wurde. Mich interessiert hier besonders die kantige, kühlere und experimentellere Seite: Sheffield, The Future, frühe Synthesizer, Post-Punk-Ideen und der Versuch, Popmusik nicht einfach zu spielen wie alle anderen, sondern neu zu definieren. Wir hören die erste Phase mit Martyn Ware, Ian Craig Marsh, Philip Oakey und Adrian Wright, erleben aber auch die Trennung der ersten Besetzung und den Übergang zur neuen Human League mit Joanne Catherall und Susan Ann Sulley und B.E.F., bzw. Heaven 17. Keine einfache „musikalische Differenzen“-Geschichte, sondern ein ziemlich menschliches Durcheinander aus Rollen, Ego, Kontrolle und verletztem Vertrauen.
2 Stunden
Wie in Folge 60 angekündigt, habe ich immer noch jede Menge Maxiversionen aus meiner „Extended“ Playlist übrig, dass es weitergeht wie beim letzten Mal. Wobei das nicht ganz stimmt: Ich verabschiede mich etwas von den großen Hits. Heute wird es – mit wenigen Ausnahmen – eher new wavig. Trotzdem fokussiere ich mich wieder in erster Linie auf „Extended Versions“, die das Original verlängern indem sie einzelne Spuren aus dem Original Song hervorheben und diesen mehr Raum geben.  Nicht Teil meines Konzeptes sind nachwievor Italo Disco, „12“ only“ Releases und DJ-Mixe, die das Original zu sehr verfremden oder gar vergewaltigen.
2 Stunden
Wie in der letzten Sendung angekündigt, habe ich noch jede Menge Maxiversionen aus meiner „Extended“ Playlist übrig, so dass es weitergeht wie beim letzten Mal.  Wieder fokussiere ich mich in erster Linie auf „Extended Versions“, die das Original verlängern indem sie einzelne Spuren aus dem Original Song hervorheben und diesen mehr Raum geben. In Teil zwei kommt ihr nochmal in den Genuss vieler Hits, denn es gibt einfach zu viele gute Maxiversionen von denen. Wobei heute auch einige nicht ganz so große Hits dabei sind. Lasst euch überraschen. Ihr erinnert euch: Grundsätzlich geht es mir bei den Maxis nicht um Remixe, die mit dem Original kaum noch was zu tun haben, sondern wie gesagt eher um längere Versionen. Um den Rahmen nicht komplett zu sprengen werde ich allerdings immer noch keinen Italo Disco spielen, da Maxis da die „normalen“ Versionen waren und das witzlos wäre.
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Über diesen Podcast

Die Achtziger waren nicht so schrecklich, wie es in den von Oliver Geissen moderierten typischen Achtziger-Shows dargestellt wird, wo Atze Schröder und Ingolf Lück in Netzhemden mit VokuHiLa-Dauerwellen-Perücken sitzen, den Zauberwürfel feiern und von Nena, Opus, Bon Jovi, Modern Talking oder Michael Jackson schwärmen. Da bekomme ich Schnappatmung. Ich stehe eher auf das Schwarzlicht in Nebelschwaden, schwarze Klamotten oder schrill geschminkte New Romantics im Neonlicht. Das Düstere und Kalte, was die Post-Punk-Ära ausmacht und durch den Einsatz von Synthies vertont wird. Teilweise schon depressiv, aber fast immer zumindest melancholisch. Das sind meine Achtziger. Vor allem musikalisch war es ein extrem innovatives Jahrzehnt. Dieses Bild würde ich gerne gerade rücken, indem ich euch von meiner persönlichen Entdeckung der Musik in den Achtzigern erzähle. Also von meiner eigenen und sehr subjektiven Musikwelt. Oder besser den Musikwelten, denn es gibt mehrere musikalische Welten der Achtziger zu entdecken. Da wären zum Beispiel die New Wave, Punk, New Romantic und Synthpop-Szene, der auch ich angehörte. Ebenso gibt es aber auch die echte „Neue Deutsche Welle“, jenseits von Nena, Markus und Hubert Kah oder auch die schräge Welt des Industrial & EBM. Ich werde auch von Indie-Labels (z.B. Mute, Factory, ZTT), dem Einfluss von Produzenten (z.B. Stephen Hague, Trevor Horn, Daniel Miller, Mike Howlett, Zeus B. Held oder Conny Plank) und den Verbindungen vieler Künstler erzählen. Ehrlich gesagt fangen meine Achtziger allerdings schon 1977 an, als Punk quasi als Strohfeuer verpuffte und aus deren Asche Bands wie Ultravox, Gary Numan, Blondie, Human League, The Cure oder Joy Division entstanden.
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