Beziehungen verstehen.

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Episoden

Zu spät für Paartherapie? – Was sie wirklich kann und was nicht
27.05.2026
53 Minuten
65 - Enttäuschung, Konflikte, Verletzungen: Viele Paare kommen in ihrer Beziehung zu der Feststellung, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Jetzt steht es vor der Wahl: Trennung? Oder vielleicht doch Unterstützung; wie Paartherapie. Doch wann ist Paartherapie wirklich sinnvoll? Muss eine Beziehung bereits kurz vor dem Ende stehen? Und was kann Paartherapie tatsächlich leisten und was nicht?


In dieser Episode sprechen wir darüber, wann Paare professionelle Unterstützung aufsuchen sollten, welche Warnzeichen ernst zu nehmen sind und warum viele Menschen erst sehr spät Hilfe suchen. Gleichzeitig geht es um Erwartungen: Kann Paartherapie jede Beziehung retten? Was passiert eigentlich in den Sitzungen? Und woran erkennt man gute Paartherapie? Wir sprechen über unterschiedliche Therapieansätze, die Bedeutung der Passung zwischen Paar und Therapeut:in und darüber, warum die therapeutische Beziehung oft ebenso wichtig ist wie die Methode allein. Ausserdem geben wir einen Einblick in die kognitiv-verhaltenstherapeutische Paartherapie, welche im Laufe dieser Staffel detailliert vorgestellt wird. Auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen basiert die Paartherapie der kognitiven Verhaltenstherapie und wie kann man die Wirksamkeit einer Paartherapie überhaupt messen? Eine Folge über Chancen und Grenzen von Paartherapie und die Frage, wann Beziehungen Unterstützung brauchen, bevor aus Problemen Entfremdung wird.





Für weitere Vertiefung: Buch „Streitet euch“ https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1068399512
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Honeymoon-Phase vorbei – Woran erkennt man, dass eine Beziehung brüchig wird?
06.05.2026
55 Minuten
64 - So gut wie alle Partnerschaften beginnen auf Wolke 7; charakterisiert durch Verliebtheit, Positivität und emotionales High. Doch die Trennungsstatistiken zeigen ein anderes Bild: 30-50 % aller Ehen in nord- und westeuropäischen Regionen und den USA werden geschieden; Partnerschaften gehen in die Brüche. Dennoch gibt die grosse Mehrheit der befragten Paare in frischen Beziehungen an, dass sie diesen Trend nicht verstärken werden und mit Sicherheit für immer zusammenbleiben werden. Statistiken betreffen immer die anderen; bei uns ist es anders. Wie passt das zusammen? Und was passiert zwischen dieser initialen Befragung und den ca. 50% derselben Paare, die im Schnitt nach 10-14 Jahren selbst im Amtsgericht sitzen? Die Paarforschung hat sich genau diese Prozesse und Zahlen seit vielen Jahrzehnten genauer angeschaut. In der heutigen Episode sprechen wir darüber: Wie verläuft die typische Beziehung? Welche Faktoren treten zum Erhalt oder heute im Fokus: Zerfall einer Partnerschaft bei? Warum ist die Diskrepanz zwischen dem Selbstbericht am Anfang und am Ende einer Beziehung so gross? Woran erkennt man, dass die eigene Beziehung langsam ins Schwanken gerät und auf welche ersten Anzeichen man wie reagieren sollte: das erfahrt ihr in der aktuellen Episode.
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Wie Perfektion eine Beziehung zerstören kann - zwanghafte Persönlichkeitsmuster
22.04.2026
50 Minuten
63 - Ordnung. Zuverlässigkeit. Perfektion – Eigenschaften, die wir schätzen: im Job, im Alltag, in Beziehungen.


Doch was passiert, wenn genau diese Stärken zu starr werden? Wenn aus Gewissenhaftigkeit Kontrolle entsteht und aus hohen Ansprüchen ein Muster, das Nähe erschwert?


In dieser Episode sprechen wir über die zwanghafte Persönlichkeitsstruktur hin zu Persönlichkeitsstörung und darüber, wie sich entsprechende Persönlichkeitsmuster in Beziehungen zeigen können. Woran erkennt man den Unterschied zwischen einer strukturierten Persönlichkeit und einer rigiden, unflexiblen Dynamik? Und warum kann Perfektionismus dazu führen, dass Beziehungen an Lebendigkeit verlieren? Wir schauen uns an, wie solche Muster entstehen; welche Rolle frühe Erfahrungen und Leistungsorientierung spielen können und warum Betroffene ihr Verhalten oft nicht als problematisch erleben. Gleichzeitig geht es um typische Beziehungsmuster: steigender Druck, fehlende Spontanität, das Gefühl, nie zu genügen – und die Frage, was das langfristig mit Nähe, Intimität und Zufriedenheit macht.


Eine Folge über Kontrolle, Selbstwert und den Umgang mit zwanghafter Perfektion; wie Beziehung gelingen kann und rigide Muster aufgebrochen werden können.
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Psychopathie - Kann ein Mensch wirklich Empathielos sein?
08.04.2026
57 Minuten
62 - Wenn Empathie komplett fehlt – geht das überhaupt? Das Thema Psychopathie wird oft mit Serienmördern, kaltblütigen Verbrechen und zwischenmenschlichen Desastern assoziiert; aber was steckt wirklich dahinter? Wir widmen uns diese Episode dem plakativen Thema der Psychopathie und antisozialen Persönlichkeit und definieren und erklären beide Begriffe psychologisch. Was bedeuten diese Bezeichnungen überhaupt und was unterscheidet sie? Wie entsteht und zeigt sich Psychopathie und wie erkennen wir antisoziale Persönlichkeit und psychopathische Züge in Menschen? Was tun, wenn man diesen Mustern begegnet? Vorab: wir unterscheiden gezielt Persönlichkeitsmuster von tatsächlich gezeigtem Verhalten. Ausserdem thematisieren wir das Thema partnerschaftliche Gewalt und sprechen darüber, wie wir „psychopathische“ Gewalt von regulärer Gewalt unterscheiden; Stichwort Typ 1 und Typ 2 Gewalt. Wie die Psychologie Psychopathie und antisoziale Persönlichkeit definiert; und was auch wir tun können, um fälschlicher Stigmatisierung entgegenzuwirken aber uns dennoch rechtzeitig von reellen Gefahren zu schützen, erfahrt ihr in dieser Episode.
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Borderline in Beziehungen – Warum Nähe gleichzeitig ersehnt und gefürchtet wird
25.03.2026
55 Minuten
61 - Intensive Nähe. Tiefe Verbundenheit. Vielleicht die intensivste Beziehung, die man je erlebt hat. Und dann plötzlich: Verlustangst, Wut, Rückzug oder Überforderung. Gefühle, die sich manchmal überwältigend anfühlen.


In dieser Episode sprechen wir über die Borderline-Persönlichkeitsstörung – auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung genannt – und darüber, wie sich entsprechende Persönlichkeitsmuster in Beziehungen zeigen können. Warum schwanken Beziehungen mitunter zwischen Idealisierung und kompletter Entwertung? Wie kann Nähe gleichzeitig ersehnt und gefürchtet werden?


Kennzeichnend für Borderline sind stark schwankende Affekte, Identitätsunsicherheit, innere Leere und – in ausgeprägteren Formen – selbstverletzendes Verhalten. Auch wenn nicht jede betroffene Person all diese Merkmale zeigt: Wir klären, wie emotional instabile Muster entstehen, welche Rolle frühe Bindungserfahrungen spielen können und warum selbstschädigende Impulsivität, starke Affekte und Verlassensängste Beziehungen beidseitig herausfordern können.


Gleichzeitig geht es um Differenzierung: Was ist ein Persönlichkeitsmerkmal, was eine Störung? Warum Borderline weit mehr ist als die Klischees, die oft darüber kursieren.


Eine Folge über Intensität, Verletzlichkeit – und die Dynamiken und Lebensvielfalt hinter starken Gefühlen.
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Über diesen Podcast

Wie entsteht Beziehung? Ist der Mensch monogam? Wie kommunizieren wir? Wieso streiten wir? Wie funktionieren Beziehungen und was braucht es, diese glücklich zu leben? Wie öffnet man sich emotional? Was ist Commitment? Was sagt mein Bindungsstil über mich aus? In unserem wissenschaftlichen Psychologie-Podcast gehen wir jeden zweiten Mittwoch zahlreichen Fragen und faszinierenden psychologischen Prozessen auf den Grund, erklärt anhand praktischer Beispiele und echter Geschichten. Professor und Paartherapeut Guy Bodenmann erzählt aus Forschung und Praxis, interviewed von Kristina Schneider.
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