Born in the GDR: Geschichte(n) aus einem verschwundenen Land
Geboren in der DDR- Geschichten aus dem verschwundenen Land
Podcaster
Episoden
08.02.2026
1 Minute
Er hat mit „Sonnenallee“ für den ersten erfolgreichen Kinofilm über
die DDR nach der Wiedervereinigung gesorgt- wird ein zweiter Teil
kommen? Leander, 1959 in Quedlinburg im Bezirk Halle/Saale geboren,
wächst in einer Theaterfamilie auf. Sein Vater Ezard Haußmann ist
ein beliebter Schauspieler in Theater und Film, seine Mutter
Kostümbildnerin. Das Leben ändert sich abrupt, als er 9 Jahre alt
ist: Sein Vater erhält zehn Jahre Berufsverbot. Von da an ist
nichts wie zuvor, die Stasi Teil seines Lebens. Er lernt zunächst
Facharbeiter für Tiefdruck, um dann Schauspieler zu werden. In Gera
und Parchim, wo er anschließend engagiert wird, eckt er an, mal ist
es die Loyalität zu einem Kollegen oder sein Ausreiseantrag. Nach
dem Mauerfall macht er sich einen Namen als Theaterregisseur in
Weimar und als Intendant am Schauspielhaus in Bochum, bevor er als
Filmregisseur durchstartet. Wir sprechen u.a. darüber, wie er der
Präsenz der Stasi in seinem Leben mit Humor begegnet ist, ob es
heute einfacher ist, einen Film über die DDR machen zu können und
ob sich das Bild des Ostens im Westen seit dem Mauerfall wesentlich
verändert hat.
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11.01.2026
32 Minuten
Wie konnte man ohne internationale Musik, die man nicht einfach
kaufen konnte, als Teenager in der DDR überleben? Ich mochte die
Musik, die einige DDR-Bands machten. Sie ist selbstverständlich
Teil meiner Identität, weil es mein Aufwachsen stark geprägt hat.
Und das lag maßgeblich daran, dass man seinen Lieblingsbands
begegnen konnte. Also, wie war das in der DDR, mit den Bands und
den Fans? In dieser Folge erzähle ich euch von meinem ersten
Konzert im Alter von 15 Jahren, was DDR-Rockmusik bei mir und
vielen anderen ausgelöst hat, welche Anstrengungen unternommen
wurden, um die Lieblingsbands wie Stern Meißen, Silly, Pankow oder
Lift live zu sehen, in welche Gefahr ich mich insbesondere in einer
Situation gebracht habe, aber auch, welche Begegnungen mich heute
noch prägen.
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07.12.2025
1 Stunde 15 Minuten
Heute den meisten als Sechstplatzierte der 17. Staffel „Germanys
Next Top-Model by Heidi Klum“ bekannt, kenne ich sie und
wahrscheinlich meine Hörer schon seit den 80ern. Lise war Frontfrau
und Keyboarderin der einzigen reinen professionellen Frauenband der
DDR. Als Kind lebt sie im Musik-Internat, mit dem Ziel, klassische
Pianistin zu werden, populäre Musik war dort verboten, die Regeln
streng. Als 17 jährige wird sie mit dem Johann Sebastian Bach-Preis
als beste Pianistin ausgezeichnet. Mona Lise bringt riesen Chancen
für die Band: Annette Humpe will sie zu DDR-Zeiten produzieren, Udo
Lindenberg als Vorband mit auf seine BRD-Tour nehmen- die
DDR-Führung verhindert beides. Mitte der 80er wird aus der reinen
Frauenband eine gemischte, die neuformierten Mona Lise hatten bald
einen Schicksalsschlag zu verkraften: Gitarrist Peter Scheffler
verstirbt mit nur 33 Jahren. Warum Liese schon vor dem Mauerfall
aus der Band ausstieg und wie hart es war, von der Glamourwelt des
Rock'nRoll als Musiklehrerin in den Schuldienst zurückzukehren,
erzählt sie bei mir im Gespräch und wie die Modelkarriere nach
ihrer Teilnahme bei GNTM frischen Wind in ihr Leben bringt.
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02.11.2025
1 Stunde 10 Minuten
Vor zwei Jahren ist er mir in der ARD-Doku „Hört uns zu! Wir
Ostdeutsche und der Westen“ aufgefallen, weil er wie kein anderer
frei von der Leber erklärt hat, dass er stolz ist, Ostdeutscher zu
sein. Damals Trainer des 1. FC Köln, heute steht der
Bundesliga-Trainer für den Erfolg des 1. FC Union Berlin. Geboren
1972 in Rostock, fand Baumgart schon früh seine Leidenschaft für
den Fußball, trotz gesundheitlicher Hürden und eines kurzen
Ausflugs als Kreismeister im Ringen. Wir sprechen über seine Zeit
in der Fußball-Kaderschmiede der DDR, die Unsicherheiten der
Wendejahre und seinen Weg nach Ostfriesland, wo er neben dem
Fußball eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machte. Außerdem erzählt
der Wahlberliner, wie er sich seinen Jugendtraum erfüllt hat,
Fußballtrainer zu werden und mit welchen Klischees er als „Ossi“
schon konfrontiert wurde.
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05.10.2025
1 Stunde 20 Minuten
Er möchte bei seinen Gästen herausfinden, wie die so ticken und
heute versuche ich das mal bei ihm. ;-) Matze ist 1979 in Gröden,
einem Dorf in der Nähe von Elsterwerda in Brandenburg, hat also
Kindheit und ein Teil seiner Schulzeit in der DDR erlebt, die er
als "schwer" bezeichnet. Wir sprechen über sein Heranwachsen mit
Großeltern, die eine Bäckerei führten, die strenge
Kindergartenerziehung in der DDR, das Aufwachsen im christlich
geprägten Elternhaus. In seiner Teenagerzeit entdeckt er die Liebe
zur Musik, die schließlich zu einer Bandmitgliedschaft bei
"Virginia Jetzt" führte und sogar bei "Rock am Ring" spielten.
Heute ist er einer der erfolgreichsten Podcaster des Landes mit
seinem "Hotel Matze".
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Über diesen Podcast
Wie war die DDR: Grau, stinkend und menschenverachtend? Geprägt von
Menschlichkeit, Gleichberechtigung und kollektivem Miteinander?
Viele Geschichten aus dem Osten sind noch zu erzählen, müssen
erzählt werden. Antje Riis will sie in diesem Podcast einfangen und
festhalten. Ihre Gäste haben die DDR erlebt und erzählen von ihren
Erlebnissen und Erfahrungen vor und nach dem Mauerfall, wie sich
das Leben für sie bis heute entwickelt und was sie sich für dich
Zukunft wünschen. Über die Gastgeberin: Antje Riis wurde in der
DDR, in Leipzig, geboren. Ihr erster Beruf ist "Facharbeiter
Kellner", zu dem sie sich im legendären Hotel Merkur Leipzig (heute
Westin) ausbilden ließ. Zehn Jahre später fing sie an redaktionell
fürs TV zu arbeiten, wo sie für Talkshows wie Schreinemakers oder
Johannes B. Kerner Prominente, Politiker, Autoren und Experten
interviewte. Schon dort hatte Riis ein besonderes Interesse für die
"Ostgeschichten" der Gäste, weil sie zu wenig nachgefragt wurden
und werden. Antje Riis auf Instagram und Facebook: @born_in_the_gdr
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