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59 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum über die Förderlandschaft in Deutschland, Erinnerungskultur und die Funktion von Antisemitismus.

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist eine renommierte Historikerin und Expertin für alte und neue jüdische Geschichte. Seit 2011 leitet sie das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Zuvor war sie unter anderem Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Werkstatt Geschichte und des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung sowie Sprecherin der Förderlinie Antisemitismus des BMBF.

Wir sprechen über die aktuelle Förderlandschaft und den wachsenden Druck konservativer Kräfte auf progressive Projekte. Außerdem diskutieren wir die deutsche Erinnerungskultur – ihre Verflechtung mit dem Nahostkonflikt und die Frage, wie sie in die Gegenwart geholt werden kann. Schließlich geht es um die tiefere Funktion von Antisemitismus: Welche Bedürfnisse erfüllt er, warum ist er nicht nur von negativen Emotionen geprägt – und inwiefern dient er manchen Menschen auch zur Identitätsstiftung?

Gast: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum

Host: Shai Hoffmann

Mehr über Stefanie findet ihr hier:

⁠https://www.deutschlandfunk.de/geschichte-einer-grossen-luege-wie-immer-wieder-neuer-antisemitismus-entsteht-dlf-2b90e738-100.html⁠

⁠https://www.soziopolis.de/guernica-gaza.html⁠

⁠https://www.berghahnbooks.com/title/SchulerSpringorumGender⁠

⁠https://www.wallstein-verlag.de/9783835351592-hans-litten-anwalt-gegen-hitler.html⁠

⁠https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-23308⁠

https://www.academia.edu/108789870/Antisemitism_and_the_Politics_of_History_eds_Scott_Ury_and_Guy_Miron_Brandeis_2024_

Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Arbeit.

Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.
1 Stunde 7 Minuten
In dieser Folge “Über Israel und Palästina sprechen” spreche ich mit Hanno Hauenstein über strukturelle Probleme in der deutschen Berichterstattung zu Israel und Palästina – und über die Leerstellen, die dabei immer wieder sichtbar werden.

Hanno Hauenstein ist freier Journalist, Kulturkritiker und Autor. Er schreibt u. a. für Haaretz, The Guardian, taz, +972 Magazine und ZEIT Online – mit einem besonderen Fokus auf Erinnerungspolitik, Staatsräson und den medialen Umgang mit Israel und Palästina. Er hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin studiert und war als research fellow an der Tel Aviv Universität tätig. Im Rahmen eines IPG Fellowships war er beim israelischen Nachrichtensender i24NEWS tätig und bis 2023 Kulturredakteur der Berliner Zeitung.

Im Gespräch geht es um seine persönliche Beziehung zur Region, um israelische Innenpolitik – und um die Rolle rechter Medien wie Channel 14. Wir sprechen über die sprachlichen und politischen Leerstellen in der deutschen Nahost-Berichterstattung, die Ausblendung palästinensischer Stimmen und die Tabuisierung legitimer Kritik. Auch die deutsche Staatsräson, Erinnerungspolitik und der Umgang mit einem möglichen Genozid-Urteil des IGH stehen im Fokus.

Ein Gespräch über journalistische Verantwortung, politische Rhetorik – und die Frage, wie Berichterstattung aussehen könnte, wenn wir wirklich hinschauen würden.

Gast: Hanno Hauenstein

Host: Shai Hoffmann 

Links :

https://www.instagram.com/hahauenstein/?hl=de

⁠https://hannohauenstein.substack.com⁠ 

– ⁠https://www.972mag.com/jenin-tulkarem-west-bank-refugee-camps-iron-wall/⁠

⁠https://www.rosalux.de/news/id/53553/israels-drecksarbeit-und-die-deutsche-staatsraeson⁠⁠www.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-state⁠⁠https://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentar-israel-gaza-deutschland-presse-schweigen-100.html⁠⁠https://jacobin.de/artikel/gaza-voelkermord-deutschland-hanno-hauenstein⁠

– Neuer Podcast: "Nullpunkt"

Im Gespräch zitiert:

– ⁠https://theintercept.com/2024/02/05/axel-springer-israel-settlement-profit/⁠

– ⁠https://www.972mag.com/bild-german-media-netanyahu-bibileaks/⁠

Danke an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
1 Stunde 9 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht.

Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina.

Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte.

Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann.

Gast: Prof. Dr. Nora Markard

Host: Shai Hoffmann

Links:

⁠https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=de⁠

https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCza

Das IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: ⁠https://www.icj-cij.org/case/196⁠

Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: ⁠https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/⁠

Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: ⁠https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsrat⁠

Eine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: ⁠https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/⁠ 

Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)

Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.

Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!
1 Stunde 24 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Luzia Geier über Zohran Mamdani, seinen politischen Aufstieg in New York und die Frage, was sein Erfolg über progressive Politik in den USA erzählt.

Luzia lebt seit mehr als zehn Jahren in den USA, war US-Korrespondentin der dpa in Washington und berichtet heute wieder als freie Journalistin aus New York. In ihrem neuen Buch Our Time Is Now — Zohran Mamdani: Wie Mut, Haltung und Menschlichkeit Politik verändern können erzählt sie die Geschichte eines überraschenden Wahlerfolgs und ordnet ein, welche Impulse daraus für demokratische Bewegungen entstehen können.

Mamdanis Wahlkampf war ungewöhnlich: er verband lokale Sozialpolitik, linke Strategie und eine unerwartete Allianz mit liberalen Zionisten, begleitet von heftigen Debatten um seine Positionen zu Israel und Palästina. Am Ende stand ein Ergebnis, das viele nicht für möglich gehalten hatten. Auch hierzulande stellen sich Politiker*innen in Anbetracht bevorstehender Wahlen die Frage, welche Strategien sie für ihren Wahlkampf ableiten können.

Gast: Luzia GeierHost: Shai Hoffmann

Links:

https://www.instagram.com/luzia.geier/

https://bastei-luebbe.de/Buecher/Sachbuecher/Our-Time-Is-Now/9783869951744

https://krautreporter.de/newsletter

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6470-was-die-grunen-von-zohran-mamdani-lernen-wollen-und-was-nicht?shared=ddbbaa8f-b490-451d-9fed-631b58dcfaa0&utm_campaign=share-url&utm_medium=member-url

https://hpd.de/artikel/sozialistische-buergermeister-new-york-erstes-deutschsprachiges-buch-ueber-zohran-mamdani-erschienen-24143

Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung

Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · 

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1 Stunde 28 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Riad Othman über die humanitäre Lage in Gaza! Wir analysieren die Bedingungen für Hilfslieferungen und die Frage, warum Hilfe oft nicht dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Riad ist Nahostreferent bei medico international und arbeitet seit 2016 von Berlin aus zu Israel und Palästina. Zuvor hat er das medico-Büro in Jerusalem und Ramallah geleitet. Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich damit, unter welchen politischen und rechtlichen Bedingungen humanitäre Hilfe in Krisengebieten überhaupt möglich ist.

Anlass der Folge ist der aktuelle IPC-Bericht vom Juli 2026 der zwar leichte Verbesserungen zeigt, aber zugleich warnt, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung weiterhin unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden. Wir sprechen über den Registrierungsprozess für Hilfsorganisationen, über Dual-Use-Kontrollen an den Grenzen und darüber, welche Macht Israel über Art und Umfang der Hilfe ausübt. Außerdem geht es um Deutschlands Rolle als einer der wichtigsten Finanziers humanitärer Hilfe und die Spannung zwischen humanitären Verpflichtungen und politischer Unterstützung für Israel.

Gast: Riad OthmanHost: Shai Hoffmann

Links:

https://www.ipcinfo.org/fileadmin/user_upload/ipcinfo/docs/IPC_Famine_Factsheet.pdf

 https://www.ochaopt.org/

https://www.ipcinfo.org/ipc-country-analysis/en/?country=PSE

https://www.ipcinfo.org/fileadmin/user_upload/ipcinfo/docs/1_IPC_Gaza_Strip_Acute_Food_Insecurity_Malnutrition_Apr_Dec2026_Special_Snapshot.pdf

https://www.emro.who.int/opt/information-resources/emergency-situation-reports.html#gaza-emergency-situation-reports

https://app.un2720.org/tracking/offloaded

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Über diesen Podcast

Willkommen bei 'Über Israel und Palästina sprechen', dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert*innen, Lehrkräften und Pädagog*innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkomplex. Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Impressum: https://www.gesellschaftimwandel.org/impressum
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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